CONSORS WEEKLY NEWSLETTER Nr. 2000/20

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CONSORS WEEKLY NEWSLETTER Nr. 2000/20 index

CONSORS WEEKLY NEWSLETTER Nr. 2000/20

 
#1
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      CONSORS WEEKLY NEWSLETTER Nr. 2000/20
   Der kostenlose, wöchentliche Newsletter der
ConSors Discount-Broker AG   Freitag, 19. Mai 2000
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       THEMEN DIESER AUSGABE:

        1. CONSORS INTERN
        2. MARKTANALYSE DEUTSCHER MARKT

        3. GEWINNER UND VERLIERER DER WOCHE
        4. CONSORS FAVORITEN

        5. MUSTERDEPOT
        6. NICE*LETTER EMPFEHLUNG

        7. NEUER MARKT REPORT
        8. EMPFEHLUNGEN INLAND

        9. EMPFEHLUNGEN AUSLAND
       10. DISCLAIMER

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1. CONSORS INTERN
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30.05.00: US-Trading(*) provisionsfrei

Unser US-Trading Partner WebStreet Securities feiert das bevorstehende
Self-Clearing und das Fünf-Sterne-Rating in der Rubrik "Best Online
Brokers of 2000" des Money Magazines. Daher werden für unsere US-
Trading-Kunden(*) alle am Dienstag, den 30. Mai (nach Chicago-Zeit),
über das Internet getätigten Aktien- und Optionsorders provisionsfrei
abgerechnet. Für Sie bedeutet das: Sie traden an diesem Tag soviel und
so oft Sie wünschen, ohne einen Cent Provision zu bezahlen. ConSors-
Kunden, die noch kein US-Trading-Konto eröffnet haben, können die Er-
öffnungsunterlagen unter

   www.consors-webstreet.com/html/new_guide/index.html
herunterladen oder telefonisch unter 08 00-2 52 52 00 bestellen.

*) gilt nicht für US-Orders via Börsenplatz 50

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Am Dienstag, den 23.05.2000, zwischen 18:00 und 19:00 Uhr ist Fondsma-
nager Friedrich Ehrhart von Capital Invest im Brokerboard Fonds. Er
gibt Ihnen Einblicke in Managementstil, Anlagestrategie und seine
Markteinschätzung zum stark unterbewerteten Börsenplatz Wien.

Am Mittwoch, den 24.05.2000, ebenfalls zwischen 18:00 und 19:00 Uhr
sind Chefredakteur Gerd Weger und Robert Burschik von Finanzen-Neuer
Markt im Brokerboard und beurteilen Unternehmen des Marktsegmentes
online.
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Vom 02.05 bis 31.05.2000 erhalten Sie den neuen UBS (Lux) Equity
Fund - New Markets (WKN 930 926) bei ConSors ohne Ausgabeaufschlag.
Sie sparen somit den üblichen ConSors-Preis in Höhe von 2,5 %. Der
Fonds UBS (Lux) Equity Fund - New Markets investiert in Aktien junger
Unternehmen, die an den europäischen Neuen Märkten gehandelt werden.
Hierzu zählen Trendsetter in Branchen wie Biotech und Hightech. Den
Schwerpunkt des Fonds wird vorläufig der Neue Markt in Frankfurt bil-
den.

Regulärer Ausgabeaufschlag: 5 %; ConSors-Discount im Mai 2000: 100 %;
ConSors-Preis im Mai 2000: 0 %; Mindestanlage: 1 Anteil


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2. MARKTANALYSE
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Deutscher Aktienmarkt

21. Woche vom 22. bis 26. Mai 2000

"Schwach angefangen und stark nachgelassen" hat der Deutsche
Aktienindex DAX im Verlauf der hinter uns liegenden Bör-senwoche. Die
7000-Marke ist, wenn auch nur knapp, gefallen: Zum Freitagschluß
notierte das deutsche Aktienmarktbarome-ter bei 6989 Punkte praktisch
auf Wochentief (6958) und um 3,9 % unter dem Vorwochenniveau. Hier
half auch nicht die freundliche Tendenz am Tag der US-Notenbanksitzung
mit der bereits erwarteten deutlichen Leitzinsanhebung. So waren auch
wir enttäuscht, daß sich die Erholungsansätze anschließend nicht
weiter fortsetzten und schneller als gedacht Gewinnmitnah-men auf die
Kurse drückten. Die deutsche Vorzeigeaktie im New Economy-Bereich
"TMT" (Technologie-Medien-Telekommunikaton), die Deutsche Telekom AG
spielte als Indexschwergewicht vor allem mal wieder das Zünglein an
der DAX-Waage. Die Kursentwicklung zeigte im Wochenverlauf konstant
und kräftig (Einzeltagesverluste bis zu über 7 %) nach unten.

Das europäische Aktienmarktbarometer, der DJ STOXX 50 Index, nimmt
wieder Abstand von der 5000-Marke und schloß am Freitag auf Wochentief
bei 4823 Punkten um 3,5 % unter Vorwochenniveau. Mit dem Wochenver-
laufshoch bei 5063 ist der Index an der Widerstandszone bei 5070 bis
5160 abgeprallt. Verletzt wurde die kurzfristige Unterstützung bei
4870. Damit gerät auch der seit 06.01.2000 intakte Aufwärtstrend bei
aktuell 4850 in Gefahr. Darunter ist derzeit erst im Bereich um 4400
ein sinnvoller Support auszumachen (200-Tage-Linie!). Einziger techni-
scher Trost ist, daß die Seitwärtskonsolidierung zwischen 5160 und
4690 noch läuft. Einige Marktindikatoren geben jedoch negative Signa-
le.

Als "kraftlos" beschrieben US-Händler die Entwicklung des amerikani-
schen Dow Jones industrial average, nicht zuletzt angesichts der ge-
ringen Handelsvolumina. Der Dow notierte zuletzt bei 10629 Punkten
(Stand: 19.05.2000 18.55 Uhr MESZ) mit einem mageren Wochenplus von
0,2 %. Kräftig unter Druck kam die US-Computerbörse Nasdaq, was auch
am Blue Chip-Markt nicht spurlos vorbei ging. Dabei hatte das Warten
auf die Leitzinsentscheidung der US-Notenbank (Fed) endlich ein Ende -
um anschließend mit Blick auf den 28. Juni (nächste FOMC-Sitzung)
gleich wieder von Neuem zu beginnen. Wie lange wird sich der Dow Jones
noch im Umfeld seine 200-Tage-Linie (10800) halten können? Der Wider-
standszone bei 10900 bis 11120 hat sich ebenso erfolgreich in den Weg
gestellt, wie die Unterstützungszone zwischen 10500 und 10300 bislang
gehalten hat. Als Hürden in Reichweite kommen die beiden Abwärts-
trends, zum einem vom 14.01.2000 bei aktuell 11090, zum anderen vom
12.04.2000 bei 10820. Die breite Seitwärtsbewegung zwischen 10300 und
11300 läuft noch. Andere Marktindikatoren geben aktuell negative Sig-
nale.

Mit der Leitzinserhöung Nr. 6 seit 1999 erhöhte die Fed die sogenannte
Targetrate erwartungsgemäß um 0,5 % auf 6,5 %. Nach dem Motto "Vorbeu-
gen ist besser als heilen" demonstrierte die Fed Entschlossenheit, das
starke Wirtschaftswachstum auf ein nachhaltiges und inflationsfreies
Niveau zu drücken und so ein "Soft landing" der Konjunktur zu schaf-
fen. Deshalb wird die Fed dem Inflationsdruck aggressiv begegnen. Ins-
besondere mit dem exzessiven, teilweise kreditfinanzierten Konsumver-
halten kann der Produktivitätsfortschritt auf Dauer nicht Schritt hal-
ten. Die letzten US-Verbraucherpreisdaten zeigten kurzfristig keinen
weiteren Anstieg. Im Hinblick auf die Präsidentschaftswahlen im Herbst
erachten wir im Vorfeld die Wahrscheinlichkeit einer nochmaligen Zins-
anhebung um neuerlich erwartete 0,25 % als eher gering. Vielmehr wer-
den erst danach noch mindestens zwei "Zinstrippelschritte" nach oben
folgen. Gebannt blicken die Investoren weiterhin Woche für Woche auf
neue Konjunkturdaten.

Der japanische Nikkei 225 Index erreichte mit seinem Wochenhoch bei
17691 nicht mal mehr den kurzfristigen Widerstand bei 17950 und schloß
unter der 17.000-Marke bei 16858 Punkte, wodurch sich eine negative
Wochenperformance von 2,9 % errechnet. Schwache Vorgaben aus Wall
Street und anhaltender Druck auf Technologiewerte ließen den Index
purzeln. Die Kursrückgänge wurden bislang nur vereinzelt zum Bestands-
aufbau genutzt. Technisch fällt der Nikkei entlang eines seit
12.04.2000 bestehenden Abwärtstrends bei aktuell 17160. Dieser läßt
sich zu einem Trendkanal ausweiten, dessen untere Marke bei derzeit
15280 als Orientierung für die mögliche weitere Index-Reise dienen
kann. Zuletzt wurde die wichtige Unterstützung bei 17250 nach unten
durchbrochen, welche nun als neuer kurzfristiger Widerstand dient. Der
Nikkei steht aktuell vor der Supportzone zwischen 16800 und 16400. Die
kurzfristig überverkaufte Situation macht eine Gegenbewegung wahr-
scheinlich, das Erholungspotential sehen wir jedoch bis maximal 18000
begrenzt.

Eine aus technischer Sicht ebenfalls begrenzte Erholungsmarke sehen
wir auch beim DAX, wobei der entsprechende kurzfristige Widerstand bei
7420 im Wochenverlauf gar nicht mehr erreicht wurde. Dafür bewegt sich
der Index wunderbar innerhalb des seit 08.03.2000 intakten Abwärts-
trendkanals zwischen aktuell 7560 und 6970 nach unten. Zuletzt wurde
die Unterstützungszone zwischen 7290 und 7110 nach unten verlassen;
diese dient nun als Widerstandsbereich. Das Schicksal nimmt seinen
Lauf und damit verdient auch die von uns entsprechend bezeichnete Mar-
ke bei 6780 DAX-Punkten wieder besondere Beachtung. Darunter würde der
nächste massiven Support erst wieder um 6400 zu erwarten sein, hier
verläuft aktuell die 200-Tage-Linie (6480). Müssen wir die Hoffnung
auf den Verbleib innerhalb der laufenden Seitwärtskonsolidierung zwi-
schen 7100 und 7700 möglicherweise aufgeben?

Bei insgesamt guter Marktbreite ist die Umsatzentwicklung anhaltend
dünn, zeigte aber, wie seit März schön öfter zu beobachten, in fallen-
den DAX-Notierungen hinein eine ansteigende Tendenz, was für sich ge-
nommen kein gutes Vorzeichen bedeutet. Andere Marktindikatoren geben
ebenfalls negative Signale, mit Ausnahme der Stimmung (Put/Call-Ratio
der Aktienoptionen), die neutral zu werten ist.

Der Entwicklung am Rentenmarkt zeigt sich zurückhaltend mit leichterer
Tendenz. Der nächste Zinsschritt wird für den 25. Mai mit plus 0,25 %
erwartet und gilt bereits als gepreist. Ein Zinsniveau zwischen 5,5
und 6 % macht die Anleihen im aktuellen Marktumfeld zu einer durchaus
ernst zu nehmenden Konkurrenz gegenüber Aktienanlagen. Von neuerlichen
Korrekturen des DAX werden die Renten tendenziell profitieren. Deshalb
raten wir, dies zu nutzen und zum einen die auf dem Weg nach oben be-
findlichen Geldmarktzinsen zum Parken von Liquidität, z. B. auf Fest-
geldern oder in Geldmarktfonds, heranzuziehen. Zum anderen sich die
gestiegenen Kapitalmarktzinsen vorrangig in mittel- bis langfristige
Laufzeiten zu sichern.

Ohne ein kurzes Wort zum Euro geht's nicht: Die Stabilisierungsansätze
der Gemeinschaftswährung gegenüber dem US-Dollar wurden durch den
kräftigen Zinserhöhungsschritt der US-Notenbank "zertreten" und der
Wechselkurs rutschte wieder unter die 90-Cent-Marke. Wir befinden uns
weiterhin in der Übertreibungsphase, die für mutige Investoren erste
Einstiegschancen bietet. EZB-Chef Duisenberg sieht für die Eurozone
niedrige Inflation, robustes Wirtschaftswachstum und eine stabile
Preisentwicklung, die im Ergebnis die innere Stabilität des Euro auf-
recht erhalten. Damit sind wesentliche Voraussetzungen für eine lang
anhaltende Wachstumsphase und nachhaltig sinkende Arbeitslosenzahlen
geschaffen. Insgesamt bestehen also positive Aussichten für die deut-
sche Volkswirtschaft, die durch die Euroschwäche im Außenverhältnis
über den Export kurzfristig sogar noch zusätzlich stimmuliert werden.

Am deutschen Aktienmarkt treten die Marktteilnehmer nervös hin und her
und damit insgesamt auf der Stelle - und der DAX macht es Ihnen nach -
oder umgekehrt? Seit den im März von den TMT-Werten und am Neuen Markt
ausgelösten Kurskorrekturen zeigt sich die Börse deutlich angeschla-
gen. Die kurzen Erholungsphasen trugen bislang nicht zur nachhaltigen
Gesundung bei. Zuletzt hat sich nicht nur die Wetterlage von einem Tag
auf den anderen deutlich abgekühlt, sondern auch die Situation am
deutschen Aktienmarkt - Ruhe vor dem Sturm? Noch läuft die Konsolidie-
rung, die jetzt allerdings latent gefährdet ist. Insgesamt wären wir
zufrieden, wenn der DAX in eine nachhaltige Seitwärtsbewegung zwischen
7700 und 7100 einschwenken würde. Wir schauen deshalb nicht nur Rich-
tung Übersee, sondern insbesondere auf den beschriebenen intakten Ab-
wärtstrendkanal (7560 bis 6970) und hoffen, daß unsere "Schicksalsli-
nie" (6780) halten wird.

Selektives Vorgehen bleibt Trumpf, deshalb lautet unser Rat unverän-
dert, in jede Erholung hinein Gewinnmitnahmen zu prüfen und beim Auf-
bau von Beständen ausschließlich Qulitätswerte einzusammeln.

Eine erfolgreiche Börsenwoche und einen "kühlen Kopf"wünscht Ihnen Ihr
Researchteam aus Nürnberg

Quelle: Schmidtbank Research
Verfasser: Alois Bauer

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3. GEWINNER UND VERLIERER DER WOCHE
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Die Gewinner und Verlierer der Börsenwoche vom 12.05.00 - 19.05.00

Wochen-Hits                  12.05.00   19.05.00     %
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SG-Holding VZ                   7,35      12,80    +74,15
Girindus (Neuemission
am 16.05.00 zu 20 Euro)          -        31,40    +57,00
Softing (Neuemission
am 16.05.00 zu 14,50 Euro)       -        20,15    +38,97
HIT Intern. Trading            20,00      25,00    +25,00
Wedeco                         31,40      39,00    +24,20
Intermedia (Neuemission
am 18.05.00 zu 32 Euro)          -        39,20    +22,50
Gerresheimer Glas              12,60      15,30    +21,43
net.IPO                        55,00      66,50    +20,91
Ehlebracht VZ                  19,21      23,00    +19,73
Alno                            6,70       7,70    +14,93

Wochen-Flops                 12.05.00   19.05.00     %
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update.com                     40,00      22,50    -43,75
Emprise                       119,00      69,00    -42,02
Teamwork                       34,50      22,50    -34,78
Mosaic Software                53,20      37,50    -29,51
Pironet                        39,50      28,00    -29,11
InternetMediaHouse.com         49,00      35,50    -27,55
MorphoSys                     252,00     187,00    -25,79
Cycos                          36,10      27,00    -25,21
Team Communications            12,90       9,90    -23,26
United Labels                  79,80      61,50    -22,93


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4. CONSORS FAVORITEN
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Die meistgehandelten Werte bei ConSors (12.05.00 - 18.05.00)

1. SGA SOCIETE GENERALE ACC. N.V.       452126
2. GIRINDUS AG                          588040
3. SAP AG SYSTEME ANW.PRD.I.D.DV.       716463
4. INTRAWARE AG                         510450
5. INTERMEDIA AG                        548880
6. DEUTSCHE TELEKOM AG                  555750
7. MORPHOSYS AG                         663200
8. EM.TV & MERCHANDISING AG             568480
9. VALOR COMPUTERIZED SYSTEMS LTD       928731
10. MOBILCOM AG                          662240


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5. MUSTERDEPOTS
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Börse Online

Aktie                WKN             Kaufkurs    Kurs
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Easy Software        563400            52,00    49,50
Eurobike             570660            11,25    12,70
Highlight Com.       920305            35,00    37,50
Isra                 548810            70,00    76,00
Kretztechnik         925955            21,70    41,90
LPFK Laser & Electr. 645000           132,50   310,00
Medion               660500            38,00   100,00
Micronas             910354           590,00   590,00
Rofin-Sinar          902757            14,10    15,70
Steag Hamatech       730900            14,50    54,00

Platowbriefe

Aktie                WKN      Stck.  Kaufkurs    Kurs
--------------------------------------------------
Singulus Tech        723890   1020     28,97   116,80
Teleplan             916980    600     81,00   186,00
ID Media             622860    520     78,00    75,00
Net AG               786740   1400     28,20    28,50
Kamps                628060   1100     36,00    32,60
Internolix           622730   1100     36,80    39,98
Internationalmedia   548880   1000     39,80    40,90

Der Aktionär - Bernd Förtsch

Aktie                WKN      Stck.  Kaufkurs    Kurs
--------------------------------------------------
Knorr Capital        768610    500     49,00    65,80
Morphosys            663200    200     92,00   200,00
NetAG                786740    800     28,90    30,70
Medarex              883040    180     50,00    63,80
FJA                  513010    600     56,00    61,60

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6. NICE*LETTER EMPFEHLUNG
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NICE*Letter 20/00 vom 19.5.00

Micrologica: weg mit Schaden

Die Fahnenstange der Vertrauensbrüche bei der Micrologica AG nimmt
derzeit kein Ende. Zuerst schied der ehemaligen Gründer und Unterneh-
menschef Kurt Kuhn aus dem Unternehmen aus, später wurde er sogar noch
aus dem Aufsichtsrat gedrängt. Sein Nachfolger Heinz Brill (NICE*Let-
ter 8/00) hielt es nur ein paar Monate auf dem Stuhl des Vorstandsvor-
sitzenden: Er verließ den Führungsposten "aus persönlichen Gründen"
und "diversen Meinungsverschiedenheiten", heißt es in Marktkreisen.
Schwere Lasten also für seinen Nachfolger, Andreas v. Arnim. Und mit
den Erstquartalszahlen wird sein Job nicht leichter: Mit einem Umsatz-
zuwachs von nur 12 % auf 3,7 Mio. EUR und einem deutlich angewachsenen
negativen EBIT auf 2,6 (i.V. 0,1) Mio. DEM scheint es, als ob sich das
Unternehmen in einem positiven Marktumfeld zunehmend schwerer tut.
Micrologica-Aktionäre müssen sich darauf einstellen, dass jetzt auch
der neue 2000er Forecast, den die DG Bank ohnehin schon vor kurzem von
27,1 auf 32,2 Mio. EUR herabsetzte, Makulatur ist. Für 2001 werden Ge-
winne von 38 Cent je Aktie geschätzt - wir legen jetzt die Messlatte
auf bestenfalls 20 Cent je Aktie runter. Zweifelsohne hat das Unter-
nehmen mit seinen Lösungen für Sprach- und Datenkommunikation im Be-
reich Computer Telephony Integration (CTI) eine durchaus marktführende
Position. Dies spiegelt sich auch im Kundenstamm des Unternehmens wi-
der, Market-Player wie Oracle, Philips, Siemens, SAP, Consors u. a.
gehören dazu. Zudem blieben auch interessante Kooperationen z. B. mit
Brokat, Heyde, Applix und der Intel-Tochter Dialogic nicht aus. Doch
die guten Vorgaben schlagen sich nicht in den Bilanzen nieder. Wir er-
fuhren noch, dass in den nächsten Tagen und Wochen interessante Koope-
rationsmeldungen erfolgen sollen. Kalkulieren Sie genau, ob Sie diese
Gelegenheit nicht zu einem Ausstieg nutzen sollten. Ein Neuengagement
drängt sich erst auf, wenn die Crew um CEO Andreas v. Arnim durch meh-
rere gute Quartale Vertrauen bei den Investoren aufbauen konnte.

Unsere Meinung: Mit dem von uns geschätzten 2001er Gewinn von 20 Cent
je Aktie ergibt sich ein sattes KGV von fast 100. Zu teuer für ein Un-
ternehmen, das offensichtlich substanzielle Probleme auf der Kosten-
seite plagt, und dessen Wachstumskurve sich deutlich abflacht - ver-
kaufen.

Quelle: NICE*LETTER


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7. NEUER MARKT REPORT
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Czerwensky's Neuer Markt Report:

Zinsangst bleibt erhalten - die Korrektur geht weiter

Der deutsche Aktienmarkt und insbesondere der Neue Markt stand in der
vergangenen Woche ganz im Banne der amerikanischen Leitzinserhöhung.
Mit der "erhöhten Schlagzahl", einem doppelten Zinsschritt um 0,5 %-
Punkte, machte die US-Notenbank deutlich, daß ihr primäres Augenmerk
auf der kontrollierten Abkühlung des seit vier Jahren auf Hochtouren
laufenden US-Wirtschaftsmotors gilt. Einen Befreiungsschlag verschaff-
te sie den Märkten nicht, obwohl alle bereits einer Anhebung der Fed-
Funds-Rate um einen halben Punkt ausgingen. Alan Greenspan konservier-
te die Zinsängste mit seinen anhaltenden Warnungen vor einer Überhit-
zung der Konjunktur, die weitere Zinsschritte wohl unausweichlich ma-
chen. Angesichts der US-Präsidentschaftswahlen im Herbst bleibt ihm
für einen weiteren Schritt wohl nur noch der 28. Juni.

Die anhaltenden Korrekturtendenzen bei Technologiewerten zeigen ein-
drucksvoll, daß auch die New Economy auf Dauer nicht resistent gegen
steigende Zinsen ist. Auch dem Neuen Markt gelingt es nicht, sich vom
Abwärtstrend abzukoppeln, seit Wochen ist er fest in den Klauen der
Korrektur gefangen. Dabei bewegt er sich in einem Korridor - gemessen
am NEMAX ALL SHARE - zwischen 5600 und 6700 Punkten. Mit einem Wochen-
verlust von rund 8,5 % auf 5730 Punkte belegt er erneut eindrucksvoll
die hohe Volatilität.

Fundamental spricht wenig dafür, daß sich dies in der kommenden Woche
grundlegend ändern wird. Der Markt sollte weiterhin in seiner Trading-
Range, in der sich durchaus das ein oder andere gute Geschäft machen
läßt, schwanken.

GPC Biotech: Schwarze Zahlen erst in 6-7 Jahren erwartet!

Voll im Trend mit ihren roten Zahlen liegt die deutsch-amerikanische
GPC Biotech. Allerdings können wir uns nicht an ein Unternehmen erin-
nern, das bei seinem Going-Public als Perspektive Gewinne in solch
entfernter Zukunft in Aussicht stellte. Dabei ist das Unternehmen mit
seiner dualen Geschäftsstrategie durchaus nicht schlecht positioniert.
Im Wege pharmazeutischer Allianzen stellt GPC einerseits seine integ-
rierte und hochentwickelte Technologieplattform Partnern zur Verfü-
gung, mit deren Hilfe die zeit- und kostenintensive Medikamentenent-
wicklung beschleunigt werden kann. Neben diesem soliden und Umsatz si-
chernden Standbein entwickelt das Team auf eigene Rechnung neuartige
Therapeutika in den Kernbereichen Krebs und Infektionskrankheiten un-
ter Anwendung der Genomforschung. Diesen Zweig baute der Börsengänger
durch die Akquisition der amerikanischen Mitotix vor einigen Wochen
stark aus. Beide Unternehmen erzielten proforma 1999 einen Umsatz von
8,1 Mill. Euro, 2003 sollen es rund 36 Mill. sein. Von den fast fünf
Millionen Aktien, die bis 30. Mai für 20,50 bis 25 Euro zur Zeichnung
angeboten werden - Global Coordinator Credit Suisse First Boston be-
hält sich eine Anhebung auf 31,25 Euro vor - werden deutsche Privatan-
leger kaum etwas ergattern, gehört mit Sal. Oppenheim nur eine inlän-
dische Adresse dem Konsortium an.

Tips und Termine

Glaubt man den Kursen im vorbörslichen Handel der Börsenmakler Schnig-
ge, so fallen die Zeichnungsgewinne bei den Debütanten der kommenden
Woche nur mäßig aus. Mit rund 20 % Aufschlag gegenüber dem oberen Ende
der Preisspanne steht die Energiekontor AG noch am besten da. Für Tele
Atlas, d+s online und mediascape communications bieten interessierte
Anleger gerade mal Preise am oberen Ende der Bookbuildingspanne. Hin-
gegen besteht bei GMX Nachfrage nur noch innerhalb des Preisbandes.

Regelrecht bombardiert werden die Neuer-Markt-Jünger mit Quartalsbe-
richten der Unternehmen. Ferner finden eine ganze Reihe von Hauptver-
sammlungen statt. Kursimpulse könnten auch die Analystenkonferenzen
bei ADVA Optical und ce Consumer Electronic (beide 24.5.) sowie bei
Intertainment (26. Mai) liefern.

Quelle: Czerwensky intern / www.czerwensky.de


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8. EMPFEHLUNGEN INLAND
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Merrill Lynch: Epcos Kursziel 225 Euro

Die Analysten der Investmentbank Merrill Lynch stufen die Aktie des
Komponentenherstellers Epcos (WKN 512800) weiterhin auf "Buy" ein. Die
Nachfrage nach Elektronik-Komponenten steige momentan schneller als
Produktionskapazitäten erweitert werden könnten. Dies dürfte sich po-
sitiv auf die Kursentwicklung auswirken. Daher sollten die Umsätze
nach wie vor die Prognosen der Experten übertreffen. Im zweiten Quar-
tal 2000 sei das 28prozentige Wachstum über den optimistischsten
Schätzungen der Analysten ausgefallen. Daraufhin hätten sie ihre Um-
satzerwartungen für das laufende Jahr verdoppelt. In Anbetracht der
hervorragenden Geschäftsentwicklung könne dem Investor ein Engagement
in den DAX-Titel empfohlen werden. Das Kursziel veranschlagen die Ex-
perten auf 225 Euro.

Epcos (WKN 512800)

Quelle: Aktiencheck

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BfG Bank: MLP bei Schwäche kaufen

Die Analysten der BfG Bank empfehlen die Aktie des Finanzdienstleis-
ters MLP (WKN 656993) zum Kauf. Mit jährlichen Kurssteigerungen von
100 Prozent würden die beiden Aktiengattungen des erfolgreichsten Fi-
nanzdienstleister zu den herausragenden Werten der letzten Jahre gehö-
ren. Nach Einschätzung der Experten sind Kurs und Ergebnisentwicklung
vor allem in der jüngsten Vergangenheit verstärkt auseinander gelau-
fen. Dies beinhalte sehr hohe Erwartungen bezüglich der Geschäftsent-
wicklung. Dabei dürfte das Papier auch von der Einstufung als Inter-
net-Wert profitieren. Für die Jahre 1999 bis 2001 rechnen die Experten
mit einem Ergebnis je Aktie von 1,98; 2,80 und 3,65 Euro. Das Unter-
nehmen weise ein überzeugendes Unternehmenskonzept auf und verfüge
über hervorragende Wachstumsperspektiven. Da das Papier gemessen am
KGV ein hohes Bewertungsniveau aufweise, sollten Anleger nur in Schwä-
chephasen des Marktes den Einstieg in den MDAX-Titel wagen.

MLP (WKN 656993)

Quelle: Aktiencheck

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Lehman Brothers: Primacom Kursziel 90 Euro

Die Analysten der Investmentbank Lehman Brothers stufen die Aktie des
Kabelnetz-Spezialisten Primacom (WKN 625910) unverändert auf "Outper-
former" ein. Das Unternehmen habe Quartalszahlen veröffentlicht. Wäh-
rend der Umsatz die Erwartungen leicht verfehlt habe, sei der Netto-
und der Vorsteuergewinn über den Schätzungen ausgefallen. Als positiv
bewerten die Experten die neuen Dienstleistungen des Unternehmens, da
diese vor den Mitbewerbern einen Zeitvorsprung aufweisen würden. Die
Vermarktung dieses neuen Angebots solle innerhalb der nächsten Monate
gestartet werden. Ab dem kommenden Jahr dürften daraus deutliche Um-
satzeffekte entstehen. Dem Investor biete der NEMAX-50-Titel eine Per-
formance über dem Marktdurchschnitt. Das Kursziel veranschlagen die
Experten auf 90 Euro.

Primacom (WKN 625910)

Quelle: Aktiencheck

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LB Baden-Württemberg: GFT weiter akkumulieren

Die Analysten der Landesbank Baden-Württemberg stufen die Aktie des
IT-Dienstleisters GFT Technologies (WKN 580060) nach wie vor auf "Ak-
kumulieren" ein. Das Unternehmen habe mit den Quartalszahlen verdeut-
licht, dass es eine Ausnahmestellung innerhalb des Internet-Segments
im Neuen Markt aufweise. Durch die Akquisition der Hamburger ACS Sys-
temberatung sei das Wachstum in den ersten drei Monate überproportio-
nal ausgefallen. Ohne diesen Einfluss hätte sich der Umsatz um etwa 57
Prozent erhöht. Mit der Neuerwerbung seien die Einnahmen um 214 Pro-
zent auf 39,8 Mio. DM gestiegen. Dabei habe man sich auf die Einbin-
dung von Programmen für den elektronischen Handel im Internet konzent-
riert. Gegenüber dem ersten Quartal des vergangenen Jahres sei das
Vorsteuerergebnis von 0,13 auf 1,93 Mio. Euro angewachsen, während
sich der Gewinn je Aktie von 0,01 auf 0,05 Euro erhöht hätte. Für die
Jahre 2000 und 2001 revidiert der zuständige Analyst Mirko Maier seine
Ergebnisschätzung je Aktie von 0,54 auf 0,64 Euro und von 0,84 auf
1,10 Euro nach oben. Angesichts der überzeugenden Geschäftsentwicklung
könne dem Investor der Positionsaufbau in den IT-Titel nahegelegt wer-
den.

GFT Technologies (WKN 580060)

Quelle: Aktiencheck


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9. EMPFEHLUNGEN AUSLAND
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Salomon Smith Barney: Priceline Kursziel $ 130

Nach Meinung der Analysten von Salomon Smith Barney ist die Aktie von
Priceline (PCLN, WKN 919819) derzeit ein klarer Kauf. Das Kerngeschäft
laufe momentan sehr gut und mit neuen Produkten sei demnächst zu rech-
nen. Sowohl das Geschäft mit Fluggesellschaften als auch mit Hotels
und Autovermietungen wachse derzeit schnell. Nach Meinung der Analys-
ten von Salomon Smith Barney habe das Unternehmen Priceline momentan
das beste Risiko/Rendite-Verhältnis in seinem Marktsegment. Das Kurs-
ziel betrage $ 130.

Priceline (PCLN, WKN 919819)

Quelle: Aktiencheck
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Telebörse: Nokia kaufen

Die Wertpapierexperten des Börsenmagazins "die Telebörse" empfehlen
dem Anleger die Nokia-Aktie (WKN 870737) zu kaufen. Die Finnen seien
zwar in der vergangenen Saison vom ersten Platz verdrängt. Aber mit
einer Wertsteigerung von 200 Prozent (Kursverdreifachung) habe der
größte Mobiltelefonhersteller der Welt seine Vormachtstellung unter-
strichen. Besonders beeindruckend seien die Gewinne. Obwohl die Preise
für Handys weiter sinken würden, verdiene das Unternehmen an jedem Ge-
rät knapp 25 Prozent. Nokia spiele in einer Klasse für sich, so die
Analysten. Laut den Experten sei die Nokia-Aktie ein klarer Kauf für
jeden Anlagetyp.

Nokia (WKN 870737)

Quelle: Aktiencheck

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Chartanalyst: Procter & Gamble kaufen

Das Anlegermagazin "Chartanalyst" empfiehlt Procter & Gamble (WKN
852062) zum Kauf. Im März habe das Unternehmen mit der Vorlage der
Quartalsergebnisse die Erwartungen der Börse nicht komplett erfüllen
können, und die Aktie habe einen heftigen Kurssturz hinnehmen müssen.
Zuletzt sei aber bereits ein Drittel der Verluste wieder aufgeholt
worden, da die fundamentalen Daten weiterhin als aussichtsreich einzu-
stufen seien, insbesondere da die Volkswirtschaften in Lateinamerika
und Asien wieder in Schwung kämen und diese Regionen wichtige Absatz-
märkte für Procter & Gamble darstellen würden.

Procter & Gamble (WKN 852062)

Quelle: Aktiencheck

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Capital: Lernout&Hauspie Kursziel 125 Euro



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