APOCALYPSE NOW???

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APOCALYPSE NOW??? Brad Pitt
Brad Pitt:

APOCALYPSE NOW???

 
27.12.99 11:10
#1
Schon seit über zwei Jahren zeigt an der Nasdaq die Advance Decline nach unten denn knapp 73 % aller dort notierten Aktien unterliegen einem klaren Abwärtstrend. Doch die Euphorie in einem winzigen Marktsegment ließ immer mehr Kapital in wenige Highfligher fließen deren Kurse in exorbitante Höhen stiegen. So trieb die Spekulationsorgie an der Nasdaq die Börsenkapitalisierung von Yahoo!, dessen letzter 12-Monats-Umsatz gerade  bei 465 Mio. US_Dollar liegt auf über 110 Milliarden US-Dollar (verglichen mit 45 Milliarden bei General Motors). In einem KGV von über 2000  und einem Kurs-Umsatz-Verhältnis von 233 sind bereits die Gewinne der nächsten zwanzig Jahre diskontiert. Doch welcher Anleger, der nur den schnellen Gewinn im Auge hat, denkt gegenwärtig in diesen Zeitdimensionen. Denn der Trend geht in Richtung Day Trading und die durchschnittliche Behaltedauer der Yahoo! Aktie ist auf zuletzt 6 Tage gesunken, während eine General Electric noch immer durchscnittlich 31 Monate lang gehalten wird. Diese Entwicklung vor allem bei jenen zu sogenannten "Blue Chips" und Indexschwergewichten hochgetriebenen Spekulationsobjekten sollte eigentlich bedenklich stimmen, da die gegenwärtige Hausse mit derartigen Zugpferden, die für über 90 Prozent der Performance des Gesamtmarktes verantwortlich sind, auf sehr wackligen Beinen steht. Es genügt bereits eine Gewinnenttäuschung bei einem dieser künstlich hochgetriebenen Indexschwergewichte, um diese spekulative Blase zum Platzen zu bringen.

Dies könnte bereits zum Millenium passieren. Vor allem zahlreiche Cracker blasen in den diversen Hacker-Chatrooms zum Angriff auf die Fords und Daimler des Informationszeitalters. Parolen wie: "ATTACK CORPORATE AMERICA... THE RACE BEGINS...NO MORE.COM´S ON THE INTERNET BY Y2K" richten sich vor allem gegen die großen im e-busioness wie amazon, Yahoo!, AOL und Microsoft. Und sollte es den Crackern tatsächlich gelingen per 1.1.2000 00:00 Uhr in diesen Firmen die Systeme lahmzulegen, dann folgt am nächsten Börsentag der Megacrash an den Finanzärkten. Doch es reicht bereits eine verheerende Schadensbilanz bei kleineren und mittleren Unternehmen, hervorgerufen durch versteckte nicht Y2K-fähige Chips in zahlreichen Maschinen und Geräten, um die Anleger in Angst und Schrecken zu versetzen.

Doch nicht nur das Y2K-Problem birgt Crashpotential in sich sondern auch die Tatsache daß bereits der größte Teil der intitutionellen Anleger voll investiert ist und höchstwahrscheinlich vergeblich auf den Boom zu Jahresbeginn wartet. Denn dieser Boom ist bereits in den gegenwärtigen Kursen enthalten und die hohen Liquidätäszuflüsse in Investmentfonds und die Flucht in Aktien erfolgte bereits in den letzten Wochen im Hinblick auf den großen Aufschwung im nächsten Jahr. Aus diesem Grund dürfte wie so oft in der Börsengeschichte wieder das Gegenteil von dem passieren, was alle erwarten. Aus diesem Grund und aufgrund der Kenntnis dieses marktpsychologischen Phänomens bei zahlreichen Marktteilnehmern könnte bereis in den nächsten Tagen ein regelrechter Crash die Märkte heimsuchen.

Wie denkt Ihr darüber?

APOCALYPSE NOW??? Maxx
Maxx:

du wiederholst dich, Brad :-( o.T.

 
27.12.99 11:17
#2
APOCALYPSE NOW??? Brad Pitt
Brad Pitt:

ES KANN NICHT OFT GENUG GEWARNT WERDEN!!! o.T.

 
27.12.99 11:29
#3
APOCALYPSE NOW??? MaMoe
MaMoe:

Wenn Du Dein Depot mit Puts absichern würdest, wärest Du genauso .

 
27.12.99 11:34
#4
wie ich ... Mir ist es sch.. egal, ob es crasht, oder stark ´gen Norden geht ... Ich verdiene so oder so ...
APOCALYPSE NOW??? furby
furby:

Brad, willst Du hier einen Crash herbeireden?

 
27.12.99 11:38
#5
Obwohl ich auch an Turbulenzen Anfang 2000 glaube, werde ich eher mißtrauisch, wenn Du so oft warnst. Vielleicht wird Dir hier noch jemand später dankbar sein, aber alles mit Maß und Ziel bitte.

Gruß furby
APOCALYPSE NOW??? Brad Pitt
Brad Pitt:

Ich habe mich mit Puts abgesichert

 
27.12.99 11:43
#6
Ich habe den Nasdaq 100 Put WKN 844233 (Strike 3200 LZ Juni 2000) und den DAX Put WKN 838818 (Strike 5500 LZ Juni 2000). Daneben halte ich zwischen 16 und 20 Aktientitel des DAX, NEMAX, der NASDAQ und australische Titel. Im Falle einer scharfen Korrektur stoße ich die Puts ab und begebe mich mit dem Erlös auf Schnäppchenjagd.
Aber trotzdem erlaube ich mir zu warnen bzw. auf eine kurzfristige Sonderchance bei Puts hinzuweisen.
APOCALYPSE NOW??? Kosto
Kosto:

Der letzte Film (Fight Club) ist Dir nicht gut bekommen ! o.T. o.T.

 
27.12.99 11:43
#7
APOCALYPSE NOW??? DaLuigi
DaLuigi:

Kosto, der Film war aber gut. o.T.

 
27.12.99 17:57
#8
APOCALYPSE NOW??? Sitting Bull
Sitting Bull:

Verschnaufpause, Neuordnung, Selektion

 
27.12.99 19:19
#9
Es ist immer derselbe Zyklus. Der Stimmungsumschwung scheint in der Tat bevorzustehen. Ich denke, niemand war so blauäuigig, die Kursvervielfachungen der letzten Zeit als "normal" anzusehen. Die Potentiale sind riesig. Aber bitte, peu à peu. Auf die fetten Gewinne werden wir noch eine Weile warten. Dass sie kommen werden, ist gewiss. Nur wann. Was jetzt gehandelt wird ist nur Phantasie. Wer ist als erster drin, wenn's lustig - und wer als erster draussen, wenn's brenzlig wird. Dieses Spiel wird uns noch ca. 2 Jahre den Kick geben. Warum 2 Jahre? Weil der Boom noch gar nicht da ist. Erst wenn der letzte grenzdebile Rentner ein WAP-Handy hat, geht's seitwärts. Also: Noch viel Spaß beim Zocken!
Ich freue mich auf das Crashlein, da kann man so schön zugrapschen!!!
APOCALYPSE NOW??? ocjm

Re: APOCALYPSE NOW???

 
#10
info für sitting bull:

die wap-handy`s haben schon wieder einen nachfolger und die ersten mobilcomputer, die man sich anschnallen kann und über einen menschlichen "DYNAMO in den Schuhen" angetrieben werden können, sind im versuchsstadium. dennoch geht es an der börsen niemals nur aufwärts, sie lebt in zyklen und vom vertrauen und von der hysterie nach oben wie nach unten.

und hier eine neutrale darstellung der aktuellen gefahren:
Ein bisschen Nervosität bleibt immer



Generalstabsmäßige Vorbereitungen führen in den USA zu Zuversicht vor Milleniumwechsel


Von Dieter K u c k e l k o r n, New York


Börsen-Zeitung, 29.12.1999

Die größte Volkswirtschaft der Welt und der bedeutendste globale Börsenplatz hat sich generalstabsmäßig auf die Bewältigung des Jahrtausendwechsels vorbereitet. Auch wenn überall versichert wird, dass es nicht zu nennenswerten Pannen und ernsten Problemen kommen wird, eine gewisse Nervosität ist zu spüren. Denn sollte es zu, wie Fed-Chairman Alan Greenspan es treffend umschrieben hat, kaskadenartigen Ausfällen wichtiger Computersysteme kommen - die Auswirkungen wären ohne Zweifel gravierend. Sie könnten die US-Wirtschaft, Wall Street und im (unwahrscheinlichen) Extremfall das Weltfinanzsystem in Mitleidenschaft ziehen. Nach jüngsten Schätzungen der US-Regierung werden in den Vereinigten Staaten insgesamt 100 Mrd. Dollar zur Bewältigung des "Millenium-Bug" ausgegeben, dies sind rund 365 Dollar pro Kopf der Bevölkerung.

Systematischer Fehler

Greenspan macht sich bezüglich des Jahreswechsels - zumindest öffentlich - wenig Sorgen. Bereits im September tat er seine Einschätzung kund, dass es zwar möglicherweise hier und da zu Engpässen in der amerikanischen Wirtschaft kommen kann, dass aber größere Katastrophen unwahrscheinlich sind. Hinter den Kulissen nimmt die amerikanische Notenbank das Problem wesentlich ernster. Auch einzelne Ökonomen äußern sich besorgt. So glaubt Edward Yardeni, Chief Global Economist and Investment Strategist der Deutsche Bank Securities in New York, der Millenium-Effekt könne eine globale Rezession auslösen. Die Wahrscheinlichkeit dafür setzt er mit immerhin 70% an. Yardeni ist den Ansicht, es gebe in den Vorbereitungen den systematischen Fehler, dass sich jede Organisationseinheit und jedes Unternehmen getrennt vorbereitet, ohne die globalen Zusammenhänge der Systeme ausreichend zu beachten. Gerade auch die institutionellen Investoren würden sich bei ihren Nachfragen mit zu einfachen Antworten der Unternehmen zufriedengeben. Diese betonten stets, man habe alle wichtigen Systeme im Griff. Yardeni bezweifelt, dass tatsächlich alle "Mission Critical Systems" ausreichend getestet worden sind.

Fed bietet Optionen auf Liquidität

Die amerikanische Notenbank hat sich auf die möglichen Schwierigkeiten des Jahreswechsels generalstabsmäßig vorbereitet. Ihr wichtigster Beitrag ist quasi ein Versicherung gegen Illiquidität aufgrund des Y2K-Problems, die Banken und anderen Finanzinstitutionen offeriert wird: Die New York Federal Reserve Bank, die für das gesamte Federal Reserve System die Offenmarkttransaktionen ausführt, hat sogenannte Optionen auf Liquidität verkauft. Diese Optionen gewähren dem Inhaber in der zweiten Dezember- und der ersten Januarhälfte das Recht, von der Fed Mittel zu beziehen, die sich zum Federal Funds Rate plus 150 Basispunkten verzinsen. Diese Versicherungen haben reißenden Absatz gefunden: In insgesamt sieben Auktionen wurden Optionen im Volumen von 481 Mrd. Dollar verkauft.

Dazu hat sicherlich auch beigetragen, dass das Instrument zu einem außerordentlich niedrigen Preis angeboten wurde. Die Einnahmen der Fed aus den Auktionen sind ein lediglich einstelliger Millionenbetrag. Außerdem hat die Fed den Kreis der Wertpapiere, die für Pensionsgeschäfte akzeptiert werden, vorübergehend ausgeweitet und sich eine Cash-Reserve von rund 200 Mrd. Dollar angelegt. Diese Maßnahmen dürften sicherstellen, dass kein wichtiger Kapitalmarktteilnehmer unerwartet in Schwierigkeiten gerät. Derzeit sieht es jedoch nicht aus, als ob die Mittel benötigt würden.

Zurückhaltende Äußerungen

Flankiert werden die Maßnahmen der Fed durch die außerordentliche Zurückhaltung, die sich der Offenmarktausschuss auf seiner letzten Sitzung auferlegt hat. Trotz der großen Bedenken, die die Notenbankgouverneure wegen der Inflationsgefahren aufgrund der auf Hochtouren laufenden Konjunktur und des leergefegten Arbeitsmarktes haben, hat die Fed nicht nur - wie erwartet - am 21. Dezember auf eine Erhöhung des Leitzinses verzichtet. Sie hat außerdem eine ausgesprochen moderate Erklärung abgegeben, die keine Ankündigung einer Zinsanpassung enthält, sondern ihre Reaktion von der Entwicklung der Wirtschaft im nächsten Jahr abhängig macht. Greenspan will offensichtlich jedes Risiko vermeiden, dass ihm eine Mitverantwortung für eventuelle Friktionen der Kapitalmärkte in die Schuhe geschoben werden könnte.

Von diesen Friktionen ist derzeit aber noch nichts zu sehen. Wie die Jahresendrally an Nyse und Nasdaq zeigt, haben sich die Investoren nicht aufgrund von Y2K-Ängsten zurückgezogen. Zwar zeigt das hohe Zinsniveau am Bondmarkt, dass die in den Markt fließenden Mittel relativ knapp sind und die Nachfrage gering ist, dies lässt sich jedoch vor allem auf die Attraktivität des Aktienmarktes und weniger auf den Jahrtausendwechsel zurückführen. Da zudem alle Unternehmen ihre Anleihe-Finanzierungen längst vorzeitig über die Bühne gebracht haben, hat die Lage am Bondmarkt kaum Auswirkungen auf den Finanzierungsbedarf von Unternehmen und Banken.

Hotelzimmer für die Angestellten

Die großen Wall-Street-Häuser haben sich intensiv auf den Jahreswechsel vorbereitet. So lässt sich Amerikas größter Finanzkonzern Citigroup die Maßnahmen, vor allem die Prüfung und der Ersatz von Computersystemen, eine knappe Milliarde Dollar kosten. Merrill Lynch wird auf etwas mehr als 500 Millionen Dollar kommen und Chase Manhattan auf rund 400 Mill. Dollar. Für die drei Institute J.P. Morgan (300 Mill. Dollar) Morgan Stanley Dean Witter (rund 350 Mill. Dollar) und Goldman Sachs (vermutlich 185 Mill. Dollar) wird es schon etwas billiger. Alle Banken haben eine große Zahl von Mitarbeitern angewiesen, in der Sylvesternacht an den Arbeitsplätzen zur Verfügung zu stehen. So hat Chase Manhattan für seine Angestellten allein in New York rund 850 Hotelzimmer gebucht, auch bei Merrill Lynch sollen es mehrere hundert Unterkünfte sein. Der Online-Broker Charles Schwab hat für seine 17000 Angestellten einen Urlaubsstop vom 27. Dezember bis zum 15 Januar erlassen. Die 24-Stunden-Telefonhotline des Brokers wurde um 1000 Mitarbeiter verstärkt. Dabei die Banken und Brokerhäuser bezüglich der Öffnungszeiten ihrer Filialen und Geldautomaten unterschiedliche Strategien. Während ein Teil der Institute diese auch am 1. und 2. Januar für den Publikumsverkehr öffnet, hält der andere Teil die Filialen länger als bei einem normalen Jahreswechsel geschlossen, um Schwierigkeiten bei den Computersystemen zu beheben, bevor diese der Öffentlichkeit wieder zur Verfügung stehen.

Eine gewisse Nervosität ist in der Art und Weise spürbar, mit der sich die Banken auf das Millenium vorbereitet haben. So hat etwa J.P. Morgan rund 140 Szenarien durchgespielt, die, wie die Bank betont, alle nur denkbaren Situationen abdecken. Diese reichen vom Bankrott wichtiger Geschäftspartner über den Zusammenbruch des Zahlungsverkehrssystem bis hin zu Unruhen in der Bevölkerung. Einige Banken entwickeln besondere Phantasie. So lässt das Investmenthaus Donaldson, Lufkin & Jenrette eine größere Anzahl mobiler Toiletten vor seinem Hauptquartier in New York installieren, für den Fall, dass die Wasserversorgung für längere Zeit unterbrochen sein sollte. First Data Corp. in Atlanta (Georgia), eine bedeutende Processing-Gesellschaft der Kreditkartenbranche, hat 30000 Gallonen Wasser einlagern lassen, mit denen im Notfall die Kühlung der Computer sichergestellt werden soll. Darüber hinaus wurden zahlreiche Satellitentelefone erworben, in der sachlich kaum zu begründenden Hoffnung, dass sich gerade diese Kommunikationssysteme als weniger Y2K-störungsanfällig erweisen werden.

Regierung gibt 8,4 Mrd. Dollar aus

Die amerikanische Regierung wird nach eigenen Angaben insgesamt 8,4 Mrd. Dollar ausgeben - deutlich mehr, als bislang geschätzt. Davon entfallen 3,6 Mrd. Dollar auf das Pentagon, das sich für diese Summe einen neuen atomgetriebenen Flugzeugträger hätte kaufen können. Auch die amerikanische Industrie bezeichnet sich als gut vorbereitet. Die Stromversorger halten nach Investitionen von 2,5 Mrd. Dollar ihre Kraftwerke und Netze für unbedenklich, alle 3000 Unternehmen der stark fragmentierten Branche haben dementsprechende verbindliche Erklärungen an das zuständige Ministerium im Washington abgegeben.

Die US-Industrie als der bedeutendste Stromkunde ist sich da nicht so sicher: Landesweit werden alle Fertigungsprozesse, die nicht unbedingt weiterlaufen müssen, eingestellt oder zumindest deutlich heruntergefahren, wobei die Sorgen über Unterbrechungen in der Stromversorgung als der wichtigste Grund angegeben werden. So will der größte US-Stahlkonzern USX U.S. Steel Group an einigen Standorten gar die Verhüttung für 24 Stunden einstellen, allerdings müssen die Hochöfen auf Temperatur gehalten werden. Die Eisenbahngesellschaften wollen alle Züge anhalten, um nach Mitternacht zunächst die computergesteuerten Signalanlagen auf ihre Funktion zu testen.

Fluggesellschaften reduzieren Kapazität

Einige US-Fluggesellschaften, unter anderem die beiden bedeutendsten United Airlines und American Airlines, werden ihre Kapazitäten um den Jahreswechsel stärker als sonst reduzieren, wobei sie als Grund eine erwartete schwache Nachfrage angeben. Andere, vor allem kleinere Carrier wie Southwest Airlines und National Airlines, haben bereits alle Flüge gestrichen. Genaue Zahlen darüber, wie viel Geld die US-Airlines ausgegeben haben, um ihre Systeme Y2K-tauglich zu machen, liegen nicht vor. Es handelt sich aber um mehrere Milliarden Dollar.

Die drei großen Autohersteller aus Detroit, die sich die Y2K-Maßnahmen rund 1,5 Mrd. Dollar haben kosten lassen, sind davon überzeugt, ihre Zulieferer ausreichend vorbereitet zu haben. Dennoch sind die Vorräte deutlich vergrößert worden. General Motors hat sich ein Kommandozentrum aufgebaut, das mit 10 regionalen Y2K-Hauptquartieren zusammenarbeitet. DaimlerChrysler hat zwei Y2K-Zentralen eingerichtet, eine in Auburn Hills bei Detroit und eine in Stuttgart.

Sofern das Y2K-Problem mehr oder wenig störungsfrei bewältigt wird, kann man sich schon auf die nächsten "Computerbugs" vorbereiten: Gemäß einer Konvention unter Programmierern von Anwendungen für das Betriebsystem Microsoft Windows steht "00" in vielen Programmen für das Jahr 1920. So dürfte bei so manchem Programm Neujahr 2020 als der 1. Januar 1920 erscheinen. Und unter dem Betriebssystem Linux, das die Zeit in Sekunden misst, geht der verfügbare Adressraum am 19. Januar 2038 um etwa 3:15 Uhr Greenwich Mean Time zuende, so dass wieder bei der Sekunde Null angefangen werden muss. Niemand weiß heute, wie sich dies auswirken wird.


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