Long-Legged Doji
Doijs treten in Handelsperioden mit identischen Eröffnungs- uns Schlusskursen auf. Dieses Kursverhalten führt zur Ausbildung eines Kreuzes. Generell gilt, dass der Doji ein Gleichgewicht zwischen Angebot und Nahfrage andeutet. Eine ausgeglichenes Verhältnis zwischen Angebot und Nachfrage kündigt häufig eine Periode beginnender Unsicherheit an. In einem solchen Gleichgewicht gelingt es weder der Käufer- noch der Verkäuferseite die Dominanz im Markt zu gewinnen. Je nach dem, wann der Doij auftritt und welche konkrete Form dieser annimmt, Charttechniker unterscheiden noch zwischen Dragonfly sowie Gravestone-Doji, kann dieser als positives bzw. negatives Zeichen für die künftige Marktentwicklung gewertet werden. Tritt der Doji am Ende eines langen Aufwärtstrends auf, so ist die Signalwirkung als negativ einzustufen. In einer solchen Konstellation steht der Doji für eine nachlassende Kraft der Aufwärtsbewegung. Der Käuferseite fehlt einfach die Kraft, um durch Anschlusskäufe zusätzliche Impulse zu liefern. Der Doji sollte aus diesen Gründen sehr genau betrachtet werden, wenn er an Markthochpunkten auftritt. Neben dem einfachen Doji, der in Verbindung von Markthochpunkten von Bedeutung ist, existieren die schon erwähnten Dragonfly und Gravestpone-Dojis. Der Dragonfly-Doji gilt als ausgesprochen bullisches Signal. Er unterscheidet sich grapisch vom klassischen Doji dadurch, dass sich der senkrechte Balken am obersten Ende des Strichs ausbildet. Es entseht hier also kein Kreuz mehr. Vielmehr nimmt der Doji die Form eines Ts an. Hier dominieren die Käufer ganz klar die Verkäufer, denn die Kurse des Basisobjektes schliessen an der Spitze der Kursbandbreite. Das negative Gegenstück repräsenetiert der sogenannte Gravestone-Doji, der die Form eines auf den Kopf gestellten Ts annimmt. Ganz klar beherrschen in einem solchen Umfeld die Verkäufer das Marktgeshehen, denn die Kurse schliessen in der untersten Spanne der betrachteten Periode.