Wenn hier argumentiert wird, man hätte sich die 100.000 € ja auch durch Arbeit verdient, dann frag ich mal ganz frech, wer das bestimmt?
Was jemand verdient, bestimmt doch der Markt. Das ein Finanzbeamter 4000 € brutto verdient aber eine Friseuse nur 1000 €, obwohl beide gleich lang arbeiten, ist eine Frage des Marktes, aber kann man da von gerechtem Verdienst reden?
Wenn ein studierter Facharbeiter arbeitslos wird, weil es Konjunktur oder auch sein persönliches Auftreten so möglich machen, und er dann 1000 € zur Verfügung hat, ist das dann zwigend seine Schuld und sein Problem?
Ich dachte wir leben in einer Solidargemeinschaft, wo der Gutverdienende nicht so egosístisch ist zu denken, er hat durch eigene Arbeit ja seine 4000 € pro Monat und mehr auch verdient, also soll der Rest doch sehen wir er klar kommt. Na scheinbar hab ich mich geirrt. Dachte bisher immer wir nehmen die Leute "am Rande der Gesellschaft" mit. Es gibt Millionen Ehrenämtler in unserem Land. Wie siehts denn bei denen damit aus, was sie "verdient" hätten? Nicht alles dreht sich ums Geld und lässt sich damit bemessen. Ist doch alles Schall und Rauch. Geld ist doch eh nur ein fiktives Zahlungsmittel, was man jederzeit ersetzen kann. Ich weiß, jetzt geh ich euch mächtig auf die Nerven, aber das musste mal raus. Ich seh jeden Tag den extremen Wohlstand in unserer Gesellschaft, und trotzdem regen sich die Leute am meisten über höhere Steuern auf, die nen fettes Auot fahren, nen Haus bauen oder ne schöne Wohnung haben und monatlich noch was fürs Alter zurücklegen können. Was da alles fürn Kram in den Wohnungen und Garagen steht, ... mir immer wieder unverständlich. Die abgefuckte Konsumgesellschaft at its best ...