Beko - Strategiekonzept, Akquisitionspolitik

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Beko - Strategiekonzept, Akquisitionspolitik Mr Schottenring
Mr Schottenri.:

Beko - Strategiekonzept, Akquisitionspolitik

 
17.09.99 10:45
#1
Vor kurzem wurde der Aktionärsbrief 9/99 der Beko AG publiziert, der viele interessante Informationen enthält. Anbei der Aktionärsbrief im Detail:

In letzter Zeit sind immer wieder Anfragen zu verschiedenen Themen aus unserer Aktionärsschaft eingegangen. Da wir offenbar ein noch etwas unbekanntes Wesen im Markte sind, wollen wir den Vertrauensvorschuß unserer Anleger nicht enttäuschen und unsere Pläne und Strategien offen kommunizieren.

Ursache für den unbefriedigenden Kursverlauf

Der Gesamtmarkt ist kurz nach unserer Erstnotiz in eine Phase erhöhter Volatilität eingetreten. Aber auch wir selbst sind in einer Lernphase in Bezug auf Investor-Relations. Diese Schwachstelle wird gerade saniert und das sollte bald Wirkung zeigen. Offenbar haben wir auch ein Problem mit unseren designated Sponsors, weil nur so die auffällige Liquiditätsenge im Handel mit unserem Wert erklärbar ist. So kann es passieren, daß wenige Verkaufsorders den Kurs überproportional drücken. Wir haben das erkannt und arbeiten an einer Lösung, die uns unabhängiger von unseren Sponsors macht. Dies wird durch eine Änderung in der österreichischen Rechtslage seit kurzem ermöglicht.

Wir haben vorsorglich bereits eine Ermächtigung zum Ankauf eigener Aktien erwirkt, die mit ihrer Veröffentlichung am 24.8.1999 in Kraft tritt.

Der Vorstand wird dieses Instrument sehr bewußt und sorgsam zur Vermögenssicherung der Aktionäre einsetzen. Hier ist demnächst mit einem Announcement zu rechnen.

Rating-Agenturen

Leider existieren bis jetzt nur Analysen von österreichischen Banken (RZB, CA) sowie der BHF-Bank. Rating-Agenturen sind auf unser Papier bisher noch nicht aufmerksam geworden. Wir haben mit Experten der IR-Szene Kontakt aufgenommen, um diesen Mangel zu beheben.


Unsere Pläne

Das HJ-Ergebnis ist durchaus im Bereich unserer Planung und wurde bereits kommuniziert. Mit einem EGT-Wachstum von 68% und einem Umsatzwachstum von 29% blicken wir auf ein erfolgreiches erstes Halbjahr 1999 zurück. Die Akquisitionsbemühungen sind bereits angelaufen und lassen noch in diesem Jahr erste Ergebnisse erwarten. Das unten dargestellte Strategiekonzept sollte Ihnen eine Idee über unsere Vorhaben geben und als Ergänzung zu unseren Ausführungen dienen.

Strategie-Konzept für die BEKO Holding AG

Technologie-Holding im Dienstleistungsbereich

Die BEKO Holding AG versteht sich als Technologieholding im Dienstleistungsbereich. Sie investiert ausschließlich in wirtschaftsnahe Serviceunternehmen, die einen möglichst kleinen Anteil an Sach-Produktion oder Warenhandel aufweisen. Ein besonderer Schwerpunkt ist die Weiterentwicklung der bestehenden BEKO-Unternehmen und der Aufbau einer starken Dienstleistungsmarke und hohe Kundenbindung im deutschen Sprachraum.

Service, Computer und Internet als die zentralen Geschäftsgrundlagen

Der Service-Gedanke steht im Mittelpunkt aller unserer geschäftlichen Aktivitäten. Der vernetzte Computer ist das verbindende Element unserer Dienstleistungsprodukte. Wir sehen das Internet als die treibende Kraft für die meisten Veränderungen im geschäftlichen Umfeld der nächsten 10 Jahre. Unsere Gruppe soll ein führender Internet-Enabler des deutschen Sprachraumes werden, besonders dort, wo das Internet auf Massendatenbestände mit historischen Wurzeln trifft (Legacy-Phänomen). Besonderes Augenmerk werden wir auch dem Bereich Wireless-Communication im Datenverkehr und computergestützter Kommunikation widmen. Dabei kommt dem Bild im öffentlichen Raum und Event-Ad besondere Bedeutung zu.

Geschäftsfelder: IT-Services, Engineering und CALSI-Großbildtechnik

IT-Services sind der größte Umsatz- und Ertragsträger der Gruppe. Dazu zählen wir Individualsoftware, Consulting, Projekt-Support und E-Commerce. Dieser Bereich wird massiv ausgebaut und regional über den gesamten deutschen Sprachraum ausgedehnt. Dem Aufbau von Competence-Centers für ausgewählte Themen gilt unser besonderes Interesse.
Der Ausbau der BEKO-Akademie hat hohe Priorität in der Investitionsplanung.

Der traditionsreiche Engineering-Bereich ist in einem starken Wandel. Der Computer übernimmt immer mehr die Guidance im Planungsprozeß. Der Mechanical-Designer als neuer Typ des Konstrukteurs rückt immer mehr in die Nähe des Informatikers, darf aber dabei seine Gestaltungskompetenz im räumlichen Vorstellungsvermögen und die funktionale sowie materialkundliche Basis nicht verlieren. Hier tut sich zunehmend eine Deckungslücke im deutschen Sprachraum, aber auch international auf, die uns enorme Marktchancen eröffnen wird. Die BEKO-Akademie wird daher eine Öffnung in Richtung Engineering-Bereich vornehmen müssen, was eine große neue Herausforderung für diese bisher so erfolgreiche Einheit darstellen wird.

CALSI (Computer Aided Large Scale Imagery) als Bereich mit dem größten Öffentlichkeitswert tritt zunehmend aus der Rolle eines reinen Forschungs-Spin-Off heraus und muß seinen Platz im europäischen Markt suchen. Hier muß dem Problem der Platzrechte erhöhtes Augenmerk geschenkt werden, weil internationale Markenartikler immer großräumiger disponieren. Auch die Events werden immer dramatischer und daher technisch und finanziell aufwendiger. Dies erhöht den Konzentrationsdruck in der Branche, den wir nutzen werden. Mit den höheren Aufwänden für das Einzelereignis steigt der Bedarf an wissenschaftlich fundierten Erfolgsprognosetechniken, was unserer Forschungskompetenz in der Großbildtechnik entgegenkommt.

Y2k-Marktentwicklung

Unsere Planung geht davon aus, daß Euroland mit einiger Verzögerung nach dem anglo-amerikanischen Markt in eine Marktüberhitzung im Y2k-Servicemarkt eintritt. Dies bedeutet, daß der Nachfragedruck mit dem Näherkommen des Y2k-Events steil ansteigen müßte. Die reale Marktentwicklung zeigt aber bisher keinerlei zusätzliche Wachstumsimpulse. Dies könnte auf eine defensive Einstellung der IT-Entscheidungsträger hindeuten, die lieber abwarten, wie groß die Schäden wirklich sind, um dann in Recovery zu investieren. Leider scheint die Politik diese Haltung zu ermuntern, weil sich Signale häufen, die für eine Politik der Generalamnestie bei Y2k-Versäumnissen sprechen. Andererseits beginnen die Massenmedien eine starke Awareness für das Y2k-Thema zu entwickeln. Welche Haltung sich in Euroland durchsetzt, ist noch nicht abzusehen. Aufgrund der fortgeschrittenen Zeit ist aber schon sicher, daß ein großer Teil der Y2k-Bugs unentdeckt bleibt und erst nach Auftreten saniert werden wird. Das heißt, der von uns kalkulierte zusätzliche Y2k-Wachstumsschub in der Höhe von etwa 20 Prozentpunkten wird vermutlich nicht mehr heuer voll wirksam werden, sondern sich in die Folgejahre verlagern. Es ist aber noch nicht auszuschließen, daß ein noch steilerer kurzer Nachfrageschub unmittelbar bevorsteht, sollte die Politik wieder mehr in Richtung Sanktionsdrohung gehen. Allerdings mit kürzeren Überhitzungstendenzen, weil nun die Zwangssynchronisation durch das fixe Enddatum wegfällt. Die Fehler werden je nach Programm-Nutzungsrhythmen gestaffelt auftreten und daher leichter hintereinander abarbeitbar sein. Diese Wachstumsimpulsverschiebung wird einen erhöhten Erklärungsbedarf gegenüber den Investoren auslösen, um Enttäuschungseffekte am Kapitalmarkt möglichst klein zu halten.

Wachstum durch Ausbau der Wissensbasis - BEKO Akademie

BEKO setzt auf Wachstum. Nicht nur quantitativ sondern vor allem auch qualitativ. Wir sind überzeugt, daß qualitatives Wachstum die Voraussetzung für quantitatives Wachstum ist. Daher werden wir weiterhin massiv in den Wissensaufbau investieren. Dafür hat sich die BEKO-Gruppe zwei mächtige Werkzeuge geschaffen: die BEKO-Akademie und das Institut für Humaninformatik. Während das Institut eher für die Wissensbeschaffung und Wissensauswahl zuständig ist, widmet sich die Akademie der Wissensvermittlung an die Mitarbeiter.

Sprache als strategisches Tool

Es zeigt sich immer deutlicher, daß wissensbasierte Services ab einem gewissen Niveau immer mehr kommunikationsabhängig werden. Kommunikation basiert auf Sprache. Um zu wissen, was der Kunde wirklich will, muß man ihn genau verstehen. Man muß auch subtile Zwischentöne kommunizieren, um Konfliktpotentiale zu vermeiden und eine optimale Kundenzufriedenheit zu erreichen. Geht man von dieser These aus, so liegt der Schluß nahe, daß bei annähernd gleichem Fachniveau jener den besseren Service bietet, der zusätzlich perfekt mit dem Kunden kommuniziert, weil er mit ihm die Muttersprache teilt. Deshalb glauben wir, daß High-End-Service in Sprachräumen organisiert werden muß. Unser deklarierter Markt ist daher bewußt der deutsche Sprachraum und unsere Konzernsprache Deutsch.

Wachstum durch Marketing

Marketing und Branding sind wichtige Bestandteile unserer Wachstumsstrategie. Wir müssen den Bekanntheitsgrad der Gruppe im gesamtdeutschen Sprachraum steigern und positiv besetzen. Dies wird unsere Verkaufsaktivitäten ebenso unterstützen wie die Akzeptanz unserer Aktie im Kapitalmarkt. Ein starkes Branding unterstützt auch nachhaltig unsere Akquisitionsbemühungen bei gleichzeitiger positiver Auswirkung auf die erforderlichen Kaufpreise für die einzugehenden Beteiligungen. Die bestehende gut abgesicherte Bild-Marke und der wahrnehmungstheoretisch fundierte werbliche Auftritt unserer Gruppe sind eine solide Ausgangsbasis für die Erreichung dieses strategischen Ziels.

Akquisitionspolitik

Unser Wachstum basiert auf einem konsequenten Ausbau unseres Angebots und unserer Kundenbasis. Diesem Wachstum sind in seiner Geschwindigkeit natürliche Grenzen gesetzt, die nur schwer zu überwinden sind. Wir müssen daher auch Firmenkäufe in unsere Strategie miteinbeziehen. Wir werden nur intakte Unternehmen mit gesundem Wachstumspotential auswählen, die in ihrem Geschäftsfeld unser Angebotsspektrum ergänzen. Wir wollen keine Sanierungsfälle oder Marktbereinigungsakquisitionen. Mehrheitsbeteiligung soll das Ziel aber nicht die Vorbedingung sein. Das Management der Target-Firmen soll möglichst selbstständig bleiben aber in die Gesamtstrategie eingebunden werden, damit wollen wir eine Verbreiterung der Managementbasis erreichen. Im außerbörslichen Bereich werden wir eher über persönliche Kontakte vorgehen, im börsenotierten Bereich haben wir ein methodisches Konzept, das PGIP (Peer-Group-Investment-Program) entwickelt. Dieses strategische Programm wird gemeinsam mit einer erfolgreichen Investment-Bank abgewickelt und wählt auf ausgewählten Börseplätzen Werte aus, die in die Peer-Group der BEKO passen. Damit wird einerseits eine systematische dynamisch-analytische Dokumentation der Peers erreicht und eine Informationsbasis für potentielle Merger-Aktionen bzw. Take-Over-Targets geschaffen. Als utopische Ziel-Projektion könnte eine Fusion der gesamten Rest-Peer-Group gesehen werden, nachdem alle nicht zur Gruppe passenden Peers herausgefiltert wurden.
   
Kapitalallokation nach strengen Erfolgskriterien

Die BEKO Holding AG ist ein starkes Commitment eingegangen, ihr verfügbares Kapital ausschließlich nach Erfolgskriterien zu vergeben. Damit soll Quersubvention und versteckte Sanierung vermieden werden. Das Geld soll dorthin fließen, wo es langfristig am besten performt. Damit wird nicht nur dem Shareholder am besten gedient, sondern auch der Mitarbeiterschaft, deren Arbeitsplatz langfristig nur durch ein gutgehendes Unternehmen gesichert ist. Erfolgsmaßstab sind die börseüblichen Benchmarks, ergänzt durch immer wieder zu entwickelnde konzernspezifische Meßzahlen. Der langfristigen Kursentwicklung der BEKO-Aktie kommt dabei eine besondere Bedeutung zu.

Mit freundlichen Grüßen

Siehe auch www.beko.at/konzern/investor/download/brief.htm


16.09.99 ÖSTERREICH: BEKO-AKTIE LEIDET UNTER ÖSTERREICH-ABSCHLAG.
Von Redaktion.
Wien. Beko-Chef Peter Kotauczek ist mit der Performance seiner Aktie am Neuen Markt in Frankfurt höchst unzufrieden. Kotauczek beklagt vor allem den "eindeutigen Österreich-Abschlag", den es für Austro-Papiere an der deutschen Wachstumsbörse gibt. Der Kurs der Beko-Aktie erlebe daher eine irrationale Abwärtsentwicklung, die in diesem Ausmass nur bei österreichischen Notierungen erkennbar sei.

* 34 Prozent Minus
Beko-Aktien hatten ihr Börsedepüt und zugleich ihren bisherigen Höchstkurs am 15. Juni mit einem Kurswert von 63,30 Euro. Gestern durchbrach der Kurs erstmals die 40-Euro-Marke nach unten und kam auf ein neues All Time Low
von 39,3 Euro. Damit hat das Papier innerhalb von drei Monaten 34 Prozent an Wert verloren.
Und dies, obwohl Beko am 18. August einen Gewinnanstieg nach Zinsen und Steuern um 148 Prozent mitgeteilt hatte.
Aber nicht nur das: Beko will auch von der Möglichkeit des Rückkaufs eigener Aktien Gebrauch machen. Die Hauptversammlung hat für die volle Ausnützung des gesetzlichen Rahmens (zehn Prozent des Grundkapitals) bereits grünes Licht gegeben. die gesetzliche Ausübungsfrist beträgt 18 Monate. (red)
Aktie fiel gestern auf ein neues All Time Low von 39,3 ¨ .
(c) 1999 WirtschaftsBlatt.
WIRTSCHAFTSBLATT 16/09/1999

Beko ist im Internet mit einer ausgezeichneten Homepage vertreten:
Homepage: www.beko.at
Investor Relations (IR): www.beko.at/konzern/ind_investor.htm
oder direkt
Aktionärsinformationen: www.beko.at/konzern/investor/infos/aktion_info.htm
Geschäfts-/Quartalsberichte: www.beko.at/konzern/investor/berichte/berichte.htm
IR-Service: www.beko.at/konzern/investor/service/service.htm ==> Hier kann man sich in eine Mailingliste eintragen.
Download-Möglichkeiten: www.beko.at/konzern/investor/download/download.htm
Beko in der Presse (Übersicht): www.beko.at/konzern/ind_presse.htm
Beko in den Medien (aktuell): www.beko.at/konzern/public/mediapress.htm#Medien



Beko - Strategiekonzept, Akquisitionspolitik help
help:

Re: Beko - Strategiekonzept, Akquisitionspolitik

 
17.09.99 11:13
#2
klingt alles sehr interessant - bin sicher, daß der wert spätestens mit jahreswechsel stark steigen wird

also nutzt das tiefe niveau zum einstieg, diesen guten wert wird man so billig (KGV!!!!!!!!!!) nicht wieder bekommen

Beko - Strategiekonzept, Akquisitionspolitik HAHAHA
HAHAHA:

Hi Schottenring ! Bin an Beko interessiert !

 
17.09.99 11:23
#3
Hi  Landsmann !

Bin an Beko derzeit sehr interessiert. Banken-KGV - bei Gewinnwachstum von (laut letzten Zahlen) 90%.

Was mich derzeit ein bisschen unsicher macht (neben der schlechten Allgemeinstimmung) ist der Kurs.

Wenn man sich die Umsätze genau ansieht, wird man das Gefühl nicht los als wenn der derzeitige Kurs bei etwa 40 Euro durch das Aktienrückkaufprogramm gestütz wird. Zugegeben 40 sind von vornherein sehr sehr günstig und auch gewissermassen eine gute psychologische Unterstützung sodass  - zwecks Erhalt dieser 40 Euro das Rückkaufprogramm gar nicht voll einsetzen muss.

Meine Frage aber, was passiert, wenn der  - derzeit ohnehin schon gestützte Kurs nicht mehr gestützt wird. Geht es dann Richtung 30.

Was passiert, wenn des zu einer wochenlangen langsamen Abwärtstendenz kommt ?? Wird das Rückkaufprogramm auch dann den Kurs bei 40 halten ??

Fundamental bin ich aber 100%ig Deiner Meinung.

Glaube auch, dass der Wert spätestens zu JAhreswechsel gut steigen wird - sehe aber derzeit keinen zwingenden Grund zu kaufen  -  lasse mich aber gerne von Dir überzeugen !  
Beko - Strategiekonzept, Akquisitionspolitik HAHAHA

An Schottenring - interesanter Artikel - aber kaum lesbare Schrift - zu.

 
#4
mich. - Bitte nochmal mit kürzeren Zeilen !

DAnke


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