Grüezi Miteinander
die grösste Schweizer Bank steht erneut im Mittelpunkt eines Skandals. In der Tat, es ist ein Skandal.
Ein 31-jähriger Angestellter in London verbrannte soeben umgerechnet 2 Mrd. Dollar mit
Aktienspekulationen. Unfälle dieser Art mag es geben und sie kommen sicherlich gelegentlich vor, zuletzt im
Januar 2008 bei der Société Générale mit 4,5 Mrd. Dollar, aber noch mitten in der Finanzkrise. Die UBS
gerät damit in die Situation, völlig unglaubwürdig zu werden. Darin liegt der Skandal.
Die Schweizer Banken müssen sich ernsthaft fragen lassen, wie weit sie die Sicherheit von
Kundendaten (CD-Verkäufe) und Kundengelder hinreichend sichern können. Damit gefährden sie ihre
Geschäftsgrundlage. Davon wiederum lebt die Schweiz.
UBS notiert beinahe wieder auf dem
Ausgangsniveau, wie in der Finanzkrise getestet.
Ist das ein brauchbares Comeback für einen
Investor? Rechnerisch sicherlich, letztlich auch
begründbar, aber es ist die erwähnte Vertrauensfrage.
Wer 3 Jahre weiterdenkt, wird mit UBS einen sehr
guten Gewinn machen. Dazwischen liegen aber eine
Reihe erheblicher Probleme, sowohl kapitalmässig als
auch hinsichtlich der nachhaltigen Erträge. Darin liegt
auch ein Indiz, wie die Einschätzung anderer
Schweizer Banken, worauf wir ausdrücklich hinweisen.
Auszug aus Züricher BB
Finanzielle Probleme lassen sich am besten mit anderer Leute Geld regeln. (J. Paul Getty)