Deutsche Bank Analyse zum 01.12.99

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Deutsche Bank Analyse zum 01.12.99 Al Bundy

Deutsche Bank Analyse zum 01.12.99

 
#1
Aktienmärkte:
Mit einem gestrigen Tagestief im Bereich um 5808 Indexpunkten, schob sich der DAX in der erstenTageshälfte bis auf vierzig Punkte an die untere Begrenzung des Staubereiches (5765) heran. Im Zusammenhang mit der
anfänglichen, technisch bedingten Aufwärtskorrektur im Dow Jones, setzten
jedoch Eindeckungskäufe ein, die den DAX in zum Teil heftigen Bewegungsschüben wieder auf Vortagesniveau zogen. Im Ergebnis blieb
eine „Hammer“ – Formation zurück. Die bereits in den letzten Tagen umrissene
charttechnische Gesamteinschätzung des deutschen Marktes bleibt damit jedoch
weiterhin gültig. Die derzeit aktuellen Bereichsgrenzen der jetzigen
Konsolidierungszone verlaufen in den Bereichen um 6032 (Widerstand) und 5765
(Unterstützung) und gelten weiterhin als die gültigen Trigger-Marken für strategisch orientierte Neupositionierungen. Kurzfristig bietet sich das gestrige Tagestief jedoch an, innerhalb des Staubereiches eine untergeordnete Begrenzungslinie anzulegen, die sich aus der Verbindung mit dem Reaktionstief vom 24 . November ergibt.
Damit erhalten wir eine weitere Signallinie, die auch im kürzerfristigen Handelshorizont genutzt werden kann. Solange sich der DAX über dieser unterstützenden Marke halten kann (verläuft heute bei etwa 5816) läßt sich von einer möglichen steigenden Dreiecksbildung innerhalb des Staubereiches ausgehen, welches der gesamten Konsolidierungszone eine positive Indikation geben und in Richtung eines allgemein trendbestätigenden Charakters
hinarbeiten würde. Sollte diese jedoch unterschritten werden, ist ein weiteres Abrutschen bis 5765 recht wahrscheinlich. Sollte dann auch diese Unterstützung brechen, gewinnt das übergeordnete Szenario der Bildung

einer Doppelspitze an Gültigkeit, woraus sich ein mittelfristiges Abwärtspotential bis etwa 5550/5500 ableiten ließe. Die Markttechnik ist derzeit alles andere als ermutigend. Die schnelleren Oszillatoren trübten sich auch gestern weiterhin ein, die Trendfolger sind weiterhin als neutral zu bezeichnen. Hier würden ein/zwei freundliche Tage ausreichen, um wieder Kaufsignale zu generieren (da die Trendfolger extrem eng beieinander liegen), problematisch wird es derzeit nur über die mittelfristige Trenddynamik. Diese hat zwar noch einen absoluten Wert von 35 Punkten
(gestern 36 Punkte), die Tendenz ist jedoch schon seit einigen Tagen fallend. Das aktuell hohe Niveau ergibt sich noch aus der Berechnungsformel, so daß wir hier das Ergebnis eines „Time – lags“ sehen. Tatsächlich verhält sich die Bewegungsstabilität des Marktes derzeit fast wieder wie zu den Zeiten, als sich der DAX noch innerhalb des
übergeordneten Konsolidierungsbereiches befand, der die ersten neun Monate diesen Jahres Gültigkeit hatte.
Die Abwärtstendenz an den US Märkten, die sich sowohl chart-, als auch markttechnisch bereits in den letzten Tagen abzuzeichnen begann, setzte sich gestern mit zunehmender Dynamik fort. Triebfeder hierfür sind derzeit die Technologiewerte. Somit bestätigte sich per gestern auch die Abendstern-Formation im NASDAQ 100, die sich bereits am Montag komplettiert hatte.
Der Dow Jones und der S&P 500 Index nähern sich derzeit ihren charttechnischen Unterstützungsmarken an, die im Dow Jones derzeit im Bereich um 10800, im S&P 500 Index bei 1382 Punkten verläuft. Markttechnisch wird in allen Indizes die derzeitige Abwärtstendenz bestätigt.

Rentenmärkte:
Marktausblick:
Das Hauptaugenmerk der Rentenmärkte richtet sich heute auf die Veröffentlichung des europäischen und des US-Einkaufsmanagerindex.
Der europäische Einkaufsmanagerindex (Nov) verbessert sich seit Februar kontinuierlich. Wir erwarten, dass die Stimmung in der verarbeitenden Industrie in Euroland aufgrund einer belebenden Exportnachfrage und einer konjunkturellen Wiederbelebung in Euroland weiter steigt. Gleichwohl rechnen wir nach dem starken Anstieg im Oktober nur mit einem moderaten Anstieg im November. Im Prinzip lässt sich das gleiche über den deutschen Einkaufsmanagerindex sagen. Wenn die Indizes wie erwartet günstig ausfallen und auf einen konjunkturellen Aufschwung in Euroland hindeuten,
so könnten diese Nachrichten leicht durch noch festere US-Daten übertroffen werden. Der US-Einkaufsmanagerindex (Nov) sollte nahezu einen ganzen Punkt steigen, was mit dem derzeitigen BIP-Wachstum von knapp 5% einhergeht. Vor dem Hintergrund der vorherrschenden Inflationsängste der Fed ist für die Märkte die Preiskomponente aber wohl noch entscheidender als der Hauptindex.
Aus diesen Gründen dürfte der Euro heute wenig Boden gegenüber dem US-Dollar gut machen. Das Risiko, dass der Euro auf Parität fällt, bleibt weiter sehr hoch. Wir gehen weiterhin davon aus, dass die EZB zu Gunsten des Euro interveniert, falls der Kurs des Euro weiter abbröckelt. Aus strategischen Gründen macht eine Intervention aber wahrscheinlich erst am späten Nachmittag des kommenden Freitag Sinn, wenn ein starker US-Arbeitsmarktbericht den Euro bereits „in die Knie gezwungen“ haben dürfte.
Ein schwacher Euro ist kein gutes Argument für die europäischen Renten. Eine möglicherweise anstehende Bodenbildung bei der neuen Währung, der gestrige Kursrückgang beim Nasdaq um gut 2,5% und derzeit fallende
Ölpreise sind allerdings auch keinen guten Argumente, um short zu sein. Wir gehen daher davon aus, dass die Renten ihre gestrigen Gewinne halten dürften, wobei weitere Gewinne aber eher begrenzt sein dürften.
Quelle: DB Research (aus: Tageskommentar zum Rentenmarkt)


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