ist mehr- oder weniger eine Glaubensfrage. Die einen sind überzeugte Anhänger
der Chartanalyse, andere wiederum setzen felsenfest auf die Fundamentalanalyse !
Charts spiegeln tagtäglich wieder, wie sich die Anleger in einem bestimmten Wert verhalten ! Dabei ergeben sich die wiederkehrenden Muster auf den Charts aus
jeweiligem Angebot und Nachfrage.
Mit Hilfe von Charts lassen sich deutliche Trendwechsel an den Märkten ggf. frühzeitiger
erkennen als ohne diese. Im Regelfall weisen Chartformationen aufgrund Ihrer Ausrichtung
auf mögliche zukünftige Trendrichtungen hin ! Mit ganz speziellen Chartformationen
lassen sich oftmals bereits sehr früh Winnerpapiere leichter identifizieren.
Bei ganz spezifischen Kursformationen ist u.U. auch im gewissen Rahmen eine ungefähre
Kurszielbestimmung bei ganz normalen Papieren durchaus möglich.
Desweiteren ist aber auch zu berücksichtigen, daß Charformationen für künftige Kursent-
wicklungen in keinster Weise auch nur irgend eine Garantie darstellen. Auch können
typische Winneraktien nach Generierung von Kaufsignalen ab- und an Fehlsignale
produzieren mit mitunter fatalen Folgen für den Anleger. Hierbei handelt es sich lediglich
um reine Prognosen !
Somit ist ausschließliches Handeln nach Chartsignalen sicher nicht empfehlenswert,
man sollte zur letztendlichen Kaufentscheidung immer die Fundamentalanalyse zu Rate ziehen.
Um beim 2. Absatz zu bleiben, Charts spiegeln tagtäglich wieder, wie sich Anleger in einem
bestimmten Wert verhalten. Angebot und Nachfrage gehören im Normalfall dazu.
Diese begründen sich jedoch i.d.R. auf Grund fundamentalter Ereignisse wie z.B.
Firmenzu- und Abverkäufe, Kapitalerhöhungen, anstehende Fusionen, Marktumfeld und
-Chancen, zukünftige Branchenerwartungen, Umsatzerwartungen, Erweiterungspläne,
Erhöhung oder Senkung von Gewinnprognosen, Änderungen im Management, in der
Produktpalette, Geschäftszahlen u.v.a.m., d.h. hier geht es um Sachorientierungen der Anleger.
Was haben wir bei Wamu ? Eine ganz andere Situation ! Hier folgt der Kurs zwar auch
den Umsätzen / Angebot und Nachfrage, richtet sich im Gegensatz zu den zuvor geschilderten Entscheidungshilfen als Grundlagen nach vollkommen anderen Einflüssen die da sind, Einschätzungen, Vermutungen, evtl. Schlüsse u.v.a.m. die aus irgendwelchen bestätigten oder unbestätigten Meldungen entnommen oder hineininterpretiert wurden.
Rosen war im letzten Meeting sehr nervös, die Ausbuchung der Common`s wurde jetzt
nicht mehr erwähnt, außerdem sagte Mary, die Einigung solle fair und angemessen sein
und schon schließt man auf dieses oder jenes. Jetzt nachdem an Rosen von Solomon direkt eine Assetbewertung übergeben wurde und mehr und mehr Klagen den J.P.M. eingereicht wurden, schließt man auf erhöhten Druck seitens J.P.M. und jetzt müsse doch die (gute) Lösung in Form eines neues Por6 Komma nochwas oder 7 nun doch unzweifelhaft
unmittelbar bevor stehen. Erscheint Susman nicht pers. bei Gericht, dann muß er ja einen Knaller in Petto haben und, und, und !
Da bislang noch nichts absolut kontret greifbares z.B. ein allseits akzeptierter Por7 o.ä. samt Mary`s Absegnung auf dem Tisch liegt, klammert man sich an all`die Dinge, die ich vorstehend geschildert habe.
Das sind die Dinge, aufgrund deren Impulse der Kurs seine volatilen Bewegungen
vollführt und eben nicht aufgrund von fundamentalen Sachbezogenheiten.
Aus diesem Grund ist meine unmaßgebliche Meinung, es kann im Falle Wamu keine
Chartanalyse geschweige denn mit irgendwelchen Zielkursprognosen relevant
angewandt werden.
Gruß an good luck
Schwarzwälder