Diese Frage beschäftgt jeden und es erheben sich immer mehr Stimmen, die vor einem Bullenmarkt warnen. Was ist dran an diesen Überlegungen?
Es gibt eine fundamental geprägte Effizienzmarkthypothese, die besagt, dass die Finanzmärkte in dem Sinne effizient sind, dass vorhandene Informationen bereits eingepreist sind und somit niemand in der Lage zu dauerhaft überdurchschnittlichen Gewinnen ist. Kritik an den Stärken und Schwächen dieser Markteffizienztheorie ist vor allem, dass sich diese mechanische Sichtweise der Märkte in der Realität oftmals nicht nachweisen läßt. Auch die Random-Walk-Theorie ist Gegenstand von Falsifizierungen. Das Gegenstück hierzu schließlich die Behavioral Finance Vertreter, die davon ausgehen, dass die Kurse viel weniger von fundamentalen Daten geprägt sind als von der Psychologie der Marktteilnehmer.
Von einer Bärenmarktfalle spricht man dann, dass ein "bearish" denkender und verkaufender, also auf bevorstehendem Kursabfall eines Wertpapiers setzender Spekulant ein Verkaufssignal vermutet hatte, jedoch sofort oder nach einer kurzzeitigen und nicht allzu deutlichen Bestätigung seiner Denkweise von der gegenläufigen Kursentwicklung (somit vom Kursanstieg) nachhaltig über den Wert zum Verkaufszeitpunkt hinaus überrascht wurde und mithin eine Fehlentscheidung getroffen hat.
In der Tat, der Kursanstieg der letzten Tage hat mehr als überrascht. Auf Grund der Nachrichtenlage stehen die Zeichen eigentlich nicht auf "bullish". P+F technisch hat sich ein deutliches Hausse-Signal etabliert. Sollte sich jedoch ein Trendwechsel abzeichnen, könnte der DAX bis auf 4.700 "einknicken", möglicherweise aber von da aus nur Luft holen und mit neuerlicher Kraft nach oben drücken. Für mich würde ich bei 4.700 ein Stopp-Loss beachten und dann erst das weitere Geschehen neu bewerten.
P&F ist einfach und bestechend - ideale Ergänzung für tägliche Dispositionen. Chartmaterial stelle ich aus rechtlichen Gründen nicht zur Verfügung.