Pessimismus und Vorsicht bestimmt momentan das Geschehen sehr klar.
Egal wohin ich blicke, wenn ich meinen Optimismus kund tue, kann dies momentan kaum jemand verstehen oder nachvollziehen.
Die US-Konjunkturdaten sacken ab, die Erwartungshaltung ist teils sehr pessimistisch und doch erleben wir momentan ein dickes Wachstum.
Ich frage mich, was ist passiert, dass man nach der aktuell zu sehenden Erholung quasi schon den nächsten Crash und Rückkehr in die Krise erwartet?
Haben denn wiedermal die Medien gesiegt, die den Anleger mit den vielen Hiobsbotschaften einmal mehr verunsicherten?
Die Fakten jedenfalls liegen auf den Tisch, doch wer schaut heute eigentlich noch auf die nackten Zahlen und Fakten und gleicht diese z.B. mal mit der Historie ab?
Stattdessen bestimmen Einzelmeldungen die Börsen und man schaut auf Indikatoren, die eigentlich über die Zukunft relativ wenig aussagen, wie z.B. US-Arbeitslosigkeit, Stimmungsindikatoren a la PhilFED oder UniMichigan, etc.
Wären diese Indikatoren "Frühindikatoren", so wären wir sicherlich alle Millionäre, doch in 2008 hat es gezeigt, dass da keine vernünftigen Schlussfolgerungen gezogen werden können, es letztendlich nur ein Stochern im Nebel ist.
Stattdessen verweise ich immer wieder an die wirklich entscheidenden Faktoren, dessen Zusammenhang man auch schon mehrfach in der Vergangenheit sehen konnte.
U.a. sind dies
- Zinsen
- Inflation
- Geldmenge
- Rohstoffpreisentwicklung
- EUR/USD
- Marktstimmung (vor allem unter den Analysten)
Und all diese Faktoren sind GRÜN und könnten besser nicht sein.
Damit möchte ich nicht sagen, dass wir jetzt sofort in Richtung 7000 im DAX gehen werden, denn auch ich muss zugeben, dass die Macht der Medien größer ist als ich erwartet hatte und dass die Medien es geschafft haben die schlechte Stimmung zu erzeugen, die sie wollten.
Aber früher oder später wird der Ausbruch nach oben erfolgen, denn die Wahrscheinlichkeit, dass es anders kommt, liegt quasi bei nahezu Null. Zumindest gibt es meines Wissens nach keinen Fall, bei dem die genannten positiven Rahmenbedingungen zu einer erneuten Krise führten.
Darum sollte man sich nicht weiter von den einzelnen Meldungen und sinnlosen Indikatoren verunsichern lassen, denn wenn man es positiv sieht, dann könnte man doch auch behaupten, dass der Einbruch bei den Sentimens (PhilFED, Uni Michigan, Cons.Conf.) einen Tiefpunkt markiert und aus einem Tief sich dann die Stimmung wieder aufhellen wird und dann ein umso größeres Aufwärtspotenzial entsteht.
Ein weiter gutes Signal ist, dass Goldspekulanten größere Mengen an Gold verkauft haben und aktuell auch weiter verkaufen. Würden diejenigen an eine Rückkehr in die Krise glauben bzw. es für wahrscheinlich halten, würden sie garantiert nie und nimmer aussteigen und die Gold-Hausse schön weiter "ausreiten".
Doch ich vermute eher, dass sie wissen, dass das Stimmungstief nahe ist und bei sich aufhellender Stimmung Gold oftmals weniger gut performt bzw. dann die Chancen in Aktien Beispielsweise viel besser sind.
Fazit:
- Einfach mal die Meldungen ignorieren und sich auf die allgemeinen Rahmenbedingungen konzentrieren, denn da gibt es mittelfristig gutes Geld mit Aktien zu verdienen. Die Lage ist weit besser als es momentan den Anschein hat.
- für den Trader kann es nur heißen, die Schwankungen weiter auszunutzen, aber mit SHORTS immer auf der Hut sein, denn eine Aufwärtsbewegung zu neuen Jahreshöchstständen steht uns definitiv bevor bei einer solch negativen Stimmung.
Also dann wünsche ich allen ein schönes Wochenende.