So schlecht ist die Lage in Deutschland gar nicht


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moya:

So schlecht ist die Lage in Deutschland gar nicht

 
22.12.04 10:59

FXdirekt-Kolumne: Prima Klima
 
KREFELD (IBAS) -

So schlecht sieht die Lage in Deutschland gar nicht aus. Diesen Eindruck erwecken zumindest die jüngsten Zahlen des Münchener ifo-Instituts. Deren Geschäftsklimaindex sprang von 94,1 auf 96,2 Punkte. Und auch der Index für die Geschäftsaussichten zog an. Dies nährt die Hoffnung auf ein schnelles Überwinden der deutschen Wachstumsdelle.

Erst vor wenigen Wochen haben die Volkswirte vieler Banken ihre Wachstumsprognose für 2005 mit Blick auf das magere dritte Quartal zurückgenommen. Von Juli bis September legte die deutsche Wirtschaft nur minimal um 0,1 Prozent zu. Im vierten Quartal sollen es nach ersten Hochrechnungen nur 0,3 bis 0,4 Prozent werden. Die Basis dieser Hochrechnung bilden die Industrieproduktion, die im dritten Quartal um 0,6 Prozent gestiegen ist, die Auftragseingänge, die um 1,1 Prozent zulegten, und die Einzelhandelsumsätze, die im selben Zeitraum sogar um 2,3 Prozent geklettert sind.

Allerdings gibt es auch Wermutstropfen. Die Einkommen der Deutschen sanken real um 2,7 Prozent. Zudem vergeht kaum ein Tag, an dem neue Massenentlassungen wie bei Opel die Schlagzeilen beherrschen. Kurzum: Über den Berg ist Deutschland sicher noch nicht. Doch so trübe wie das Bild gezeichnet wird, ist es beileibe nicht. Bleiben wir noch einen Moment beim ifo-Geschäftsklimaindex. Der Anstieg ist in der Tat ein beruhigendes Zeichen, auch wenn sich in den Zahlen vor allem der gefallene Ölpreis und die relative Stärke des US-Einkaufsmanagerindex widerspiegeln dürften. Beide Effekte zusammen haben den negativen Einfluss des hohen Eurokurses mehr als ausgeglichen. Überhaupt ist anzuzweifeln, ob eine starke Währung für ein Land ohne Rohstoffe ein Wettbewerbsnachteil ist.

Ein Punkt wird in der Diskussion um Wirtschaftswachstum und hohe Wechselkurse immer gerne unter den Teppich gekehrt: die Binnennachfrage. Zugegeben, bei den Deutschen sitzt der Euro seit jeher nicht locker im Portemonnaie. Dennoch kann niemand anzweifeln, dass es eine aufgestaute Nachfrage bei Konsumausgaben und Investitionen gibt - die Rekordumsätze im aktuellen Weihnachtsgeschäft in Einzelhandel sind ein deutliches Indiz. Fassen wir zusammen: Langsames, aber stetiges Wirtschaftswachstum in Deutschland plus die Aussicht auf einen Nachfrageschub von Verbrauchern und Industrie. Das ist der Stoff aus dem starke Währungen gemacht werden. Da es im restlichen Europa noch besser aussieht, dürfte der Euro seinen Höchstkurs gegenüber dem US-Dollar noch nicht gesehen haben.
Gruß Moya So schlecht ist die Lage in Deutschland gar nicht 1751852

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Eichi:

Die Lage könnte besser werden

 
22.12.04 11:06
durch mehr Bürokratieabbau. In der Diskussion ist nun eine unbegrenzte Ladenöffnungszeit. Wegfall des Ladenschlussgesetzes.

Der Fiskus muss die Steuergesetze endlich mehr vereinfachen, vgl. u. a. das Umsatzsteuergesetz, sonst wird er zu oft betrogen (bei der Vor- Nach- Mehrwert- Ist- Soll- Kann- Möglich- Scheiss- versteuerung).
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MaxGreen:

Gebt der Masse der Kleinverdiener eine Vision

 
22.12.04 11:45
und mehr Geld in die Hand dann läuft der Laden. Aber was muss der Kleinverdiener erleben. Die großen Unternehmen verdienen sehr gut, wissen nicht wohin mit dem Geld und entlassen gleichzeitig Leute. Dazu kommt noch die reichlichen Abfindungen von diesen Firmen für unserer Politiker für das Nichtstun. Und wenn jemand von den Politikern eine schwerwiegenden Fehler gemacht hat, werden noch großzügig Abfinden gezahlt und Pensionsansprüche nicht beschnitten. Wo soll da Konsumfreude aufkommen?
So schlecht ist die Lage in Deutschland gar nicht 1751930
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blindfish:

auf den punkt, max... o. T.

 
22.12.04 11:46
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lumpensamml.:

MaxGreen

 
22.12.04 11:56
Was einen kleinen Teil der Bevölkerung betrifft (z.B. Handwerker im Osten), hast du sicherlich Recht. Was die Masse angeht, sehe ich das Problem eher in der Psychologie, oder wie erklärst du dir sonst eine Sparquote von 11%.

Die Unternehmen mit ihren riesigen Gewinnen und Cashbeständen täten besser daran, in Deutschland zu investieren als die Löhne zu erhöhen. Die Frage ist nur: Wieso sollten sie es tun, wenn anderswo eine noch höhere Rendite lockt? Z.B. in China, deren Produkte wir ja wie verrückt kaufen.

Damit wären wir wieder beim deutschen Konsumenten. Der sollte endlich seinen Geiz daheimlassen und die Kohle raushauen für deutsche Produkte. Dann erledigt sich das Problem von selbst.
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Kritiker:

Die Art eines Volkes

 
22.12.04 12:09
verändert sich nicht von heute auf morgen. Angebl. dauert es 400 Jahre!
Die Deutschen , ein Volk der Handwerker und Bauern. Vom Markt haben wir noch nicht viel verstanden. Er liegt uns nicht!
Im Gegensatz zu den Juden, die waren immer schon Händler. Ausnahme könnten die Hanseaten sein.
Das Geldgeschäft ist italienisch und in jüdischer Hand, der Weltmarkt bei den Engländern, das Kapital in den USA; und in Deutschland . . .
die ständige Angst von all denen überrollt zu werden.
Was wir jetzt bräuchten, wäre eine Inflation - ja werkli.
Denn , wenn die Preise ständig steigen, wird gekauft;
wenn sie ständig fallen, wartet man ab.
Nichtmal die großen Kaufhäuser reagieren richtig, daher s. Karstadt (!).
Ganz ehrlich, wir sollten uns freuen und stolz darauf sein, daß wir bei all den Belastungen noch existieren. - Frohe Weihnacht! - Kritiker.
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niebaum:

macht doch mal ne ehrliche umfrage

 
22.12.04 12:13
wieviele har T z 4-geschädigte hier sind. waere interessant
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poste:

kleiner teil?

 
22.12.04 12:13
ich denke, das sind die, die sich noch was leisten können.

kann man sich auch selbst ausrechnen, dazu braucht man keine politiker, die einen etwas weiss machen wollen.

gesamt bevölkerung
- rentner
- hartz 5 freunde
- geringfügig beschäftigte
- ich ag
- mini job freunde
- 1 euro freunde
- schlecht bezahlte
- alo, aber nicht gemeldet
--------------------
rest sind unsere zielpersonen bzw. konsumenten

zu der zählen z.b.
- vermögende
- politiker
- ex politiker
- politiker ade (wegen betrug und sonstigen straftaten)
- gutverdiener

tja, wo ist den nun der batzen an leute, die unsere wirtschaft mit seinem gesparten auf trab bringt? vermutlich noch im vw oder daimler werk in china, welche grad dank unseres bukas da gebaut werden. das positive daran ist, das wir alle bemüht sind, die hohe arbeitslosigkeit und armut in china abzubauen. manche bekommen da sogar schon einen euro die stunde lohn. und 300.000 vw(agen) pro jahr "made in china" sprechen doch für uns äh vw :)

frohe weihnacht :)

poste
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niebaum:

posten poste

 
22.12.04 14:10
kannse mal ne umfrage (voiting) reinstellen - wie oben beschrieben
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bammie:

Konjunkturprognosen (noch) kein Problem

 
22.12.04 14:13
Kutzers Corner: Konjunkturprognosen (noch) kein Problem


Die Konjunkturprognosen für Deutschland ähneln der Wettervorhersage: trübe. Führende Forschungsinstitute und auch Volkswirte anderer Institutionen haben damit begonnen, ihre Erwartungen für 2005 nach unten zu korrigieren, und zwar recht deutlich.

HB FRANKFURT. Auf Hochprozentiges hatte man bisher schon nicht gehofft: Bis vor kurzem sagten die Propheten ein Wirtschaftswachstum von 1,5 bis 2 Prozent voraus, jetzt liegen die Prognosen zwischen 0,8 und 1,5 Prozent. Muss das nicht auch die Börse belasten?

Nein, es muss nicht – aber es kann im Verlauf des kommenden Jahres zum Problem werden. Zunächst einmal: Derartige Wachstumsprognosen haben traditionell einen eher geringen Einfluss auf den Aktienmarkt, weil sie oft daneben liegen und laufend korrigiert werden. Zum anderen ist heute mehr denn je zu berücksichtigen, dass ein Großteil der großen deutschen Aktiengesellschaften nicht mehr von der Inlandskonjunktur abhängig ist, weil sie global tätig sind und deshalb vom günstigen Weltwirtschaftsklima profitieren.

Hinzu kommt, dass sich viele Konzerne inzwischen fit gemacht haben für schwierige Zeiten, also bessere Bilanzrelationen und höhere Reserven vorweisen können als in der Vergangenheit. Und so blicken ausländische Anlagestrategen durchaus interessiert auf deutsche Standardwerte, wenn es um die Frage geht, welche Börsen 2005 attraktiv erscheinen. Dennoch: Die reduzierten Prozentzahlen bei den Wachstumsprognosen müssen ernst genommen werden, denn sie machen Investoren klar, dass unsere Wirtschaft insgesamt nach wie vor unsicher und kraftlos ist.
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Depothalbierer:

blabla bla. blablabla bla... bla, blablabla

 
22.12.04 16:15
blablabla  bla bla bla blalala bla bla blablablabla...

hätte der fuzzi, der das, was moya in #1 gebracht hat, auch sagen können.

oder einfach kurz und bündig:


wir wissen, daß wir nichts wissen.

Antworten
moya:

Soll ich jetzt die Überschrift ändern lassen?

 
22.12.04 16:19

Frohe Weihnachten wünscht Moya So schlecht ist die Lage in Deutschland gar nicht 1752304

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Depothalbierer:

nee, laß ruhig.

 
22.12.04 16:32
ist auch nicht gegen dich persönlich gerichtet.

aber mich stört folgendes:
es wird auch von staatlich nahestehenden instituten ein haufen kohle an irgendwelche experten gezahlt, die das wachstum für nächstes jahr prognostizieren sollen.
aber komischerweise liegen die fast immer falsch.

daraus ziehe ich den schluß, daß die aber sowas von komplett überflüssig sind, daß man die allesamt rauskicken sollte und die kohle lieber in ein gescheites silvesterfeuerwerk investieren sollte.

das hebt die stimmung und schafft ein paar arbeitsplätze.
gut, wa?
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niebaum:

umfrage moia? o. T.

 
23.12.04 07:56
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