und schaden der demokratischen Entwicklung. Deshalb muss über die Abwicklung
Griechenlands gesprochen werden, und zwar ausgiebig. Griechenland ist zwar
schon seit 2008 pleite, dies ist jedoch noch nicht bei allen Politikern angekommen,
und in der Öffentlichkeit noch viel weniger. Der Kapitalmarkt ist nicht bereit,
Griechenland Kapital zur Verfügung zu stellen. Weil das nicht sein darf, wird
der Kapitalmarkt einfach ausgeschaltet und Kredite werden von den übrigen
Staaten der Euro-Zone bzw. vom EFSF vergeben. Das hat nichts mehr mit
Marktwirtschaft zu tun und Ludwig Erhard würde sich im Grab umdrehen, wenn
er davon erführe.
Merkel erweckt den Eindruck, dass über die Insolvenz Griechenlands nicht gespro-
chen werden darf, weil sonst der Kapitalmarkt davon erfährt. Aber der Kapital-
markt ist selbst am besten informiert. Wenn das Problem Griechenland nicht dis-
kutiert und gelöst wird, dann wird es immer wieder hoch kommen. Tabus lösen
das Problem nicht: Griechenland ist innerhalb der Euro-Zone mit seinen Produkten
nicht konkurrenzfähig und wird jedes Jahr höhere Verluste erzielen und immer
wieder neue Unruhe und Unsicherheit auslösen, die auch auf andere Staaten
ausstrahlen wird.
Griechenlands gesprochen werden, und zwar ausgiebig. Griechenland ist zwar
schon seit 2008 pleite, dies ist jedoch noch nicht bei allen Politikern angekommen,
und in der Öffentlichkeit noch viel weniger. Der Kapitalmarkt ist nicht bereit,
Griechenland Kapital zur Verfügung zu stellen. Weil das nicht sein darf, wird
der Kapitalmarkt einfach ausgeschaltet und Kredite werden von den übrigen
Staaten der Euro-Zone bzw. vom EFSF vergeben. Das hat nichts mehr mit
Marktwirtschaft zu tun und Ludwig Erhard würde sich im Grab umdrehen, wenn
er davon erführe.
Merkel erweckt den Eindruck, dass über die Insolvenz Griechenlands nicht gespro-
chen werden darf, weil sonst der Kapitalmarkt davon erfährt. Aber der Kapital-
markt ist selbst am besten informiert. Wenn das Problem Griechenland nicht dis-
kutiert und gelöst wird, dann wird es immer wieder hoch kommen. Tabus lösen
das Problem nicht: Griechenland ist innerhalb der Euro-Zone mit seinen Produkten
nicht konkurrenzfähig und wird jedes Jahr höhere Verluste erzielen und immer
wieder neue Unruhe und Unsicherheit auslösen, die auch auf andere Staaten
ausstrahlen wird.