Aktuelle Meldung v.28.8.05
Frankfurt/Main (AP) Linkspartei-Spitzenkandidat Oskar Lafontaine will rechtliche Schritte gegen «Bild am Sonntag» wegen angeblicher Verleumdung einleiten. Wie Parteisprecher Hendrik Thalheim am Sonntag in Berlin mitteilte, will Lafontaine damit gegen den Vorwurf des Blattes vorgehen, er habe die Unwahrheit gesagt. Ferner wirft der Ex-SPD-Vorsitzende der Zeitung vor, eine Kampagne gegen die Linkspartei und gegen seine Person zu führen, die «jedes vertretbare Maß überschritten» habe.
Auslöser der Auseinandersetzung ist das von Teilen der Presse und seiner eigenen Partei gezeichnete Bild Lafontaines als «Luxuslinker». Ferner hatte «Bild am Sonntag» geschrieben, Lafontaine habe für einen Auftritt beim «Bild-am-Sonntag»-Wählerforum an der Saar-Schleife verlangt, ihm einen Privatjet zur Verfügung zu stellen, damit er am selben Tag noch in seinen Urlaubort auf Mallorca zurückkehren könne. Lafontaine hatte dies am Samstag auf dem Parteitag der Linkspartei in Berlin öffentlich bestritten und «Bild am Sonntag» seinerseits der Lüge bezichtigt.
Darauf reagierte «Bild am Sonntag» mit der Titelblatt-Schlagzeile «Privatjet-Affäre - Lafontaine lügt». Im Inneren des Blattes wird minutiös nachgezeichnet, dass es Verhandlungen zwischen dem Spitzenkandidaten und der Zeitung darüber gegeben habe, ihm die Teilnahme an dem Forum und am selben Tag die Rückkehr nach Mallorca zu ermöglichen. Lafontaine habe jedoch alle Angebote als «zu beschwerlich» abgelehnt und stattdessen einen Privatjet ins Gespräch gebracht.
Auf den Vorhalt von «Bild am Sonntag», dies koste Zehntausende Euro und komme deshalb nicht in Frage, habe sich Lafontaine selbst beim Flughafen in Saarbrücken erkundigt und «Bild am Sonntag» wissen lassen, ein Privatjetbeförderung von Mallorca nach Saarbrücken und zurück koste 17.500 Euro. Die Zeitung lehnte dies nach eigenen Angaben wegen der Höhe der Summe erneut ab und teilte Lafontaine mit, dass die Veranstaltung daher ohne ihn stattfinden werde.
Dazu erklärte Linkspartei-Sprecher Thalheim: «Oskar Lafontaine weist die Darstellung der 'Bild am Sonntag' erneut mit aller Entschiedenheit zurück. Text und so genanntes Protokoll enthalten eine Reihe von Unwahrheiten.» Lafontaine werde «die notwendigen juristischen Schritte gegen 'Bild am Sonntag' einleiten, um dieser verleumderischen Berichterstattung wirksam zu begegnen».
Frankfurt/Main (AP) Linkspartei-Spitzenkandidat Oskar Lafontaine will rechtliche Schritte gegen «Bild am Sonntag» wegen angeblicher Verleumdung einleiten. Wie Parteisprecher Hendrik Thalheim am Sonntag in Berlin mitteilte, will Lafontaine damit gegen den Vorwurf des Blattes vorgehen, er habe die Unwahrheit gesagt. Ferner wirft der Ex-SPD-Vorsitzende der Zeitung vor, eine Kampagne gegen die Linkspartei und gegen seine Person zu führen, die «jedes vertretbare Maß überschritten» habe.
Auslöser der Auseinandersetzung ist das von Teilen der Presse und seiner eigenen Partei gezeichnete Bild Lafontaines als «Luxuslinker». Ferner hatte «Bild am Sonntag» geschrieben, Lafontaine habe für einen Auftritt beim «Bild-am-Sonntag»-Wählerforum an der Saar-Schleife verlangt, ihm einen Privatjet zur Verfügung zu stellen, damit er am selben Tag noch in seinen Urlaubort auf Mallorca zurückkehren könne. Lafontaine hatte dies am Samstag auf dem Parteitag der Linkspartei in Berlin öffentlich bestritten und «Bild am Sonntag» seinerseits der Lüge bezichtigt.
Darauf reagierte «Bild am Sonntag» mit der Titelblatt-Schlagzeile «Privatjet-Affäre - Lafontaine lügt». Im Inneren des Blattes wird minutiös nachgezeichnet, dass es Verhandlungen zwischen dem Spitzenkandidaten und der Zeitung darüber gegeben habe, ihm die Teilnahme an dem Forum und am selben Tag die Rückkehr nach Mallorca zu ermöglichen. Lafontaine habe jedoch alle Angebote als «zu beschwerlich» abgelehnt und stattdessen einen Privatjet ins Gespräch gebracht.
Auf den Vorhalt von «Bild am Sonntag», dies koste Zehntausende Euro und komme deshalb nicht in Frage, habe sich Lafontaine selbst beim Flughafen in Saarbrücken erkundigt und «Bild am Sonntag» wissen lassen, ein Privatjetbeförderung von Mallorca nach Saarbrücken und zurück koste 17.500 Euro. Die Zeitung lehnte dies nach eigenen Angaben wegen der Höhe der Summe erneut ab und teilte Lafontaine mit, dass die Veranstaltung daher ohne ihn stattfinden werde.
Dazu erklärte Linkspartei-Sprecher Thalheim: «Oskar Lafontaine weist die Darstellung der 'Bild am Sonntag' erneut mit aller Entschiedenheit zurück. Text und so genanntes Protokoll enthalten eine Reihe von Unwahrheiten.» Lafontaine werde «die notwendigen juristischen Schritte gegen 'Bild am Sonntag' einleiten, um dieser verleumderischen Berichterstattung wirksam zu begegnen».