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#1
Leoben/Wien - Der steirische Leiterplattenhersteller AT & S platzt aus allen Nähten. Schuld daran ist nicht zuletzt der Handy-Boom, der den Bedarf ständig in die Höhe treibt. "Wir brauchen dringend neue Fertigungskapazitäten", sagt AT&S-Vorstand Willi Dörflinger zum STANDARD.

Mitte Jänner soll das Management der zur Androsch-Gruppe gehörenden Austria Technologie & Systemtechnik (AT & S) deshalb entscheiden, ob bereits heuer 400 Mio. S (29,07 Mio. EURO) in das soeben fertig gestellte Werk in Leoben-Hinterberg investiert werden und nicht erst im Jahr 2001.

Die Millionen werden primär in den Maschinenpark - zum Beispiel Laserbohrmaschinen - fließen. Ursprünglich sollten in der in einer Rekordzeit von acht Monaten errichteten Fertigungsstätte Hinterberg II erst 2001 täglich 120.000 Leiterplatten vom Stapel laufen. Nach den jüngsten Plänen könnte dies bereits im Sommer 2000 der Fall sein. Dadurch würde die Belegschaft um 300 auf 2800 Arbeitsplätze und die tägliche Produktionskapazität auf 200.000 Stück anwachsen.


Sorgenkind Augsburg

Mehr Gas geben will Dörflinger auch in Augsburg, wo der am Neuen Markt in Frankfurt notierte steirische Technologieausrüster im April ein sanierungsreifes Leiterplattenwerk der Siemens-Gruppe übernommen und um rund 140 Mio. S modernisiert hat. Augsburg gehört dennoch zu den Sorgenkindern. Denn "der Sanierungsfall" produziert noch immer nicht in derselben Qualität wie das Stammhaus in der Obersteiermark. Um auf steirisches Niveau zu kommen, müsse Augsburg den Output verdoppeln. Hauptabnehmer in Deutschland sind nicht Handyhersteller, sondern der Computerriese Fujitsu-Siemens.

Gemessen am Handyboom wirkt diese Produktionskapazität allerdings mickrig. Experten erwarten, dass mittelfristig 80 Prozent der Bevölkerung ein Handy besitzen werden. In Österreich sind es derzeit etwas mehr als 50 Prozent, in anderen Ländern benutzen erst zwanzig bis dreißig Prozent ein Mobiltelefon. Hinzu kommt, dass die Handys immer kleiner werden und zugleich immer mehr können müssen. "Ich muss unseren Partnern bereits heute sagen können, wie die Handykomponenten der Zukunft aussehen werden", so Dörflinger.

Weil zwei Prozent des Umsatzes "schlicht und einfach zu wenig" seien, um den Vorsprung der japanischen Konkurrenz aufzuholen, hat AT&S eine herstellerunabhängige Technologie-Plattform initiiert, an der die Universitäten Graz und Leoben mitwirken. Dörflinger wünscht sich eine breite Zusammenarbeit in Sachen Leiterplatten - über alle Herstellergrenzen hinweg. Damit die Funktionalität der Geräte steigt, sollen die Leiterplatten um aktive Elemente - Stichwort integrierter Chip - erweitert werden.

Um ein jährliches Wachstum von 40 Prozent zu erreichen, seien zudem Akquisitionen nötig. Dörflinger hält deshalb in den USA, Kanada und Fernost nach möglichen Übernahmekandidaten Ausschau: "Ein zweites Augsburg kaufen wir aber sicher nicht." Den Turnaround will man trotz Investitionsprogramms am Ende des vierten Quartals (31. März) erreichen. Im Halbjahr hat AT & S kräftig zugelegt: Der Umsatz kletterte um 39 Prozent auf 79,19 Mio. EURO (1,09 Mrd. S), der Periodenüberschuss um 300 Prozent auf 9,2 Mio. EURO.



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