Vernünftiges von der Deutschen Bank

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Libuda: Vernünftiges von der Deutschen Bank
 
12.01.14 22:20
#1
Libuda: Das sehe ich genauso
 
12.01.14 22:23
#2
1. „Die Weltwirtschaft sollte dynamischer wachsen.“

Für das neue Jahr rechnen wir weltweit mit einem höheren und vor allen Dingen ausgewogeneren Wirtschaftswachstum als in den vergangenen Jahren: Die USA agieren bei dieser Annahme als Haupttreiber. Für Europa erwarten wir wieder positives Wachstum, die wirtschaftlichen Entwicklungen in den Kernländern und in der Peripherie dürften sich einander annähern. Bedingt durch die relativ starke US-Konjunktur und die Erholung in Europa sollte China deutlich anziehende Exporte verzeichnen. Dieser zyklische Aufschwung sollte auch durch einen nachlassenden Reformwillen seitens der Politik nicht wesentlich beeinträchtigt werden. Das positive Konjunkturumfeld ist auch gut für Unternehmen: Ihre Gewinne dürften 2014 zum Teil deutlich steigen.
Libuda: zu #2
 
12.01.14 22:34
#3
Die Formulierung mit dem nachlassenden Reformeifer war wohl eher für die Galerie. Denn in südeuropäischen Staaten schadet übertriebener Reformeifer mehr als er nützt - was strukturell richtig erscheint, kann konjunkturell schaden, sodass hier vernünftige Abwägungen wichtig sind und die eine oder andere notwendige Refrom auf bessere Zeiten verschoben werden sollte. Wenn man das auf Deutschland bezieht, ist das vielleicht nur in einem Punkt zutreffend: Mehr als fünf Jahre Arbeitslosigkeit auf die Zeit anzurechnen, die zum beabsichtigten früheren Rentenbezug berechtigt, würde falsche Anreize setzen.
Libuda: Auch Zustimmung in diesem Punkt, obwohl ich
 
12.01.14 22:42
#4
das etwas vorsichtiger formuliert hätte, weil ich nicht genau weiß, was sich für ein Kapitalmarktzins ergibt, wenn Angebot und Nachfrage frei spielen. Denn vor allem im langfristigen Bereich sind Kapitalangebot und -nachfrage vielleicht sogar bei den momentan heftigen Interventionen der Notenbanken wichtiger.

2. „Die Zinsen dürften niedrig bleiben.“

In Europa könnten aufgrund moderaten Wirtschaftswachstums und geringer Inflation die Zinsen langfristig niedrig bleiben. In den USA dagegen zieht die Konjunktur stärker an: Die US-Notenbank Fed wird einen Weg finden müssen, ihre Zinspolitik darauf abzustimmen. Wir sehen die US-Notenbank in der Vorreiterrolle: Zunächst durch eine Reduzierung ihrer Anleihenkäufe und erst im zweiten Schritt durch eine Anhebung der Leitzinsen.
Libuda: zu #4
 
12.01.14 22:56
#5
Manche wie z.B. der Beinahe-Fed-Chef Larry Summers sind ja der Auffassung, dass sich momentan auch ohne die Eingriffe der Notenbanken ein extrem niedriger Kapitalmarkzins ergeben würde, weil die Kapitalnachfrage so niedrig sei.

Und sie betonen, dass ohne zusätzliche  Kapitalmarktnachfrage des Staates der Kapitalmarktzins noch weiter absacken werde - und sie fordern daher mehr Staatsausgaben.

An dieser These ist für die USA meines Erachtens mehr als ein Körnchen Wahrheit dran, zumal man mit einer Erhöhung der Staatsausgaben die marode Infrastruktur sanieren könnte, was anschließend über höheres Wachstum auch wieder mehr Steuern in die Kassen spülen würde.

In Europa trifft das insgesamt auch zu, aber weniger für die Südländer, sondern vor allem für Deutschland: Wir investieren zu wenig, auch von staatlicher Seite - bedingt auch durch das Schwachsinngesetz, das die staatliche Neuverschuldung auf 0 herunterfahren will.
Libuda: Und noch eine Frage ans Publikum zu
 
12.01.14 23:18
#6
einer Argumentation von Larry Summer, über die ich mir auch noch kein abschließendes Urteil gebildet habe.

Summers argumentiert, dass eine Erhöhung der Verschuldung des Staates, der eine entsprechende Erhöhung des Ankaufs von Staatsanleihen durch die Notenbank gegenüberstehe, kein Prolbem sei, denn schließich gehöre auch die Notenbank dem Staat.

Für einen wenn auch frühen Nachkriegsdeutschen, der gerade noch als Säugling die 40 DM Startgeld in 1948 kassiert hat, aber auch noch in alten Schubladen Millionen-Reichsmark-Geldscheine fand, eine nicht ganz leichte Urteilsfindung.
Libuda: Ich sehe den Euro Ende 2014 auch eher bei 1,25
 
13.01.14 14:25
#7
als beim heutigen Kurs:

3. „Der US-Dollar wird vermutlich aufwerten.“

Durch eine anziehende Geldpolitik der Fed und entsprechend steigende US-Kapitalmarktzinsen könnte der „Greenback“ mittelfristig auch im Vergleich zum Euro deutlich aufwerten. Darüber hinaus spricht – strukturell betrachtet – der von der Internationalen Energieagentur prognostizierte Aufstieg der USA zum weltgrößten Ölproduzenten innerhalb der kommenden zwei Jahre und zum „Energie-Selbstversorger“ bis 2035 für eine langfristige US-Dollar-Stärke. Die positiven Auswirkungen der sich zunehmend abzeichnenden Energieautarkie auf die US-Handelsbilanz haben den US-Dollar bereits gegenüber Schwellenländer- und Rohstoffwährungen sowie dem japanischen Yen gestärkt. Die in den kommenden Jahren weiter zunehmende Dollar-Stärke könnte langfristig ein Leitmotiv der Vermögensstrukturierung darstellen.

 
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