Compaq nimmt den Konkurrenzkampf mit Sun auf!

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Compaq nimmt den Konkurrenzkampf mit Sun auf! preisfuchs

Compaq nimmt den Konkurrenzkampf mit Sun auf!

 
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Compaqs neue Server treten gegen Sun an

Heute stellte Compaq endlich die lange erwartete neue Server-Reihe auf Basis der Alpha-Prozessoren vor. Die AlphaServer GS, bislang unter dem Codenamen Wildfire geführt, arbeiten mit dem Alpha EV67 (21264) und sind in Konfigurationen mit 8, 16 oder 32 Prozessoren erhältlich. Die CPUs sind über einen Switch miteinander zu so genanntenQuad Building Blocks mit je vier Prozessoren verbunden. Bei den Achtfach-Modellen werden zwei Module direkt über den so genannten Global Port zusammengeschlossen; die 16- und 32-CPU-Versionen verbinden die Module über einen weiteren Switch. Jedes Modul unterstützt maximal 32 GByte Hauptspeicher. Zum Ausbau des Systems stehen bis zu 64 PCI-Subsysteme (acht pro Prozessor-Modul) mit insgesamt 224 Slots zur Verfügung. Komponenten können im laufenden Betrieb hinzugefügt (Hot Add) oder ausgetauscht (Hot Swap) werden.

Als Betriebssysteme will Compaq das hauseigene Unix-Derivat Tru64, OpenVMS und (zu einem späteren Zeitpunkt) Linux anbieten. Mit den Cluster-Techniken für Tru64 oder OpenVMS garantiert Compaq nach eigenen Angaben eine Verfügbarkeit von 99,99 Prozent. Unter OpenVMS sind bis zu 96 Nodes in einem Cluster möglich; die Nodes können über mehrere Standorte verteilt werden, die bis zu 800 Kilometer auseinanderliegen dürfen.

Die neuen Systeme unterstützen Partitionierung der Hardware – verschiedene Versionen des gleichen Betriebssystems oder mehrere unterschiedliche Betriebssysteme können also gleichzeitig aktiv sein. Maximal sind acht Partitionen möglich. Laut Compaq bieten die 32-Prozessor-Systeme eine Bandbreite von 140,8 GByte/s zwischen den Prozessor-Modulen bei einer realisierbaren Speicher-Bandbreite von 51,2 GByte/s. Für den Prozessorbus gibt Compaq 1,6 GByte/s an, für das I/O-System im 32-CPU-Server 12,8 GByte/s. Die technische Grundlage für das Speichersystem bildet die NUMA-Architektur (Non-Uniform Memory Access).

Die Preise der Systeme sind angesichts der Ausstattung nicht von schlechten Eltern: Der AlphaServer GS80 mit acht CPUs soll rund 100.000 US-Dollar kosten, die 16-Prozessor-Version (GS160) rund 500.000 US-Dollar und die 32-fach-Maschine (GS320) über eine Million US-Dollar. Compaq zielt mit den Systemen aber auch nicht unbedingt auf den normalen Markt für Server, sondern hofft, erfolgreich gegen Suns Highend-Server (E6500 und E10000) antreten zu können, die sich etwa unter Internet-Anbietern besonderer Beliebtheit erfreuen. Auch IBMs S80-Systeme oder Hewlett-Packards V2600-Server betrachten die Texaner als direkte Konkurrenten der neuen Alpha-Maschinen.


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