DCI - Analyse und Musterdepotaufnahme

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DCI - Analyse und Musterdepotaufnahme Zockerpeter
Zockerpeter:

DCI - Analyse und Musterdepotaufnahme

 
13.03.00 17:42
#1
DCI: Erster ernstzunehmender B2B-Player am Neuen Markt

(www.stis-weekly.de) Mit DCI betritt am Montag die erste deutsche B2B-Handelsplattform das Börsenparkett. Bereits 1993, als das Internet noch weitgehend unbekannt war, geschweige denn Schlagwörter wie E-Commerce oder gar Business-to-Business E-Commerce, gründete Michael Mohr die Database für Commerce and Industry oder kurz DCI. Entstanden war die Idee aus einem Roboterprojekt heraus, bei dem Michael Mohr erkannte, welche Schwierigkeiten und Ineffizienzen bei der Beschaffung der Bauteile und den Preisvergleichen auftraten. Spezialisiert auf EDV- und neuerdings Telekommunikationsprodukte ist DCI derzeit mit einem Plattformumsatz von knapp 400 Mio. DM im vergangenen Jahr die mit Abstand größte B2B Handelsplattform in Deutschland und braucht selbst den Vergleich mit großen amerikanischen Konkurrenten wie VerticalNet oder Freemarkets nicht zu scheuen. Der Umsatz stammt derzeit im wesentlichen aus zwei Quellen: Mitgliedsbeiträge und Werbeerlöse aus den von DCI an seine Kunden herausgegebenen Zeitschriften. Zusätzlich möchte man nun für Value-Added-Services eine Transaktionsprovision erheben. Herkömmliche Transaktionen über die Plattform werden derzeit jedoch noch nicht mit einer Provision belegt. Dies mag auf den ersten Blick zwar etwas verwundern, auf den zweiten Blick scheint es jedoch nicht allzu problematisch. Das wesentliche Asset von DCI ist nämlich das Umsatzvolumen über die Plattform. Daß man derzeit hierauf noch keine großen Gebühren erhebt, muß nicht heißen, dass dies in Zukunft für immer so bleiben wird. Momentan steht nämlich im Vordergrund, neue Kunden zu gewinnen, die Marktführerschaft im EDV-Sektor auszubauen und neue vertikale Marktplätze in den Bereichen Telekommunikation, Elektronik, Büromöbel und Werbemittel zu etablieren. Außerdem steht die europäische Expansion auf dem Plan. Eine allzu forsche Gebührenpolitik würde eine breite Akzeptanz der Marktplätze sicherlich behindern. Langfristig wird es von Kunden jedoch akzeptiert werden, dass eine Gebühr genommen wird, die unter dem Nutzen liegt, den sie aus der Plattform ziehen. Dieser Nutzen ist proportional zum Umsatzvolumen über die Plattform. Daher spielt es letztendlich auch keine Rolle, ob die künftigen Umsätze aus Transaktionsprovisionen stammen oder aus jährlichen Mitgliedsgebühren, die von Zeit zu Zeit an das gestiegene Transaktionsvolumen angepaßt werden können. Wichtig ist nur, dass die Gebühren, die DCI für sich verbucht, im angemessenen Verhältnis zum Kundennutzen stehen.

Im Gegensatz zum gängigen Auktionsverfahren bei privaten Auktionen, bei dem sich die Käufer gegenseitig überbieten, und das höchste Gebot den Zuschlag erhält, verwendet DCI im Webtradecenter ein Ausschreibungsverfahren, welches den Bedürfnissen der Business-Kundschaft deutlich besser angepaßt ist. Stellen Sie sich vor, Sie sind Einkäufer in einem Unternehmen und wissen, dass in zwei Wochen fünf neue Mitarbeiter in Ihrem Unternehmen anfangen. Sie müssen also fünf Computer, fünf Telefone, fünf Schreibtische, fünf Schränke und fünf mal die benötigte Software kaufen. Was machen Sie, wenn bei eBay oder Ricardo momentan nicht das Benötigte angeboten wird oder nicht in der benötigten Stückzahl angeboten wird? Dann arbeiten eben drei Mitarbeiter mit Windows 98, einer mit einem Apple Macintosh und ein weiterer mit Windows NT - der EDV-Leiter wird sich freuen! Was machen Sie, wenn Ihnen jemand kurz vor Ende der Auktion den Schreibtisch durch ein höheres Gebot vor der Nase wegschnappt? Sie sehen schon: Herkömmliche Auktionen sind für Unternehmen völlig ungeeignet. Zum einen kann der Einkäufer nicht ständig vor der Auktion sitzen und um den Preis feilschen, zum anderen darf nicht das unvollkommene Angebot des Marktplatzes die Kaufentscheidungen behindern. Zu guter Letzt muß man sich auf die Lieferung der benötigten Waren verlassen können. Das Ausschreibungsverfahren von DCI sieht daher vor, dass der Einkäufer seinen Bedarf auf der Plattform bekannt gibt, und die Anbieter der entsprechenden Waren anschließend ihre Angebote abgeben. Der Einkäufer erhält diese bequem per E-Mail und kann sich dann für ein Angebot entscheiden. Dieses Angebot muß nicht notwendigerweise das billigste sein, da evtl. noch andere Argumente kaufentscheidend sind, wie zum Beispiel die angebotene Qualität und der Service oder die räumliche Nähe des Anbieters.

DCI verfügt auf seiner Plattform über bekannte Anbieter: Im EDV-Bereich sind dies Firmen wie Compaq, Peacock, Actebis, Computer 2000 oder Softline, bei der Telekommunikation konnte man die Dt. Telekom als Lieferanten gewinnen und im Büromöbelbereich das große Münchner Bürohaus Schulz. Mit diesen Partnern halten wir es für wahrscheinlich, dass DCI in den neuen vertikalen Märkten Fuß fassen kann. Für eine rasche Durchdringung der neuen vertikalen Märkte sprechen zudem die Bedürfnisse der bereits bestehenden breiten Kundenbasis. Wie bereits oben beschrieben, werden die Kunden nicht nur EDV Hard- und Software benötigen, sondern ebenso Telefone und Möbel.

Wie bereits erwähnt, gibt DCI eine Reihe von Zeitschriften an seine Kunden heraus, wodurch eine gewisse Parallele zum Geschäftsmodell von Verticalnet gegeben ist. In den vergangenen Jahren hat DCI diesen Content-Bereich konsequent ausgebaut und in letzter Zeit einige weitere Zeitschriften seinem Portfolio hinzugefügt. Die dahinter stehende Vision ist es, den Kunden nicht nur einen Marktplatz anzubieten, sondern ihn auch mit den Informationen zu versorgen, um eine fundierte Kaufentscheidung treffen zu können.

Im Auftrag von Actebis entwickelte DCI den DCI TradeManager, eine Katalogsoftware, die die verfügbaren Produkte und Funktionalitäten des Tradecenters auch offline zur Verfügung stellt. Eine Anbindung an das Warenwirtschaftssystem ist dadurch möglich, was weitere Effizienzgewinne ermöglicht. Der TradeManager wurde inzwischen in 6 Sprachen übersetzt.

Neben den oben bereits genannten Partnern verfügt DCI mit ricardo.de, eBay.de und der Deutschen Bank über weitere potente Partner. Ricardo.de und eBay.de werden im wesentlichen mit EDV- und Telekommunikationsangeboten beliefert, um deren B2B-Plattformen in Gang zu setzen. Mit der Deutschen Bank möchte DCI bei Finanzdienstleistungen und elektronischem Zahlungsverkehr auf europäischer Ebene kooperieren.

Den Umsatz von 8,26 Mio. DM im letzten Jahr möchte DCI in diesem und im nächsten Jahr jeweils etwa verdreifachen. Diese Ausweitung beruht auf der Ausdehnung nach Europa, auf die Gewinnung neuer Kunden und den Eintritt in weitere vertikale Märkte. Eine Erhöhung der Mitgliedsgebühren ist dabei nicht vorgesehen. Derzeit spielen die Einnahmen aus Mitgliedschaften noch eine untergeordnete Rolle: Mit gut einer Million DM im letzten Jahr machen sie nur etwa 12,5% der Umsätze aus. Der Löwenanteil von 5,9 Mio. DM stammt aus Werbeeinnahmen. Stark wachsend sind auch die Einnahmen aus den Lizenzverkäufen des DCI TradeManagers. DCI unterscheidet vier Klassen von Mitgliedschaften: Member Economy, Member Business, Member Profi und Member VIP. Die Gebühren für die Mitgliedschaften betragen jährlich 120 Euro für die Economy-, 200 Euro für die Business- und 395 Euro für die Profi-Mitgliedschaft. VIP-Mitglieder zahlen monatlich eine Gebühr von 1500 Euro. An der absoluten Höhe der Beträge können Sie schon erkennen, daß hier möglicherweise noch Steigerungspotential vorhanden ist.

Das Umsatzvolumen entwickelte sich in den Jahren bisher eher gemächlich, was zum einen auf die bisher noch schlechte Kapitalausstattung, zum anderen auf die fehlende Beteiligung an den Plattformumsätzen zurückzuführen ist. Die Umsätze über die Plattform haben sich jedoch deutlich schneller erhöht. Interessant ist die Tatsache, dass DCI vor dem Jahr 1999 profitabel arbeitete, so dass bereits bewiesen ist, dass das Businessmodell funktioniert. Im vergangenen Jahr hat man die Personaldecke deutlich ausgebaut und die Zahl der Mitarbeiter von 16 im Durchschnitt des Jahres 1998 auf 102 zum 31.12.1999 erhöht. Dieser starke Personalausbau wurde durch den Einstieg der Venture Capital Unternehmen 3i und CEA Capital Partners ermöglicht. Dies schafft die Basis für die in den nächsten Jahren geplanten hohen Wachstumsraten beim Umsatz.

Bewertung

Eine Bewertung gestaltet sich vor allem vor dem Hintergrund schwierig, dass DCI noch nicht adäquat an den Plattformumsätzen beteiligt ist. Bei den aktuellen Graumarktkursen von 69 zu 75 Euro wird DCI mit etwa 600 Mio. Euro bewertet, was etwa dem 18-fachen Umsatz des Jahres 2001 entspricht. Im Vergleich zu anderen am Neuen Markt oder an der Nasdaq notierten Internetunternehmen ist dies durchaus im üblichen Rahmen. Für DCI spricht jedoch die Marktführerschaft, das visionäre Management, sowie die in der Vergangenheit bewiesene Profitabilität des Businessmodells. Zudem kann DCI deutlich profitabler werden als die meisten Internet-Unternehmen am Neuen Markt, denn die Rohertragsmarge dürfte langfristig sehr hoch liegen, da die Kosten für den Betrieb der Plattform gering sind. Aufgrund dieser weichen Fakten halten wir DCI bei Kursen von unter 80 Euro noch für akzeptabel bewertet.

in Mio. EUR 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 ewige Rente
Umsatz 12  34 68 136 204 306 459 597  
Rendite -45% -20% 3% 15% 20% 20% 20% 20%  
Gewinn -5,4 -6,8 2,0 20,4 40,8 61,2 91,8 119,3 119,3
fairer Wert bei Diskontierung mit 12% und ewigem Wachstum von 3% 84 Euro

Das oben stehende Szenario geht bis 2001 beim Umsatz von den Planzahlen des Unternehmens aus. Bei der erzielbaren Umsatzrendite sind wir etwas vorsichtiger, da wir es durchaus für wahrscheinlich halten, dass die Wettbewerbsintensität in diesem umkämpften Segment zusätzliche Investitionen erfordert. DCI geht bereits für das Jahr 2001 von Gewinnen aus. Die Wachstumsraten ab 2002 entsprechen weitgehend dem Branchenwachstum.

Fazit

DCI bietet eine interessante Story und hat am Markt bereits ein gutes Standing erreicht, so dass die Erfolgswahrscheinlichkeit im Vergleich zu den B2B-Projekten der meisten Werte am Neuen Markt recht hoch ist. Negativ sind die noch sehr geringen Umsatzbeiträge aus Mitgliedschaften zu werten. Vor allem diese Entwicklung sollte man in den nächsten Monaten kritisch im Auge behalten, da sonst die angestrebten Umsatzsteigerungen womöglich nicht erreicht werden können. Der Anleger kann bei Kursen bis 80 Euro durchaus einsteigen. Auch wenn sich langfristig bei großen Unternehmen mySAP.com, Ariba und Commerce One durchsetzen dürften, geben wir DCI gute Chancen bei kleinen und mittleren Unternehmen.

DCI auf einen Blick
Wertpapierkennnummer 529530 Stärken:
visionäres Management
bereits großer Markterfolg
überzeugende Strategie
interessanter Markt
gute Partnerschaften und Kunden
moderat bewertet
Schwächen:

noch geringe Umsatzbeteiligung an den Plattformumsätzen
starker Wettbewerb

Graumarktkurs 69 zu 75 EUR
KGV 2001 Verlust
unser Urteil kaufen bis 80 Euro
Internet www.dci.de

Mit einem Limit von 80 Euro versuchen wir im variablen Handel der Frankfurter Wertpapierbörse, 300 DCI Aktien zu kaufen



DCI - Analyse und Musterdepotaufnahme Bert.com
Bert.com:

Re: DCI - Analyse und Musterdepotaufnahme

 
13.03.00 20:51
#2
Prima Analyse.. Zockerpit. Du sprichst mir aus der Seele. Steigen
ohne Crash am Neuen Markt auf mind. 95,--
DCI - Analyse und Musterdepotaufnahme Zockerpeter
Zockerpeter:

Hey Bert, nicht so konservativ!

 
13.03.00 21:14
#3
Der faire Wert von DCI liegt wohl eher bei 200 Euro wenn man sich an der  Bewertung der amerikan. Konkurrenten Ariba und Commerce One orientiert.
DCI - Analyse und Musterdepotaufnahme Trundle
Trundle:

DCI.............

 
13.03.00 21:19
#4
hab heute auch zugelangt (65,50E.).
Werde DCI wohl länger halten, habe gutes Gefühl, da billig eingekauft.

Gruß
Trundle
DCI - Analyse und Musterdepotaufnahme Zockerpeter
Zockerpeter:

Re: DCI - Analyse und Musterdepotaufnahme

 
13.03.00 23:16
#5
Hier schon die nächste Musterdepot-Aufnahme:

Änderungen im Neuer Markt-Musterdepot

Kauf von DCI

Trotz des sehr schlechten Umfelds hatte heute der B2B-Wert DCI Database [ Kurs / Chart ; News] einen guten Einstand am Neuen Markt. Der erste Kurs lag mit 65 Euro deutlich über dem Emissionspreis von 32 Euro. Zum Schluss notierte die Aktie bei 68,25 Euro. Wir nutzen die aktuelle Verunsicherung am Markt und kaufen 1000 DCI mit einem Limit von 72 Euro über Xetra. Das Limit hat bis einschließlich Freitag Gültigkeit. Eine ausführliche Analyse zu DCI finden Sie im Stock-World Neue Märkte Report Nr. 1. Unser Kursziel auf Jahresfrist liegt bei 100 Euro.


www.stock-world.de
DCI - Analyse und Musterdepotaufnahme liga2000
liga2000:

Hi Zockerpeter, du vergißt,..

 
13.03.00 23:27
#6
das bereits ein Top-Unternehmen im B2B-Bereich mit Poet am Neuen Markt notiert ist.
Gruß Liga 2000
DCI - Analyse und Musterdepotaufnahme Zockerpeter
Zockerpeter:

Leider zu teuer...

 
14.03.00 07:16
#7
Poet ist inzwischen leider zu teuer, hat sich schon mehr als verzehnfacht!
DCI könnte eine ähnliche Entwicklung nehmen, aber die stehen erst am Anfang der Kursrally!
DCI - Analyse und Musterdepotaufnahme Johnboy

DCI - Analyse und Bewertung

 
#8
Nachdem "business to business" (B2B) in den USA längst ein Zauberwort der Börse geworden ist, das die Phantasie der Anleger anheizt wie sonst nur "Linux", betritt mit der DCI AG nun auch hierzulande das B2B-Unternehmen das Börsenparkett. Für uns, dem Börsenbrief zu die Internetwerten am Neuen Markt, stellt so ein Debüt natürlich einen Pflichttermin für eine IPO-Analyse dar.
 
Das Unternehmen
Die DCI Database for Commerce and Industry ist durchaus ein Schwergewicht, man gilt als der führende B2B-Marktplatz hierzulande. Bereits seit 1993 führt man als der Pionier im Wachstumsmarkt eCommerce Einkäufer und Verkäufer zusammen und hat mit seiner internetgestützten Datenbanktechnologie den elektronischen Handel zwischen Unternehmen revolutioniert.
Die Strategie des Produktes WebTradeCenter ist einfach und zugleich hocheffizient. Geschäftskunden können über die Plattform online einen Bestellauftrag für Komponenten aus dem IT- und Telekommunikationsbereich ausschreiben. Daraufhin können die angeschlossenen Fachhändler Ihre Angebote für die entsprechenden Waren abgeben. Elektronische Kaufgesuche werden also automatisch durch eine Vielzahl von passenden Angeboten beantwortet. Die Vorteile für beide Seiten liegen auf der Hand. Der Käufer kann aus diversen Angeboten auswählen, ohne aufwendige überregionale Ausschreibungen durchführen zu müssen. Der Verkäufer andererseits hat die Möglichkeit neue Kundenzielgruppen erreichen zu können und seine Marktpräsenz somit deutlich zu erhöhen.  

Aktuell verdient DCI an diesem System nur durch eine fixe monatlichen Mitgliedsgebühr, wobei jedoch  in naher Zukunft auch Provisionen von Vielnutzern eingehoben werden sollen. Die Kundenliste liest sich bereits heute wie das "who is who" der Branche, von der Deutschen Telekom und Bintec über NEC bis zu Computer 2000 und der Deutschen Bank sind alle vertreten. In der offenen Handelsplattform werden darüber hinaus die Angebote der Kooperationspartner wie beispielsweise openshop, eBay, ricardoBIZ u.a. verknüpft. In Zukunft sollen auch weitere Branchen in das WebTradeCenter integriert werden und die internationale Ausrichtung gestärkt werden.

Zweites Produkt aus dem Hause DCI ist der Trade Manager, ein neuer Standard für elektronische Kataloge. Hiermit können elektronische Kataloge beliebiger Anbieter gelesen, bearbeitet und verwaltet werden. Der Kunde erhält somit die gewünschte Markttransparenz auf einen Blick, immer aktuell und zu einem minimalen Rechercheaufwand. Denn die Kataloge können beliebig oft online aktualisiert werden und stehen anschließend offline zur sekundenschnellen Suche nach Preisen, Produktbeschreibungen u.a. zur Verfügung.  

Drittes Standbein ist der Bereich Werbe- und Informationsmedien. Über diverse Faxdienste werden Informationen über aktuelle Produkte und Preise aus den Bereichen EDV, Telekommunikation und eCommerce als sogenannte "FAX-Werbeanzeiger" an die Entscheidungsträger verschickt.

Die Phantasie bei der zukünftigen Entwicklung der DCI-Aktie hängt natürlich in erster Linie am WebTradeCenter. Doch insbesondere auch der Trade Manager erscheint uns ein höchst aussichtsreiches Produkt zu sein.
 

Zahlen und Fakten
Das Unternehmen ist keineswegs ein Start-up, wie man sie in letzter Zeit so häufig an den Neuen Markt strömen sieht. Bereits 1997 wurde ein Umsatz von 3,05 Mio. Euro erzielt welcher bis 1999 auf 4,22 Mio. Euro ausgeweitet wurde. Freilich sind die Zahlen der Vergangenheit wenig aufschlussreich, da erst jetzt der Internet-B2B-Handel in Deutschland ein Thema mit Massenwirkung wird. Man konnte zwar 1998 noch einen kleinen Gewinn verbuchen (0,2 Mio. Euro), 1999 allerdings fiel aufgrund von massiven Investitionen ein Verlust von 3,6 Mio. Euro an, was aber keineswegs beunruhigen muss.
Planzahlen liefert das Unternehmen zum IPO bedauerlicherweise keine, aber da im 1999 ein Volumen von ca. 200 Mio. Euro über das WebTradeCenter generiert wurde, kann man von einer Umsatzexplosion in den kommenden Jahren ausgehen.
Zum erwarteten Ausgabepreis von 32 Euro, auch hier wurde die Bookbuildingspanne im letzten Moment noch einmal um 3 Euro angehoben, wird DCI mit einen Börsenwert von 265,6 Mio. Euro an den Neuen Markt gebracht.
Also wie nicht anders zu erwarten war eine exorbitant hohe Bewertung im Vergleich mit den aktuellen Umsatzzahlen. Allerdings bedenkt man die herausragende Stellung des Unternehmens im deutschen B2B-Markt, die Datenbank beinhaltet aktuell über 280.000 Produkte und Preise, 25.000 angeschlossene Fachhändler, 2500 Hersteller und 2000 Großhändler, dann ist eine dementsprechende Bewertung sicherlich nicht zu hoch gegriffen.
 

Fazit
DCI hat in Fachkreisen einen sehr guten Namen, einen beeindruckenden Kundenstamm und eine herausragende patentgeschützte Technologie. Das spricht für ausgezeichnete und auch im Branchenvergleich überdurchschnittliche Wachstumsaussichten, da die Markteintrittsbarrieren für mögliche Wettbewerber mittlerweile bereits sehr hoch sind. Die vorbörslichen Taxen sind aktuell bereits auf ein Vielfaches über den Ausgabepreis explodiert (aktuell 86 zu 94 Euro), ein reinrassiger Internet und B2B-Wert wie dieser wird allerdings kaum zu Schnäppchenkursen zu haben sein, da er wohl eine einzigartige Stellung am Neuen Markt genießen wird und die Anleger an die Nasdaq Big Player wie Commerce One und Freemarkets.com denken lässt. Wir möchten Sie hierzu nur an unseren Bericht zu den Exzessen um Freemarkets.com nach deren Nasdaq-IPO in Dynamit im Depot Nr.12 erinnern, dagegen ist selbst eine freenet.de ein Waisenknabe.

Gelingt es daher dem Management, die zu erwartende Verzehnfachung der registrierten Nutzer des WebTradeCenters technisch zu meistern und auch die internationale Expansion erfolgreich zu gestalten, dann wird DCI sicherlich im ersten Glied am Neuen Markt gereiht werden müssen.
 

Status:
Wir werden den Wert ganz genau in den ersten Handelstagen beobachten, da wir an einem Kauf aus den oben genannten Gründen durchaus Interesse zeigen. Weit weniger groß ist unser Interesse allerdings, für die Papiere von DCI an den ersten Handelstagen um die 100 Euro zu bezahlen.



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