Ausblick auf den Jahrtausendwechsel

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Ausblick auf den Jahrtausendwechsel Sailorman
Sailorman:

Ausblick auf den Jahrtausendwechsel

 
10.11.99 08:55
#1
Bei allen Überlegungen für eine Jahresendrallye, die nach 7 Tagen mit neuen historischen Höchstniveaus im NASDAQ Index gestern ihre erste verdiente Pause einlegte, darf man nicht das übliche Window Dressing zum Jahresende vergessen. Daß der Jahrtausendwechsel aufgrund seiner möglichen Computer Glitches Vorsorge seitens des Liquiditätsmanagement bei jedem Unternehmen verursachen dürfte, scheint plausible. Schon in einem kleinen Geldmarkt wie der des SCHWEIZER FRANKENS steigen die Tagesgeldsätze bis zu 20% zum Halbjahrestermin und bis zu 40% zum Jahrsultimo bei normalen Jahreswechseln. Zum Einzug in das dritte Jahrtausend dürfte jeder bemüht sein, um über reichliche Liquiditäten zu verfügen, damit ein eventuelles Problem mit den Computern oder anderer Art zumindest für den halben Januar überstanden werden kann. Die Folge ist automatisch steigende Zinsen zum Jahresende. Dadurch daß Wim Duisenberg diese ja schon kürzlich angezogen hat, dürften die Zinsen im Euroland noch höher steigen. Steigende Zinsen und Geldknappheit sind jedoch Gift für die Renten- und Aktienmäkte. Man dürfte daher – entgegen dem üblichen Tournus – zwar noch eine Rallye an den Börsen der westlichen Hemisphäre erwarten mit neuen historischen Höchstniveaus auch im DOW JONES 30 INDUSTRIALS, die jedoch nur kurzlebig sein dürfte und zum Jahrtausendwechsel durch den dann sehr angespannten Geldmarkt in die Knie gezwungen werden dürfte. Dadurch daß viele institutionelle und professionelle Investoren dann schon lange ihre Bücher geschlossen haben und die Pisten hinunterjagen dürften, könnte diese Korrektur mit geringen Umsätzen vielleicht sogar häßlich werden, da dann noch einige Angsthasen sich zu unüberlegten Verkäufen hinreißen lassen dürten. Das wäre dann das ideale Timing zum Kaufen, denn spätestens am 3. Januar 2000 dürfte das Jahrtausend Computer Problem vorbei sein.

Der DOW JONES 30 INDUSTRIAL hat gestern mit einem intra-day Hoch bei + 48 und einem Schluß bei – 101,53 bei 10.617,32 einen klassischen intra-day Reversal bei sehr hohen Umsätzen vollzogen. Die nächsten Tage dürften daher die US-amerikanischen Börsen ihre Korrektur fortsetzen bis wieder ein leichtes überverkauftes Momentum aufgebaut wird. Im Schlepptau dürften sich die europäischen Börsen nicht anders verhalten.

Freue mich über Meinungen!

Grüße
Sailorman
www.ebtrade.com
Ausblick auf den Jahrtausendwechsel gtx1
gtx1:

Ich freue mich immer wieder über Deine Kommentare, o.T.

 
10.11.99 09:06
#2
Ausblick auf den Jahrtausendwechsel HAHAHA
HAHAHA:

Das Jahr 2000 wird ein tolles Jahr für die Börse.

 
10.11.99 09:51
#3
Das weis jeder - damit rechnet jeder. -Auch die Fonds - und deshalb ist es eine Gefahr nicht Ende Dezember investiert zu sein, weil bereits in der ERSTEN Jännerwoche, wenn nichts passiert ist - die Kurse ganz massiv anziehen werden. Das werden sich die Fonds nicht entgehen lassen und daher schon einen Großteil Ende Dezember investieren.

Insofern gebe ich Dir recht, dass man daher ebenfalls schon in der letzten Dezemberwoche investiert sein soll. Nur: ich bin es jetzt schon - und das zu fast 100% - und es war schön die letzten Tage - ich setzte eventuell im Dezember bei einigen Werten engere stopp-loss.

Da ich aber bereits - aus oben erwähnten Grunden bereits Ende Dezember mit steigenden Kursen rechne, wäre es meiner Meinung nach falsch wegen der ersten Dezemberhälfte auszusteigen - Denn es gibt noch Zahlenb bis in den Dezember hinhein. Die derzeitige Hausse wird sich verlangsamen - aber mit "häßlichen" Korrekturen ist nicht zu rechnen.

Fondsmanager werden weder in der letzten noch in den ersten Jännerwochen auf Urlaub gehen - und wenn sie überhaupt jemals skifahren (hoffentlich in Österreich) dann so nehme ich an, werden sie einen Stellvertreter - oder sogar ein ganzes Team haben (?).

Wäre für 2000 ein schlechtes Börsenjahr zu erwarten, wären Deine Argumente vielleicht zutreffend. Aber mit den derzeitigen Aussichten mach ich mir keine Sorgen.

Und: dass die EZB noch heuer eine weitere Zinserhöhung durchziehen wird - ist doch wohl der grösste Scherz, den ich seit Abgang von Prior's Guru hier an Board gelesen habe. Die EZB ist zur Zeit scharfer Kritik aus einigen Ländernb ausgesetzt, weil man vielerorts die +0,5% für zu hoch hält.

Also Du kommst mir langsam vor wie ein weiterer Untergangsprophet, der hier an Board wieder Unruhe stiften will. Deine Verpackung (Sprache) ist zwar sehr gekonnt - und dies gepaart mit etwas Finanzknow-how versuchst Du als Mittel einzusetzen, und uns hier ein wenig zu verunsichern.

Aber, dass Du mit weiteren baldigen Zinserhöhungen seitens der EZB rechnets - entlarvt Dich selbst - das ist einfach lächerlich.

Das die Liquiditätzu Jahresende etwas ansteigen wird ist nur bedingt richtig - richtig ist, dass die Leute Geld abheben werden, dieses aber als RESERVE (falls doch etwas passiert) ansehen und nicht für den Konsum bestimmt ist.

Dieses Geld liegt dann zuhause herum und es macht keinen Unterschied, ob dieses Geld auf der Bank liegt oder zu HAuse.  Im Gegenteil - wenn es zuhause herum liegt, wird es sogar dem Geldmarkt entzogen (was nicht der FAlls ist, wenn es auf der Bank liegt). Greenspan hat schon letztes Jahr und auch heuer im Mai gesagt, dass man sich keine Sorgen machen muss, die FED wird noötigenfalls für auseichende Liquidität für den Jahrtausendwechsel sorgen (heisst also eher Zinsverringerung)

Da die Wirtschaftsaussichten für 2000 toll aussehen und die Inflation im Griff scheint, rechnen sogar jetzt viele, dass die Zinsen gleichbleiben.

Also, wirklicjh, habe Dich bisher für Kompetent gehalten und Deine Threads gerne gelesen, aber das mit der weitern Zinserhöhung durch die EZB.....

Gruss
HAHAHA  

Ausblick auf den Jahrtausendwechsel Sailorman
Sailorman:

Re: Ausblick auf den Jahrtausendwechsel

 
10.11.99 10:23
#4
Lieber HAHAHA,
Du hast meinen Kommentar nicht genau gelesen. Ich habe mich nur auf die kürzliche EZB Leitzinsanhöhung berufen, die im Hinblick auf den angespannten Geldmarkt zum Jahrausendwechsel vom Timing nicht sehr vorteilhaft ist. Von einem Untergang ist in meinem Kommentar weder die Rede noch kann man Schlüsse darauf ziehen. Wenn Du unser eb Monthly liest
www.ebtrade.com/ebt/cf/service-eb-monthly.cfm?Typ=3
glauben wir sogar, daß es nie wieder einen Untergang geben kann.

Grüße nach Österreich
Sailorman
Ausblick auf den Jahrtausendwechsel HAHAHA

Re: Sailorman

 
#5
Sorry, dann habe ich folgendes mißverstanden oder falsch interpretiert :

"...Dadurch daß Wim Duisenberg diese ja schon kürzlich angezogen
hat, dürften die Zinsen im Euroland noch höher steigen. Steigende Zinsen und Geldknappheit sind jedoch Gift für
die Renten- und Aktienmäkte...."

ist aber leicht so verstehen, wie ich es oben geschrieben habe. OK-Untergang war etwas weit hergeholt, aber Gift....

Nie wieder Untergang ? Schön wäre es  -ich glaube zwar ebenfalls an einen anhaltenden Aufschwung  - aber gekenzeichnet von erhöhter Volatilität der Börsen. - Nicht zuletzt, da immer mehr Kleinanleger (wie ich) per Internet "Börsenmillionär" werden wollen.

Gruss

HAHAHA


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