Der USA Bären-Thread

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Der USA Bären-Thread wawidu
wawidu:

A.L. #913

6
13.06.14 10:31
Genau! Und zu den Haldenbeständen des Einzelhandels kommen noch die des produzierenden Gewerbes im Wert von 650 Mrd. USD. Davon entfallen auf langlebige Güter (durable goods) fast 400  Mrd. USD. Summa summarum beziffern sich die gesamten Lagerbestände in den USA aktuell (04/14) auf rund 1,2 Bio. USD - aus betriebs- und volkswirtschaftlicher Sicht ein Unding.

research.stlouisfed.org/fred2/graph/?g=Ctr

research.stlouisfed.org/fred2/graph/?g=Cty
Der USA Bären-Thread Anti Lemming
Anti Lemming:

Wawidu - # 926

 
13.06.14 11:55
Meine latenten Zweifel haben folgenden Grund:

Die gesamten US-Einzelhandelsumsätze im Mai lagen bei 437 Milliarden Dollar.

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The U.S. Census Bureau announced today that advance estimates of U.S. retail and food services sales for May, adjusted for seasonal variation and holiday and trading-day differences, but not for price changes, were $437.6 billion, an increase of 0.3 percent (±0.5)* from the previous month, and 4.3 percent (±0.9) above May 2013. Total sales for the March 2014 through May 2014 period were up 4.3 percent (±0.7) from the same period a year ago. The March 2014 to April 2014 percent change was revised from +0.1 percent (±0.5)* to +0.5 percent (±0.2).

www.census.gov/retail/marts/www/marts_current.pdf
----------------------

Wenn die Lagerbestände den von Dir errechneten 1,2 Billionen Dollar entsprechen, hieße dies, dass die Hersteller etwa 2,75 Mal so viele Waren in ihren Lagern halten, wie die Einzelhändler monatlich umsetzen. Ist ein solcher "Puffer" nicht normal?

Im US-Gebrauchthaus-Markt z. B. entsprechen die Bestände an Häusern, die zum Verkauf stehen, dem rund sechs bis neunfachen des monatlichen Umsatzes.

Eine Kenngröße für Einzelhändler ist der "monthly inventory turnover". Hier eine Definition, die davon ausgeht, dass ein Einzelhändler zwei Mal pro Monat seinen gesamten Warenbestand umschlägt - bzw. 24 Mal im Jahr.

----------------------
Definition

The inventory turnover ratio is calculated by dividing the firm's annual sales by inventory levels. It is ideal to use weekly or monthly data to calculate average inventory levels throughout the year. If you have access to weekly data for instance, you need to add up all the end-of-week inventory levels and divide the total by 52 to arrive at an average. Monthly data is almost as helpful. In the absence of such detailed figures, you can simply use the inventory level captured at the balance sheet as of the end of the fiscal year. The resulting number will tell you how many times the average inventory has been turned over during the most recent year. A ratio of 24, for example, implies that the firms sells the amount of product sitting on its shelves 24 times over the course of the year. In other words, the inventories are depleted twice a month, on average.

smallbusiness.chron.com/...ver-ratios-retail-sector-14106.html
-------------------------------

Bei einem derart schnellen Warenumschlag (= zwei Mal das gesamte Einzelhandels-Inventar pro Monat, sicherlich von Branche zu Branche unterschiedlich) erscheint es mir nicht sonderlich übertrieben, wenn die Hersteller das 2,7 fache des monatlichen Einzelhandelsumsatzes als Lagerreserve vorhalten. Sie würden sonst wohl "von der Hand in den Mund" leben.

Die Lagerbestände der Hersteller werden volkswirtschaftlich dem BIP zugeschlagen, obwohl die Waren sich noch in ihren Lagern befinden und somit noch nicht an Einzelhändler ausgeliefert bzw. an deren Endkunden verkauft sind. Wird von den Herstellern überproduziert (um Stückkosten zu senken), so kann dies eine hedonistische Übertreibung sein, wenn die Waren am Ende nicht oder nur mit hohen Preisnachlässen absetzbar sind. (Von hohen Preisnachlässen wegen Überangebot können inbesondere Chiphersteller ein Lied singen. Viele haben Hedonismus mit einer Pleite bezahlt. Man mMn davon ausgehen, dass die Hersteller schon im Eigeninteresse eine gewisse Vorsicht walten lassen....)

Die ungeklärte Frage bleibt somit, ob Hersteller-Lagerbestände in Höhe von 2,75 Einzelhandels-Monatsumsätzen eine solche Übertreibung darstellen oder nicht - vor allem unter Berücksichtigung des hohen Warenumschlags (inventory turnover) bei den Einzelhändlern selbst.
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Anti Lemming:

Bei US-Einzelhändlern mit Billigprodukten,

 
13.06.14 12:20
zu denen u. a. die Lebensmittel- und Drogerie-Branche zählen, liegt die "inventory turnover rate" bei etwa 6 bis 7 pro Jahr. Die Händler verkaufen somit im Schnitt alle 2 Monate ihr gesamtes Inventar ab.

beginnersinvest.about.com/od/...ncesheet/a/inventory-turns.htm

What Is a Normal Inventory Turnover Ratio?

The number of days a company should be able to sell through its inventory varies greatly by industry. Retail stores and grocery chains are going to have a much higher inventory turn rate since they are selling products that generally range between $1 and $50. Companies that manufacture heavy machinery such as airplanes, are going to have a much lower turn over rate since each of their products may sell for millions of dollars. Hardware companies may only turn their inventory 3 or 4 times a year, while a department store may do twice that, turning at 6 or 7.

A useful exercise is to compare the inventory turnover rate of a potential investment against that of its competitors to see which management team is more efficient.
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Bären heulen den Mond an ;-)

3
13.06.14 12:32
Das letzte Mal, dass ein "Freitag der 13." mit einem Vollmond zusammenfiel, war im Oktober 2000. US-Aktien fielen in den folgenden sechs Monaten um -30 %.

blogs.marketwatch.com/need-to-know/2014/06/13/bears-growl-at-the-­full-moon-and-the-volatility-spike-it-could-deliver/

The last time a full moon coincided with Friday the 13th, the S&P 500  SPX -0.71% would go on to lose some 30% in less than six months.

images5.fanpop.com/image/photos/31700000/...727629-225-224.jpg  (ok, es sind Wölfe...)
Der USA Bären-Thread 732297
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US-Verbrauchervertrauen (UMich) fällt auf 81,2

 
13.06.14 16:02
Erwartet war 82,2. Im Vormonat lag der Wert bei 81,9.

WASHINGTON (MarketWatch) -- Consumer sentiment declined to an early June reading of 81.2 -- the lowest level in three months -- from a final May level of 81.9, according to Friday reports on a gauge from the University of Michigan and Thomson Reuters. Economists polled by MarketWatch had expected a June level of 82.8, supported by healthy jobs trends and rising stock prices. Economists watch sentiment levels to get a feeling for the direction of consumer spending.
Der USA Bären-Thread Palaimon
Palaimon:

Erste Position aufgebaut

9
13.06.14 17:20
.
DBX0BY (keine Kaufempfehlung)

"Eigentlich war der Sprung über die 10 000er-Marke ein Einstiegssignal - doch analog zur Fußball-WM zeigt wohl auch der Dax die 'Angst vorm Elfmeter'", beschrieb Marktanalyst Daniel Saurenz von Feingold Research die Lage. Viele Anleger hätten Angst vor der eigenen Courage und zögerten, sich den Notenbanken völlig auszuliefern. Dazu erhalte die politische Komponente am Markt wieder Nahrung, denn die Krise im Irak entwickele sich zum Hemmschuh. Damit verlagere sich zudem der Fokus einiger Anleger weg von Aktien hin zu Öl oder Edelmetallen.

http://www.ariva.de/news/...rrekturmodus-Unsicherheit-waechst-5070365
.
An der Börse ist alles möglich, auch das Gegenteil.  
André Kostolany

MfG
Palaimon
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A.L. # 927

5
13.06.14 18:02
Im April wurden von allen US Produzenten Waren im Wert von rund 500 Mrd. USD an den Handel ausgeliefert (= shipments). Waren im Wert von rund 240 Mrd. USD waren langlebige Güter (= durable goods). Demgegenüber hatten die Lagerbestände der Produzenten an langlebigen Gütern einen Wert von fast 400 Mrd. USD.

Der Vergleich der Graphen hinter den folgenden Links zeigt sehr augenfällig, wie stark die Lagerbestände den Auslieferungen davon laufen.

research.stlouisfed.org/fred2/graph/?g=Ctz

research.stlouisfed.org/fred2/graph/?g=Cty

 
Der USA Bären-Thread wawidu
wawidu:

Beschäftigte im Produzierenden Gewerbe der USA

2
13.06.14 18:23
research.stlouisfed.org/fred2/graph/?g=Dla

(rund 7,6 Mio.)

research.stlouisfed.org/fred2/graph/?g=Dlc

(rund 4,5 Mio)

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Portugals finanzielle "Genesung"

5
14.06.14 16:39
Die Renditen portugiesischer Staatsanleihen (10 j.) sind auf einem Allzeittief. Also muss das Land seine Hausaufgaben (Sparen, sparen, sparen in Verbindung mit Steuererhöhungen) perfekt absolviert haben - könnte man meinen.

Wirft man jedoch einen Blick auf die Gesamtverschuldung Portugals (Schaubild unten), stellt man fest, dass diese von 391 BIP-Prozent in 2009 auf jetzt 444,5 BIP-Prozent gestiegen ist. Seit Beginn der PIIGS-Krise ist Portugals Gesamtverschuldung mithin um rund 14 % GESTIEGEN.

Kleine Firmen (blau) haben ihren Schuldenanteil am BIP in etwa gehalten. Der Privatsektor jedoch hat - infolge aller Art von Kürzungen und Konsumzurückhaltungen - seine Verschuldung von 106 % auf jetzt 95 % abgebaut. Große Firmen haben in der Verschuldung leicht zugelegt. Auffallend STARK zugelegt hat der nicht-finanzielle öffentliche Sektor, nämlich von 108 % in 2009 auf jetzt 166 %.

Daran sieht man, dass Portugals Regierung das private Deleveraging durch eine stark zunehmende Staatsverschuldung kompensiert hat (ähnlich wie in USA, wo die Fed ihre Bilanz aufblähte, während Joe Sixpack Schulden abbaute).

Unterm Strich ist, trotz zig "Sparbeschlüssen", in der Gesamtverschuldung ein deutlicher Zuwachs von 14 % in nur 5 Jahren (2009 bis 2014) zu verzeichnen.

Gesundung durch "Sparen" sieht anders aus. Wenn die Bondrenditen wieder steigen, z. B. weil die EZB die portug. Bonds aus irgendeinem Grund nicht mehr "garantiert", dann bricht die portugiesische Überschuldungswirtschaft mit lautem Knall zusammen. In Griechenland und Italien sieht es kaum besser aus.

FAZIT: Die PIIGS hängen am Tropf der EZB wie der Junkie an der Nadel. Draghis Verschuldungsgemeinschaft ist jetzt schon eine de-facto-Realität.

Dass sich die Politiker und Geldpolitiker für das "Geleistete" wechselseitig auf die Schultern hauen, ist erbärmlich.

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www.linkedin.com/today/post/article/...-one-graph?published=t

Portuguese bond yields reached historical lows this week – unimaginable only a few short months ago. Surely this must be a vindication of the prevailing orthodox policies of reducing government expenditures and raising taxes as part of the government"s austerity program in order to secure external funding. Right?

As proponents of a comprehensive and, as much as possible, orderly debt restructuring program for the weakest Eurozone economies, we beg to differ. The following graph seldom makes the news, but in our view is critical to understand what has been happening in the Portuguese economy in recent years and gauge the sustainability of the current situation.

Let"s see what is going on here. The level of indebtedness as % of GDP has steadily increased since the end of the great financial crisis in 2009. If debt was ever a cause for the bust, we now have much more of it. But the driver of that increase is what concerns us, as a euro spent by the government typically has a very different economic outcome of a euro invested by a company.

Small and medium enterprises (SMEs) are the engine of economic growth in a modern developed economy. If these are doing well, the economy is doing well. But in Portugal SMEs have been caught between the country"s need to delever and securing funds to remain in business. As a result, their indebtedness as % of GDP has flatlined since 2009, meaning a reduction in absolute terms given the decline in nominal GDP. In other words, society"s wealth generators have steadily shrunk in recent years.

What accounts for this? A combination of credit becoming more selective – which more or less continued to flow to large corporations during this period – bankruptcies, restructurings and fixing balance sheets as a result of the most severe recession in years. Managers of Portuguese SMEs are nothing short of heroes, having to make payroll in circumstances like these. Many have even managed to gain market share abroad.

But as deleveraging goes, it"s private individuals who took one for the team, with their indebtedness shrinking from 106% of GDP in 2009 to 95% now. Rising unemployment, a reduction in wages and government transfers, tax increases as well as an uncertain economic environment, all took their toll on the Portuguese consumer. The steep rise in emigration recently should also be noted, meaning that the local demand curve, tax and demographics bases, productivity and entrepreneurial spirit may all suffer as a consequence for many years to come.

This curtailment of liquidity growth in the private sector would have undoubtedly pushed the economy into a deep depression. But the Portuguese government intervened and put its balance sheet on the line, with the support of the now departed (in agreement, not in practice) "Troika" – the IMF, the ECB and the EU.

Whatever the private sector delevered the government soaked up and borrowed some more. The indebtedness of the non-financial public sector jumped from 108% in 2009 to 166% now. This is a staggering increase in just over four years, and clearly challenges the belief that the already painful austerity measures substantially shrunk government largesse – perhaps in absolute terms, but certainly not in relative terms. However, under the prevailing economic thinking there was no other choice to preserve the status quo.

Therefore, the graph shows that the true wealth generators of the economy continue to struggle, and now face the prospect of having to pay for the snowballing government debts in the not so distant future. With limited access to funds and rising taxes and costs (with the notable exception of labor, which has its own circular implications), how can they generate enough growth to restore the country"s finances? Bond yields better stay at historical lows indeed.

Looking back at history, low bond yields and burgeoning external financing is not what follows after a relatively small, little diversified and highly indebted country goes bust without any significant debt restructuring.

Is the current situation in Portugal the result of a successful economic policy, or are we merely setting the stage for bigger financial problems in the future?....

(Verkleinert auf 46%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 732597
Der USA Bären-Thread Ischariot MD
Ischariot MD:

Abwehrrecht gegen EU-Bürokratie

 
14.06.14 19:08
Ex-Bundespräsident Roman Herzog fordert "Abwehrrechte" der nationalen Parlamente gegen die Normenflut der Europäischen Union. Nach einem Bericht des Nachrichtenmagazins Focus hat Herzog dazu als Vorsitzender des "Konvents für Deutschland" am Freitag einen dreiseitigen Brandbrief an Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), die 16 Ministerprasidenten, alle Bundestagsabgeordneten sowie die deutschen Europaabgeordneten versandt. "Die Europäische Union steckt in einer tiefen Krise", zitiert Focus aus Herzogs Schreiben ...

>>> interessanter Ansatz, allerdings nicht konsequent zuendegedacht in diesem wachsweichen Multi-Parteien-"Konvent". Dazu folgende imaginäre Meldung:

(dpa-AfD ;o)  Der Euroskeptiker Ischariot MD fordert ein Abwehrrecht gegen Eurokraten und ein verbrieftes Züchtigungsrecht jedes aufrechten EU-Bürgers gegen mafiöse Falschmünzer, Eurofaschisten und sozialistische zerbeulte Hackfressen mit von Alkohol und Wahnsinn zersetztem Resthirn ...
Im Übrigen bin ich der Meinung, daß Merkel abgewählt werden muß
Der USA Bären-Thread Think
Think:

Wir sind auf einem gutem Weg......

2
15.06.14 08:29
so oder so ähnlich tönt es ja immer von Schäuble. Die Frage ist nur auf welchem Weg wohin ? Hier wie es wirklich aussieht.

Grafik der Staatsverschuldung der EU von 2009 - 2013

de.statista.com/statistik/daten/studie/...in-eu-und-euro-zone/



Der USA Bären-Thread Think
Think:

Zum Thema wo kommt das viele Geld her....

2
15.06.14 08:33
...ein sehr sehenswertes Video das die Zusammenhänge zwischen Staat, Zentralbank, Geschäftsbank, Geldschöpfung und Verschuldung erklärt, inklusive der Implikationen die dieses System mit sich bringt.

http://www.youtube.com/watch?v=iFDe5kUUyT0

Der USA Bären-Thread Think
Think:

Fortführung des oben genannten Videos beim....

 
15.06.14 09:24
..Museum der deutschen Bundesbank.

http://www.youtube.com/watch?v=OQWMd_NPSBA
Der USA Bären-Thread Anti Lemming
Anti Lemming:

Greenpeace verzockt 3,8 Mio. mit Puts auf Euro

3
15.06.14 13:30

www.nzz.ch/wirtschaft/greenpeace-verzockt-bei-waehrungsgeschaeften-38-millionen-euro-1.18322555

Währungsgeschäfte
Greenpeace verzockt Millionen
15. Juni 2014

(dpa) Die Umweltschutzorganisation Greenpeace hat durch «gravierende Fehler» bei Währungsgeschäften 3,8 Millionen Euro Verlust gemacht. Greenpeace Deutschland bestätigte einen entsprechenden «Spiegel»-Bericht und erklärte: «Wir bedauern den Verlust ausserordentlich und möchten uns bei unseren Fördermitgliedern ausdrücklich entschuldigen.»

Wie das Nachrichtenmagazin berichtete, hatte ein Mitarbeiter der Finanzabteilung von Greenpeace International in Amsterdam bei Termingeschäften auf sinkende Eurokurse gesetzt - ein Irrtum. Dem Mitarbeiter sei eine «ernsthafte Fehleinschätzung» unterlaufen, und man habe ihn mittlerweile entlassen [A.L.: LOL, hier wird die Zockerei mit Spendengeldern als Personalie runtergespielt. Der eigentliche Skandal ist,  dass ÜBERHAUPT mit Spendengeldern gezockt wurde. Greenpeace ist schließlich keine Zockerbank, sondern eine Umweltschutzorganisation.], zitiert das Magazin Mike Townsley von Greenpeace International.

In der Erklärung der deutschen Zentrale hiess es weiter, die internationale Organisation arbeite mit Euro, die nationalen und regionalen Büros in ihren Landeswährungen. Im Jahr 2013 habe sich Greenpeace International entgegen sonstiger Praxis gegen die Wechselkursschwankungen abgesichert, indem es Währungen zu festen Kursen kaufte. «Dabei ist leider ein gravierender Fehler gemacht worden», hiess es. Auch die internen Kontrollen hätten versagt. Derzeit schliesst die Umweltorganisation laut Townsley aus, dass sich der Finanzexperte persönlich bereichern wollte. [A.L.: Was heißt denn "derzeit"?? Und wollte sich nicht das gesamte Führungsteam von Greenpeace bereichern? Das Bauernopfer des entlassenen "Fehlspekulanten" ist lächerlich.]

---------------------

Was wir hier sehen, ist mehr als befremdend. Dass "Umweltschutz" alle oberste Politprämisse ein wenig dünn ist (wenn auch sicherlich ehrenwert), offenbart sich auch bei den "Grünen", die seit Joschka Fischers "Ja" zum Kosovo-Krieg zu einer Kriegspartei verkommen ist. In Sachen Ukraine sind die Grünen ebenfalls klar "bellizistisch".

Wahre Kritik darf sich nicht auf den - wenn auch sehr wichtigen - Nebenaspekt des Umweltschutzes reduzieren, weil dies zu falschen Prioritätensetzungen führt. Wahre Kritik muss zum eigentlichen Kern kommen, und der ist die Ökonomie in ihrer Gesamtheit (samt Zockerbanken-Deformationen, siehe Video in # 937) und ihre Produktionsverhältnisse, aus denen wiederum die Umweltbedingungen hervorgehen (siehe Extremverschmutzung in China, weil den chinesischen Oligarchen ihre private Milliarden wichtiger sind).

Greenpeace erscheint in obigem Kontext erneut als reine Spendensammel-Geldmaschine mit ein paar gut trainierten Aktivisten, die bei spektakulären Aktionen (teils auf hoher See) für die nötige - Tränendrüsen-Fluss optimierte - Medien-Aufmerksamkeit sorgen, um den Fluss der Spendenmittel in Gang zu halten. Hinter den Kulissen wird mit den Geldern, die eigentlich dem Umweltschutz dienen sollen, gezockt - anscheinend sogar zum Zwecke der persönlichen Bereichung (oben rot). Ein Skandal für die vielen Gutmenschen, die regelmäßig und arglos in den Greenpeace-Topf einzahlen und damit zum Beispiel die Wale retten wollen.

Der USA Bären-Thread Anti Lemming
Anti Lemming:

Fragwürdige Behauptungen von Greenpeace

 
15.06.14 13:47
Im Text oben heißt es: "In der Erklärung der deutschen Zentrale hiess es weiter, die internationale Organisation arbeite mit Euro, die nationalen und regionalen Büros in ihren Landeswährungen. Im Jahr 2013 habe sich Greenpeace International entgegen sonstiger Praxis gegen die Wechselkursschwankungen abgesichert"

------------

Greenpeace International sitzt in Amsterdam (Holland):

www.greenpeace.org/international/en/about/worldwide/

Wenn der Zentrale in Holland und damit "im Herzen Europas" sitzt, besteht keinerlei Notwendigkeit, sich gegen Währungsschwankungen des Euro abzusichern, da der Euro hier (immer noch) das Zahlungsmittel ist. Die oben zitierten Sätze der deutschen Greenpeace-Zentrale erscheinen in dem Kontext als Schutzbehauptung zur Rechtfertigung und Deckung der - primär spekulativen - Euro-"Absicherungsgeschäfte", deren potenzieller Gewinn womöglich sogar der persönlichen Bereichung der Beteiligten dienen sollte (Verluste werden freilich - wie bei den Zockerbankern - sozialisiert...).
Der USA Bären-Thread Anti Lemming
Anti Lemming:

Weidemanns wechselhafte Statements

 
15.06.14 17:27
zur Eurozonen-Geldpolitik geben Rätsel auf...

deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2014/...-deutschen-sparer/
Der USA Bären-Thread Anti Lemming
Anti Lemming:

Iraks Armee zerfällt - massenhaft Deserteure

2
15.06.14 17:34
"Wir wollen nicht Diener für ein verfaultes System sein" erklärt ein abtrünniger Soldat, der in Zivil geflohen ist.

(Dies hatte ich bereits hier vermutet: www.ariva.de/forum/...r-Verteilungsfrage-472111?page=807#jumppos20192 )

www.spiegel.de/politik/ausland/...aus-mossul-nach-arbil-a-975299.html

...30.000 Soldaten der irakischen Armee haben in Mossul vor 800 Kämpfern der Isis kapituliert. T. war einer von ihnen. Er will sich nicht fotografieren lassen, zu groß ist seine Angst vor Hinrichtung oder Folter. Doch seine Meinung will er sagen. "Soll ich lügen oder die Wahrheit sagen?", fragt er vorher noch im Scherz. Dann entscheidet er sich, offen zu sprechen.
Der USA Bären-Thread Ischariot MD
Ischariot MD:

#41 Weidmann

4
15.06.14 22:13
... ist halt nicht so unabhängig wie Notenbank-Gouverneure eigentlich sein sollten. Er wird enormem Druck ausgesetzt sein, seit Monaten schon, von Schäuble, den scheinheiligen deutschen Export-Profiteuren (=Selbstnutz-Eurokraten) und natürlich von der gesamten Südfront.
Speziell der niedere Goldman-Falschmünzer hat sich ja im Vorfeld weit aus dem Fenster gelehnt und MUSSTE einfach liefern, da hat Weidmann eben dieser Mini-Zinssenkung und dem Mini-negativen Einlagenzins "mit Bauschschmerzen" zugestimmt, eben weil das eigentlich nur Kosmetik ist. Der dt. Sparer war vorher schon angeschixxen und ist es jetzt nur noch ein bißchen mehr.
Entscheidend ist, was er den Mafia-Brüdern im EZB-Rat "Off-record" gesagt hat, bei welchen Maßnahmen er definitiv NEIN sagen wird (z.B. stärker negative Zinsen, ABS-Ankäufe >>> HOFFENTLICH hat er dazu schon vorsorglich NEIN gesagt, sonst sind wir geliefert ...)
Abgesehen davon ist sein Droh-Potential auch gering, denn der EZB-Rat kann auch gegen sein Votum das Gelddrucken beschließen und wenn Litauen erst mal den EUR einführt, greift das Rotationsprinzip und Weidmann wird temporär stimmlos!

Fazit: Er hat effektiv kein Veto und muß deshalb taktieren und Allianzen suchen/pflegen. Pures Rechthaben können nur wir uns hier im BT leisten  ;o)
Im Übrigen bin ich der Meinung, daß Merkel abgewählt werden muß
Der USA Bären-Thread Ischariot MD
Ischariot MD:

Beim Thema "Enteignung deutscher Sparer"

 
15.06.14 22:43
... fällt mir übrigens immer dieses Bonmot vom "CDU-Haushaltsexperten" *LOOOL* Michael Meister ein, der die Zustimmung zum ESM trotz der damit verbundenen potentiell unbegrenzten Haftungsrisiken Deutschlands doch allen Ernstes erklärt hat,

"dass er sich nicht vorstellen könne, dass im Rahmen der gesamten Eurorettungsaktion Maßnahmen beschlossen würden, die nicht auch die Zustimmung der Bundesrepublik Deutschland hätten"

www.finanzen.net/nachricht/aktien/...legungen-ab-Radio-1977464

>>> Weidmann erfährt jetzt im EZB-Rat schmerzlich, daß ein solches 'implizites Veto' Deutschlands eben NICHT existiert
Im Übrigen bin ich der Meinung, daß Merkel abgewählt werden muß
Der USA Bären-Thread Ischariot MD
Ischariot MD:

OT: Warnung vor dem schlimmsten Datenkraken

3
15.06.14 23:02
... dem schlimmsten vorstellbaren Datenkraken ever, Bertelsmann ARVATO, Datensammel-Tochter von Bertelsmann, dem schlimmsten vorstellbaren Medien-Manipulations-Konzern ever:

Bertelsmann-Tochter Arvato will Geschäft mit Kundendaten ausbauen

(dpa-AFX) - Die Bertelsmann-Tochter Arvato will mit den von ihr gesammelten Kundendaten Geschäfte machen. "Wir verschaffen uns gerade einen Überblick, auf welchem Schatz wir da sitzen, wie wir diese Daten verknüpfen können ..."

In Deutschland gebe es kaum ein anderes Unternehmen gibt, das über ähnlich viele Konsumentendaten verfüge wie Arvato (...)

Denkbar seien auch Optionen für den ganzen Bertelsmann-Konzern. "Dort, wo ein Austausch ökonomisch sinnvoll und datenschutzrechtlich möglich ist, werden wir innovative Geschäftsmodelle aufsetzen" ...

www.finanzen.net/nachricht/aktien/...dendaten-ausbauen-3650452
______________

>>> wie schon öfters hier im Thread von mir gewarnt, achtet darauf, wo sich im Kleingedruckten überall der Dienstleistungspartner ARVATO versteckt, bei Handy-Verträgen zum Beispiel (Logistik), bei Käufen in zahlreichen Online-Shops (Zahlungsabwicklung), bei Schufa-ähnlichen Auskunfteien (Bonitäts-Prüfungen) u.v.m.
All diese Daten breitester Bevölkerungsschichten laufen im Herzen des Datenkraken ARVATO/Bertelsmann zusammen und sollen nun, wer hätte das je gedacht, kommerziell ausgeschlachtet werden.
Und nicht nur das, denn wenn ich z.B. bei irgendeinem Online-Shop ein T-Shirt mit der Aufschrift "AfD - find ich toll!" bestelle, dann gehen im Medienkontroll-Zentrum (aka "Politbüro") bei Bertelsmann alle Alarmsirenen an ... Ha, haben wir wieder einen von denen identifiziert ...  :o(
Im Übrigen bin ich der Meinung, daß Merkel abgewählt werden muß
Der USA Bären-Thread Anti Lemming
Anti Lemming:

Schiite sächt Fiete

4
15.06.14 23:17
www.spiegel.de/politik/ausland/...rorbilder-im-internet-a-975341.html
Der USA Bären-Thread Palaimon
Palaimon:

#946 Plattdütsch mutt du avers noch öven

6
16.06.14 09:45
.
***Schiete seggt Fiete***

;-)
An der Börse ist alles möglich, auch das Gegenteil.  
André Kostolany

MfG
Palaimon
Der USA Bären-Thread Anti Lemming
Anti Lemming:

Zentralbanker haben Billionen in Aktien gesteckt

9
16.06.14 09:53
Dies erklärt die wundersamen Indexanstiege trotz bröseliger Fundamentals...

www.zerohedge.com/news/2014-06-15/...etly-invested-29-trillion-market

Financial Times: www.ft.com/intl/cms/s/0/...4feabdc0.html?siteedition=uk#axzz34mket5vG

Gemäß dem FT-Artikel seien Zentralbanken traditionell konservativ. Da es aber wegen tiefer Zinsen kaum noch Zinseinnahmen auf Staatsanleihen gäbe [A.L.: LOL, wer hat die tiefen Zinsen denn festgesetzt...], würden sie in riskantere Anlagen wie Aktien investieren, die Dividende bringen. Die FT zitiert einen Bericht des OMFIF, wonach 29 Billionen Dollar aus den Zentralbankschatullen in Aktien und Gold geflossen sein sollen.

Der weltgrößte Aktienhalter sei Chinas "State Administration of Foreign Exchange" - eine Unterabteilung der Chinesischen Zentralbank (PBoc). Diese Institution soll für 3,9 Billionen Dollar Aktien halten. Sie habe in die Eurozone "teils strategisch" investiert,
um die Vormachtstellung der US-Dollars zu brechen. In Europa ist gesichert, dass die Schweizer und die Dänische Zentralbank in Aktien investiert. Die SNB hat 15 % Aktienanteil im Portfolio.

Durch die Zentralbank-"Investitionen" soll gemäß dem OMFIF-Bericht die Marktkapitalisierung aller öffentlich handelbaren Aktien in den letzten Jahren "um mindestens 1 Billion Dollar" aufgeblasen worden sein.

.
Der USA Bären-Thread 732864
Der USA Bären-Thread Anti Lemming
Anti Lemming:

Palaimon - # 947

2
16.06.14 09:55
Es war kein Fehler, sondern ein Wortspiel.

Es geht um Schiite(n) versus Sunnite(n) - und die "Schei*e", die beide gerade im Irak bauen.

In SPON steht am Ende: "Die sunnitische ISIS kämpft gegen Schiiten, die sie als "Abweichler" von der wahren Lehre des Islams ansieht. Kritiker werfen dem schiitischen irakischen Regierungschef Nuri al-Maliki vor, über Jahre die sunnitische Minderheit im Land diskriminiert und damit zu einer Spaltung des Irak beigetragen zu haben. Die Sunniten waren früher die Machtbasis des Diktators Saddam Hussein, der wiederum Schiiten brutal unterdrückte. "
Der USA Bären-Thread Anti Lemming
Anti Lemming:

"sagt, secht, seggt..."

 
16.06.14 09:58
Plattdütsch wird eher gesprochen als geschrieben, daher ist die Schreibweise eher willkürliche "Lautmalerei". Oder hast du einen Plattdeutsch-Duden? ;-)

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