ADS Neuimmission bei 15,7,d.h. -9%, warum?? s. Interstoxxbericht

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ADS Neuimmission bei 15,7,d.h. -9%, warum?? s. Interstoxxbericht Kicky

ADS Neuimmission bei 15,7,d.h. -9%, warum?? s. Interstoxxbericht

 
#1
Der Börsenkandidat ADS System aus Bad Homburg erstellt Computernetze für Großunternehmen. Im Wachstumsmarkt Netzwerke bezeichnet sich das Unternehmen selbst als führend bei der Suche nach Lösungen für das Internet, Intranet, E-Commerce und E-Business.

Wo immer viele Rechner auf einen Server zugreifen müssen, sind die Lösungen der Hessener gefragt. Die Finanzbranche trägt allein 54 Prozent zum Umsatz bei. Zu den Kunden gehören unter anderem die HypoVereinsbank, Union Investment, Degussa, Nestlé, Veba, ADAC, Deutsche Telekom, Lufthansa oder der Otto Versand. So brachte unter anderem die Fusion von Hypo- und Vereinsbank einen Auftrag für Umrüstung von 142 Filialen ein.

Der IT-Dienstleister deckt die gesamte Palette von der Analyse über Beratung und Planung bis zur Implementierung und Betreuung ab. Dabei arbeitet ADS eng mit den Branchengrößen wie Cisco Systems, Hewlett Packard, Microsoft, Novell sowie Nortel Nertworks zusammen.
Fast die Hälfte ihres Umsatzes erwirtschaftet die Gesellschaft mit lukrativen Dienstleistungen - im Branchendurchschnitt liegt dieser Anteil zwischen 15 und 25 Prozent.

Daneben möchte sich ADS auch auf dem Geschäftsfeld der Internet-Telefonie positionieren, womit Gespräche rund um den Globus zum Ortstarif möglich sind. Experten rechnen allein in Europa mit einer Versiebenfachung des Marktvolumens bis zum Jahr 2005 auf zirka 25 Milliarden Mark.
Geschäftszahlen

Im Geschäftsjahr 1998 setzte das Unternehmen 16 Millionen Mark um. Im laufenden Jahr wird ein Anstieg der Erlöse auf 24 Millionen Mark erwartet. Die durchschnittliche jährliche Umsatzsteigerungsrate von fast 60 Prozent soll auch in den kommenden Jahren beibehalten bleiben. So sind für das kommende Jahr Einnahmen von fast 39 Millionen Mark geplant, für 2001 von 63 Millionen und für 2002 von mehr als 94 Millionen Mark.

Das Unternehmen schreibt bereits schwarze Zahlen und übertraf sogar eigene Planungen. Der Gewinn vor Steuern betrug im vergangenen Jahr 1,97 Millionen Mark. Ohne Berücksichtigung der Kosten für den Börsengang soll der Gewinn im laufenden Jahr um rund 45 Prozent auf 2,9 Millionen Mark steigen. 4 Millionen Mark sind im Jahr 2000, 6,5 Millionen Mark im Jahr 2001 und 8,8 Mio. Mark im Jahr 2002 geplant.
Ausblick
Mit den Mitteln aus dem Börsengang will ADS seine Marktstellung weiter ausbauen. Zu den neun Standorten in Deutschland sollen im nächsten Jahr Niederlassungen in Luxemburg, Schweiz, Niederlande, Belgien und Österreich eröffnet werden. Bis zum Jahr 2004 will das Unternehmen durch Gründungen von Tochtergesellschaften und Akquisitionen von Unternehmen in Südeuropa, Dänemark und Polen sowie in Ungarn, Tschechien, Slowakei und Rest-Jugoslawien präsent sein.
Daneben sind der Ausbau des Vertriebs- und Dienstleistungssystems und Investitionen in neue Technologien vorgesehen.
Emissionsdaten
Der Netzwerkspezialist wird am 17. November erstmals auf der Kurstafel des Frankfurter Neuen Marktes erscheinen. Die Zeichnungsfrist für rund 1,5 Mio. Aktien mit der Kennummer 514 780 läuft von 9. bis 15. November. Die Bookbuildingspanne liegt bei 6 bis 7 Euro. Die Mehrheit der Papiere stammt aus einer Kapitalerhöhung, lediglich die Mehrzuteilungsoption von 124.000 Aktien wird von Altaktionären zur Verfügung gestellt. Der Streubesitz liegt nach dem Börsengang bei 32 Prozent.
Im Konsortium sind die SGZ-Bank (Führer), Gontard & MetallBank und Sal. Oppenheim vertreten.
Bewertung
Obgleich sich der Börsenneuling als technologisch führend sieht, gibt es am Neuen Markt IT-Dienstleister wie Sand am Meer. Zu den Wettbewerbern zählen beispielsweise Hanke & Peter und PSB. Für die Hessener spricht jedoch das stabile Wachstum und die Rentabilität. Die Ausrichtung auf Dienstleistungen und nicht auf den margenschwachen Vertrieb von Hardware ist ein weiterer Pluspunkt. Auch kann sich die Kundenliste sehen lassen. Da die Branche ständig in Bewegung ist und nach immer neuen Lösungen verlangt, wird die Arbeit für Netzwerkspezialisten vermutlich vorerst nicht ausgehen - vorausgesetzt, ADS kann seine Kunden dauerhaft an sich binden.

Fazit: ADS schreibt im Vergleich zu anderen Unternehmen der Branche bereits im Vorfeld des Börsenganges schwarze Zahlen. Das KGV (2000) auf Grundlage der Preisspanne von 6 bis 7 Euro liegt zwischen 24 und 28 - im Hinblick auf das erwartete Umsatz und Gewinnwachstum eine nicht überzogende Bewertung. Allerdings besteht die Gefahr, daß der Börsenneuling im Meer der IT-Dienstleister am Neuen Markt trotz guter Zahlen einfach untergeht. Aus diesem Grund empfehlen wird die Aktie nur risikobereiten Anlegern zur Zeichnung.  




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