Millionen Rentner müssen bis 100 Euro mehr zahlen

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Kicky: Millionen Rentner müssen bis 100 Euro mehr zahlen
 
26.12.03 15:37
#1
monatlich -Böse Weihnachtsüberraschung
Voller Kassenbeitrag auf Zusatzrenten - Klagewelle droht
Millionen von Rentnern haben kurz vor Weihnachten unangenehme Post bekommen. In einem Schreiben informierten die Krankenkassen, dass ab Januar Versicherte auf Betriebs- und Zusatzrenten den vollen Krankenkassenbeitrag (bisher halber Satz) zahlen müssen. Gegen die Zusatzbelastung laufen die Sozialverbände Sturm. Erste Rentner wollen klagen.
Den Beitragssprung haben die Rentner dem Gesundheitskompromiss zu verdanken, den Regierung und Opposition im August ausgehandelt haben. Rund 9,3 Millionen Betriebsrentner und etwa 700 000 Bezieher von Zusatzrenten des öffentlichen Dienstes sind von der Neuregelung betroffen. Die Krankenkassen erwarten sich rund 1,6 Milliarden Euro an Einsparungen.Die Änderung trifft gerade Empfänger von kleineren Renten. "Bezieher von höheren Betriebsrenten sind meist privat versichert", sagt Karlheinz Große, Vorsitzender des Bundesverbandes der Betriebsrentner (BVB). Wer beispielsweise 400 Euro Zusatzrente erhält und bisher sieben Prozent Kassenbeitrag zahlt, für den sind statt 28 künftig 56 Euro fällig. Bei 600 Euro Betriebsrente kassiert die Krankenkasse statt 42 ab Januar 84 Euro.hinzu kommt noch der Mehrbeitrag für die Pflegekasse von ca 11 Euro monatlich!




Kicky: auch für Direktversicherungen bei Vertragsende
 
26.12.03 15:45
#2
sollen künftig Sozialabgaben fällig werden,für Direktversicherungen, die auf einen Schlag bei Vertragsende ausbezahlt werden und zur Altersvorsorge dienen. Die Regelungen waren zwar schon immer Bestandteil der umstrittenen Gesundheitsreform, doch bislang hatte den Passus kaum jemand beachtet, und das Ministerium hatte wohlweislich die schlechte Nachricht auch nicht an die große Glocke gehängt. http://www.nn-online.de/artikel.asp?art=146643&kat=3
Kicky: Krankenkassenbeitrag auf Lebensversicherung
 
26.12.03 16:05
#3
16.12.2003 / WIRTSCHAFT / MANTEL
http://www.westfaelische-rundschau.de/wr/wr.archiv.frameset.php

Berlin. Betriebsrentner müssen ab 2004 drastisch höhere Krankenkassenbeiträge zahlen: Ab Januar 2004 erheben die gesetzlichen Krankenkassen bei ihren versicherten Rentnern ausnahmslos den vollen Beitrag auf alle Betriebsrenten und einmalige Kapitalleistungen, die aus betrieblicher Altersvorsorge ausgezahlt werden.

Dies geht aus einer Verwaltungsanweisung der Spitzenverbände der gesetzlichen Krankenkassen hervor, die der WR vorliegt. Beitragspflichtig werden "alle Kapitalleistungen, die der Alter- und Hinterbliebenenversorgung oder der Versorgung bei verminderter Erwerbstätigkeit dienen. "Voraussetzung ist ein Bezug zum früheren Erwerbsleben." Die Beitragspflicht entsteht bei in der gesetzlichen Krankenkasse versicherten Rentnern.

Die Neuregelung geht zurück auf die Gesundheitsreform der rot-grünen Regierung, die zum 1. Januar 2004 in Kraft tritt. Das Gesetz verpflichtet die Kapitalsammelstellen (Versicherungen, Banken, Pensionsfonds) die Auszahlung der Krankenkasse des Versicherten zu melden, damit die Beitragszahlung erfolgen kann. Zur Klarstellung: Nicht betroffen sind allerdings rein privat finanzierte und organisierte Lebensversicherungen.

Nach Auskunft des AOK-Beitragsexperten Peter Kulaß fallen unter die Beitragspflicht aber betriebliche Lebensversicherungen, Umwandlungen von Betriebsrenten in einmalige Kapitalabfindungen sowie Verträge mit dem Arbeitgeber zur Gehaltsumwandlung. Beitragspflichtig sind ab 2004 auch Zahlungen aus Riester-Rentenverträgen, bei denen der Arbeitgeber mit im Spiel ist. Klassische Riester-Verträge ohne Bezug zum Arbeitgeber bleiben hingegen beitragsfrei.

Im AOK-Schreiben heißt es: "Die Beitragspflicht von Versorgungsbezügen, die als Kapitalleistung gewährt werden, gilt für alle Versorgungszusagen - auch in laufenden Verträgen - bei denen der Versicherungsfall (Versorgungsfall) nach dem 31. Dezember 2003 eintritt."

Von einer Kapitalleistung in Höhe von 120 000 Euro werden damit durchschnittlich 16 800 Euro Krankenkassenbeitrag (14 Prozent) fällig. Die Beitragspflicht verteilt sich auf zehn Jahre, also 120 Monate. Der monatliche Beitrag beträgt im Beispiel 140 Euro. Dieser Beitrag wird auch dann fällig, wenn der ausgezahlte einmalige Kapitalbetrag zur Schuldentilgung beispielsweise für eine Immobilie eingesetzt "oder im Kasino verspielt wird", erläutert AOK-Experte Kulaß.

Unerheblich für die Beitragspflicht ist, dass auf die Beiträge für die Altervorsorge bereits früher Krankenkassenbeiträge ganz oder teilweise bezahlt wurden. Anders als im Steuerrecht gibt es laut AOK-Experte Kulaß im Beitragsrecht kein Verbot des doppelten Zugriffs.

Unklar ist, wie viele Rentner von der Neuregelung betroffen sind. Auch die Arbeitsgemeinschaft für betriebliche Altersversorgung verfügt über keine Zahlen. Von der vollen Beitragspflicht auf monatlichen Betriebsrenten erwartet das Bundessozialministerium Mehreinnahmen von 1,6 Milliarden Euro. Bisher müssen Betriebsrentner nur den halben Beitragssatz zahlen.

Karlchen_I: Sorgt für konjunkturelle Dynamik...
 
26.12.03 16:27
#4
bloß mit der Richtung nach unten.
54reab: vollkommen richtig. fehlen tut noch
 
26.12.03 16:30
#5
kv-beiträge auf mieten und kapitalerträge ....


 Salute 54reab - baer45: <a href=">www.baer45.de.vu">

Kicky: und weiter: Entwurf des Alterseinkünftegesetzes
 
26.12.03 16:35
#6
Entwurf eines Gesetzes zur Neuordnung der einkommensteuerrechtlichen Behandlung von Altersvorsorgeaufwendungen und Altersbezügen
http://www.vdk.de/de6210
Auszug:4. Da nach Ablauf der Übergangsphase für die Besteuerung (2040) Beamtenpensionen und Renten steuerrechtlich gleich behandelt werden, werden der Versorgungsfreibetrag für Beamtenpensionen und Werkspensionen sowie der Altersentlastungsbetrag für übrige Einkünfte schrittweise für jeden ab 2006 neu in Ruhestand tretenden Jahrgang in dem Maße verringert, in dem die Besteuerungsanteile der Leibrenten erhöht werden. Diese Beträge werden für jeden Jahrgang festgeschrieben.

Des Weiteren wird bei Beziehern von Beamten- und Werkspensionen der Arbeitnehmer- Pauschbetrag (1.044 €) an den Werbungskosten-Pauschbetrag angepasst, der den Empfängern anderer Altersbezüge zusteht (102 €), d.h. Bezieher von Beamten- und Werkspensionen erhalten nur noch den allgemeinen Werbungskosten-Pauschbetrag (102 €). Zum Ausgleich wird gleichzeitig dem Versorgungsfreibetrag ein entsprechender Zuschlag hinzugerechnet, der dann ebenfalls gleichmäßig für jeden ab 2006 neu in Ruhestand tretenden Jahrgang abgeschmolzen wird.
5. Die Besteuerung der Leibrenten wird durch Rentenbezugsmitteilungen der Rentenversicherungsträger und der Lebensversicherungsunternehmen an eine zentrale Stelle der Finanzverwaltung sicher gestellt. Eingerichtet wird die zentrale Stelle dort, wo bereits entsprechende Aufgaben für die Riester-Rente wahrgenommen werden, bei der Bundesversicherungsanstalt für Angestellte.

6. In den Fällen, in denen weiterhin eine Ertragsanteilsbesteuerung nach 22 EStG erforderlich ist, weil die Ansparleistungen aus versteuertem Einkommen erbracht worden sind, werden die Ertragsanteile auf Grund veränderter Rahmenbedingungen herabgesetzt.

7. Das Steuerprivileg für Kapitallebensversicherungen (Sonderausgabenabzug, Steuerfreiheit der Erträge bei längerer Laufzeit) wird für Verträge abgeschafft, die ab dem Inkrafttreten der Neuregelung abgeschlossen werden.

11. Im Ausland lebende Rentner , deren Renten nachgelagert besteuert werden, haben künftig eine Einkommensteuererklärung zur beschränkten Einkommensteuerpflicht abzugeben. Die deutschen Doppelbesteuerungsabkommen mit den übrigen europäischen Mitgliedstaaten sind dahingehend zu ändern, dass Deutschland das Besteuerungsrecht für Alterseinkünften erhält, wenn die zu Grunde liegenden Altersvorsorgeaufwendungen in Deutschland abziehbar waren.
12. Die auf das Nettorentenniveau der gesetzlichen Rentenversicherung abstellende Betrachtungsweise wird aufgegeben. Durch die zunehmende Bedeutung aller Alterseinkünfte aus gesetzlicher Rentenversicherung, betrieblicher Altersversorgung und privater Altersvorsorge hat dieser zunehmend praxisferne Maßstab ebenfalls seine Relevanz verloren. Die Regelung über die Bestimmung des Rentenniveaus in 154 Abs. 3 des Sechsten Buchs Sozialgesetzbuch wird aufgegeben. Infolge des stufenweisen, vom Jahr des Rentenbeginns abhängigen Übergang von der Ertragsanteilsbesteuerung auf die nachgelagerte Besteuerung kann ein einheitliches Nettorentenniveau nicht mehr dargestellt werden.

aber ausser,dass alle Rentner mit Zusatzversorgungen garantiert Nachteile haben werden und Steuern zahlen müssen,versteh ich auch nicht alles,und da hilft auch nicht die Flucht nach Spanien

eigentlich sollte man mal den Grauen Panthern Pfeffer unter den Hintern streuen,ist ja albern ,was die im Internet präsentieren!
Kicky: 2004 kommen zusätzliche Belastungen
 
26.12.03 16:39
#7
Das Gesundheitsmodernisierungsgesetz ist in Wirklichkeit ein Kostendämpfungsgesetz. Es bringt eine Anhebung der Selbstbeteiligung durch Verschärfung der Zuzahlungen. Grundsätzlich sind zehn Prozent, mindestens fünf Euro, höchstens zehn Euro, zu zahlen. Dazu kommt eine Praxisgebühr von zehn Euro und beim Krankenhausaufenthalt fallen täglich zehn Euro für maximal 28 Tage im Jahr an. Die Belastungsgrenze liegt bei zwei Prozent, bei chronisch Kranken bei einem Prozent.

Ab 2005 wird der Zahnersatz aus dem Leistungskatalog der GKV ausgegliedert. Alle müssen sich selbst versichern. Das betrifft auch die heutigen Rentner, die ein Leben lang dafür Beiträge gezahlt haben. Ab 2006 wird das Krankengeld allein durch die Versicherten finanziert. Nachdem die Rentner kein Krankengeld erhalten, heißt das Kind jetzt "Sonderbeitrag", da alle mit 0,5 Prozent beteiligt sind.
Nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel müssen selbst bezahlt werden. Sterbegeld und Entbindungsgeld müssen Versicherte selbst finanzieren. Fahrkosten für Taxi und Mietwagenfahrten werden nur noch in Ausnahmefällen in der ambulanten Versorgung erstattet.

Versorgungsbezüge wie Betriebsrenten und Alterseinkünfte von Rentnern werden statt mit 50 Prozent mit 100 Prozent Krankenversicherungsbeitrag belegt.
Ein gutes Jahr? Mitnichten. In der Rente wird die Rentenanpassung von 2004 auf 2005 verschoben. Die Rentner müssen ab 1. April 2004 den vollen Beitrag zur Pflegeversicherung mit 1,7 Prozent bezahlen. Damit wird die heutige Rente um den Beitrag von 0,85 Prozent gekürzt. Es ist falsch, den Pflegeversicherungsbeitrag sofort voll auf die Rentner abzuwälzen. Sinnvoller wäre es gewesen, die Übertragung in Stufen vorzunehmen.

Die Kaufkraft der Rentner wird eingeschränkt. Ab 2005 kommt ein Nachhaltigkeitsfaktor von weiteren 0,5 Prozent hinzu. Nachdem der so genannte Riester-Faktor von 2003 bis 2010 mit einer Kürzung um 0,5 Prozent pro Jahr bereits in der Rentenformel enthalten ist, findet praktisch keine Rentenanpassung mehr statt, außer der Riester-Faktor wird zugunsten des Nachhaltigkeitsfaktors gekippt. Beide Kürzungen wirken sich im Zusammenhang mit den Belastungen in der Pflegeversicherung als Minusanpassung aus.

In jedem Fall steht fest: Für die Rentner kommt es dick! Sie werden zur Kasse gebeten. Ihre Kaufkraft sinkt, weil nicht einmal ein Inflationsausgleich gezahlt wird. Wenn die Rentner nicht nur 2004, sondern auch 2005 und 2006 keine Rentenanpassung erhalten, würden sie damit vollkommen von der Lohnentwicklung abgekoppelt, ein einmaliger Vorgang in der Geschichte der Bundesrepublik. Für viele Rentnerinnen und Rentner wird es kein gutes Jahr werden. (Walter Hirrlinger)

wann gehen sie endlich auf die Barrikaden?
Kicky: Aufruf zum Widerspruch hier Download
 
26.12.03 16:44
#8
ER2DE2: Quatsch
 
26.12.03 16:52
#9
im Vergleich zu dem was die heute 30 bis 50jährigen an Belastungen/Einschnitten ertragen müssen und welche lächerliche Rente Sie dafür wahrscheinlich erst ab 70 bekommen werden - leben die jetzigen Renter überwiegend wie die Maden im Speck!

ich bin schon der Meinung das auch die Rentner ein bißchen abgeben müssen!

die meisten Renter sind übrigens auch dieser Meinung und werden sich von diversen Verbänden - die nur ihr Eigeninteresse verfolgen - nicht aufhetzen lassen
hjw: wann gehen sie endlich auf die Barrikaden?
 
26.12.03 16:59
#10

kicky
der mangel ist noch nicht gross genug...

da fehlt jemand der organisiert und aufklärt,
der ihnen sagt dass sie sich bei wahlen  mit 4 kreuzen verweigern sollten, etc.

im übrigen sind die jungen generationen beschissener dran.
54reab: Quatsch?
 
26.12.03 17:01
#11
.... und welche lächerliche Rente Sie dafür wahrscheinlich erst ab 70 bekommen werden - leben die jetzigen Renter überwiegend wie die Maden im Speck!

die wenigsten rentner leben wie die maden im speck. trotzdem ist es richtig, andere einkünftsarten zur krankenversicherung mit heranzuziehen. das gilt übrigens auch für jüngere. alle einkünfte (bis zur sozialversicherungsgrenze) sollten zur kv herangezogen werden. alles andere ist eine ungerechte umverteilung zu lasten der abhängig beschäftigten. heute darüber zu spekulieren, welche renten in 30 bis 40 jahren gezahlt werden, ist absoluter unsinn. wir brauchen nur die prognosen heute zu lesen, die 30-40 jahre alt sind und wir werden lachkrämpfe kriegen.


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bogard: solange es Töpfe gibt,
 
26.12.03 17:30
#12
die nicht marktwitschaftlichen Gesetzen unterliegen (gesetzliche KV, ALV, Duales System etc.) wird es immer Gruppen geben, die sich daraus bedienen werden und zu ungünstigen Kosten- Nutzenverhältnissen führen. Sind die Behandlungen heute in Deutschland besser als vor 20 Jahren? Schlägt ein demographischer Faktor schon zu Buche? Wohl kaum in dem Maße, wie die Beiträge und Zuzahlungen in dem Zeitraum gestiegen sind. Weiss überhaupt jemand genau wieviel was kostet? Welcher Arzt, welches Krankenhaus, welche Apotheke .... steht überhaupt im Wettbewerb? Welche Behandlung ist denn überhaupt sinnvoll und wieviele Krankheiten entstehen überhaupt erst durch Behandlung? Diejenigen die das beantworten können sind auch die finanzellen Nutzniesser solcher Systeme. Diejenigen, die zahlen, sind hierzu zwangsverpflichtet und im starken Maße hiervon auch wieder abhängig. Die Politik hat aus welchen Gründen auch immer nicht die Kraft diesen Kreis (Spirale) zu durchbrechen. So wird auf Dauer ein System an sich selber scheitern.
Focker: und was ist mit den Arbeitnehmern ???
 
26.12.03 19:16
#13
das Gejammere hier ist ja unerträglich !!!  
ER2DE2: der kleine Mann/Frau
 
26.12.03 19:23
#14
ist doch immer der Arsch - wir werden alle zurückstechem müssen, da der Staat nicht mit Geld umgehen kann - könnte er hätte er in den fetten Jahren Rücklagen gebildet (so wir er es den PKVS vorschreibt) - die Rücklagen hätten das ganze Desaster das uns bevorsteht zumindest gemildert - warum der Staat Versicherungen verkauft ist mir sowieso schleierhaft - die Chinesen haben recht wenn Sie meinen wir in Deutschland leben im Sozialismus und die Chinesen haben Marktwirtschaft ...
Buffalos: hier gibt es doch keine Rentner!
 
26.12.03 19:36
#15
Ariva ist doch eher ein Afterschoolboard.

Die Rentner heute können mehr als froh sein, uns wird es einmal viel schlechter gehen.
poste: stimme dir zu ER2DE2
 
26.12.03 20:33
#16
genau so ist es.

und die kleinen (rentner, wenig verdiener, sozialleistungs empfänger) werden es sogar doppelt ausbügeln müssen. denn die können sich nicht wehren. es wird da noch vieles auf die zukommen, entlastungen sehe ich nicht, außer evtl. 0,2% niedrigerer kv beitragssatz (wenn das eintreffen sollte, was uns die schmidt dieses jahr verkauft hat).

wenn ich mal von etwas gestiegenen lebenshaltungskosten absehe, hat mich jeglicher pfusch der bundesregierung bisher zum glück nicht betroffen.

warum?

1. weil ich PKV versichert bin
2. weil ich nicht rauche
3. weil ich keinen eigene pkw habe
4. weil selbständig bin

wie siehst bei denen aus, auf die diese punkte nicht zu treffen?

achja, auf politiker treffen 3 der vier punkte auch zu! zusätzlich dürfen die aber:
1. ihr einkommen selbst festlegen
2. ihre arbeitserfolge ebenfalls selbst bewerten
3. haben KEINE probezeit
4. werden auch bei erfolgslosigkeit weiter bezahlt (über jahre natürlich)
5. werden noch viele jahre bezahlt, auch wenn sie mit ihrer tätigkeit schon lange lange nichts mehr zu tun haben.

ich hör jetzt auf, das kann ich sonst noch stundenlang weiter vervollständigen.

ich bin gern bereit ebenfalls zur kasse geben zu werden, aber nur, wenn unsere politiker das ebenfalls machen. ansonsten würde ich auch lieber meinen pass abgeben, als auch nur einen cent mehr zu zahlen an unsere politiker.

@Buffalos

ich gebe dir gern recht, daß es den jetzigen generationen mal viel schlechter im "rentenalter" ergehen wird, als den heutigen rentnern. ich kenne aber auch heute schon rentner, die sich ihr essensgeld über den monat einteilen müssen. sonst haben die die letzten tage im monat nix mehr zu futtern. von luxus, oder sich einfach nur etwas gönnen, träumen die teilweise schon seit jahren. auch hier wird nur bei den genommen, die wenig oder nichts haben.

einem rentner 10 euro wegnehmen, ist schlimmer, als einem politiker 100 euros zu nehmen. die summe zusammen macht vermutl. das gleiche aus. mir ist jedoch nicht bekannt, daß irgendein politiker in den letzten jahren das einkommen gekürzt wurde. ich habe nur gehört, daß die überall ihre diäten (ein schönes wort) erhöht haben.

gruß

poste
kalle4712: rauf - ein Skandal, über den jeder informiert sein
 
27.12.03 11:36
#17
sollte. Der Hammer ist, dass Rentenansprüche quasi jetzt schon wieder gekürzt werden, nur weil die Leute zusätzlich auch privat vorsorgen.

Die Privatvorsorge bzw. die gesetzlichen Rentenbeiträge haben heute quasi schon den Status einer Steuer!
bogard: Die Zeit wird kommen
 
27.12.03 12:07
#18
in denen von Renten noch Rentenbeiträge zu entrichten sind.
54reab: @kalle4712: mit der umstelleung der
 
27.12.03 12:15
#19
rentenberechnung von der bruttolohnbezogenheit auf die nettolohnbezogenheit wurde der grundstein gelegt, dass einzahlungen in direktversicherungen, riester-rente und firmenpensionsfonds sich dämpfend auf die rentenentwicklung auswirken würde (je mehr vorsorge desto geringere rente).  

man spielt aber mit dem gedanken, zur bruttolohnbezogenheit (natürlich unter anderem namen) zurückzukehren. die laufenden und angedachten steuersenkungen wirken sich rentenerhöhend aus.


 Salute 54reab - baer45: <a href=">www.baer45.de.vu">

Major Tom: Verwandte sollen Pflege zahlen
 
27.12.03 13:51
#20
Samstag, 27. Dezember 2003
Rot-grüne Ideen
Verwandte sollen Pflege zahlen  

Die rot-grüne Bundesregierung will Familienangehörige stärker an den Kosten für die Betreuung von Senioren beteiligen. Das berichtet das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel".

Demnach sollen die Unterhaltspflichten von Kindern und Enkeln ausgeweitet werden, so die Überlegungen in einer Arbeitsgruppe. Der Zuschuss für einen Heimplatz von derzeit höchstens 1.432 Euro im Monat solle deutlich gekürzt werden.

Ein Sprecher von Bundessozialministerin Ulla Schmidt (SPD) sagte auf Reuters-Anfrage, dies seien Überlegungen einer Arbeitsgruppe, deren Beratungen noch nicht abgeschlossen seien. Die Regierung sei gezwungen, die höchstrichterliche Rechtsprechung in diesem Bereich nachzuvollziehen. Sie sei zudem bemüht um einen Weg, die ambulante und häusliche Pflege zu Lasten der stationären Betreuung zu stärken.

Der Bundesgerichtshof hatte im Dezember entschieden, dass im Einzelfall auch Ersparnisse von Schwiegertöchtern und -söhnen herangezogen werden können, um einen Heimplatz zu bezahlen.

Gegenwärtig:

Pflegegeld für selbstbeschaffte Pflegepersonen:

Pflegestufe I (erheblich Pflegebedürftige) 205,00 EUR
Pflegestufe II (Schwerpflegebedürftige) 410,00 EUR
Pflegestufe III (Schwerstpflegebedürftige) 665,00 EUR

Vollstationäre Pflege:

Pflegestufe I bis zu 1.023,00 EUR
Pflegestufe II bis zu 1.279,00 EUR
Pflegestufe III bis zu 1.432,00 EUR
SchwarzerLor.: Das ist ja grauenhaft.
 
27.12.03 15:17
#21
Es sollte selbstverständlich sein und ist es wohl auch, daß man seine Angehörigen engeren Grades pflegt bzw. bezuschußt. Daß unsere Regierung wieder mal alles regulieren will ist typisch. Der Vorschlag ist extrem unvernünftig und wird so manchen Bürger in die Armut treiben, weil die eigene Mutter jahrelang ans Bett gefesselt ist.  
54reab: die pflegeversicherung gehört
 
27.12.03 16:02
#22
abgeschafft. sie deckt bei weitem nicht die vollen kosten, reicht aber im regelfall um eine potentielle erbschaft unangetastet zu lassen. sie ist also in wirklichkeit eine erbschaftschutzversicherung. ich habe nicht gegen eine solche versicherung - sie sollte allerdings freiwillig sein. dass im sozialhilfefall die angehörigen des ersten und eventuell noch des zweiten grades zur kasse gebeten werden ist vollkommen richtig. Sonst könnte man ja wieder durch rechtzeitiges verschenken die erbschaft sichern und die gemeinschaft blechen lassen.


 Salute 54reab - baer45: <a href=">www.baer45.de.vu">





Courtage: Die Antwort darauf kann nur sein:
 
27.12.03 16:02
#23
Gründung einer Rentnerpartei, die "ihre Klientel" vertritt.

So was gibt es schon in der Schweiz, Luxemburg, Tschechien u.s.w.

Es gibt 19,5 Mio. Rentner in Deutschland, die CDU hat bei den letzten Bundestagswahlen nicht mehr Stimmen bekommen, die SPD gerade mal ca. 7Mio. mehr.

Auf die Frage ob so was legitim ist, kann man nur antworten:
Die Regierung macht es derzeit genauso, ob Rürup oder Harz, diese Kommissionen vertreten nur eine "bestimmte Klientel".

Die Rentner haben eine "große Macht", sie wissen es nur noch nicht.

Es gibt übrigens nur einen Generationenkonflikt in Deutschland und der heißt:

                                   Reich gegen Arm!
Gruß
54reab: @Coutage: die rentner gibt es nicht. auch unter
 
27.12.03 16:12
#24
rentnern gibt es viele, die die sozialschnorrerei über haben. ziel kann nicht sein rentner gegen nicht-rentner, fußballfans gegen tennisspieler, ...

ziel muß es sein unsere probleme generationsübergreifend und demokratisch zu lösen. das wird nicht zur absoluten lösung führen. gibt es die überhaupt? die probleme sind auch nicht so groß, dass sie nicht lösbar wären.


 Salute 54reab - baer45: <a href=">www.baer45.de.vu">

 
54reab: pardon, sollte Courtage heißen.
 
27.12.03 16:20
#25
 

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