Es ist schon ein wenig merkwürdig, wie sich Menschen in Masse in den BurnOut ja fast schon treiben lassen.
BurnOut ist ja nicht ein Problem bei Scheißjobs, sondern vor allem ein zunehmendes Problem bei höhergestellten Jobs, z.B. Führungspositionen, Ingenieursjobs, usw.
Weiterhin trifft man BurnOut zunehmend auch bei der beruflichen Weiterbildung an, denn einerseits wird der Arbeitsdruck nicht weniger, sondern eher mehr und ein Studium bewerkstelligt sich eben nicht von Alleine und Familie gibt es da ja auch noch von Hobbies und Leidenschaften ganz zu schweigen.
Die Ursachen des BurnOuts sind meiner Meinung nach ein fehlendes Bewusstsein bei den Menschen selbst, die ohne mal tiefgründiger nachzudenken in ihr verderben rennen und Verderben politisch noch fördern, indem sie sich Alternativen verweigern.
Wenn man mal ehrlich ist, so könnte die Führungskraft oder der Ingenieur doch wählen und eben keine Überstunden machen und sich eben einen anderen Posten suchen, zumal ja ein Mangel an Fachkräften besteht. Doch warum tun es nur Wenige?
Weil Ihnen das Bewusstsein fehlt, genau einschätzen zu können, was Gut für das Befinden ist.
Das Bewusstsein der meisten Menschen wird immer noch von Geld, Prestige und Status geprägt, wobei sozialwissenschaftlich erwiesen ist, dass Glück eigentlich viel einfacher und begnügsamer zu erreichen ist, z.B. indem man eben sein Leben weniger von "viel" Geld abhängig macht und stattdessen lieber Werte wie Freizeit, Mitmenschen, Lust und Leidenschaft, Sport, Freiheit, Unabhängigkeit ausrichtet, denn dies sind Werte, welche eben wirklich glücklich machen.
Klar ein solches Bild ist in unserer Gesellschaft nicht vorgesehen und solche Menschen würde man vermutlich als "Ökos" oder "Freaks" abtun.
Aber wie so oft im Leben kann eben an vielen Stellen "Weniger" am Ende "Mehr" sein und wer eben NICHT dem Geld und diversen Posten mit aller Macht hinterher rennt, eben NICHT 50h die Woche arbeitet, sich eben NICHT durch seinen Chefe unter Druck setzen lässt und einfach das tut, was eben dem eigenen Empfinden am Zuträglichsten ist, für den wird BurnOut kein Thema werden und für den wird Arbeit eben kein Zwang sondern eine halbwegs angenehme Geschichte bleiben.
Klar wird der Chefe dann vielleicht blöd gucken und klar kann es kurzfristig für das Unternehmen nachteilig sein, doch mal ehrlich ein Unternehmen, welches seine Ingenieure oder Führungskräfte pro Woche weit über 40h arbeiten lässt, das braucht sich nicht wundern, dass dann Fehlentscheidungen getroffen werden, wie man sie am laufenden Band erfährt.
Und wie heißt es so schön, man arbeitet um zu leben und nicht umgedreht ;-)
Mein Tip:
- Kredite alle abzahlen und sich möglichst schuldenfrei machen
- Lebenshaltungskosten senken, z.B. über PV-Anlagen
- sich viel VitaminB beschaffen, Bekanntschaften knüpfen auf die man im Zweifelsfalle zurückgreifen und Kosten sparen kann. (es lohnt sich einen KfZ-Techniker, Handwerker gut zu kennen ;-)
- seinen Lebensstil so gestalten, dass man im Zweifelsfalle auch mal paar Monate mit HartzIV auskommen könnte. Reserven können niemals schaden
Wenn man dies beherzigt, so braucht man vor einer Entlassung keine große Angst mehr zu haben und man stärkt zudem seine Verhandlungsbasis, denn wenn man sich selbst unabhängig macht, wird es für einen Arbeitgeber schwieriger einen Druck aufzubauen (z.B. Überstundenzwang anordnen, schlechte Arbeitsbedingungen aufdiktieren, uvm. )