EDEL-Music, und noch ein Gedanke

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EDEL-Music, und noch ein Gedanke ronin
ronin:

EDEL-Music, und noch ein Gedanke

 
02.09.99 23:49
#1
Hat ein bißchen länger gedauert mit EDEL, aber wie Elan schon richtig gesagt hat - da habe ich meine Hausaufgaben nicht gemacht. EDEL stand nicht auf meiner Liste.
Soweit ich das überblicke, hat Edelmax in seiner Grundaussage recht -die Zahlen SIND gut, und die AUSSICHTEN noch besser. Allerdings möchte ich die Zahlen von 2000 zu Grunde legen, 2001 ist doch noch ein wenig weit weg.
Setzt man voraus, das die Planzahlen für 2000 stimmen (und das muß man, wenn Berechnungen überhaupt eine Sinn haben soll) so komme ich auf ein KGV von 10,6 (13.3) und ein KUV von 1,2  (1,5) Zahlen in Klammer nach  Kapitalerhöhnung.
Ein Vergleich mit anderen Medienwerten spricht für sich.
Da sieht man aber auch schon das Problem von EDEL - sie wird als Medienwert nicht erkannt. Über EDEL wird nicht gesprochen, keiner hat sie auf der Rechnung. IR von Edel dürfet recht gut sein, PR ist aber nicht berühmt, EDEL macht nicht von sich reden. Das sieht man auch schön am Chart,  EDEL konnte die Medien-Euphorie nicht mit machen.
Würde man EDEL nur annähernd das KGV andern Medientitel zubilligen, kann sich jeder selbst ausrechen (und wer an EDEL interessiert ist soll das auch tun um ein Gefühl für die Werte zu bekommen, für die er sich interessiert) welcher Kurs für EDEL angemessen wäre.
Welche Aussichten hat EDEL - das kommt darauf an, wie gut das Management sich auf Veränderungen der Marktbedingungen einstellen kann  (Musik übers Internet). Nach dem bisher gezeigten, darf man da aber, denke ich, zuversichtlich sein. Würde ich ein Investment am NM suchen, so würde EDEL sicher ganz oben auf meiner Liste stehen. Allerdings erst, wenn die Technik mir das Signal dazu  gibt (siehe meine Meinung zu EM-TV), und wenn das Umfeld stabil genug ist.      


Und zum Abschluß noch ein par Gedanken, sozusagen aus "gegebenem Anlaß"
Was da in letzteer Zeit so zu lesen war, ist schon abenteuerlich, Edelmax hat es schon angesprochen.  
Auf die Geschichter mit Prior´s Guru will ich ja gar nicht näher eingehen. Aus meiner Sich hatte er nur einen besonders eigenwilligen Stil. Man macht sich dann aber mehr Gedanken über seinen weiteren Verbleib, als über die weitere Entwicklung der Märkte.
Wenn wundert es da, das allüberall das großen Jammern ausbricht " ich bin sooooo im Minus, das Scheißding fällt und fällt warum den nur, wie soll das alles nur weitergehen, warum steigt meine mit einem KGV von 300 bewertete Aktien nicht in den Himmel wie doch alle versprochen haben"
Gepaart ist diese Bedauernswerte Sicht der Dinge dann meistens mit Statements im Stile von (und ich nenne jetz bewußt keine Namen, jeder weiß selber ob er gemeint ist)

... die kann doch gar nicht weiter fallen ... (warum eigentlich nicht ?)
... ich erwarten mir noch einen Anstieg ... (auf was hinauf ?)
... xy kann man techisch nicht analysieren ...(aus welchem Grund ?)
... wer jetzt nicht kauft ist selber Schuld... (meistens ist es umgkehrt)
... ich glaube die steigt noch viel weiter ... (und warum sollte sie nicht fallen ?)
... xy kaufen, die macht uns reich ... (vielleichat aber doch die VERkäufer)
... xy wird bald wieder dort oder da gehandelt ... (oder auch nicht)
... ich hoffe das die xy noch weiter steigt ... (ja hoffen darf man)
... xy ist eine Schrottaktie ... (bloß weil die Kursentwicklung nicht freut)
... ich geh an die NASDAQ .. (und verzocke dort noch meine letzten Groschen)
... Hurra, jetz t gehts ab ...  (wohin, sagt aber keiner)
... xy hat einen Boden gefunden... (hat keine Ahnung was ein Boden ist, schreit nur weil nach vier Tagen Verlust  eine Gegenreaktion kommt)

Usw. usw, so könnte man noch einiges bringen. Bei deratigen Einstellungen zum Markt  ist es kein Wunder, daß es soviel heulen und Zähneknirschen  gibt. Ich hoffe, wünsche, erwarte  - viele verwechseln die Börse mit einem Wunschkonzert, und sind beleidigt und gekränkt, wenn ihr  Stück nicht gespielt wird. Und dann sind natürlich die anderen Schuld, und vor allem die, die einem die Lieblingsaktie auch noch schlecht machen. Selber denken kostet Zeit und wird daher von vorneherein gar nicht erst erwogen. Besser man bekommt eine Empfehlung, von wem auch immer, und springt drauf. Wünsche - siehe oben.
Damit wir uns nicht falsch verstehen - mein Mitleid gilt allen, die an der Börse Geld verloren haben, vielleicht mehr als sie sich eigentlich leisten konnte. Trotzdem - Gewinn bei Investmets muß man sich erarbeiten, nicht erwünschen.
Trost kann man dabei vielleicht in den Worten von Freihdhelm Busch finden "das Geld ist ja nicht weg, es hat jetz nur ein Anderer)

In diesem Sinn - folget den Vorgaben der Realität, und nicht euren Träumen

RONIN
EDEL-Music, und noch ein Gedanke Skippi
Skippi:

Bezog sich Dein vorletzter Absatz auf

 
02.09.99 23:59
#2
Bank Bali ???

Gruß
Skippi
EDEL-Music, und noch ein Gedanke erzengel
erzengel:

Re: Wenn eine Aktie nicht mehr weiter .....

 
03.09.99 00:16
#3
steigt bzw. vorläufig ihren Höhepunkt erreicht hat, dann muß man sie senken um sie danach wieder steigen zu lassen. Dies passiert momentan bei vielen Werten (EM-TV, Brokat, Articon, DEAG, Jumptec, Adva, Nemetschek, 1&1, Consors, Endemann, usw.), ebenso bei der EDEL. Wenn du dich an - ich glaube es war im März - erinnererst, da war die EDEL ebenfalls bei (vor dem SPlitt) bei ca. 280 € und stieg dann im Juni auf ca. 480 €. Also ich denke, wenn jetzt wieder ein Schwung in den NM kommt, ist ein Kurs von ca. 90 - 95 € wieder drin.
Übrigens werden morgen um 16.00 bei N-TV einige Empfehlungen über Medienwerte abgegeben.

Gruß
Erzengel
EDEL-Music, und noch ein Gedanke Edelmax
Edelmax:

Na, dann bin ich ja mal froh, daß sich da wenigstens noch einer dam.

 
03.09.99 01:01
#4
also will ich auch die Edelanalyse ins Netz stellen. In meiner ersten Euphorie habe ich das Ergebnnis vor Steuern mit dem nach Steuern, was für das KGV gilt, vertauscht.
Zusammen mit einem Herrn Bx aus einem anderen Board kamen wir auf folgendes:
                 
Anfang des Jahres prognostizierte Edel für 2000 eine Umsatzrendite von 6,1%(siehe Ariva), d.h. der Gewinn nach Steuern beträgt 6,1 % vom Umsatz.
Wenn man jetzt diese Umsatzrendite auch für 2001 anwendet, so kommt man
auf einen Nachsteuergewinn von 0,061*1.000.000.000/1.95583= 31.188.805 €.
Bei 10 Mill. Aktien macht das einen Gewinn pro Aktie von 3,12 € im 2001,
was bei einem Kurs von 62,90 € einem KGV (2001) von ca. 20 entspricht.
Für 2000 ergibt sich laut neuesten Unternehmensprognosen
(www.edel.de/xhtml/boerse/boerse91.htm ) ein Nachsteuergewinn von
0,061*792.000.000/1,95583 = 24.701.533 € bzw. 2,47 € je Aktie(bei 10Mill.
Aktien).
Das Gewinnwachstum von 2000 auf 2001 betrüge somit (3,12-2,47)/2,47 =
26,3 %. Wenn man davon ausgeht, daß dieses Gewinnwachstum gehalten
werden kann, wäre die Aktie bei einem KGV (2001) von 26,3 oder einem Kurs
von 82 € fair bewertet.
Zu beachten ist natürlich, daß es sich bei den Unternehmensprognosen bewußt um konservative Schätzungen handelt und daß die Umsatzrendite nicht zwangsläufig bei 6,1 % bleiben muß, sondern noch gesteigert werden kann.

Bx            
             

Gut, die Umsatzrendite für 2001 ist nicht gegeben. Trotzdem müßte man dann einen Wert finden, der berücksichtigt, daß der Gewinn überproportional zum Umsatz steigt.

Umsatz 1Millarde : 792Mill = 1,26
Gewinn 126 Mill : 89 Mill = 1,42
1,42 : 1,26 = 12,7 % stärkere Gewinnsteigerung gegenüber dem Umsatz.
Um diese 12,7 % müßte man dann wohl die 6,1% erhöhen, ergibt 0,0687.Das ergäbe dann jedenfalls ein 2001 KGV von 18 zum jetzigen Kurs.
Geht man jetzt noch davon aus, daß die Kapitalerhöhung in dieser ganzen
Rechnung ertragsmäßig nicht berücksichtigt ist, wohl aber bei der
Gewinnnberechnung, und ich unterstelle, daß dieses Geld mit gleichen Gewinn wie das andere Geld angelegt wird, kann man ja nochmal 20% abziehen. Wäre dann 14,5 KGV. Nunja, wieviel davon noch für play it
again, sam, weggeht, weiß man ja auch nicht. Berechnungskurs 62,90 Euro.
Dazu kommt wie bei vielen anderen auch noch, daß die Umsatzrendite weiter gesteigert werden kann, da die Unternehmenssteuerreform hier schon greift und somit weniger Steuern anfallen.
Hier muß ja schon mit dem 2001 KGV gerechnet werden, da wir jetzt auch das 2000er angeben und das auf 12 Monate gesehen logisch ist.
Die 82 Euro hatten wir dieses Jahr schon die Spitze jemals lag bei 460 Euro, also bei 92 Euro splitbereinigt.
Also, selbst wenn man sehr konservativ rechnet, hat edel jetzt ein Kurspotential von ca. 40 % für die nächsten 12 Monate, selbst wenn die edel-Truppe die Kapitalerhöhung für sex & drugs und eben nicht für rock &  roll ausgeben. Einfach unglaublich, bei den Vorschußlorbeeren am NM!
Wenn trotz der guten Ergebnisse jetzt viele Kasse machen, kann der Kurs durchaus nochmal knapp an die 50 Euro rankommen, ich hoffe es trotz meiner Aktien stark. Dann ist die ideale Nachkaufchance da. Und meinen 500% Gewinn in diesem Jahr kann ich mit edel nochmal 100% in nächsten Jahr machen.

Good trades und hoffentlich liest das keiner und treibt die Kurse...

EDEL-Music, und noch ein Gedanke ruebe

Ronin´s Grundgedanken

 
#5
endlich mal einer der sich Gedanken über die Stimmung hier macht.
Dieses Board besteht tatsächlich aus ein paar ruhig kalkulierenden Mitstreitern(innen), die auch bei Rückschlägen nicht jammern und schreien. Börse ist kein Wunschkonzert, auch bei Werten die fundamental gut sind können Rückschläge kommen.(siehe edel, consors, etc.)
Dieses Board besteht daneben aus ein paar Verrückten, die meinen sie müßten hier ihre Werte pushen (von Turbodyne über...)
Und das Board besteht aus mehr als 90 Prozent von Ahnungslosen, die bei Rückschlägen Panik bekommen und bei einem kleinen Aufschwung, sich als Börsenprofis feieren lassen.
Da es in letzter Zeit am NM nicht viel zu feiern gab, ist die Stimmung schlecht. Verständlich. Verblendet durch die ganzen Berichte (EMTV plus 14000 Prozent, in zwei Jahren zum Millionär) hofft jeder, schnell reich zu werden. Wer will das nicht?

Nur zur Börse gehört eine Tugend und die heißt Zeit. Und wer das nicht versteht, der wird immer Verluste machen. Auch ich habe aus Fehlern gelernt. (und diese Fehler können sehr weh tun). Nur hat es keinen Sinn sofort in Weltuntergangsstimmung zu verfallen.
Wer seine Dispositionen aufgrund von Vergleichen, Beobachtungen und Analysen einmal getroffen hat, der sollte Ruhe bewahren und schlechte Zeiten zum Nachkaufen nutzen. Frei nach Erich Kästner: Es gibt nichts Gutes, außer man tut es.
Gruß ruebe
 


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