Staatsbankrott und Konkursverschleppung

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Silberlöwe: Staatsbankrott und Konkursverschleppung
13
25.03.06 11:01
#1
Veröffentlicht von Roland Baader am 06.03.2006 um 6:58 Uhr

Staatsbankrott und Konkursverschleppung

Alle reinen Papierwährungen enden im vollständigen Verlust ihrer Kaufkraft. Das ist keine Frage des ob, sondern nur des wann. Es gibt in der Geschichte kein einziges Gegenbeispiel. Die Existenz von Zentralbanken verhindert diesen Prozeß nicht, sondern ist sogar eng mit ihm verbunden. So ist beispielsweise die Kaufkraft des Dollars vor der Gründung der FED (im Jahr 1913) mehr als hundert Jahre lang konstant geblieben, hat aber seither 92% eingebüßt. Der sog. Stabilitätsweltmeister unter den Währungen, die frühere D-Mark, hat dazu sogar nur die Hälfte der Zeit benötigt.

Für Papiergeldwährungen gibt es eine zweite eiserne Regel: Alle Staaten mit reinen Papierwährungen enden früher oder später im Staatsbankrott. Ungewiß bleibt nur, ob es zum offen erklärten Bankrott kommt (selten und meist nur nach Kriegen) oder (üblicherweise) zum verschleierten Bankrott mit langer Konkursverschleppung. Vorher schon, in "Normalzeiten" läuft ein "verlagerter Bankrott" ab, nämlich der Steuerkonkurs - das heißt der Konkurs unzähliger Bürger aufgrund von Steuerzahlungen sowie der permanente Vermögensverlust aller Bürger durch Inflation.


"Entschuldung" durch Inflation

Besonders beliebt als Konkursverschleppungsmethode ist die Inflation. So "entschuldet" sich z.B. der deutsche Staat - bei einer Staatsschuld von 1,5 Bio. Euro und einer angenommenen Inflation von 4% - um sagenhafte 60 Mrd. Euro pro Jahr. Eine besonders unmoralische Methode, weil sie die Bürger - zusätzlich zu den 60 Milliarden - noch einige hundert Milliarden an Vermögens- und Ersparnisverlusten kostet. Hinzu kommen die Schädigungen durch die "kalte Progression". So bezeichnet man den Vorgang, bei dem mehr und mehr Leute durch nominell (inflationär) aufgeblähte Einkommen in immer höhere Stufen der Steuerprogression rutschen, ohne tatsächlich (real) mehr verdient zu haben.

Wechselt die Inflation irgendwann vom Schritt in den Trab und schließlich in den Galopp, so wird die betroffene Währung irgendwann nicht mehr akzeptiert. Dann bleibt als Lösung nur eine Währungsreform. Die Deutschen mussten das im 20. Jahrhundert zweimal erleben. Der Ruin der Währung ist jedoch keine notwendige Voraussetzung des Staatsbankrotts; dieser kann auch aufgrund schierer Überschuldung erfolgen, läuft dann aber meistens "in Häppchen" ab.

Gängige Verschleppungsmethoden sind:


1. die Erhebung von Sondersteuern (siehe Solidaritätszuschlag und "Reichensteuer"),
2. riskante Beschaffung von Finanzmitteln (siehe Eichels verheerende Kurzfrist-Umschuldungen trotz historischer Niedrigstzinsen sowie die Cross Border-Leasinggeschäfte der Kommunen),
3. die Zurückweisung von Forderungen aus (angeblich) rechtlichen Gründen (siehe die Restitutionsverweigerung für Enteignungen während der sowjetischen Besatzungszeit),
4. der zeitliche Aufschub von Zins- oder Tilgungszahlungen,
5. Kurszerfall der Schuldpapiere bei sinkendem Rating,
6. Zwangskonvertierungen (Umtausch in andere Schuldpapiere),
7. Zahlungseinstellung bei politischen Umwälzungen (Weigerung der "neuen Herren", die Schulden der Vorgänger zu übernehmen),
8. Umstellung der Geldeinheit,
9. Verkauf des "Tafelsilbers" (siehe die Verkaufsabsichten der neuen Koalition) und etliches mehr.

Dem Einfallsreichtum der politischen Konkursverschlepper sind keine Grenzen gesetzt.


Staatsbankrotte keine Einzelfälle

Auch wenn die Staatsbankrotte (vorläufig noch) in entfernten Ecken der Erde stattfinden, sind sie keinesfalls seltene Erscheinungen. Die Rating-
Agentur Standard & Poor’s zählte im Jahr 2002 fünf Länder, welche die Zahlungsunfähigkeit erklärten, und per August 2003 (Berichtszeitpunkt)
lagen weitere drei Fälle vor sowie 26 Fälle von Ländern in Zahlungsverzug gegenüber Obligationen-Gläubigern oder Banken. Wer meint, in Deutschland könne das nicht passieren, ist ein hoffnungsloser Romantiker. Die Konkursverschleppung kann sich in reichen Ländern nur länger hinziehen.

Warum nun schulden sich die Staaten in einem Maße auf, das den Staatsbankrott unvermeidlich macht? Die vordergründige Antwort lautet: Weil es für den Staat nichts Leichteres gibt. Als sich in einer reinen Papierwährung fast beliebig zu verschulden. Wichtiger ist die Frage: Warum tut er das - ausnahmslos und immer wieder?

Antwort 1: Die permanente Aufschuldung des Staates steht in unmittelbarem Zusammenhang mit den Mechanismen der Macht. Die Herrschaft von Menschen über Menschen kann nur auf zwei Wegen erfolgen: Entweder mit dem Schwert (mit Waffen) oder mit der Methode Brot und Spiele. Letztere war nicht nur die Methode von Herrschern im alten Rom, sondern ist auch das Lebenselixier der Demokratie und trägt dort die Namen Sozialstaat, Wohlfahrtsstaat und Umverteilung. Spätestens dann (meistens schon vorher), wenn die fiskalkleptokratische Abzocke des Volkes zum Zweck des Stimmenkaufs (Machtgewinn oder Machterhalt) so weit getrieben wurde, daß der Steuerertrag nicht mehr steigt, sondern sinkt (Laffer-Kurve), greift die politische Kaste zum Mittel der Verschuldung.

Antwort 2: Die permanente Aufschuldung ist auch eine Folge der "Keynesianischen Perversion". Hierbei handelt es sich um die ökonomischen Irrlehren, die der englische Ökonom Lord Keynes ab 1935 verbreitet hat und die von den politischen Eliten begierig aufgenommen wurden. Sie konnten damit nämlich ihren - allen Gesetzen der Ökonomie zuwiderlaufenden - Aktivitäten eine (schein-) wissenschaftliche Legitimation verleihen. Kern dieser VoodooÖkonomie ist die weitverbreitete Illusion, der Staat könne (und solle) mittels Geld-, Zins- und Fiskalpolitik die Konjunktur steuern, das Wirtschaftswachstum anregen und der Arbeitslosigkeit entgegenwirken.

In fiat money-Systemen funktioniert die Geld- und Zinspolitik fast ausschließlich auf dem Wege der Mehrverschuldung aller Sektoren (Staat, Unternehmen, Private). Wann immer sich eine Konjunktur-Delle ankündigt oder steigende Arbeitslosigkeit, greifen Politik und Notenbanken - getreu den Keynes’schen Lehren - zur Schuldenerhöhung und zur Erzeugung von Liquiditätsschwemmen. Der Staat tätigt höhere Ausgaben, die Unternehmen werden mit der Politik des leichten Geldes und sinkender Zinsen zu Mehr- und Neuverschuldung für Investitionen und für immer fragwürdigere Geschäfte angeregt, und die Privatleute werden - ebenfalls mit niedrigen Zinsen und Krediterleichterungen - zu steigenden Konsumausgaben verführt. Alles das läuft auf Mehrverschuldung hinaus. Anders können Geldmenge und Liquidität nicht erhöht werden. Diese Perversion führt zur Überschuldung aller Sektoren sowie zu Fehlinvestitionen und Inflation (entweder auf den Güter- oder Immobilienoder Aktienmärkten - oder überall). Die erzeugte Inflation setzt Anreize für weitere Verschuldung. Hierauf folgen früher oder später Crash und Krise. Je länger das Spiel vorher lief, desto heftiger und tiefer ist der Absturz. Die staatliche Geld-, Fiskalund Zinspolitik im fiat money-System ist auf längere Sicht geradezu eine Garantie für den Zusammenbruch. Je nach Schwere, Dauer und Häufigkeit der Krisen folgen irgendwann Staatsbankrott, Verarmung der Bevölkerung, Ausrottung des Mittelstands und oft auch eine politisch-ideologische Radikalisierung - bis hin zu Krieg und Revolution. Ein Mechanismus des Irrsinns und der Verantwortungslosigkeit.


Betrug am Bürger

Das makabre Geschehen hat auch mit dem besonderen Charakter der Staatsschulden zu tun. Staatsschulden heißen zwar genauso "Schulden" wie Privatschulden (Schulden von Unternehmen und Privatpersonen), sind jedoch völlig anderer Natur. Zwar stehen ihnen, wie bei den privaten Schulden auch, Forderungen in gleicher Höhe gegenüber, aber keineswegs die gleiche Leistungskraft und die gleichen Sicherungswerte. Während private Kredite meist in produktive Investitionen gesteckt werden, deren Erträge die Verzinsung und Tilgung der Schulden gewährleisten, fließen Staatschulden-Gelder weit überwiegend in den staatlichen oder privaten Konsum und sind somit als Ertragsgrundlage für Verzinsung und Rückzahlung verloren. Der Staat verfügt niemals über eigenes Geld, weil er keine unternehmerische Wertschöpfung betreibt. Was er ausgibt, muß er den Bürgern wegnehmen. Deshalb kann er auch die Zinsen (und eventuelle Tilgungen) für seine Schulden niemals aus der eigenen Tasche bezahlen, sondern muß dafür den Steuerzahler melken. Was der Staat dem einen Teil der Bürger (z.B. den Gläubigern von Staatsanleihen) schuldet, muß stets von anderen (oder denselben) Bürgern in Form von Steuern bezahlt werden.


Gibt es auch Licht im Tunnel?

In dem Moment, wenn diese "anderen Bürger" nicht mehr zahlen können - z.B. aufgrund von Finanzkrisen oder von wirtschaftlicher Depression - ist das makabre Täuschungs- und Illusionsspiel zu Ende. Es bleibt dem Staat dann nur noch der Ausweg über Bankrott oder Währungsreform. Das aber stellt nichts anderes dar als eine staatlich erzwungene Totalenteignung - also ein Generalbankrott - aller Bürger. Kaum jemand kann sich dem entziehen, weil die Herrschaftseliten die Menschen vermittels des Bestechungssystems Sozialstaat unentrinnbar an den Bankrottanwärter Staat gekettet und in fast vollständige Abhängigkeit gebracht haben. Wer ein Leben lang mit Steuern, Sozialabgaben, Inflation und Währungszerfall geschröpft worden ist, sieht sich nicht mehr in der Lage, für sich selbst zu sorgen. Fast die gesamte Bevölkerung ist dann von einem Bankrotteur abhängig, der mit Sicherheit scheitern und sie mit in den Abgrund reißen wird. Aber genau ihn, den Sozialstaat, lieben die Menschen. Wenn der Spruch "Liebe macht blind" irgendwo gilt, dann im Verhältnis der Bürger zum Sozialstaat. Doch vergessen wir nicht: All diese Perversionen sind nur mit Falschgeld (Papiergeld) finanzierbar. Mit echtem Geld (Gold-Silbergeld) ließe sich der ganze illusionistische und zerstörerische Budenzauber nicht veranstalten. Wer Leviathan zähmen will, muß ihm sein Mastfutter - das beliebig vermehrbare Papiergeld - entziehen.


© Roland Baader
Quelle: aus SmartInvestor, 2/2006  
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klaus3132: ja...
 
16.10.06 12:54
kiwii,aber damit russland dahin konnte wo es jetzt steht mußte das passieren.außerdem hat russland rohstoff vorkommen die zur zeit alles ein wenig einfacher machen ;-)
und das es auch mit dem US$ passiert,glaubst du also auch,denn du hast geschrieben "Solche Schocks sind notwendig." .....denn von der haushaltsdisziplin der USA konnte ich dich doch bestimmt überzeugen,oder ? *gg*
also müssen wir nur noch warten ;-)

mfg
me
Silberlöwe: Was ich noch zum Dollar sagen möchte.
 
16.10.06 20:16
Die Amis leben in Saus und Braus, weil sie es geschafft haben, den
Dollar als Weltleitwährung einzuführen.
Und es wird alles daran getan, das sich das ja nicht ändert, was ja auch
verständlich ist.
Der Irak hat versucht sein Öl in Euro zu verkaufen, der Iran will jetzt das
gleiche machen. Ich bin überzeugt, das man das verhindern wird, mit allen
erdenklichen Mitteln.
Ich möchte hier mal ein kleines Beispiel versuchen, wie ungerecht das
Ganze ist.
Stellen wir uns mal eine kleine Runde unter uns vor.
Ich Silberlöwe übernehme die USA und habe die Leitwährung.
Gurkenfred übernimmt die Rolle des Euro.
Klaus übernimmt die neue Wirtschaftsmacht China.
Karlchen übernimmt das rohstoffreiche und mächtige Russland.
Kiiwii schlüpt in die Rolle des Iran.
Ich drücke Dollars in rauhen Mengen, um alles was ich will durchsetzen
zu können. Ich rüste mein Land auf mit Milliarden von falschen Dollars.
Vor der EU habe ich keinen Respekt, da sie ja nur groß sind mit Worten
und nicht mit Daten.
Dem Iran werde ich als Axe des Bösen und unberechenbar hinstellen, und im Notfall
das selbe machen wie mit dem Irak.
Die Chinesen sind von mir und meinen Dollars abhängig, und erfüllen mir
zu Billigstpreisen alle meine Wünsche.
Die Russen veruche ich mit Hilfe ihrer früher eigenen Verbündeten einzuschüchtern.
Ich versuche die vorher zu Russland gehörenden Länder auf meine Seite und zur
Nato zu bringen, natürlich mit reichlich vielen Dollars, weil mein Geld alle
so lieben. Es ist wunderbar, so viel drücken zu können, wie man will.
Keiner kann mich aufhalten, ich kann machen was ich will, oder gibt es doch
jemand, der mir meinen großen Erfolg noch zu nichte machen kann?

Wenn ihr mitspielen wollt, dann stellt mir und meiner Leitwährung was
entgegen. Ich bin mal gespannt, was ihr gegen mich machen könntet, um
mich vonm hohen Stuhl zu heben.
Schöne Grüße an euch.
klaus3132: *gg*
 
16.10.06 20:31
ne....so ne spiele mag ich nicht.....da stehen die verlierer ja schon vorher fest ;-)

mfg
me
kiiwii: Märchenstunde ?
 
16.10.06 20:35
*Parental Advisory - Explicit Lyrics*

kiiwii
BarCode: Aber holla!
 
16.10.06 20:38
Das sind ja echt Füchse, diese Amis. Drucken lauter Falschgeld und bezahlen damit ihre Rüstungsindustrie...

 

Gruß BarCode

lumpensam.: Das ist interessant Silberlöwe, ich wusste nicht,
 
16.10.06 20:48
dass du hinter den ganzen Machenschaften steckst.

Kannst du mir mal ein paar Dollars rüberschieben, wenn du das nächste Mal welche drückst. Will da nicht datenlos zusehen und auch ein bißchen mitspielen.
BarCode: Wir sollten die Amis hart bestrafen und sie
 
16.10.06 20:55
einfach boykottieren! Was würden die dumm aus der Wäsche gucken, wenn denen keiner mehr was verkauft! Ha! Wer will schon dieses miese Falschgeld für seine wertvollen Produkte! Gut, dass kein Mensch denen ihre schrägen Dollars braucht!

 

Gruß BarCode

Depothalbie.: hab mal eine kleine zwischenfrage:
 
16.10.06 21:00
warum macht die eu nicht mal eine ölbörse in euro zusammen mit ein paar arabischen staaten auf?

da es die usa überhaupt nicht stören würde, sollte das doch kein problem sein, oder?
pfeifenlüm.: Die USA sind bei weitem
3
16.10.06 21:27
nicht so hoch verschuldet wie unsere BRD. In den USA haben sich ca. 9 Billionen Dollar Schulden angesammelt; hier bei uns allerdings im Vergleich zur wesentlich geringeren Wirtschaftskraft der viel höhere Betrag von 1,4 Billionen Euro.
kiiwii: # 138 - geht das etwas genauer ?
 
16.10.06 21:33
*Parental Advisory - Explicit Lyrics*

kiiwii
pfeifenlüm.: Auf ein paar Millionen
 
16.10.06 21:38
kommts wohl nicht mehr an. Schuldenberg wächst ( jede Sekunde ).
kiiwii: Zahlen
 
16.10.06 21:45
USA:


GDP (purchasing power parity):
$12.36 trillion (2005 est.)


GDP (official exchange rate):
$12.49 trillion (2005 est.)


GDP - real growth rate:
3.5% (2005 est.)


GDP - per capita (PPP):
$41,800 (2005 est.)


Public debt:
64.7% of GDP (2005 est.)


Debt - external:
$8.837 trillion (30 June 2005 est.)


Reserves of foreign exchange and gold:
$86.94 billion (2004 est.)



Germany:


GDP (purchasing power parity):
$2.504 trillion (2005 est.)


GDP (official exchange rate):
$2.73 trillion (2005 est.)


GDP - real growth rate:
0.9% (2005 est.)


GDP - per capita (PPP):
$30,400 (2005 est.)


Public debt:
67.3% of GDP (2005 est.)


Debt - external:
$3.626 trillion (30 June 2005)


Reserves of foreign exchange and gold:
$101.7 billion (2005 est.)




kiiwii
kiiwii: Nachtrag
 
16.10.06 21:51
USA:

Current account balance:
-$829.1 billion (2005 est.)



Germany:


Current account balance:
$115.5 billion (2005 est.)





kiiwii
klaus3132: naja....
 
16.10.06 22:11
um mit zahlen etwas auszudrücken...........

neben der 8,5 Billionen schulden des US staates sind da noch die schulden der bundesstaaten und kommunen,investitionen der industrie und kredite der privathaushalte.....sind ja nur 37 Billionen dollar....oder anders ausgedrückt 336% des jährlichen bruttoinlandsprodukts ;-)
aber ist doch alles nicht soooo schlimmmmmmmmmm *gg*

mfg
me
kiiwii: die Rede war vom Staat...
 
17.10.06 00:25
nicht von den Privaten...


*Parental Advisory - Explicit Lyrics*

kiiwii
kiiwii: noch was:
 
17.10.06 00:36
USA:

Population growth rate:
0.91% (2006 est.)


Birth rate:
14.14 births/1,000 population (2006 est.)


Death rate:
8.26 deaths/1,000 population (2006 est.)


Net migration rate:
3.18 migrant(s)/1,000 population (2006 est.)



Germany:

Population growth rate:
-0.02% (2006 est.)


Birth rate:
8.25 births/1,000 population (2006 est.)


Death rate:
10.62 deaths/1,000 population (2006 est.)


Net migration rate:
2.18 migrant(s)/1,000 population (2006 est.)




*Parental Advisory - Explicit Lyrics*

kiiwii
BeMi: ja
2
17.10.06 01:31
Silberlöwe: @Depothalbierer
 
17.10.06 08:44
Der Gedanke an eine gemeinsame Ölbörse mit den Arabern
wäre gar nicht so schlecht.
Ich glaube aber nicht, das man sich hier politisch durchsetzen
könnte.
Schöne Grüße an dich.
klaus3132: hey ....
 
17.10.06 10:49
kiwii.....die sterberate in good old germany läßt mich wieder hoffen,so könnte man noch pensionen sparen *gg*

@BeMi....thx für den link.....der ist echt gut ;-)

mfg
me
kiiwii: Wozu 'ne Ölbörse mit den Arabern ?
 
17.10.06 11:01
Vorteil?

*Parental Advisory - Explicit Lyrics*

kiiwii
klaus3132: damit die
 
17.10.06 11:16
araber vom dollar wegkommen......ich glaube die mögen den dollar nicht wirklich.....hab ich mir sagen lassen *gg*
und das die USA das nicht wirklich gut finden sollte auch klar sein ;-)

mfg
me
BarCode: Der Gedanke an eine Ölbörse mit den Arabern
2
17.10.06 11:40
auf Euro-Basis ist aus guten Gründen politisch zum Scheitern verurteilt. Schon deshalb, weil dahinter eigentlich kein rationales weltwirtschaftliches Konzept steht, sondern allein der ideologische Gedanke, den USA eins auszuwischen.
Die Minderung der Bedeutung des Dollars als Leitwährung zugunsten des Euros vollzieht sich seit einigen Jahren rein markttechnisch. (Natürlich war dies auch ein Leitgedanke bei der Einführung des Euro.) Mit ideologiegetriebenen willkürlichen Eingriffen zur Unzeit würde man mit der Schädigung der USA sich mindestens denselben Schaden zufügen. Mehr als Schadenfreude hätte man kaum als Lohn.
Eine plötzliche Überschwemmung des Marktes mit billigen Dollars (wegen Dollarflucht) würden die gigantischen Dollarreserven, die die Länder durch und wegen des Petrodollar-Systems angehäuft haben, entwerten. Wer soll daran Interesse haben?
Leitwährungen haben außerdem nicht nur Vorteile. Dahinter muss eine sehr robuste Volkswirtschaft stehen, die die manchmal brutalen Verwerfungen der internationalen  Märkte auch aushalten kann.
Außerdem: Vom gigantischen amerikanischen Markt nähren sich eine Menge Volkswirtschaften recht gut. Dieser lebt auch von den Rückflüssen der in den Öl- und Exportländern angehäuften Dollars. Wenn man diesem Markt plötzlich in erheblichem Maße Geld entziehen würde, würde sich das auch auf die Exporte Deutschlands scharf auswirken. (Von China und Japan gar nicht zu sprechen.) Auch die Dollarentwertung würde zu einem Problem der Export orientierten Länder.

Es ist schon genug Dynamik in diesem Prozess der Umschichtung - nicht zuletzt durch die scheiternden Neo-Con-Projekte, die schon mit hoher, eben auch ideologisch getriebener Energie das komplexe Weltwirtschaftssystem durcheinanderrütteln.

Der vermeintlich gute Wille führt - egal ob er sich ideologisch für oder gegen solche Projekte motiviert - immer allzu leicht zu Willkür und zu darauf reagierende Widerstandskräfte. Beide sind nicht sonderlich nützlich, lähmen, führen zu politischen und wirtschaftlichen Verwerfungen und im schlechtesten Fall zu Krieg.
Da ist es mir lieber, es wird mit Besonnenheit und mit längerfristigen Perspektiven agiert. das tun die Chinesen, Japaner und Europäer schon aus eigenen Interessen. So Leute wie Chavez oder Achmedinedschad und die religiösen Anti-US-Fanatiker haben Gottseidank nicht genügend Macht, ihren Eifer zu befriedigen.

 

Gruß BarCode

BeMi: Staatsbankrott ?
 
17.10.06 13:00
Ein Staat kann nicht pleite gehen,
weil  ........ usw.
(Siehe einfache VWL-Bücher)
brokeboy: der scheck ist gedeckt
 
17.10.06 13:08
es gibt unbestritten eine natürliche inflation. na und? wenn wir davon ausgehen, dass die wechselwirkung von zins und geldwertverlust i.e. ein nullsummenspiel ist und dass das geld zu einem grossen teil durch substanzielle gegenwerte gedeckt ist, sehe ich kein problem dabei. meine persönliche vision ist die, dass -wenn es einen langfristigen erfolg des euro gibt und wenn die asiaten ihr wachstumstempo beibehalten- es zu einer wechselkurs-fixierung dollar/euro kommen wird - der herr, der dieses jahr den wirtschafts-nobelpreis erhalten hat, hat dieser vermutung zusätzlichen treibstoff geliefert, indem er nachwies, dass alle währungspolitischen massnahmen die wirtschaft nur äusserst kurzfristig und begrenzt stützen können - das hohe gut der planungssicherheit, das auf stabilen wechselkursen basiert wird dieses placebo-hebelfunktion langfristig vernachlässigbar erscheinen lassen.
Silberlöwe: Illusionen und die kommende Wirtschaftskrise
 
17.11.06 15:38
Illusionen und die kommende Wirtschaftskrise
Steigende Arbeitslosigkeit, eine sich beschleunigende Schuldenspirale, ein unter dem demographischen Wandel ächzendes Sozialversicherungssystem und die sich verbreitende Armut sind untrügliche Anzeichen für eine nicht mehr zu leugnende Wirtschaftskrise, die, soviel vorweg, erst in ihren Anfangszügen steht. Eine mehrteilige von liberty.li zusammengestellte Serie blickt hinter die Kulissen, identifiziert die Gründe der Krise, die Wechselwirkungen zwischen Wirtschaftspolitik und individuellem Verhalten und bietet profunde Hilfestellung bei der persönlichen Vermögenssicherung.


Unsere Methodik

Was Sie in dieser Artikelserie nicht erwarten können, sind Daten. Ein Datum für den Börsencrash, ein Datum für den Tag, an dem Staatsanleihen wertlos werden, ein Datum, an dem Papiergeld zu seinem wahren Wert - Null - zurückkehrt. Solche Versprechen sind unredlich und können in der Ökonomie seriöserweise nicht gemacht werden. Nur die wirtschaftlichen Tendenzen können hieb- und stichfest festgestellt werden. Ein Beispiel soll diese Unterscheidung verdeutlichen. Wir können mit Sicherheit sagen, daß eine Wirtschaftskrise auf uns zukommt, weil die friedliche Interaktion der Menschen durch unzählige Eingriffe verzerrt wird. An welchem Tag die Börse(n) kollabieren und um wieviel Prozent sie fallen werden, ist hingegen nicht zu quantifizieren. Mit derselben Sicherheit kann festgestellt werden, daß mit jedem weiteren Tag der Crash schlimmer ausfallen wird. Um wieviel schlimmer, ist wiederum nicht in Zahlen zu fassen.

Methodisch vertrauen wir auf die drei Schritte "Sehen - Verstehen - Handeln":

1.) Sehen


a. Krisensymptome identifizieren
b. Häufige Wirtschaftsirrtümer und Denkfehler erkennen

c. Bedrohungen zeitgerecht feststellen

2.) Verstehen

a. Die wirtschaftlichen und politischen Dynamiken der Krise erfassen
b. Schein oder Sein? - Der ultimative Check: Wachstum, Vermögen, Geld, Kapital
c. Aus der Geschichte lernen: Was verursachte frühere Wirtschaftscrash

3.) Handeln

a. Kurzfristig: Wie Sie wichtigen Informationen aus den Nachrichten herausfiltern
b. Mittelfristig: So schützen Sie Ihr Vermögen
c. Langfristig: Werte für einen nachhaltigen Wohlstand vermitteln

Der Anspruch dieser Serie ist es daher, Sie kurzfristig bei der Sicherung Ihrer Werte zu unterstützen und Ihnen langfristig das schöpferische Schaffen nachhaltiger Werte zu ermöglichen. Und wie jeder Lernprozeß benötigt auch diese "Einführung in die Wirtschaftskrise" Zeit. Zeit für den nachhaltigen Wissensaufbau, von dem Sie ein Leben lang zehren können - Rom wurde bekanntlich auch nicht an einem Tag erbaut.



Einstieg - Das Wesen der Krise (Teil I)

Bevor wir die Dynamiken der Wirtschaftskrise in ihren Einzelheiten untersuchen und Gegenstrategien aufzeigen, ist zunächst folgende grundsätzliche Frage zu klären: "Wer oder was verursacht Wirtschaftskrisen?" Werden diese exogen verursacht, d.h. durch vom Menschen nicht beeinflußbare Faktoren, oder sind sie das Resultat menschlicher Handlungen? Wäre ersteres der Fall, so würde sich die Sinnhaftigkeit der Ursachenforschung darin erschöpfen, den Einzelnen vor den negativen Auswirkungen der Krise zu schützen. Wer sich das Wissen um die exogenen Einflüsse erarbeiten konnte, würde nicht auf dem falschen Fuß erwischt werden. Andererseits würde ein Großteil der Gesellschaft mit unausweichlicher Notwendigkeit in den sauren Apfel beißen müssen. Jeder Versuch, dieser wiederkehrenden Vermögensvernichtung einen Riegel vorzuschieben, wäre zum Scheitern verurteilt. Schon auf den ersten Blick eine nicht sehr befriedigende Lösung, die sich zudem als nicht richtig erweisen wird.

Zwei schwerwiegende Probleme tauchen bei diesem Ansatz auf. Zum einen wäre damit nicht die Wiederholung von Wirtschaftskrisen zu erklären. Diese zeichnet sich unter anderem durch eine Anhäufung von Unternehmenskonkursen aus. Es gäbe daher einen großen Anreiz für Unternehmer hinter die Ursache des Crash zu gelangen, entweder um das eigene Unternehmen zur retten oder um mit der Verbreitung des Wissens Geld zu verdienen. Sobald das Wissen um Ursache und Wirkung bekannt wäre, könnte sich nahezu jeder auf die negative Wirtschaftsentwicklung vorbereiten. Diese Vorbereitung würde das Eintreten einer abrupten Krise jedoch vorwegnehmen und somit zu einer harmonischeren Wirtschaftsentwicklung führen.

Zudem würde man berechtigterweise erwarten, daß mit fortschreitender wirtschaftlicher Entwicklung die Krisenhäufigkeit abnimmt. Während eine bäuerliche Gesellschaft von den Launen des Wetters sehr abhängig ist, schließlich führt schlechtes Wetter zu einer schlechten Ernte, trifft dies auf eine industrialisierte Gesellschaft immer weniger zu. Auf der einen Seite, weil extreme Wetterphänomene immer besser prognostiziert werden können, auf der anderen Seite, weil Gebrauch und Produktion von Gütern und Dienstleistungen in einem Industrieland vom Wetter kaum mehr beeinflußt werden. Trivial ausgedrückt, ein Geschirrspüler wäscht das Geschirr bei jedem Wetter. Dank der Erfindung der Schneekanon schneit es auch ohne Schneefall. Und die Spielfeldheizung erlaubt den Anpfiff von Fußballmatchen selbst bei eisiger Kälte.

Allerdings war gerade das 20. Jahrhundert von Wirtschaftskrisen und Börsencrashs nur so gebeutelt. Während viele Kritiker dies als Beweis für die inhärente Krisenanfälligkeit einer freien Wirtschaft sehen, werden wir als die wahre Ursache in einem durch und durch unfreien Eingriff in die freie Wirtschaft identifizieren. Zweitens entläßt eine exogene und damit deterministische Betrachtungsweise den einzelnen aus der Verantwortung für sein Handeln und öffnet damit der persönlichen wie politischen Verantwortungslosigkeit Tür und Tor. "Wenn mein Handeln sowieso nichts verändert, wieso soll ich dann verantwortungsbewußt agieren", ist eine nur allzu menschliche Reaktion, die schon jeder in seinem Umfeld (und wohl auch bei sich selbst) beobachten konnte. Doch es sind insbesondere Eingriffe in das Geldwesen, die zunächst künstliche Boomphasen des Überschwangs verursachen und damit den Samen für die katastrophale Crashs wie den im Jahr 1929 oder die dot.com-Bubble im Jahr 2000 sähen.


Halten wir fest:

Es sind menschliche Institutionen die das Auf - Boom - und das Ab - Rezession - des Konjunkturzyklus verursachen. Am Ende dieser wohlfahrts- und freiheitsfeindlichen Schwankungen steht immer ein Crash wie eben jener von 1929. Ein ausführlicher Artikel wird sich mit dem Konjunkturzyklus im Allgemeinen und dem Crash von 1929 beschäftigen.

Da aber gesellschaftliche Institutionen wie das Geldwesen immer der Ausdruck der Handlungen aller Personen einer Gesellschaft ist, ist diese Entwicklung nicht gottgegeben. Sie spiegelt die unzähligen Handlungen jedes Menschen wider. Und dieses Verhalten, ob wir beispielsweise Papiergeld wie den Euro akzeptieren oder nicht, hängt wiederum von unserer Einschätzung der wirtschaftlichen Abläufe ab.

Die Macht der Illusionen - Wenn mit Alkohol der Kater bekämpft wird

Der deutsche Ökonom Guido Hülsmann macht in einem bahnbrechenden Artikel "Toward a General Theory of Error Cycles" auf die Bedeutung von Illusionen, also von falschen Vorstellungen über die Realität, für das wiederkehrende Auftreten von Wirtschaftskrisen aufmerksam. Sinngemäß argumentiert er, daß das wiederholte Eintreten von Wirtschaftskrisen nur dadurch zu erklären sei, daß die Menschen illusionäre Ideen nicht abschütteln könnten und daher ein- und denselben Fehler immerzu wiederholten. Diese Illusionen verhinderten somit den nachhaltigen Aufbau von Werten. Indem sie den Zusammenhang zwischen Ursache und Wirkung verhüllten, verhindern sie das für das schöpferische Handeln notwendige Lernen aus Fehlern.

Mit einem Beispiel aus dem Alltag möchte ich Hülsmanns Argumentation illustrieren. Angenommen Herr Mayer wacht nach einer durchzechten Nacht am nächsten Morgen mit einem schlimmen Kater auf. In seinem Delirium schwört er sich, alles Menschenmögliche zu Vermeidung eines weiteren Katers zu unternehmen. Trotz intensivster Bemühung scheitert er daran, einen Kausalzusammenhang zwischen Ursache - Alkohol - und Wirkung - Kater - herzustellen. Ohne sich selbst betrügen zu wollen, betrinkt er sich am nächsten Tag wiederum und wundert sich am Tag darauf über die pochenden Kopfschmerzen, die ausgetrocknete Kehle und ein allgemeines Gefühl der Übelkeit. Solange Herr Mayer der Illusion unterliegt, wonach der Alkohol nicht ursächlich für sein Unwohlbefinden am nächsten Tag verantwortlich zu machen ist, solange wird er denselben Fehler wiederholen und zu tief ins Glas gucken. Erst wenn er sich von dieser Illusion befreit, kann er aus dem Teufelskreis ausbrechen.


Der Rausch im Jahr 2006

Doch kommen wir wieder in die Welt der Wirtschaft, in den Bereich des Tausches von Gütern und Dienstleistungen zwischen den Menschen, zurück. Gegen die sich in der Ökonomie hartnäckigen haltenden Illusionen verblaßt das obige Beispiel. Würde der folgende Sachverhalt nicht der Realität entsprechen, könnte man mit dessen Pointe einen an Skurrilität kaum zu überbietenden Sketch schreiben. Denn Herr Mayer erkennt im Alkohol nicht nur nicht die Ursache des Katers, nein, er glaubt auch noch, daß der Alkohol die beste Medizin gegen den Kater sei. Es ist klar, daß diese falsche Behandlung auf Dauer nicht gut gehen kann und der arme Patient früher oder später zusammenbrechen muß.

Analog verhält es sich mit der aktuellen Wirtschaftssituation. Anstatt die Gesellschaft vom Papiergeld zu entwöhnen, wird immer mehr Geld in die Wirtschaft gepumpt. Anstatt im Papiergeld ein schleichendes Gift zu erkennen, wird es als glückseligmachende Errungenschaft, als ökonomische Medizin, gepriesen. Anstatt die Zentralbanken als (Mit-)Verursacher des Konjunkturzyklus zu enttarnen, werden sie als Wunderheiler gepriesen, die das Auf und Ab der Wirtschaft stabilisierten. Anstatt an der Inflationierung des Papiergelds den Grund für die zunehmende Verarmung festzumachen, wird die Entwertung des Geldes als Allheilmittel für die wirtschaftlichen Probleme unserer Zeit, insbesondere auch von Ökonomen, gepriesen. Doch wie Alkohol kein Heilkraut ist, das den Kater zum Verschwinden bringt, sondern ihn nur verschlimmert, so löst die Beibehaltung der Niedrigzinspolitik nicht die wirtschaftlichen Probleme, sondern verschärft sie.

So sind sinkende Einkommen, zunehmende Verarmung und Börsencrashs der Kater. Die Ausweitung der Geldmenge jener ökonomische Hochprozentige, in dem jegliches Bemühen um nachhaltige Wertschöpfung ertränkt wird. Das ungehemmte Drucken von ungedecktem Papiergeld steht am Anfang jenes Prozesses, der dem Börsencrash von 1929 ebenso zugrundelag, wie dem Crash von 2000. Und heute? Heute sieht der Ausblick noch düsterer aus als in den 1920ern oder um den Jahrtausendwechsel. Dies alles ist kein Grund, den Kopf in den Sand zu stecken. Mit dem richtigen Wissen kann sowohl das finanzielle Unwetter relativ schadlos überstanden, wie auch das Fundament für eine darauffolgende langanhaltende Hochdruckwetterlage gelegt werden.


Die nächsten Schritte

In weiteren Artikeln werden wir auf die zahlreichen Folgen der "ungedeckten Geldmengenausweitung" noch genauer eingehen und darlegen, warum und wie diese Ihr Vermögen bedroht. Der nächste Artikel wird sich mit dem Wesen des Geldes, der übernächste mit dem Konjunkturzyklus intensiv auseinandersetzen.

Für den Augenblick sollte die einführende Erkenntnis genügen, daß falsche Vorstellungen über den Wirtschaftsablauf der hauptsächliche Grund für die wiederkehrenden Wirtschaftskrisen sind. Der Keynesianismus, von vielen schon mehrfach für tot erklärt, feiert in den zahlreichen politisch verordneten "Konjunkturpaketen" und "Ankurbelungsmaßnahmen", den Forderungen nach niedrigen Zinsen und anti-zyklischen Budgetdefiziten neue Urstände. Er ist so tief in den gesellschaftlichen Wissensschatz eingedrungen, daß es kein Wunder ist, daß vielen Menschen der ungetrübte Blick auf den Wirtschaftsablauf verborgen bleibt.

Es liegt somit in der Hand jedes einzelnen, sich von diesen Illusionen zu trennen. Zum eigenen, kurzfristigen Wohle, da man mit diesem Wissen die Krise erfolgreich meistern kann. Zum eigenen, langfristigen Wohle, da dieses Wissen ein wichtiger Beitrag für eine friedliche, wohlhabende und gerechte Gesellschaft ist. Dann, und nur dann, werden die Worte des österreichischen Sängers Wolfgang "Wolferl" Ambros Wirklichkeit werden:



"Der Weg zu dir selber hört nie auf, hinter dir geht´s abwärts und vor dir steil bergauf."



© Gregor Hochreiter


Der Autor Gregor Hochreiter ist Ökonom (Universität Wien) und hat als profunder Kenner der „Österreichischen Schule der Nationalökonomie“ zahlreiche Artikel zu wirtschaftspolitischen Themen verfaßt. Er ist Geschäftsführer der homo agens ltd, einem Anbieter von Mitarbeiterschulungen, und Betreiber von liberty.li, der größten deutschsprachigen Plattform für Lebensunternehmer. Sie können ihn unter gh@liberty.li erreichen.


Disclaimer: Dieser Artikel dient der Darstellung ökonomischer Sachverhalte und ist keinesfalls als Anlageberatung oder Kaufempfehlung zu verstehen. Jedes Investment, z.B. in Anleihen, Aktien, Edelmetallen und Optionen, ist mit Risiken behaftet. Zurückliegende Wert-, Preis- oder Kursentwicklungen geben keine Anhaltspunkte für die zukünftige Entwicklung des Investments. Jegliche Haftungsansprüche gegen den Autor, liberty.li und die homo agens ltd. sind grundsätzlich ausgeschlossen.

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