Basler: "Pro Jahr ein neues Geschäftsfeld"

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Basler:
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Basler: "Pro Jahr ein neues Geschäftsfeld"

 
21.03.00 13:18
#1

Basler entwickelt und vertreibt weltweit sogenannte künstliche
Sehsysteme und -komponenten (Vision-Technology). Die Produkte
dienen zur Qualitätskontrolle bei der Fertigung unter anderem von
Gummidichtungen, Flachbildschirmen, Kunststoffprodukten und
optischen Datenträgern wie CDs und DVDs. 1999 lag der Umsatz bei
71,5 (Vorjahr: 47,5) Millionen Mark, der Gewinn vor Steuern und Zinsen
(EBIT) bei 6 (4) Millionen Mark. Nach eigener Einschätzung deckt das Unternehmen bisher nur 10 Prozent der möglichen Anwendungsgebiete der Vision-Technology ab.Instock sprach mit dem Vorstandsvorsitzenden Dietmar Ley.

Instock:
Nach eigenem Bekunden wollen Sie neue Geschäftsfelder für Ihre
Vision-Technology erschließen. Welche stehen auf Ihrer Liste ganz
oben?

Ley:
Das sind strategische Informationen, die wir ungern unseren
Wettbewerbern servieren wollen. Deswegen müssen wir uns da noch
in die jeweils wachstumsstärksten Märkte zu gehen. Zum IPO haben wir
gesagt, dass wir pro Jahr mindestens ein neues Geschäftsfeld
erschließen werden. Dazu stehen wir noch.

Instock:
Wie lange dauert es, bis ein neues Geschäftsfeld profitabel ist?

Ley:
Es dauert so zweieinhalb bis drei Jahre, bis der Break-even erreicht ist.
Im Moment halten sich profitable und innovative Bereiche bei uns die
Waage. In den kommenden Jahren wird die Relation durch unsere
Wachstumskomponente bei den Geschäftsfeldern aber immer besser
werden. Wir haben dieses Modell gewählt, um eine geringere
Abhängigkeit von einzelnen Märkten zu haben. So können wir Zyklen über
andere Geschäfte auspendeln. Wer über mehrere Standbeine verfügt, ist
überdurchschnittlich gut abgesichert.

Instock:

Wie gehen Sie an ein neues Geschäftsfeld heran?

Ley:
Wir haben bei uns eine Corporate-Development-Abteilung. Die hat die
Aufgabe, zukünftige Geschäftsfelder zu identifizieren und so zu
untersuchen, dass eine Entscheidung pro oder contra möglich wird.
Wenn die Erweiterung dann beschlossen ist, gibt es unterschiedliche
Möglichkeiten: über externes Wachstum, also Akquisitionen, oder über
internes Wachstum. Wir sind solche Aktivitäten bisher nur intern
angegangen.

Instock:
Wird sich das ändern?

Ley:
Das wird sich zeigen. Wir haben ja beide Möglichkeiten.

Instock:
Nach eigenen Angaben prüfen Sie derzeit acht bis zehn mögliche
Akquisitionen. Wieviele davon werden Sie umsetzen?

Ley:
Wir befinden uns in der Analyse mehrerer Fälle. Wenn sich da etwas
positiv entwickelt, kann es durchaus in den nächsten sechs Monaten
eine Akquisition geben. Die Verhandlungen können aber auch
schiefgehen. Deshalb ist es nicht gut, sich da festzulegen. Ich möchte
keine konkreten Hoffnungen wecken. Bisher haben wir rund 30 Fälle
untersucht, und nur eine Beteiligung ist herausgekommen. Das heißt
nicht, dass das so bleiben muss, aber so kann es gehen. Auf jeden Fall
sollten unsere Mittel für eine veritable Akquisition ausreichen.

Instock:
Die eine Beteiligung, das war das US-Unternehmen Photobit, an dem
Sie seit September vergangenen Jahres 16 Prozent der Anteile halten.
Werden Sie diese Beteiligung noch aufstocken?

Ley:
Das ist nicht ausgeschlossen. Das hängt davon ab, ob die Photobit, wie
geplant, kurzfristig an die Börse geht oder nicht. Bei einer
Börsennotierung hätte sie eine ganz andere Bewertung. Natürlich
könnten wir uns in diesem Fall im Rahmen des IPO mit Aktien versorgen.
Es wäre dann aber zu überlegen, ob dieses Investment nicht zu teuer ist.
Eine Aufstockung wäre eher möglich, wenn die Photobit vor dem IPO
noch eine weitere Finanzierungsrunde bräuchte. Im Moment ist konkret
aber nichts geplant.

Instock:
Für wann und an welchen Handelsplatz ist der Börsengang der
Photobit geplant?

Ley:
Innerhalb der nächsten 24 Monate und an die Nasdaq. Ich möchte dem
Management der Photobit aber nicht vorgreifen.

Instock:
Sie könnten Ihre Anteile auch im Zuge des IPO zu Geld machen.

Ley:
Wir haben vor, diese Beteiligung zu behalten. Sie war ein strategisches
Investment. Wir halten Photobit für einen ganz wichtigen
Technologie-Treiber, einen Katalysator, mit dem wir unser
Komponentengeschäft in idealer Weise befördern können.

Instock:
Basler ist bereits in den USA, in Singapur und Taiwan vertreten. Wollen
Sie weitere Stützpunkte im Ausland aufbauen?

Ley:
Das hängt davon ab, wo sich unsere Märkte befinden. Es gibt eine hohe
Wahrscheinlichkeit, dass wir im Ausland weitere Stützpunkte eröffnen. Im
Moment haben wir uns da zeitlich aber nicht genau festgelegt.

Instock:
Welche Länder wären für Sie interessant?

Ley:
Unsere wichtigsten Märkte liegen in Asien. Es könnte sein, dass wir dort
Investitionsbedarf erkennen.

Instock:
Asien - bedeutet das Japan?

Ley:
Japan macht 50 Prozent des asiatischen Marktes aus.

Instock:
Würden Sie so einen neuen Stützpunkt selbst oder über eine
Akquisition aufbauen?

Ley:
Wir haben alle Optionen und werden das von Fall zu Fall entscheiden.
Eine Akquisition würden wir aber nur im Technologie-Bereich tätigen
oder um einen kompletten Markt aufzuschließen, in dem das betreffende
Unternehmen bereits positioniert ist. Reine Vertriebsfirmen würden wir
nicht übernehmen. Dazu haben wir bisher immer eigene
Tochterunternehmen gegründet. Tendenziell wird das so weiter laufen.

Instock:
Herr Ley, vielen Dank für das Gespräch.  
Basler:
0815a:

Hört sich doch gut an, oder ? o.T.

 
21.03.00 14:59
#2
Basler:
short-seller:

Na kloar ! Deswegen habe ich das Interview auch hier reingestellt.

 
21.03.00 21:47
#3
Basler:
brontal:

Hi shorty !

 
21.03.00 22:06
#4
wie geht´s.
Bis zu welchem Punkt würdest Du bei Basler noch einsteigen, so wie bei freenet (50 E) ? Die Frage interessiert mich im ernst.
Basler:

Hi Brontal !

 
#5
Mir gehts übrigens gut. Ich hoffe Du hast dich wieder regeneriert nach dem harten Wochenende.

Basler ist (im Gegensatz) zu Freenet keine Luftblase, sondern ein grundsolider Wert. Auf dem derzeitigen Niveau sehe ich Einstiegskurse. Ich denke daß es höchstens auf 80-85 runter gehen könnte. Basler hat bisher alle Prognosen erfüllt und tolle bietet Perspektiven. Aber bei Basler muß man einen Anlagehorizont >1Jahr haben. Kaufen und nicht mehr hinsehen.

Grüße

Shorty


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