CONSORS WEEKLY NEWSLETTER Nr. 2000/17

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CONSORS WEEKLY NEWSLETTER Nr. 2000/17 index

CONSORS WEEKLY NEWSLETTER Nr. 2000/17

 
#1
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       CONSORS WEEKLY NEWSLETTER Nr. 2000/17
    Der kostenlose, wöchentliche Newsletter der
ConSors Discount-Broker AG   Freitag, 28. April 2000

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       THEMEN DIESER AUSGABE:

        1. CONSORS INTERN
        2. MARKTANALYSE DEUTSCHER MARKT

        3. GEWINNER UND VERLIERER DER WOCHE
        4. CONSORS-FAVORITEN

        5. MUSTERDEPOTS
        6. NICE*LETTER EMPFEHLUNG

        7. NEUER MARKT REPORT
        8. EMPFEHLUNGEN INLAND

        9. EMPFEHLUNGEN AUSLAND
       10. DISCLAIMER


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1. CONSORS INTERN
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Am Dienstag, den 02.05.2000, zwischen 18:00 und 19:00 Uhr (Achtung:
neuer Termin!) sind Karim Serrar, Frank Schnattinger und Christian
Schiffmacher im Brokerboard Neuemissionen! Welche Neuemissionen lohnen
sich noch? Fragen Sie das GoingPublic-Team.

Und am Mittwoch, den 03.05.2000, begrüßen wir zwischen 18:00 und 19:00
Uhr Christian Maertin im Neuen-Markt-Board! Haben Sie Fragen an den
Ressortleiter Neuer Markt der Telebörse?

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Neuemissionen: ConSors im Konsortium von Adori

Wir freuen uns, Ihnen mitteilen zu können, daß ConSors und die
SchmidtBank im Konsortium der Adori AG vertreten sind.

Informationen zur Zeichnung erhalten Sie über die ConSors Homepage

www.consors.de   > Neu bei ConSors   > ConSors im Konsortium


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2. MARKTANALYSE
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Deutscher Aktienmarkt
18. Woche vom 02. bis 05. Mai 2000

"Hin und her - keine Nerven mehr", so ähnlich empfindet man derzeit
den raschen Wechsel zwischen Erholungs- und Korrekturbewegungen, wo-
bei hier nicht zuletzt die TMT-Werte (Technologie-Medien-Telekommuni-
kation), der Neue Markt aber auch die Wall Street die Taktfrequenz
deutlich mit bestimmten. Die Wochenlieblinge im DAX mit Einzeltagesge-
winnen über 5 % waren adidas-Salomon, Epcos, FMC, Münchener Rück, SAP
und Schering. Unter Druck standen insbesondere Deutsche Telekom und
Metro. Mit einem Freitagsschluß bei 7414 Punkten ergab sich ein insge-
samt versönlicher Wochenausklang mit einer Wert-entwicklung von plus
3,6 %.

Einen kräftigen Eindruck machte das europäische Aktienmarktbarometer,
der DJ STOXX 50 Index, mit einem Wochenplus von 3,8 % auf 5093 Punkte,
nahe dem Wochenverlaufshoch bei 5127. Damit wurde der Widerstand bei
5070 geknackt, die nächste Hürde verläuft nun bei 5160. Gleichzeitig
wurde der Abwärtstrend von Ende März (4830) nach oben durchbrochen.
Als Unterstützungen intakt bleiben zum einen der Aufwärtstrend vom
Jahresanfang 2000 bei aktuell 4790 sowie der Support bei 4870.

Die auf den ersten Blick unerhebliche Wochenperformance des Dow Jones
industrial average von minus 0,4 % bei einem Stand von zuletzt 10805
Punkten (Stand: 28.04.2000, 19.30 Uhr MESZ) verschleiert die beachtli-
che und tendenziell ansteigende Bewegung von 4,2 % zwischen den Wo-
chenextremwerten bei 10695 und 11141. Belastet hat zunächst die Kurs-
schwäche der Microsoft-Aktie, die trotz positiver Ertragszahlen infol-
ge von nach unten revidierten Umsatzzahlen und Zerschlagungsspekulati-
onen unter Druck geriet. Im Wochenverlauf folgte der Dow Jones der
Führung der Nasdaq nach oben, anfängliche Tagesverluste wurden aufge-
holt. Trotzdem machte die Entwicklung den Eindruck von "Stop and Go",
gepaart mit anhaltender Nervosität. Die zuletzt veröffentlichten US-
Konjunkturdaten deuten auf anziehende Inflationsanzeichen und nähren
wieder einmal die Zinssorgen, die durch positive Unternnehmensmeldun-
gen nicht vollständig aufgefangen wurden. Technisch konnnte sich der
Dow Jones immer noch nicht nachhaltig vom fallenden 200-Tage-Durch-
schnitt (10820) lösen. Dadurch pendelt sich der Index kurzfristig zwi-
schen der Widerstandszone 10900 - 11120 und der Unterstützung bei
10750 bzw. der Supportzone 10300 - 10500 ein. Von oben kommt der seit
Mitte Januar 2000 bestehende Abwärtstrend bei aktuell 11180 ins Blick-
feld. Gibt es noch Hoffnung auf eine daraus folgende breite Seitwärts-
bewegung zwischen 10300 und 11300? Einige Marktindikatoren sind aktu-
ell eher negativ zu werten.

Der japanische Nikkei 225 Index tendierte vom Wochenhoch am Montag
(18987) beständig nach unten bis zum Intraday-Wochentief am Freitag
(17926). Der Schlußstand lag nur leicht darüber bei 17973 Punkten, was
einer negativen Wochenperformance von 1,5 % entspricht. Dabei waren
die US-Aktienmarktvorgaben so schlecht nun auch wieder nicht, daß da-
mit gleich der Rutsch unter die 18000-Marke begründet wäre. Zu be-
obachten waren dagegen nachhaltige Gewinnmitnahmen bei den zuvor favo-
risierten neuen Nikkei-Indexmitgliedern. Schade, daß der technisch so
lange intakte Aufwärtstrend vom Jahresbeginn 1999 (zuletzt 19750) nun
endgültig zu den Akten gelegt werden muß. Schlimm ist zudem, daß die
nun waagerecht verlaufende 200-Tage-Linie bei aktuell 18580 zuletzt
deutlich von oben nach unten durchbrochen wurde und damit ein Ver-
kaufssignal entsteht. Damit wird der Blick in Richtung der "alten"
wichtigen Unterstützung bei 17250 frei, die nun als Orientierung
dient. Nach oben hin verlaufen Widerstände bei 18600, 18900 und 19100.
Erst darüber gäbe es Hoffnung auf ein neuerliches Erreichen der nun in
die Ferne rückenden 20000-Marke.

Neue Hoffnungen keimen auch aus technischer Sicht beim DAX, daß eine
Seitwärtskonsolidierung zwischen 7100 und 7700 einsetzt. Der Wider-
stand bei 7290 wurde überwunden, die Hürde bei 7420 angelaufen. An-
schließend käme der nächste Widerstand bei 7710 in Reichweite. Der
kurzfristige Support bei 7110 hat bestens gehalten, ebenso wie unsere
bislang unverletzte "Schicksalsmarke" bei 6780. Intakt bleibt der Ab-
wärtstrendkanal von Anfang März zwischen aktuell 7700 und 7100.

Kritisch ist allerdings, daß die Umsätze anhaltend ausgedünnt bleiben
und damit für eine deutliche Bodenbildung nicht ausreichen. Dagegen
haben andere Marktindikatoren auf den niedrigen Niveaus gedreht und
geben nun positive Signale, wodurch eine kurzfristige Erholung möglich
wird. Die Volatilität (Schwankungsintensität) am deutschen Aktienmarkt
ist deutlich zurückgekommen und würde eine Konsolidierung stützen. Die
Stimmung (Put/Call-Ratio der Aktienoptionen auf gleitender 3-Tages-Ba-
sis) zeigt sich derzeit neutral.

Leitzinserhöhung Nr. 3 in diesem Jahr beschloß die Europäische Zent-
ralbank am vergangenen Donnerstag. Der Hauptrefinanzierungssatz erhöht
sich von 3,5 % auf 3,75 %. Damit will man den "Aufwärtsrisiken für die
Preisstabilität auf mittlere Sicht vorbeugend begegnen". Die Europäi-
sche Zentralbank hat sich selbst unter Handlungsdruck gebracht, indem
sie die Zinserhöhungen in den Zusammenhang mit der Euroschwäche ge-
stellt hat. Die Sorge um importierte Inflation, verbunden mit der
Geldmengenexpansion und dem Euroland-Konjunkturaufschwung gaben Ent-
scheidungshilfe. Das Ende der laufenden Leitzinserhöhungsrunde ist si-
cher noch nicht erreicht. Vertrauensvollere Geldpolitik wäre es, auf
die beschränkten Möglichkeiten der "externen" Wechselkurspolitik, ins-
besondere im Hinblick auf strukturelle Versäumisse bei der Euro-Integ-
ration, hinzuweisen und nicht durch kurzfristige Aktionen die Aufmerk-
samkeit auf die Euroschwäche zu lenken. In diesem Zusammenhang sollte
man nicht vergessen, daß die Hauptaufgabe der EZB die "interne" Preis-
stablität ist, deren Erfüllung bislang kritiklos anzuerkennen ist.

In diesem Kontext sehen wir den Rentenmarkt auch im Rahmen der "drama-
tischen" Aktienkursbewegungen weiterhin als "sicheren Hafen" zum Par-
ken von Liquidität an.

Zum Wechselkurs des Euro gegenüber dem US-Dollar: Was kann unserer Ge-
meinschaftswährung noch helfen? Die chronische Schwäche untergräbt das
Vertrauen, noch bevor das Bargeld in Umlauf kommt (2002). Freuen kön-
nen sich kurzfristig die Exporteure im Euroland (vor allem in Deutsch-
land) für den "Vertriebshelfer" Euro. Die EZB zeigt sich sorgenvoll,
vor allem wegen der Gefahr importierter Inflation (siehe oben) und be-
teuert, ohne müde zu werden, daß die aktuelle Entwicklung das wirt-
schaftlich starke Fundament nicht widerspiegelt. Wir meinen, es be-
steht kein Grund zu einer panischen Überreaktion. Die jetzige Entwick-
lung sollte als Chance für mutige Investoren verstanden werden. Tech-
nisch gesehen läuft die Abwertung des Euros planmäßig in mehreren Stu-
fen ab. Nachdem die wichtige Unterstützung bei 1 $/Euro durchbrochen
wurde, war das nächste Kursziel 0,95 $. Nachdem sich der Euro auf die-
sem Niveau einige Wochen ausruhen konnte, setzte ein neuer Kursrück-
gang ein, als die Marke von 0,95 $ durchbrochen wurde. Trendmäßig
"mußte" das nächste Kursziel 0,91 $/Euro lauten.

Zurück zum deutschen Aktienmarkt, an dem die Unsicherheit über die
weitere Entwicklung bleibt. Erleben wir derzeit eine "Verschnaufpause"
im Abwärtstrend oder beginnt eine breite Seitwärtskonsolidierung? Auf
alle Fälle bleibt die im Oktober 1999 angezettelte Hausse tot! Als In-
vestor wird man zwischen teils kräftigen Tageserholungen und Gewinn-
mitnahmen sowie Zinssorgen hin und her gerissen. Über alle Titel hin-
weg werden ermäßigte Kursniveaus als Kaufgelegenheiten genutzt und
einsetzende Erholungen als Gewinnmitnahmechancen. Dies zeigt, daß die
Bodensuche unverändert läuft. Grundsätzlich befinden wir uns (noch) in
einer normalen Korrekturphase, die Panik blieb bislang aus, aktuell
gibt es sogar berechtigte Hoffnungen auf eine zumindest kurzfristige
Stabilisierung.

Die "Hoffnungs- bzw. Schicksalsmarken" bei 7710 bzw. 6780 bleiben wei-
ter unsere Orientierung am DAX-Horizont, ebenso wie der Börsen-Blick
nach Übersee. Unser Rat lautet weiter, in die Erholungen hinein Ge-
winnmitnahmen zu prüfen und über Stock Picking Qualität einzusammeln.

Eine erfolgreiche, feiertagsbedingt verkürzte Börsenwoche und einen
guten und sonnigen Start in den "Wonnemonat" Mai wünscht Ihnen Ihr Re-
searchteam aus Nürnberg.

Quelle: Schmidtbank Research
Verfasser: Alois Bauer


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3. GEWINNER UND VERLIERER DER WOCHE
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Die Gewinner und Verlierer der Börsenwoche vom 20.04.00 - 28.04.00

Wochen-Hits                  20.04.00   28.04.00     %
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Kontron Embedded               39,90      56,70    +42,11
Wavelight Laser Technology     27,80      37,00    +33,09
ABIT                          118,00     156,00    +32,20
Phenomedia                     47,00      61,00    +29,79
Kretztechnik                   21,20      27,50    +29,72
Sanochemia                     46,40      59,80    +28,88
Team Communications            13,15      16,90    +28,52
ce Consumer Electronic        140,00     178,00    +27,14
Mühl Product & Service         20,60      26,00    +26,21
Vogt electronic VZ             29,90      37,60    +25,75

Wochen-Flops                 20.04.00   28.04.00     %
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Poet Holdings                  91,50      67,70    -26,01
Ceotronics                     32,50      25,20    -22,46
iXOS Software                  30,30      23,60    -22,11
Lino Diagnostic                38,00      32,00    -15,79
NürnbergHyp                    37,50      31,85    -15,07
HBAG Real Estate               16,90      14,61    -13,55
BKN International              60,00      52,00    -13,33
Ision                          82,00      72,00    -12,20
German Brokers                 14,90      13,20    -11,41
Apcoa Parking                  87,80      78,00    -11,16


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4. CONSORS FAVORITEN
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Die meistgehandelten Werte bei ConSors (20.04.00 - 27.04.00)

1. DEUTSCHE TELEKOM AG              555750
2. KONTRON EMBEDDED COMPUTERS AG    523990
3. SAP AG SYSTEME ANW.PRD.I.D.DV.   716463
4. NET AG,INFRASTR.,SOFTW. SOLUT.   786740
5. T-ONLINE INTERNATIONAL AG        555770
6. INTERSHOP COMMUNICATIONS AG      622700
7. SOFTBANK CORP.                   891624
8. NOKIA CORP.                      870737
9. COMMERCE ONE INC. DEL.           924107
10. EM.TV & MERCHANDISING AG         568480


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5. MUSTERDEPOTS
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Börse Online

Aktie                WKN             Kaufkurs    Kurs
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Thiel Logistics      931705                     57,80
Easy Software        563400            52,00    45,50
Eurobike             570660            11,25    12,35
Heyde                602670            52,50   172,50
Highlight Com.       920305            35,00    40,60
LPFK Laser & Electr. 645000           132,50   253,00
Medion               660500            38,00   100,00
Micronas             910354           590,00   565,00
Splendid Medien      727950            28,10    36,50
Steag Hamatech       730900            14,50    57,80

Platowbriefe

Aktie                WKN      Stck.  Kaufkurs    Kurs
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Singulus Tech        723890   1020     28,97   125,20
Teleplan             916980    600     81,00   216,50
Gedys                527300   4100      9,80    18,90
ID Media             622860    520     78,00    78,60
Net AG               786740   1400     28,20    35,00
Kamps                628060   1100     36,00    36,15

Der Aktionär - Bernd Förtsch

Aktie                WKN      Stck.  Kaufkurs    Kurs
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Knorr Capital        768610    500     49,00    63,50
Morphosys            663200    200     92,00   268,00
NetAG                786740    800     28,90    33,90
Medarex              883040    180     50,00    46,60
D.Logistics          510150     95    359,00   355,00


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6. NICE*LETTER EMPFEHLUNG
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NICE*Letter 17/00 vom 28.4.00

Foundry Networks: Wachstumsraten und neue Produktpalette sorgen für
Fantasie

Einer der führenden Anbieter für hochperformante End-to-End-Switching-
und -Routing-Lösungen, Foundry Networks, zeigte bei seinen Erstquar-
talsergebnissen, was ein Wachstumswert ist. Die Umsätze schwollen um
355 % an auf 70,0 Mio. USD, und die Gewinne explodierten regelrecht um
1.325 % auf satte 18,1 Mio. USD. Wie wir aus Managementkreisen erfuh-
ren, war dies keine Eintagsfliege, vielmehr will man diese enormen
Steigerungsraten fortsetzen und auch für die anstehenden Quartale
durchwegs positive Ergebnisse vorlegen.

Untermauert wird dies mit einer ehrgeizigen Produktpalette, die jede
der bestehenden Hauptproduktlinien um neue High-End-Modelle erweitert:
den "NetIron 1500"-Internet-Backbone-Router, den "BigIron 15000 Layer-
2/3"-Switch und -Switching-Router sowie die "ServerIron 400"- und
"ServerIron 800 Layer-4-7-Internet-Traffic-Mangement"-Switches. Mit
diesen ab Spätsommer verfügbaren Neuvorstellungen bringt Foundry kom-
plette, skalierbare und hochperformante End-to-End-Breitbandnetzwerk-
lösungen für den Arbeitsplatz, für Server-Framen und für LAN-, MAN-,
WAN- und Internet-Backbone-Anschlussmöglichkeiten.

Der Spezialist für Netzwerkprodukte kann inzwischen Internet Service
Provider (ISP) wie AOL, Yahoo, MSN, Mindspring, Exodus, AT&T, Cable &
Wireless usw. zu seinem Kundenstamm zählen. Weiter werden die Produkte
von der US-Regierung (z.B. NASA, Air Force) und auch von vielen Uni-
versitäten verwendet. Foundry verfügt bereits über ein sehr ausgereif-
tes Vertriebsnetz in Europa mit Niederlassungen in Großbritannien,
Frankreich, Deutschland, Italien, Schweden und den Niederlanden. Nach-
dem man der einzige Anbieter mit dieser Produktvielfalt ist und
gleichwertige Foundry-Produkte um bis zu 80 % kostengünstiger sind als
die der Konkurrenz, sollte es Foundry gelingen, sich gegen Unternehmen
wie Cisco Systems, Extrem Networks, Juniper Networks, Alteon Websys-
tems u. a. auch in Europa zu behaupten.

Unsere Meinung: In dem Gesamtmarkt für End-to-End-Switching-Solutions,
der bis ins Jahr 2002 auf 9 Mrd. USD anwachsen soll, sehen wir Foundry
Networks derzeit als das konkurrenzfähigste Unternehmen an. Da sich
der Wert seit seinen Allzeithoch von 212 USD in etwa drittelte und im
70-USD-Bereich einen Boden auszubilden scheint, halten wir Foundry
wieder für ein äußerst attraktives Investment - akkumulieren.

Quelle: NICE*LETTER


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7. NEUER MARKT REPORT
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Czerwensky's Neuer Markt Report:

Neuer Markt sucht seinen Boden

Nach den geruhsamen Osterfeiertagen sahen sich die Anleger mit einer
anhaltenden Hektik an den Finanzmärkten konfrontiert. Vor allem der
amerikanische Aktienmarkt präsentierte sich äußerst volatil. Dessen
starke Kursschwankungen strahlten in abgeschwächter Form auf die euro-
päischen Börsen aus. Der ständige Trendwechsel im Kursverlauf könnte
indes ein Zeichen dafür sein, daß die Aktienmärkte nach den zurücklie-
genden Kurskorrekturen einen neuen Boden suchen und die Kursverluste
größtenteils hinter uns liegen. Die Risiken eines erneuten Rückschla-
ges in Richtung der alten Korrekturmarken, d. h. maximal 5290 Punkte
im NEMAX ALL SHARE, sind zwar noch nicht gänzlich ausgeräumt. Mit der
jüngsten Kurserholung sehen wir auch noch keine Wiederaufnahme der
Hausse, aber die zuletzt gezeigte relative Stärke gegenüber schlechten
US-Vorgaben läßt hoffen, daß ein Boden als Basis für einen erneuten
Kursaufschwung allmählich gefunden werden kann.

Die abgelaufene Woche brachte den NEMAX ALL SHARE nach großen Schwan-
kungen um 5,9 % auf 6267 Punkte nach oben. Die mittelfristigen Kurs-
spielräume dürften indes durch die versiegende Liquidität beschnitten
werden. Großemissionen wie T-Online, Comdirect, T-Mobil und Deutsche
Post absorbieren einen schönen Batzen der Anlegergelder. Und die Ver-
steigerung der UMTS-Lizenzen könnte so teuer werden, daß die Bewerber
gezwungen sind, den Kapitalmarkt in Anspruch zu nehmen, um nicht aus
dem Rennen auszuscheiden. Außerdem hat sich die Stimmung der Anleger
deutlich eingetrübt. Wir raten deshalb, weiterhin nur selektiv in Un-
ternehmen mit dynamischer Gewinnentwicklung und einer exponierten
Marktstellung zu investieren.

D.Logistics/Teleplan: Analysten sehen Fusion eher skeptisch

Die Meldung schlug ein wie eine Bombe: Die beiden Erfolgsstories am
Neuen Markt Teleplan und D.Logistics fusionieren zur D.Logistics-Tele-
plan mit einem addierten Umsatz von rund 1 Mrd. DM im laufenden Jahr.
Leiten wird den aus Mitgliedern beider Unternehmen zusammengesetzten
Vorstand als CEO Detlev Hübner (D.Logistics). Teleplan-Chef Edmund
Krix übernimmt das Ressort Mergers & Akquisitions. Allerdings vermag
der Zusammenschluß des Reparaturdienstleisters für IT-Hardware mit dem
Anbieter innovativer Logistik-Gesamtlösungen auf den primären Ge-
schäftsfeldern Industrie- und Konsumgüter, Airport Services, Kranken-
häuser und IT/Consulting nicht voll zu überzeugen. Zwar strebt der
neue Konzern, an dem die Aktionäre von D.Logistics 52,7 %, die von
Teleplan 47,3 % halten werden, eine weltweit marktführende Position im
Bereich After Sales Services mit internetbasierten Informations- und
Logistikdienstleistungen für die gesamte Elektroindustrie an. Die
Bankanalysten reagieren indes gespalten auf den Merger. Abgesehen von
einer zugegebenermaßen vorteilhaften Branchenlösung und den hochstili-
sierten Synergie-Effekten in Einkauf und IT-Infrastruktur erscheint
der Sinn dieser Fusion doch mehr als fraglich. Die Reaktion der Bör-
senkurse unterstreicht die Vorbehalte der Investoren. Nach Aussetzung
des Handels gaben die Papiere beider Unternehmen rund 10 % nach. Vo-
raussichtlich Mitte Juli wird Teleplan (akt. 200 Euro) den Aktionären
von D.Logistics (akt. 350 Euro) anbieten, jeweils eine Aktie gegen
1,685 Teleplan-Stücke zu tauschen.

PC-Ware: Software-Lizenzierer muß es im zweiten Anlauf packen

Einen denkbar ungünstigen Zeitpunkt hatten die Sachsen vergangenen
September bei ihrem ersten Versuch für den Sprung an die Börse ge-
wählt. Doch mit dem Abblasen des IPO's nach Abschluß des Bookbuildings
stellten sie alle anderen Rückzieher in den Schatten. In der Frankfur-
ter Finanz-Community hieß es, neben dem damals überforderten Kapital-
markt war den Investoren auch der Preis (15 - 16,50 Euro) zu hoch.
Rein optisch ist die PC-Ware Information Technologies AG diesmal (16 -
19 Euro) zwar auch nicht billiger, aber die Bewertungsniveaus der Ver-
gleichsunternehmen liegen inzwischen wesentlich höher. Mit einem 2001/
02er-KGV von rund 20 am oberen Ende der Preisspanne gehört der Leipzi-
ger Software-Spezialist, der den im abgelaufenen Geschäftsjahr (31.3.
2000) generierten Umsatz von über 100 Mill. in 2 Jahren auf mehr als
200 Mill. Euro steigern will, eher zu den moderat gepreisten Vertre-
tern am Neuen Markt. Zum Bumerang könnte sich allerdings die Abhängig-
keit vom schwer unter Beschuß stehenden US-Giganten Microsoft entwi-
ckeln. Vorstandsvorsitzer Knut Löschke forciert deshalb auch insbeson-
dere die Sparten Support und Systemlösungen, die mittelfristig drei
Viertel des Gewinns einfahren sollen. Die Zeichnungsfrist für die
knapp 2,5 Millionen Aktien (Konsortialführer: DG Bank) läuft bis zum
3. Mai. Zur Kursrakete dürfte PC-Ware kaum avancieren, der ausdauernde
und etwas risikoscheuere Investor am Neuen Markt begeht mit der Aktie
(Graumarkt: 19,50 - 21,50 Euro) indes keinen Fehler.

Tips und Termine

Neben der Erstnotiz der Leipziger PC-Ware Information Technologies am
5. Mai erwarten die Börsianer mit Spannung die Bilanzpressekonferenzen
von EM.TV, FJA und Web.de am 4. Mai. Ferner veröffentlichen ihren Be-
richt über den Geschäftsverlauf im ersten Quartal Euromed, Singulus,
In-tershop und Cancom IT Systeme (2.5.), Transtec und Novasoft (3.5.),
Teamwork Information Management und Direkt Anlage Bank (4.5.) sowie
Technotrans, Tomorrow Internet und Micronas Semiconductor am Freitag
(5. Mai).

Quelle: Czerwensky Intern


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8. EMPFEHLUNGEN INLAND
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ABN Amro: Gold-Zack Kursziel 145 Euro

Die Analysten der niederländischen Bank ABN Amro stufen die Aktie des
Emissionshauses Gold-Zack (WKN 768680) auf "Buy" ein. Das Unternehmen
habe im ersten Quartal bereits einen höheren Nettogewinn erzielt als
im gesamten Jahr 1999. Nach Auffassung der Experten entwickele sich
die Gesellschaft zu einer Investmentbank für kleine und mittelständi-
sche Unternehmen. Auch der für den Sommer angekündigte Börsengang der
ITIS Holding in London würde dazu beitragen, denn dies stelle die ers-
te Platzierung des Emissionshauses an der London Stock Exchange dar.
Für die Jahre 2000 und 2001 rechnen die Experten mit einem Ergebnis je
Aktie von 10,30 Euro und 22,70 Euro. Wenn die Euphorie für Wachstums-
werte nachlasse, sollte das Papier von den Anlegern wiederentdeckt
werden. Das Kursziel geben die Analysten mit 145 Euro an.

Gold-Zack (WKN 768680)

Quelle: Aktiencheck

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Merrill Lynch: EM.TV Kursziel 115 Euro

Die Analysten des Investmenthauses Merrill Lynch stufen die Aktie des
Medienkonzerns EM.TV & Merchandising (WKN 568480) mittel- und lang-
fristig als "Kauf" ein. Dem Unternehmen könne durch die Übernahme von
50 Prozent an der Formel-1-Holding SLEC sein Ertragspotential deutlich
ausbauen. Für das laufende Jahr rechnen die Experten gegenüber dem
Vorjahr mit einem Umsatzanstieg von 162,1 auf 642,9 Mio. Euro und ei-
nem Ergebniszuwachs vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen von 113,6
auf 416,4 Mio. Euro. In Anbetracht der hervorragenden Geschäftsstrate-
gie sowie der sehr guten Zukunftsperspektiven erhöhen die Analysten
ihr 12-Monats-Kursziel von 105 auf 115 Euro.

EM.TV & Merchandising (WKN 568480)

Quelle: Aktiencheck

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WestLB: ricardo.de Kursziel 205 Euro

Die Analysten der WestLB empfehlen die Aktie des Internetauktionshau-
ses Ricardo.de (WKN 702070) zum Kauf. Nach Einschätzung des zuständi-
gen Analysten Martin Sowa hat das Unternehmen für das dritte Quartal
des laufenden Geschäftsjahres sehr gute Zahlen vorgelegt. Der Umsatz
hätte die Prognosen um 45 Prozent übertroffen und der Verlust sei um
eine Mio. DM geringer ausgefallen als prognostiziert. Im Zuge der Kon-
solidierung des Neuen Marktes sei der NEMAX-50-Titel deutlich unterbe-
wertet. Dabei beabsichtigt der Experte, sein ursprüngliches Kursziel
von 205 Euro bald zu korrigieren.

Ricardo.de (WKN 702070)

Quelle: Aktiencheck

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Chartanalyst: MobilCom kaufen

Die Investoren sollten umgehend in die Aktie der MobilCom AG (WKN
662240) einsteigen, so die Experten vom Börsenbrief Chartanalyst. Das
Unternehmen habe gute Chancen, bei der im Juni beginnenden Versteige-
rung der vier bis sechs heiß begehrten UMTS-Sendelizenzen zum Zuge zu
kommen und sich so weiterhin schnelles Umsatzwachstum zu sichern. Die
strategische Allianz mit France Telecom sei hierbei zweifellos hilf-
reich, denn dadurch erhöhe sich der finanzielle Spielraum des Unter-
nehmens beträchtlich. Charttechnisch gesehen sei die Aktie nach einer
kräftigen Korrektur dabei, knapp oberhalb der 99er-Aufwärtstrendlinie
eine Trendwendeformation in Form eines Doppeltiefs auszubilden. Mit-
telfristig sollte die Aktie die bisherigen Tops bei 200 Euro überwin-
den können und sei deshalb zum Kauf zu empfehlen, so die Experten.

MobilCom AG (WKN 662240)

Quelle: Aktiencheck

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Deutsche Bank: Infineon Kursziel 85 Euro

Die Analysten der Deutschen Bank stehen der Aktie des Chip-Herstellers
Infineon Technologies (WKN 623100) positiv gegenüber. Das Unternehmen
habe positive Quartalszahlen vorgelegt. Im zweiten Quartal des Ge-
schäftsjahres 1999/00 sei der Überschuss von 23. Mio. Euro im Vorjahr
auf 146 Mio. Euro angestiegen. Zudem hätten sich die Perspektiven im
Gesamtsektor stark verbessert. Angesichts der überzeugenden Geschäfts-
entwicklung veranschlagen die Experten das 6-Monats-Kursziel auf 85
Euro.

Infineon Technologies (WKN 623100)

Quelle: Aktiencheck


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9. EMPFEHLUNGEN AUSLAND
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Dt. Bank Alex. Brown: Bristol-Myers Squibb "Strong Buy"

Die Experten der Deutschen Bank Alex. Brown haben die Aktie des US-
Pharmaunternehmens Bristol-Myers Squibb & Co (WKN: 850501, BMY) von
"kaufen" auf "aggressiv kaufen" heraufgestuft. Das Kursziel sehe man
bei $ 65. Die Einführung des Bluthochdruck-Medikamentes Vanley könnte
bereits in den nächsten 12 Monaten erfolgen. Bisher habe man die Ein-
führung in 18 bis 24 Monaten erwartet. Pharmaberater zeigen sich si-
cher, dass das neue Medikament vom Markt gut angenommen werde. Darauf
wiesen Studien im Vergleich zu den Konkurrenzpräparaten Cozaar von
Merck & Co und Pfizer's Vorvasc hin. Positiv bewerte man außerdem die
derzeit günstige Bewertung der Aktie im Branchenvergleich.

Bristol-Myers Squibb & Co (WKN: 850501, BMY)

Quelle: Aktiencheck

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M.M.Warburg & CO: Cisco bald über 82 Dollar

Holger Struck, Analyst von M.M. Warburg & CO, sieht Cisco Systems (WPK
878841) vor einem Überwinden der Höchststände. Genauso habe man sich
das vorgestellt: Wenn es im fundamental hoch bewerteten Marktsegment
der US-Technologieaktien jemals zu einer deutlicheren Korrektur kommen
sollte (Nasdaq-Minus von in der Spitze 37 % in einem einzigen Handels-
monat), so würde sich doch "Spreu vom Weizen trennen", und die unange-
fochtenen Marktführer in ihren jeweiligen Segmenten eine deutlich ge-
ringere Kurskorrektur erfahren. Falls allerdings (in kritischen Markt-
phasen für das Verhalten der Marktteilnehmer in ihrer Gesamtheit ty-
pisch) eher undifferenziert zu Wege geschritten würde und auch eine
Aktie wie die von Cisco Systems (Weltmarktführer für systemintegrie-
rende Netzwertechnik und Internet-Infrastrukturlösungen) 33 % unter
Druck käme, so seien die nächsten markttechnischen Kaufsignale mit
doppelter Aufmerksamkeit zu beachten. Aus Sicht der technischen Analy-
se gebe es bei Cisco Systems - wie im Nasdaq-Composite-Index - eben-
falls eine nunmehr als (weitgehend) abgeschlossen zu betrachtende "a-
b-c"-Korrektur gemäß der Elliott-Wellentheorie. In beiden Charts werde
dabei derzeit der einzig sinnvoll einzuzeichnende Abwärtstrend (vom
historischen Höchststand kommend) bereits wieder in Angriff genommen.
Bei Cisco Systems, die über 70 US-$ ein neues Kaufsignal liefern wür-
den, bestehe der größte marktanalytische Unterschied (und Vorteil) im
Vergleich zum Nasdaq darin, dass der beschleunigte, mittelfristige
Aufwärtstrend seit Oktober 1999 als intakt bzw. reetabliert angesehen
werden müsse. Mit dem gestrigen "Bullish Engulfing Pattern" im Kerzen-
chart sollte in allernächster Zeit der Ausbruch aus dem oben einge-
zeichneten Abwärtstrend gelingen. Neue historische Höchststände über
82 US-$ würden damit nicht mehr als eine reine Frage der Zeit erschei-
nen.

Cisco Systems (WKN 878841)

Quelle: Aktiencheck

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