Quo Vadis Dax 2010 - Das Original

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Tony Ford: @Marlboromann @mase
3
09.05.10 05:09
Marlboromann, das witzig sollte eigentlich gut analysiert sein ;-)

mase, der KGV und die Dividendenrendite allein sagt über eine Aktie nicht sehr viel aus.
Wie wäre es Beispielsweise mit Cashflow und Buchwert?
Monito: so bereitet man sich
4
09.05.10 10:47
auf einen Crash vor!!
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Amamos la vida
Bärenstark: nettes Bild
 
09.05.10 11:03
Kann mir einer von euch sagen wie man 6 bildschirme an den Rechner bekommt?

Ich habe 2 Bildschirme das ist kein problem aber 6? 3 Grafikkarten?
Rabbit59: Verkommener geht's schon nicht mehr
6
09.05.10 11:03
das Niveau wie an der Wall Street gearbeitet wird, erzeugt ein Vertrauen, wie man es zu einer Börse in Hinterturkistan hätte. Noch dämlicher und blöder geht's schon nicht mehr. Wer glaubt den da an einen Fehler, war doch alles manipuliert. Sollte die SEC es nicht hinbekommen, die darauf getätigen deals rückgängig zu machen, so ist es völlig sinnlos noch länger In New York Aktien zu kaufen/zu handeln. Natürlich gibt's wieder welche die sich rühmen - billig eingekauft zu haben, aber mir seriöser Börsenarbeit/verhalten hat das nichts mehr zu tun. Es wird höchste Zeit alternative und strenger kontrollierte Handelssysteme zu etablieren, damit endlich diesen Geldvernichter das Handwerk gelegt wird. Ich hoffe das möglichst viele Anleger sich von der Wall Street verabschieden und auf Europaeischen Bören handeln, damit dieses Dreckspack von der Wall Street endlich in den Wind geschossen wird.
 
09.05.10 11:11
Beim linken Typ ist das ein Deutscher adler am rechten oberen Bildschirm?
TGTGT: Selbsterfüllende Prophezeiung?
19
09.05.10 11:15
Mich erinnert in der aktuellen "Krise" (?) vieles an eine Prophezeiung mit selbsterfüllendem Charakter. Vor knapp 2 Wochen liefen die Märkte noch mit - fast kindlichem - Optimismus nach dem Motto "das wird schon irgendwie werden", seit Beginn letzter Woche gibt es nun das krasse "Gegenbeispiel" - es kursieren die wildesten Gerüchte über Einzelwerte, Länder wie Spanien, Portugal ("Pigs") und der Euro verliert ggüb. der Vorwoche im Tief fast 8 Cent. Und das der Dow Jones an einem Tag um fast 10 % fällt, Procter&G. über 40 % einbrechen und diverese Werte an der NYSE mit irrsinnigen Verlusten binnen weniger Minuten auffahren - Mrd vernichtet werden, all das beruht - zumindest derzeit - noch auf Befürchtungen und , aus meiner Sicht, auch Schwarzmalerei, diese hat jedoch den eigenartigen Charakter sich in gewisser Weise von selbst zu erfüllen, denn Gerüchte bringen Nervosität und erschweren die Aufnahme von Geldern am Kapitalmarkt.
Und das S&P Griechenland an dem Tag herunterstuft, wo Hilfsmaßnahmen gerade verabschiedet werden... ist doch etwas viel des Zufalls. Eine Art Lawine entsteht durch das verbreiten von Panik - etwas anderes passiert am Markt derzeit nicht. Spanien und Portugal sind bald pleite, Deutschland tritt aus der Währungsunion aus und die Citi hält 16 Mrd Aktien von Procter... zuvor dieser, fast euphorischer, Optimismus und nun überall Befürchtungen die sich häufen.

Wenn man sich die letzten Beispiele aus der Vergangenheit ansieht - , die Staatspleite von Russland 1998 hatte beispielsweise ähnliche auswirkungen am Markt, es rasselte binnen 4 Monate von 6200 auf 3800 Zähler... um anschließend binnen 2 Jahre auf 8000 Zähler zu steigen. Krisen wie die jetzige sind für Übertreibungen gut - teils auch sehr extreme.

Insofern sollte man sich auf weiterhin volatile Tage und Wochen einstellen und besonders auf mögliche Kursrutscher , denn wo Nervosität ist, sind auch schnell Panikverkäufe und ausgelöste "Kettenreaktionen".

Wichtig ist es diese Kette aus Gerüchten an der Wall Str. und von Amerika ausgehend zu stoppen, denn diese erschweren die Lage für die europäischen Staaten, schwächen der Euro enorm und das alles ohne konkrete Nachrichten, im Vorfeld wird das schlimmste befürchtet und das trifft auch ein, wenn man diese Speklationen nicht stopt bzw. die gerüchteküche einfährt.

Im Beispiel Russland - nach der Staatspleite folgten die großen Kursverluste in der Befürchtung vor weiteren Pleiten und den Auswirkungen auf die Weltwirtschaft, besonders der Euroraum blutete hier aus.

Mit Aktienkäufen sollte man derzeit sehr vorsichtig sein, der mittelfr. Aufwärtstrend wurde gebrochen und der Markt ist extrem nervös - Kaufen erst wieder in ruhigeren Gewässern oder aber wenn ein sell-off entsteht... eine Korrektur von knapp 10 % ist dafür im Dow noch zu wenig... zumindest um jetzt zu kaufen im Risiko, dass noch einige Panikverkäufe entstehen.

Ich weiß nicht ob man es mit Russland vergleichen kann... zumindest schadet es nicht die letzten Krisen dieser Art sich vor Augen zu führen, denn zum Schluss war hierbei immer mehr Schein als Sein... Gerüchte kochen und das ist auf lange Sicht gut zum Einsammeln von Aktien.. auch wenn das aktuelle Niveau zugegeben noch recht teuer ist.

Die horizontale Linie in lila markiert das datum der Staatspleite Russlnds... der Rutsch kam erst dannach... und eines steht fest, der Markt aus den letzten Krisen dieser Art nichts gelernt:


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Ein Kluger bemerkt alles. Ein Dummer macht über alles eine Bemerkung.
hollewutz: @Bärenstark
 
09.05.10 11:16
gib einfach bei Goggle mal Multi Monitor ein, dann solltest du finden was du brauchst!
Schippe_Walt.: @ marlboroman
3
09.05.10 11:24
zu 36074:

jeder wie er will... aber:

gold bildet im moment eine untertasse aus und ist aus dem wipel ausgebrochen. das bedeutet für mich 50 bis 100 $ müssten locker drin sein. ausser staaten (usa, europa) verkaufen wieder gold um den leuten zu suggerieren: 'nö, da ist nichts. krise oder eine infltionsewartung gibt es nicht.' das könnten die rel. einfach suggerieren indem sie ein doppeltop modellieren. dann bin ich auch wieder raus. falls die wirtschaft aber auch in der zweiten jahreshälfte weiter anspringt (insbesondere usa) dann werden wir ende des jahres viel höhere goldpreise sehen. vielleicht sogar 200 bis 500$.

das öl (im vergleich zu gold) im moment so niedrig ist, erkläre ich mir so: im gold zeigt sich die inflationserwartung einer hyperinflation (für westeuropa im bereich von 15 bis 50% pro jahr), es ist aber noch nicht so weit. das kannst du ja bei uns erkennen wenn du die preise mit der vergangheit vergleichst. den unternehmen geht es eigentlich ganz gut, aber sie halten sich alle noch zurück. das es den unternehmen ganz gut geht liegt aber am export, auf keinen fall an der innlandsnachfrage. sobald die nachfrage auch innerhalb des landes anzieht wird es zu preissteigerungen und höheren löhnen kommen. dem restlichen europa geht es mit innlandsnachfrage ähnlich. der export ist (natürlich) geringer als in der brd. was bedeutet das für den ölpreis? wenn der jetzt einen fairen wert gegenüber dem gold hätte, müsste er wider bei ungef. 150 $ sein. wenn das so wäre, würde man sofort diesen kleinen aufschwung abwürgen und alles würde von vorne beginnen (insbesondere währungsbereinigt in europa). das kann man sich nicht leisten. falls die wirtschaftliche erholung aber weiterhin vorankommt, so wie anfang des jahres, wird ende des jahres auch der ölpreis anziehen und wir werden ruckzuck über 100 $ gehen.

deshlab warte ich den abschwung bei den aktien ab, und fange dann erst im sommer mit ölaktien an. der hohe goldpreis zeigt eigentlich, dass es ganz dannach aussieht.

das ist mein szenario für dieses jahr.
Monito: @TGTG
3
09.05.10 11:29
Kursrutsch in einem Zeitraum von 4 Monaten ist ja noch OK und charttechnisch läßt sich das evtl. auch belegen, aber was da in 4 Stunden abging ist einfach Betrug!Aber für vergleichbare Aktionen, waren die Amis noch nie zimperlich!
Amamos la vida
toni8000: 296 Werte werden cancelt
8
09.05.10 11:32
Bei 296 Aktien werden die Kursstürze rückgängig gemacht(!)

Quelle: http://money.cnn.com/2010/05/07/markets/...dex.htm?source=yahoo_quote




Die Liste der 296 Aktien.

Quelle: http://money.cnn.com/news/storysupplement/economy/wall_st_turmoil/
mase: ...
2
09.05.10 14:31
http://www.boerse-go.de/nachricht/...r-3600-fallen,a2166929,b117.html

könnte von der Aktionär sein^^ mal wieder bischen Panikmache
der_Pate: alles wird wieder gut.. lol
3
09.05.10 14:38
14:28
Griechische Regierung plant weitere Sparmaßnahmen. Einschnitte bei Renten, Pensionen und im Gesundheitssektor geplant. Polizei zeigt im Zentrum Athens massive Präsenz.
Lieber 15% von X
als 100% von NIX
Schippe_Walt.: zur info und ...
3
09.05.10 16:41
nachtrag zu 36083:

die Hyperinflation ist natürlich auf sicht von 20 bis 40 jahren (was mich durchaus was angehn wird)

zur info => aus der aktuellen wiwo (s.126):

nächster crashtest

.... nach der verpassten neustrukturierung der finanzmärkte, ausgebliebenen bankenregulierung und dem ständigen überdecken der probleme durch das drucken von immer mehr geld, folgt nun die quittung. die überschuldung der meisten europäischen staaten und der usa und die nach wie vor wackelige lage vieler unternehmen quitieren die märkte mit harschen abschlägen. noch wird weiter überdeckt. irgendjemand, sei es die fed, seien es investmentbanken, sei es das sagenhafte plunge protection team, interventierte sichtbar am donnerstag an waal street und hob die aktienkurse aus dem tal.

nicht mehr gut funktioniert das bei GOLD. die marktkräfte sind zu stark, um den anstieg des kriesenmetals wie in der vergangenheit deutlich in schach zu halten. bei gold riecht es nach einer ersten kaufpanik. die scheint nicht mal unberechtigt.
der_Pate: wenn es ..
4
09.05.10 17:44
alles manipuliert wird und die Großen ständig versuchen Knock outs zu reißen dann dürfts weiter runter gehn.
Es gibt aktuell viel mehr Long Knock outs, Os auf allen Zeitebenen , hier nur mal als Beispiel Die scoah Knock out map , aber binn eigentlich bei jeden Such Tool aufs gleiche Ergebnis gekommen dass es aktuell ein haufen Long Scheine gibt und vergleichsweise wenig short Scheinchen , aber wie gesagt macht euch selber ein Bild davon, ist mir halt heute so aufgefallen als ich mir paar Scheinchen für next  Week ausgesucht habe...
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Lieber 15% von X
als 100% von NIX
Tony Ford: Wiedermal guter Beitrag TGTGT...
4
09.05.10 17:54
Deine Postings zu lesen ist Poesie in meinen Augen, denn du verstehst es sehr gut hinter die Fassade zu blicken.

Es zeigt eben, dass das Börsensystem von Menschen gemacht ist und somit auch die menschlichen Schwächen auf beeindruckende Weise widerspiegelt.
Solange man die Banken, Hedgefonds und spekulierenden Großanleger nicht in engere Schranken weißt, wird Börse ein Spielcasino bleiben.
Solange mehr Geld mit Geld als mit Substanz und Leistung erwirtschaftet wird, werden die Konjunkturzyklen kürzer und volatiler, die Zwei-Klassengesellschaft immer größer.

Man schafft sozusagen Spielwelten, die nichts mehr mit der Realität zu tun haben.

U.a. dürfen auch wir Privatanleger uns kritisch an die Nase fassen, denn vor allem im Zuge der Ausdehnung des Derivate- und Zertfikatehandels unterstützen auch wir diese Entwicklung.
U.a. würde ich es begrüßen, wenn man die Zahl der Derivateprodukte und Zertifikate deutlich reduzieren würde, so wie es z.B. noch vor 10 Jahren der Fall war.

U.a. würde ich auch CFD-Handel verbieten, weil es meiner Meinung nach nur der Spekulation dient.

Börse muss wieder einfacher und substanzreicher werden und das Hauptaugenmerk wieder auf die Aktie, sowie K.O. und OS gerichtet werden.
Der Handel mit Derivaten müsste zudem mit einer Transaktionssteuer belegt werden.

Fakt ist, man muss die Märkte schärfer regulieren und wieder den langfristigen Aktienanleger belohnen, denn diese sind in diesen Tagen nämlich die Leidtragenden der vielen Spekulationen bzw. Spekulationsblasen.

Wenn man dies schaffen würde, würde man vielleicht auch wieder neue langfristige Anleger finden und in DAX und Dow endlich auch wieder neue Alltimehighs generieren.
Denn nix ist schlimmer als die ständige Berg- und Talfahrt, denn dies verschreckt nur die seriösen Langfristanleger.
Erdbär: Fünf (Sekunden) vor Zwölf
22
09.05.10 18:09
Bericht für den 7. Mai 2010
aus bullionaer.de


Fünf (Sekunden) vor Zwölf



Der gestrige Einbruch des New Yorker Aktienindex innerhalb weniger Minuten um fast zehn Prozent wurde nachträglich als ein Fehler eines großen Händlers gerechtfertigt. Allerdings war das eine fadenscheinige Begründung, die den Ernst dieser Situation herunterspielen sollte.

Der wahre Hintergrund: Es fand ein massives Unwinding von sogenannten Dollar-Yen Carry-Trades statt. Wer während des Aktien-Crashes einen Blick auf das Devisen-Paar Yen/Dollar geworfen hat, dem ist der explosionsartige Anstieg des Yen um über vier Prozent gegenüber dem US-Dollar aufgefallen.

Was war passiert: Bei Dollar-Yen Carry-Trades verschulden sich Marktteilnehmer im US-Dollarraum in Yen, um in Dollar-Anlagen wie beispielsweise Aktien zu investieren. Trotz der niedrigen Zinsen im US-Dollarraum kann man sich im Yen-Raum noch günstiger verschulden. Außerdem ist die Liquidität im US-Dollarraum begrenzt, so dass man auch nicht unbegrenzt auf die niedrigen Zinskontingente zugreifen kann – man weicht deshalb auf Japan aus. Teilweise handelt es sich um sehr kurzfristige Geschäfte, die immer wieder verlängert werden müssen. Kommt es nun infolge von Liquiditätsmangel im Yen-Raum zu keiner Verlängerung dieser Geschäfte, dann müssen die Anleger schnellstmöglich ihre Dollar-Anlagen auflösen, um ihre Verpflichtungen in Yen zu erfüllen. Es kommt zu einem plötzlichen Verkauf von US-Dollar-Anlagen wie Aktien und zu einer erhöhten Nachfrage nach Yen, weil die durch den Verkauf erzielten Dollar-Erlöse nun noch in Yen umgetauscht werden müssen.

Die gestrige Situation hatte – anders als das die Finanzmedien uns glauben machen wollen – praktisch überhaupt nichts mit den Problemen im Euro-Raum zu tun. Das Volumen der JPY/USD Carry-Trades kann man anhand des Marktabsturzes nur vermuten. Sehr viel spekulatives Geld stützt derzeit die Aktienmärkte. Treten negative Nachrichten am US-Aktienmarkt zusammen mit Liquiditätsmangel in den finanzierenden Währungsräumen auf, droht eine Kernschmelze im US-Dollarraum.

Diese plötzliche Kernschmelze haben natürlich die in Sekundenbruchteilen reagierenden Trading-Programme der Marktteilnehmer erkannt. Man hat Anlageklassen wie Aktien aber auch Öl fast panikartig abgestoßen und die Liquidität in US-Treasuries umgeschichtet. Auch Öl-Kontrakte werden teilweise mit Yen Carry-Trades finanziert. Der Bond Markt für Treasuries ist superliquide und konnte gestern ein Volumen von $400 Milliarden aufnehmen. In einem Papiergeld-Systeme sind diese Papiere diejenigen, die faktisch kein Ausfallrisiko tragen.

Man hat sicherlich auch einen Teil in Gold verschoben. Aber um diese Zeit war die COMEX bereits geschlossen und Access Market ist bei weitem nicht so aufnahmefähig. Was hilft einem ein Markt, der im Falle des Falles lediglich Geldmengen von einigen Milliarden Dollar aufzunehmen in der Lage wäre.

Wie konnte man diese Situation noch unter Kontrolle halten: Erstens durch den massiven Ankauf von Stock Market Future Kontrakten durch die ausführende Institution des Plunge Protection Teams (Morgan Stanley). Zweitens durch massive Bereitstellung von Yen-Liquidität durch die Bank of Japan (BoJ). Diese hat nach Berichten von Bloomberg Notliquidität in Höhe von zwei Billionen Yen (entsprich $22 Milliarden) in die Märkte gepumpt. Nur zur Erinnerung: Eine Notenbank kann quasi aus dem Nichts und sofort praktisch unendlich viel Liquidität in ihrer eigenen Währung schöpfen.

Diesmal war es nicht fünf Minuten vor Zwölf, sondern es fehlten nur noch wenige Sekunden zum Systemkollaps. Damit hätte sich das US-System in einer deflationären Spirale in kurzer Zeit selbst verdaut. Wer nur die Griechenland-Krise im Fokus hat, der verpasst den großen Film, der derzeit aufgeführt wird.

Es geht gar nicht um den Kollaps des Euros, sondern des Gesamtsystems.

Aktuelle Entwicklung an den Gold-Märkten

Wie dumm will man uns verkaufen: Gestern der plötzlich Einbruch der US-Aktienindices um fast zehn Prozent durch eine Falscheingabe eines großen Börsen-Händlers. Und dann die Nachricht, dass Griechenland durch das heutige Votum auch des Deutschen Bundestages gerettet sei.

Die Realität: Der Dow Jones ist um weitere 1,4 Prozent gefallen und die griechischen Staatsanleihen steigen weiter kräftig mit ihren Realzinsen. Der Markt stimmt ab und genau das Gegenteil wird signalisiert, was man uns mit obigen Aussagen weismachen möchte. Ein Narr, wer nicht erkennt, was hier gespielt wird.

Die Tragweite des gestrigen Tages wird nun langsam einigen klar: Das Messer der Guillotine ist gestern plötzlich gefallen und unser Welt-Finanzsystem konnte wenige Zentimeter vorher seinen Kopf herausziehen. Die Gold- und Silberpaniker, die derzeit die Händler in Deutschland leer kaufen, hatten zwar methodisch unrecht. Vom Bauchgefühl lagen sie aber absolut richtig.

Der heutige Tag war deshalb der Systemreparatur gewidmet. Das sieht man insbesondere an den Notierungen des Euro als auch des Yen. Auch Gold musste unter Kontrolle gehalten werden.

Dass der Markt immer noch nicht an die Griechenland-Rettung glaubt, erkennt man an den weiterhin stark steigenden Notierungen der Realrenditen der Staatsanleihen. Die können gar nicht mehr – wie der Markt anhand der Kurse sagt – ohne einen geordneten Konkurs und ohne eine Haircut getilgt werden. Never !

Auch der Euro legte heute ein Berg- und Talfahrt hin. Zuerst mit über einen Prozent im Plus, dann wieder leicht im roten Bereich und zum Schluss wieder bei einem Prozent im Plus. Hier wird von Seiten der anderen Notenbanken massiv im Interesse des Euro interveniert.

Eine super-Performance legte auch Gold hin, das den ganzen Tag unter enormen Druck stand. Aber es konnte zum Londoner P.M. Fix und zum COMEX-Schluss die Marke von $1.200 verteidigen.

Die Überraschung des heutigen Tages war Silber, das im Vergleich zu gestern 70 Cent zulegen konnte. Respekt vor diesem Metall, das die letzten Tage schwer unter die Räder geraten ist.

Was wird uns die nächste Woche bringen? Erst einmal viele vor dem Herzinfarkt stehenden Notenbanker, welche die derzeitige Situation unbedingt bereinigen müssen. Tun sie es nicht oder nur halbherzig, dann wird die Wiederholung der Ereignisse vom Donnerstag um 20:45 Uhr MEZ nicht so glimpflich ausgehen, wie wir es erleben durften. Zweitens wird sich eine Haircut-Lösung für Griechenland & Co als bislang von den Euro-Politikern verworfene Alternative herausbilden. Und drittens muss man sich über eine Stabilisierung des Weltfinanz-Systems, sprich Währungsreform mit der massiven Abwertung von Vermögens- und Schuldtiteln beschäftigen. So wie wir uns derzeit von einem Schock zum nächsten durchwursteln, kann es jedenfalls nicht weitergehen. Wir beschwören dann wirklich eine Situation herauf, die außer Kontrolle geraten wird. Und dann gnade uns Gott.
„Geld verdienen ist schwer. Es zu verlieren ist leicht."
Rabbit59: Erdbeer
 
09.05.10 18:33
Sehr, sehr interessant, danke.
kologe: learner, schippe-walter
 
09.05.10 18:43
schaut mal in folgendes Forum: "Euro-Bund-Future - Wie gehts weiter?"
Lieschen mu.: @bärenstark
 
09.05.10 18:46
es gibt von Matrox Grafikkarten die das bewältigen können. Die Trader schaffen aber auf mehreren Rechnern,  Keyb, Mouse etc. z.b. mittels  Tradeswitches umgeschaltet.
tom77: ...
 
09.05.10 19:01

Schlappe für CDU in NRW...

Die Grünen räumen ab !

Wird interessant morgen , wie sich das auf die Unternehmen auswirkt, die für erneuerebarer Energien stehen ...

Denken eher , das sich dieses Wahlergebniss negativ auf Dax und CO morgen auswirkt.

Man wird sehen...

Zibo: Suchanfrage Put auf FTSE 100
 
09.05.10 19:56

Ich habe mir gerade die Finger wund gesucht nach einem Put auf den FTSE 100, welcher über die DAB handelbar ist.

Finde irgendwie nix. Laufzeit ca. Ende 2010. Basis 5200

Hat einer von Euch hier einen Tip für mich?

Vielen Dank, wäre echt super...

zertifix: Rutscht der DAX weiter ab
2
09.05.10 20:00
es spricht vieles dafür. Die nächste Untersützung wäre bei 5.600. P+F technisch zeigt dies auch der beigefügte Chart. Die vorangegangenen Untersützungslinien wurden von oben nach unten durchschnitten, wie ein warmes Messer die Butter - und bekanntermaßen in einem äußerst kurzen Zeitfenster. Auch bei den DMI-Indikatoren überlagert der -DMI deutlich den +DMI. Ergänzt man dies mit dem Band der Standardabweichungen, ist die Prognose ziemlich eindeutig - es bleibt abwärts gerichtet - charttechnisch gesehen. Schau´n mer mal.  
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dax_07.jpg
Die Ausführungen sind nicht als Empfehlungen zu verstehen.
Jeder handelt für sich und auf eigenes Risiko.
An der Börse gehts zu wie im Dschungel - nur die Beute zählt.
toni8000: @ zertifix
5
09.05.10 20:07
in dem bereich liegt auch noch ein gap im dax.

im bereich von 5.600-5650
chart_quarter_dax.png
karakan: @ZIBO
 
09.05.10 20:27
flatfee: @zertifix
 
09.05.10 20:28
das kann man genauer eingrenzen - fällt intra oder auf eod-basis die 678 heisst dies aller wahrscheinlichkeit nach die einleitung einer weiteren ausgedehnten korrektur

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