Wutbürger – die neuen nützlichen Idioten
Ich kann sie nicht mehr hören – diese verwöhnten, alternden und großbürgerlichen und in aller Ehre ergrauten Demonstranten, die den Widerstand gegen das Bahnhofs-Projekt STUTTGART-21 tragen. Oder die neuapostolische Gemeinde der Gralhüter der Wissenschaft, die bei Karl-Theodor von Guttenberg laut haltet den Dieb schreit. Ahnt doch der einigermaßen noch des Denkens Fähige in diesem Land, dass es den einen lediglich um die Qualität ihrer Wohnlage an den Steilhängen der Stuttgarter Innenstadt geht. Und den anderen um die gesellschaftliche Anerkennung einer pseudo-wissenschaftlichen Bildung, die man im wirklichen Beruf sowieso wie den Mantel an der Garderobe abzugeben habe.
Beide Ereignisse haben die neusprachlichen Wutbürger und Plagiats-Ankläger auf den Plan gerufen, die sich selbst dazu berufen fühlen, das Ende der Demokratie beschwören zu wollen.
Ich kann sie nicht mehr hören – diese Themen: Das ist wohl das Ergebnis nicht endend wollender Diskussionen auf allen Kanälen unserer ach so freien Medien-Landschaft.
In Wirklichkeit werden während dieses Nachrichten-Sturms Fakten geschaffen, die nicht nur die Brot-und-Spiele Gesellschaft mangels intellektueller Fähigkeiten ausblendet. Sondern auch die sogenannten Gebildeten echauffieren sich bis zum Herzkasper über die in diesen Themen angeblich schlummernde Ungerechtigkeit.
Dabei sind die Zusammenhänge doch so klar, dass sie jeder einigermaßen klar Denkende erfassen müsste: Der angebliche Guttenberg-Skandal fällt zusammen mit zwei wirklichen Skandalen: Dass nämlich der Bundesbank-Präsident Axel Weber sein Amt zur Verfügung stellen musste, weil die EU-Kommission im Allgemeinen und die Bundesregierung im Besonderen keine stabile Geld-Politik wie in der Vergangenheit mehr dulden will, sondern die Notenbanken nur noch zu Hilfswilligen der Politik der Zerstörung von Geldvermögen degradieren möchte. Der zweite Skandal: Ein Merkel-Unterwürfiger par excellence wird still und heimlich als neuer Bundesbank-Präsident installiert.
Wo sind die Wutbürger, die gegen diese offensichtliche Ausplünderung des deutschen Volkes auf die Straße gehen. Welche Dekane protestieren gegen die ungesetzlich durchgeführte Plagiatisierung unseres Geldes, das durch die Gelddruck-Maschinen unserer Notenbanker und Politiker ohne Fußnoten tagtäglich dupliziert wird. Hat der Arbeiter A, der Angestellte B oder der Selbstständige C sein Geld noch durch harte Arbeit zusammengespart, da kommt plötzlich die Notenbank her und erzeugt aus dem Nichts eine legal gültige Kopie – die Brandstifter sitzen an ganz anderer Stelle als wir auf den ersten Blick vermuten.
Müssen unsere Wissenschaftler ihre akademischen Titel nicht schon deshalb zurückgeben, weil sie diesen offensichtlichen Betrug weder gemerkt noch öffentlich gebrandmarkt haben? Was ist der Wert dieser sogenannten Wissenschafter, die solche offensichtlichen Zusammenhänge einfach nicht erfassen können.
Sie können durchaus – aber sie wollen es einfach nicht. Denn der sogenannte Wutbürger ist auch keine bessere Spezies als die neue RTL2-Gesellschaft. Bei der letzteren könnte man zumindest den fehlenden Intellekt Schuld mildernd geltend machen. Wahrscheinlich trügt das Bauchgefühl dieser Bürger weniger, als die intellektuelle Ignoranz der neuen nützlichen Idioten unserer Gesellschaft.
Es gibt nicht von der Hand zu weisende Informationen, nach denen die Plagiats-Kampagne gegen Guttenberg von Angela Merkel selbst ausging. Die einen sehen die Ursache in der hohen Popularität dieses Politikers gegenüber unserer selbsternannten Revolutionärin, welcher ihr als Bundeskanzler-Nachfolger gefährlich werden könnte. Insbesondere im Hinblick auf die bevorstehenden Niederlagen der Union in den Wahlen des Jahres 2011.
Die anderen, zu denen auch ich mich zähle, sehen hier eine gezielte Ablenkungs-Politik der Bundesregierung. Es ist nicht ausgeschlossen, dass Guttenberg gezielt als Opfer ausgewählt wurde, weil nur dieser Politiker eine solch massive Kampagne mehrere Wochen in Folge aushalten könnte. Die beobachtete Solidarisierung mit Guttenberg ist aber nichts Neues. Nur ein starker Angegriffener kann eine solche Kampagne über längere Sicht auch durchstehen. So beispielsweise die Kritik von Angela Merkel, höchstdekorierte Preisträgerin der zionistischen B"nai B"rith Logen-Organisation, die vor einigen Jahren Papst Benedikt XVI wegen der Rehabilitierung von Richard Williamson scharf kritisiert hatte. Nun leidet die katholische Kirche seit dem Zweiten Vatikanischen Konzil sowieso schon daran, dass praktisch alle christlichen Grundsätze über Bord geworfen wurden. Denn die Äußerungen und Taten der Führung in Rom scheinen mehr darauf hinzudeuten, dass man die Welt-Religion im Sinne freimaurerischer Vorstellungen entwickeln möchte, anstatt christliche Dogmen weiter zu verfolgen. Da kam die Merkelsche Kritik gerade zu rechten Stelle, um die katholischen Schäfchen wieder hinter ihrem Papst zu scharen. Dass der sich genauso wie sein Vorgänger immer mehr zum Islam-Versteher und Protagonisten entwickelte, dies wird an dieser Stelle schnell ausgeblendet.
Wutbürger und Plagiats-Ankläger – das sind heute die wirklichen nützlichen Idioten (im Sinne Lenis).
Vielleicht sollten wir uns nur einfach öfters den von Klaus Lage vor gut 25 Jahren gesungenen Refrain zum Lied Monopoly zu Gemüte führen: Wir sind nur die Randfiguren in einem schlechten Spiel – und die in der Schlossallee verlangen viel zu viel.
Never Stop Thinking.
Gold startete die neue Woche mit positiven Impulsen. Schon mit Beginn des asiatischen Handels legte das gelbe Metall um bis zu fünf Dollar zu. Kurse oberhalb von $1.415 scheinen aber noch nicht am Markt durchsetzbar zu sein. So bewegte sich Gold den ganzen Tag zwischen dem Freitags-Schlusskurs bei $1.410 und den erwähnten $1.415.
Man kann den ganzen Tag zusammenfassend resümieren: Ruhiger Handel beim Gold ohne nennenswerte Preisausschläge nach oben oder nach unten. Der A.M. Fix kam mit $1.409,75 (€1.019,19) noch am unteren Ende dieses Korridors zustande, der P.M. Fix mit $1.411,00 (EUR 1.020,02) ebenfalls. Und auch der COMEX Schlusskurs orientierte sich an der heutigen Unterkante. Anscheinend möchte man wegen der derzeitigen Lage einen weiteren Goldpreis-Anstieg zumindest verhindern.
Der Euro legte heute um ein drittel Prozent gegenüber dem US-Dollar zu. Die alte Weisheit, dass die Investoren bei Unruhen auf der Welt eher in den US-Dollar flüchten als in andere Währungen, scheint inzwischen keine Gültigkeit mehr zu besitzen.
Die Renditen der 10-jährigen Treasury Notes verharrten mit 3,4 Prozent unverändert. Silber konnte im Tagesverlauf erneut mit einem Plus von über 40 Cent an seine Rekord-Notierung anschließen. Letzte Woche haben wir bei diesem Metall eine rasante Achterbahn-Fahrt miterleben dürfen.
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"Heute geht es uns schlechter als gestern, aber besser als morgen!"
"In Zeiten der universellen Täuschung wird das Aussprechen der Wahrheit zur revolutionären Tat!" (George Orwell)