E-Commerce ist gescheitert, was kommt danach?

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E-Commerce ist gescheitert, was kommt danach? Buckmaster
Buckmaster:

E-Commerce ist gescheitert, was kommt danach?

 
20.06.00 15:16
#1
E-Commerce: Das Ende des Geldflusses

Die Luft für Internet-Unternehmen wird dünner. Noch vor einigen Monaten gaben sich die Investoren bei den Startups der New Economy die Klinke in die Hand; mittlerweile müssen auch die verwöhnten Dot.Coms Überzeugungsarbeit leisten, um dringend benötigtes Kapital aufzutreiben. Die Situation zweier erfolgreicher Firmen auf dem Online-Spielzeugmarkt, eToys und KBkids.com, verdeutlicht in diesen Tagen das Dilemma, in dem die rasant gewachsene Internet-Ökonomie derzeit steckt.

eToys stockte sein Kapital um 100 Millionen US-Dollar auf, wodurch die Finanzierung des Geschäftsbetriebs nach Angaben des Unternehmens bis zum Frühjahr 2001 sichergestellt sei – im Prinzip eine gute Nachricht. Doch der Deal mit den Investoren unter der Führung der Promethean Asset Management zeigt, dass mittlerweile die Geldgeber die Bedingungen diktieren. eToys hat Promethean und den beiden anderen privaten Investoren konvertierbare Vorzugsaktien mit einer Dividende von sieben Prozent angeboten, während die Rate auf dem öffentlichen Markt nach Einschätzung der Händler eher bei sechs Prozent liegt. Darüber hinaus erhalten die Investoren die Zusage, innerhalb der nächsten fünf Jahre fünf Millionen Anteile aus den Stammaktien von eToys zu einem Preis von 7,17 US-Dollar erwerben zu können. Derzeit liegen die Aktien mit 6,25 US-Dollar nur knapp unter dem garantierten Preis.

Diese ungewöhnlich attraktiven Bedingungen für die Kapitalgeber deuten nach Ansicht der Analysten darauf hin, dass der Online-Spielzeugladen keine andere Wahl hatte. eToys "hätte einem Geschäft wie diesem wahrscheinlich nicht zugestimmt, wenn es Alternativen gegeben hätte", beurteilt Jonathan Cunningham von Jeffries & Co. die Situation des Unternehmens. In der Tat lässt die Euphorie der Anleger nach, denn neben Umsatzzuwächsen und Page Impressions wollen diese langsam auch Gewinne sehen – was bislang nur wenige Dot.Coms geschafft haben. So befand sich auch die Aktie von eToys, die für 20 US-Dollar ausgegeben wurde und im Oktober letzten Jahres mit 86 US-Dollar ihren Höhepunkt erreicht hatte, aufgrund der hohen Verluste des Unternehmens (189,6 Millionen US-Dollar im Jahr 1999) im freien Fall.

Als weiteres Indiz für die prekäre Lage insbesondere derjenigen Unternehmen, die sich auf das Business-to-Consumer-Segment konzentriert haben, gelten die verschobenen oder ganz abgesagten Börsengänge vieler Internet-Firmen. Aktuelles Beispiel hierfür ist der Online-Spielzeugladen KBkids.com, der seinen ursprünglich mit einer Aktienemission im Wert von 210 Millionen US-Dollar geplanten Börsengang wegen der derzeitigen Marktlage zurückzog. KBkids befindet sich damit in bester Gesellschaft. Insgesamt haben von Anfang Januar bis Ende Mai dieses Jahres 45 Internet-Firmen ihren Start an den Aktienmärkten verschoben oder gestoppt. In den letzten vier Monaten des Jahres 1999 waren es nur dreizehn. Von den 92 Internet-Firmen, die den Börsenstart doch vollzogen, rangieren mittlerweile 68 unterhalb ihres Ausgabewertes. Selbst die Großen der Branche wie Amazon sahen sich schon zu Entlassungen gezwungen, und auch die Prognosen der Marktforscher verheißen dem Großteil der ehemaligen Senkrechtstarter schlechte Überlebenschancen. (atr/c't)

www.heide.de/ct
E-Commerce ist gescheitert, was kommt danach? Hiob
Hiob:

Danach kommen "Contents" (= Medien), die Minimaschin und die Biotech.

 
20.06.00 15:22
#2
E-Commerce ist gescheitert, was kommt danach? Loverman
Loverman:

Ja, Content ist die Zukunft! Leider erkennen das die Anleger heute n.

 
20.06.00 15:26
#3
E-Commerce ist gescheitert, was kommt danach? Franz Branntwein
Franz Branntw.:

Apropos Content ...

 
20.06.00 15:55
#4
Steven King hatte seine letzte Shortstory (ca. 60 DinA4 Seiten) im März diesen Jahres ins Netz zum downloaden zu 2,5U$ gestellt - anstatt Vorabdruck in einem Magazin.

Ergebnis: 400.000 downloads in den 1. 48 Stunden, weitere 200.000 downloads in den 2. 48 Stunden.

Wer den Content hat macht das Geld - bin ganz Eurer Meinung !

Gruß

FB



E-Commerce ist gescheitert, was kommt danach? Loverman
Loverman:

Obwohl heute schon einmal gesagt, möchte ich an dieser Stelle auf.

 
20.06.00 15:59
#5
machen. Der Msr. Mesier hat es als erster erkannt! Heute bricht der Kurs noch ein, morgen werden diese Jungs die Winner (ich vermeide auf diesem Board das Wort "Sieger" LOL) sein. Vizzavi + Universal....WOW kann ich nur sagen!    
E-Commerce ist gescheitert, was kommt danach? tobby
tobby:

Ich wuerde auf keinen Fall sagen, das e-Commerce gescheitert ist...

 
20.06.00 17:33
#6
Die Frage ist nur, wer damit Geld verdient!

Wenn Firmen wie Karstadt, Metro oder sogar SAP mit den ePlaenen zu spaet kommen, werden sie abgestraft, so einfach ist das. eCommerce ist bald notwendige Voraussetzung fuer ein erfolgreiches Geschaeft und steigende Aktien. Als Kursschub reicht ein Shopping-Portal nicht mehr aus!
Nur wer Ideen hat und die schnell umsetzt, kann fuer kurze Zeit einen Vorsprung haben, doch diese Ideen sind auch schnell kopiert und verbessert...

Die Selektion bei den "reinen" eShopping-Laeden ist doch nur deshalb so gross, weil wegen des globalen Marktes jeder!!! zu den Konkurrenten zaehlt...

tobby, der bisher im Internet als Kunde weniger als 100 DM umgesetzt hat, naja, immerhin...
E-Commerce ist gescheitert, was kommt danach? Marius

DAS Thema des Jahrzehnts wird ...

 
#7
... die Energie. Und zwar gleich aus zwei Gründen. 1)Fossile Energien werden
weniger und lassen sich immer schwerer(teurer) erschließen. 2)Umwelt.

Und wo der Zug lang geht steht auch schon fest. Da sind Industrie und Politik sich mal einig.
Die Vision ist: Regenerative Energie als Energiequelle und Wasserstoff als Energieträger.

Der Hauptgrund aber warum es so kommen wird ist: Die Industrie will es.

Da die Regenerativen Energien aber momentan bei weitem noch nicht reichen werden, wird der Wasserstoff vorerst mit Strom aus Gas -und Kernkraftwerken hergestellt.

Jetzt gilt es Marktführer zu erkennen. Ich denke es wird ablaufen wie beim Internet. Erst wird alles explodieren  was mit den Themen zu tun hat, und anschließend die Selektion. Und die kann, wie im Internet, teuer werden.

Was die beiden Sachen unterscheiden wird ist, das die Markteintrittsbarieren im Energiebereich wie in der Brennstoffzellenherstellung sehr hoch sind.
Das hat zur folge, das der Run auf wesentlich weniger Firmen statfinden. Was das bedeutet weiß jeder.

Gruß Marius


 


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