Fakt ist, dass die abnehmenden vor allem einfachen Arbeiten angesichts immer tiefgreifender Automatisierung, sich immer weniger Menschen immer weniger Arbeitsplätze teilen müssen.
Über kurz oder lang wird es wohl BGE oder Kombi-Lohnmodelle geben, welche es ermöglichen sollen, dass sich mehr Arbeiter einen Arbeitsplatz teilen können und trotzdem ein Auskommen haben.
Die Gefahren sehe ich jedoch, dass der Kombi-Lohn dazu mißbraucht wird, dass Personalkosten quasi "verstaatlicht" werden, denn wer will darüber entscheiden, für welche Arbeit es wie viel Kombi-Lohn vom Staat gibt?
Dem Lobbiismus ist dabei wohl Tür und Tor geöffnet Niedriglöhne sowie schlechte Unternehmenskonzepte am Markt etwas besser durchsetzen zu können.
Daher bin ich beim Kombilohn skeptisch und fände ein bedingungsloses Grundeinkommen für die bessere Alternative, weil es gleiches Recht für alle Branchen und Menschen enthält und zudem der bürokratische Aufwand deutlich geringer und mit dem BGE könnte man viele teure Bürokratie abbauen, wie z.B. das Rentensystem, Sozialsysteme jeder Art, Kindergeld, usw.
Weiter löst es Bildungsproblematiken, denn viele Menschen fehlen die Möglichkeiten um sich weiter zu bilden, weil sie nicht selten ziemlich stark an ihrem Job gebunden sind, Überstunden machen müssen und sich eine Weiterbildung nicht selten gar nicht in den Arbeitsalltag integrieren lässt.
Welcher Chefe wird wohl seinen Mitarbeiter regelmäßig von der Arbeit freistellen, wenn die Auftragslage gerade jeden Mitarbeiter braucht.
Ich kenne in meinem Arbeitsumfeld eine Vielzahl von Kollegen, welche gernen einen höheren Bildungsabschluss anstreben würden, wenn sie dazu auch die Zeit bekämen.
Das BGE sehe ich daher als eine höhere individuelle Flexibilität und deutlich weniger Bürokratie.
Kritische Stimmen behaupten, dass das BGE dazu führen würde, dass immer Weniger noch arbeiten gehen werden.
Hierzu muss man jedoch bedenken, dass spätestens wenn Niemand mehr z.B. Energie oder Wasser bereitstellt, die Preise explodieren würden und das BGE für eine Erhaltung des Wohlstands bzw. Lebensstandards nicht mehr reichen würde.
Des Weiteren will die Mehrheit der Menschen gerne arbeiten und viele Arbeiter arbeiten an sich sogar gerne in ihrem Beruf, WENN da die Bedingungen stimmen würden.
Oftmals sind es nicht mal die Jobs, sondern vielmehr die Bedingungen, welche einen Arbeitsplatz unattraktiv machen.
D.h. der eingefleischte Bauarbeiter arbeitet an sich nicht ungern auf dem Bau, wenn er eben statt der 43h-Woche eben nur 28h arbeiten müsste und einen Tag mehr Freizeit bzw. Erholung haben könnte.
Das BGE ist somit auch eine mögliche Antwort auf die Rentenproblematik, da man die Fachkfräfte nicht so stark "verschleißen" würde und Menschen deutlich länger arbeiten gehen könnten.
Ihr seid also eingeladen um über diese Thematik mit zu diskutieren.