Deutsche Bank Einschätzung 17.11.

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Deutsche Bank Einschätzung 17.11. Al Bundy

Deutsche Bank Einschätzung 17.11.

 
#1
Aktienmärkte:
Mit hoher Kontinuität setzte der DAX auch im gestrigen Geschäft seine Aufwärtsbewegung fort und übersprang erstmalig in diesem Jahr
die 5900er Indexmarke. Bis zum historischen Hoch vom 21. Juli letzten Jahres, fehlen noch gut 300 Punkte und sind damit fast
„zum Greifen nahe“. Erfreulich ist zudem, das die Schere zwischen den einzelnen Branchen, die in den letzten Tagen
auseinanderzulaufen begann, sich nicht erweiterte, sondern eher wieder
zusammenläuft. Damit sollte mittelfristig die hohe Stabilität der Aufwärtsbewegung erhalten bleiben.
Grundsätzliches hat sich im technischen Bild des deutschen Index nicht geändert. Der Aufwärtstrend ist sowohl unter chart-, als
auch unter markttechnischen Gesichtspunkten völlig intakt, es gibt derzeit
auch weiterhin keine Hinweise dafür, daß der aktuelle Trend unmittelbar vor seinem Auslaufen stehen sollte. Mit einem ADX von über 32 Punkten (steigende Tendenz), läßt die Trenddynamik nichts zu wünschen übrig.
Quelle: Reuters
Den nächsten tatsächlichen charttechnischen Widerstand erwarten wir erst im Bereich des historischen Hochs bei 6224 Indexpunkten, der eine hohe psychologische Bedeutung haben sollte. Die tiefer liegende Marke bei 5965 sollte eher als Orientierungsmarke betrachtet werden, da hier kaum mit alten Schieflagen zu rechnen ist. Vielmehr halten wir die Ausbildung von neuen Widerständen zu jedem Zeitpunkt für möglich, so daß wir die disziplinierte Anpassung der Stop-Kurse für die derzeit sinnvollste Handelsstrategie halten.
Mit der gestrigen, turbulenten Marktentwicklung haben sich die US Indizes wieder in eine äußerst interessante charttechnische Verfassung begeben. Dem Dow Jones gelang auf Schlußkursbasis der Sprung über die obere

Begrenzung seines jüngsten Staubereiches bei 10800 Indexpunkten, womit sich der Index ein weiteres Aufwärtspotential bis in den Bereich um 11145 Indexpunkte eröffnete. Der S&P 500 Index schoß sogar bis auf sein historisches Hoch vom 19. Juli diesen Jahres hoch (in der
Nachkommastelle wurde sogar ein neues Hoch generiert). Kann der Index die 1420 überwinden, ist der S&P 500 Index nach oben hin völlig frei.
Im NASDAQ 100 wurde per Schlußkurs (2940) ebenfalls ein neues historisches Hoch generiert. Der hier vorliegende Aufwärtstrend ist weiterhin völlig intakt und wird sowohl markt-, als auch charttechnisch bestätigt.

Index            Widerstände       Unterstützungen      Tendenz
DAX              5965, 6224,       5686, 5660,          bullish
NEMAX            3468,             3334, 3226,          bullish
Dow Jones        11145,            10800, 10755,        bullish
S&P 500 Index    1420,             1383, 1362,          bullish
Quelle: Equities

Marktausblick:
Die Fed hat die Leitzinsen angehoben und die Aktienmärkte haben gefeiert. Die Anleihenmärkte haben bislang wesentlich vorsichtiger reagiert. Was bedeutet dies für die europäischen Bondmärkte?
Zunächst ist die Unsicherheit über den geldpolitischen Kurs der großen westlichen Zentralbanken aus dem Markt genommen, zumindest für den Rest des Jahres und den Beginn des nächsten. Denn EZB und Federal Reserve
haben beide ihre Leitzinsen angehoben. Das ist gut für die Märkte. Aber bald schon werden sich die Märkte fragen, ob nicht beide Zentralbanken im kommenden Jahr die Leitzinsen weiter erhöhen müssen. Wenn mehr deutliche
Zeichen einer Wirtschaftserholung in Euroland kommen, werden sich die Märkte erinnern, dass die EZB-Politik noch  keinesfalls restriktiv ist, und anfangen, über den Zeitpunkt der nächsten Leitzinserhöhung zu spekulieren. Bereits die morgige Veröffentlichung des Ifo-Indexes (Oktober) – wir erwarten einen spürbaren Anstieg – kann erste Bedenken auslösen. Außerdem kann ein anhaltender, deutlicher Anstieg der US-Aktienmärkte Sorgen auslösen, die Fed müsse bereits recht früh im nächsten Jahr ebenfalls wieder tätig werden, da geldpolitische Veränderungen im Verlauf des Jahres bedingt durch den Präsidentschaftswahlkampf schwieriger werden könnten.
Kurzfristig werden jedoch die US-Verbraucherpreise (Oktober) im Mittelpunkt stehen. Wir erwarten einen nur geringen Anstieg, und ein günstiges Ergebnis kann die Märkte vorerst beruhigen. (In Euroland stehen heute keine marktbedeutenden Zahlen an). Daher erwarten wir, dass die europäischen Bondmärkte aufgrund der schlechteren Vorgaben aus den USA zunächst relativ schlecht performen, aber es besteht eine gute Chance, dass sich die Bondpreise später am Tag stabilisieren.


Al grüßt und bleibt noch eine Woche bullish


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