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Drillisch: 555 % Anstieg sind locker möglich!


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Lettin29:

Katjuscha

8
02.11.11 13:10
Also was ich hasse, ist immer diese Neid-Debatte!

Wenn einer 100 tsd. Euro im Jahr verdient, verdient er die nicht, weil er "Dienst nach Vorschrift" macht und keine Verantwortung übernimmt.

Ich habe regelmäßig meine 60 Stunden-Woche und da verbitte ich mir doch den Vergleich "der verdient 6 mal so viel wie der Harz4-Empfänger".

Dass der sich aber den ganzen Tag die Eier schaukelt, bleibt wie immer nicht erwähnt.
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steffen71200:

ganz

 
02.11.11 14:00
abgesehen davon, welchen zufluss besserverdienende dem mehrwertsteuertopf zuspülen. wenn katjusche sich 'nen ford Ka holt, macht das doch einen unterschied zu juche, der sich da mal eben 'ne s-klasse holt gell? :D

s.
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karaya 1:

zwar ein ganz anderes Thema aber

5
02.11.11 14:02
man kann es ja mal anreißen...

katjuscha, ich rede von Abzügen, einem brutto/netto vergleich, man kann ja nicht sagen der spitzensteuersatz liegt ja "nur bei 42%" und daher kann man ihn um 10% erhöhen, und die restlichen Abzüge mit denen man auch mit 42% schon leicht über 50% Abzüge vom netto Gehalt kommt vernachlässigen!

und wenn ich mit dem spitzensteuersatz von 42% ohne Probleme auf einen Unterschied zwischen brutto/nettogehalt von 50% komme ergibt das bei einem spitzensteuersatz (wie von dir vorgeschlagen) von 52% doch leicht einen Unterschied von 60% oder nicht?


grundsätzlich finde ich es absolut falsch den spitzensteuersatz bei 50 000€ beginnen zu lassen, damit belastet man den Mittelstand überdurchschnittlich dabei ist gerade der wichtig für ein Land. Aber ich denke über den "Mittelstandsbauch" brauche ich in diesem Forum nicht zu klagen, der sollte allen bekannt sein.


Deinen Vergleich "der verdient 6 mal so viel wie ein Hartz4-Empfänger" finde ich wirklich etwas fehl am Platz...Vor allem verstehe ich die Aussage in dem Vergleich auch nicht...ist doch logisch dass man mehr bekommt wenn man arbeitet als wenn man sich vom Staat/denen die eben arbeiten finanzieren lässt...

Und wenn mir von meinem 100 000 € einkommen nach allen Abzügen 40 000€ übrig bleiben ist das ganz einfach ungerecht, da ich etwas leiste und der Lohn für meine Leistung 100 000 sind ich aber nur 40 000 bekomme.

Außerdem 5000€ haben oder nicht haben ist auch ein Unterschied der nicht "egal" ist.
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Katjuscha:

was hat denn das mit Neid zu tun?

3
02.11.11 14:28
Ich würd das anstandslos zahlen, da ich den Staat und seine Ausgaben als besonders wichtig für unser Sozialsystem empfinde.

Neiddebatte gibts doch eher andersherum. Die Leute, die schon 100k und mehr verdienen, regen sich drüber auf, davon die Hälfte abgeben zu müssen, und nur noch doppelt so viel wie ein Durchschnittsbürger anstatt 3 mal so viel zu verdienen. Das find ich bemerkenswert neidisch.

Tja, aber das scheint mir hier ne Endlosdebatte werden zu können, da es hier auch um die ewige Diskussion zum Begriff Arbeit geht. Die arbeitende Bevölkerung tut sich ja deshalb auch mit dem Thema Bedingungsloses Grundeinkommen schwer, obwohl sie da sogar besser gestellt wäre. Dabei gehts aber eigentlich um eine Veränderung der Sicht auf Arbeit, Ehrenamt und Humanität. Aber das muss man hier nicht weiter ausbreiten. Sind eher philosophische Ansätze, die man Zahlenfreaks schwer erklären kann.
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steffen71200:

timur und sein trupp...

 
02.11.11 14:33
Antworten
Katjuscha:

mal abgesehen davon, .. war eigentlich die BRD

2
02.11.11 14:33
konjunkturell schwach auf der Brust, hochverschuldet und konsumschwach als es noch Spitzensteuersätze von 50% und mehr gab?

Schon interessant wie vergesslich manche Leute sind. Einerseits sich die guten alten Zeiten zurückwünschen als die Wirtschaft brummte, der Staat gering verschuldet war und die Leute konsumiert haben, aber der damaligen Steuersatz war ein Werk des Teufels. Schon interessant.

Fakt ist, die Steuern für Besserverdienende wurden seit Jahren gesenkt. Hat es denn geholfen?

Im übrigen gehts mir ja gar nicht zwingend um Steuererhöhungen, jedenfalls nicht dauerhaft. Aber große Krisen wurden historisch immer durch Umverteilung von oben nach unten gelöst, und das beinhaltete fast immer auch Steuererhöhungen, sowohl in Europa als auch in den USA. Wir hatten in den USA in den 30er Jahren einen Spitzensteuersatz von über 60%. Heute gibt es in den USA zusätzlich Luxussteuer. In der BRD hatten wir auch jahrelang Spitzensteuersätze von über 50%. Man kann ja gerne drüber reden wo die Grenze beginnt. Von mir aus auch erst bei 200.000 € mit 48% und ab 100.000 € 45%. Muss man ja eh relativ eng staffeln.
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Katjuscha:

Am Wochenende saß im Cafe mit alten Freunden

2
02.11.11 14:38
zusammen, die ich lange nicht gesehen hatte. War schon interessant, was man da zu hören bekam, wenn man unsere ach so schlechte Konjunkturlage bedenkt.

Wenn Leute mit Anfang 30 sich ein Haus leisten können, dazu sich Frau und Mann jeweils einen Neuwagen leisten und die andere Famlie nen Touran als Familienkutsche und gerade in eine Eigentumswohnung gezogen sind, obwohl beide Familien nicht gerade zur Oberschicht gehören, dann farg ich mich manchmal auf welchen Niveau wir jammern.
Und die zahlen ja auch alle Steuern.
Jetzt erzählt mir doch nicht, die würden einen sozialen Abstieg sehen, wenn sie 5-10% mehr Steuern bezahlen!

Ich kenn auch genug Leute, die mit nicht mal 1000 € klarkommen oder klar kommen müssen. Neiddebatte geht doch von denen aus, die viel verdienen und dann immer rumheulen für den Sozialstaat mal (zumindest temporär) etwas mehr leisten zu sollen.
Antworten
Katjuscha:

oder nehmen wir doch die Abgeltungssteuer

 
02.11.11 14:42
wo wir schon in einem Börsenforum sind.

Die Besserverdienenden haben früher ihren normalen Steuersatz bei Finanztranskationen zur Anwendung bringen müssen. Jetzt zahlen sie genauso 25% wie der Kleinanleger mit niedrigem Einkommen, der zudem vorher noch die Möglichkeit hatte, die Steuerbefreiung bei einjährigen Spekulationsfrist zu nutzen. Jetzt sind alle gleich. Tja, scheinbar ist der Kommunismus im Finanzsystem ausgebrochen. Alle sind gleich. Aha!
So viel zum Unterschied zwischen Gleichheit und Gerechtigkeit.
Antworten
cidar:

also

9
02.11.11 14:43
ich finde ja:


Drillisch ist ne interssante Aktie.....
sollte man für länger investiert sein...
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Katjuscha:

und noch was

4
02.11.11 14:55
Wenn hier argumentiert wird, man hätte sich die 100.000 € ja auch durch Arbeit verdient, dann frag ich mal ganz frech, wer das bestimmt?

Was jemand verdient, bestimmt doch der Markt. Das ein Finanzbeamter 4000 € brutto verdient aber eine Friseuse nur 1000 €, obwohl beide gleich lang arbeiten, ist eine Frage des Marktes, aber kann man da von gerechtem Verdienst reden?
Wenn ein studierter Facharbeiter arbeitslos wird, weil es Konjunktur oder auch sein persönliches Auftreten so möglich machen, und er dann 1000 € zur Verfügung hat, ist das dann zwigend seine Schuld und sein Problem?
Ich dachte wir leben in einer Solidargemeinschaft, wo der Gutverdienende nicht so egosístisch ist zu denken, er hat durch eigene Arbeit ja seine 4000 € pro Monat und mehr auch verdient, also soll der Rest doch sehen wir er klar kommt. Na scheinbar hab ich mich geirrt. Dachte bisher immer wir nehmen die Leute "am Rande der Gesellschaft" mit. Es gibt Millionen Ehrenämtler in unserem Land. Wie siehts denn bei denen damit aus, was sie "verdient" hätten? Nicht alles dreht sich ums Geld und lässt sich damit bemessen. Ist doch alles Schall und Rauch. Geld ist doch eh nur ein fiktives Zahlungsmittel, was man jederzeit ersetzen kann. Ich weiß, jetzt geh ich euch mächtig auf die Nerven, aber das musste mal raus. Ich seh jeden Tag den extremen Wohlstand in unserer Gesellschaft, und trotzdem regen sich die Leute am meisten über höhere Steuern auf, die nen fettes Auot fahren, nen Haus bauen oder ne schöne Wohnung haben und monatlich noch was fürs Alter zurücklegen können. Was da alles fürn Kram in den Wohnungen und Garagen steht, ... mir immer wieder unverständlich. Die abgefuckte Konsumgesellschaft at its best ...
Antworten
steffen71200:

jesusssss

4
02.11.11 14:56
Antworten
Katjuscha:

okay, Beamter war nen blödes Beispiel, aber

 
02.11.11 14:56
ihr wisst was ich meinte. Könnte da auch nen Bankmitarbeiter oder Manager in mittlerer Führungsebene nennen.
Antworten
Katjuscha:

das ist zu viel der Ehre, steffen

 
02.11.11 14:56
Antworten
steffen71200:

ich werde mich

3
02.11.11 15:06
nicht an dieser diskussion beteiligen! nur soviel: ich arbeite für mein geld, zahle hohe steuern und helfe somit indirekt den leuten "am Rande der Gesellschaft";) allein mein konsum spült genug steuern in die staatskasse. desweiteren wird gespendet und auf anderer seite wieder gegeizt und das vorallem am willen, drillisch zu verkaufen:D guck mal, honecker ist wech und das ist auch gut so;)

s.
Antworten
steffen71200:

geh mal raus kat,

 
02.11.11 15:10
geilet wetter ;)

s.
Antworten
Katjuscha:

richtig steffen, das ist genau das was ich sage

 
02.11.11 15:19
Steuern zahlen wir alle und helfen damit dieser Solidargemeinschaft. Ändert sich das wenn du 5% mehr zahlst?

Ich persönlich habe nur einen mittleprächtigen Job, dazu die Börsenverdienste (ist aber wirklich überschaubar) und nebenbei zwei ehrenamtliche Jobs. Ich müsst mich doch viel mehr über das System aufregen als jemand, der 100.000 € brutto und 45.000 € netto verdient. Gibts dazu noch einen zweiten in der Familie, der verdient, dann lebt man auch mit sagen wir 150.000 € brutto und 65.000 € netto sehr, sehr gut.
Was soll die Friseuse sagen, oder der Hilsarbeiter oder die Putze, die sich Tag für Tag den Arsch abrackern und dann mit 1000 € im Monat nach hause gehen? Arbeiten die denn weniger lang und hart als irgendjemand, der mit nem Bürojob 10.000 € brutto macht?

Wetter bei mir ist eher mittelprächtig. Glaub es regnet gleich.
Antworten
steffen71200:

nimmste den schirm mit raus...

3
02.11.11 15:23
Antworten
Holzkobb:

Chapeau, Kat!

 
02.11.11 16:13
Antworten
RockefellaJoe:

"Freunde mit Haus"

5
02.11.11 16:35
Das liegt daran, daß die Leute diese "Muss ich auch haben" Einstellung von den Amis haben. Unabhängig davon ob sie es brauchen oder sich Leisten können. Und wenn sie das Geld dafür nicht haben, dann eben auf Pump.
Schau dir mal diese 20 Jährigen Milchbubis an, die BMW M3 durch die Gegend fahren.
Dann sagen alle "wie macht der das bloß?" Ich will auch.
Klar! 120 Monatsraten mit je 500€ und haben nicht mal Kohle übrig für Teilkasko.
Und wenn denen einer die Scheibe einschlägt machen sie Folie drum.
Genauso mit einer Immobilie. Geh mal zur einer Bank und sage du willst finanzieren.
Immobilienwert 300000€/ Eigenkapital 10 %. Du bekommst garantiert ein "Angebot".
Dann kannst Du deine Freunde einladen und "will ich auch" infizieren. Aber daß Du jeden Monat 1200 € + NK laufen hast und die nächsten 35!!!! Jahre Gesund und Arbeitfähig bleiben musst vergisst man schnell dabei.
Ich hoffe uns passiert nicht dasselbe wie den Amis.
Antworten
juche:

so nebenbei,

5
02.11.11 16:57
Dri steht bei 8,39

also nur 6 % unter dem 10-Jahreshoch

:-))))
Antworten
Katjuscha:

zwar richtig RockefellaJoe, aber

 
02.11.11 17:02
es ist ja eben nicht so als würden die Leute sich die Kredittilgung plus Nebenkosten nicht leisten könnten.

Wenn man als Durchschnittsdeutscher 31.000 € brutto hat, dann dürften Leute, die sich nen Haus finanzieren zumindest über Schnitt liegen. Also sagen wir mal 2000 € netto pro Monat. 3500 € zu zweit und davon muss man monatlich 1000 € für die Tilgung von Krediten für Haus und Auto verwenden. Ist doch kein Ding. Hat man bei 800 € Lebenshaltungskosten immernoch 1700 € für sonstige Fixkosten.
Klar, wenn man mit Arbeitslosigkeit in Zukunft rechnen muss, wirds eng, aber macht doch keiner.

Ist ja auch gar nicht wirklich mein Thema gewesen. Hier gings ja darum, wie der Staat aus der Schuldenfalle herauskommen könnte. Natürlich bin ich dafür, dass der erstmal bei den eigenen Ausgaben anfangen muss, ob man da sparen könnte. Das darf aber auch nicht zum abwürgen der Konjunktur führen, genau wie höhere Steuereinnahmen nicht zu einem Konsumeinbruch führen darf. Versteht sich ja von selbst. Ich glaub nur nicht, dass wirklich ein Spitzensteuersatz von (temporär!!!) 50% die sehr gut verdienenden Bürger groß am Konsum hindert. Ich persönlich hab ja einen relativ großen Bekanntenkreis. Mir ist trotzdem nicht ein einziger Mensch bekannt, der im Monat mehr verdient als 8500 € brutto. Insofern frag ich mich ein wenig wieso es hier so ein Aufschrie gibt, wenn man diese wenigen Bürger etwas mehr schröpfen will als bisher. Betrifft doch kaum jemand. Und wen es betrifft, der kann es locker verkraften.
Antworten
Katjuscha:

8,42 € - als ob nix gewesen wär :)

 
02.11.11 17:09
Antworten
juche:

war auch nix,

2
02.11.11 17:11
kann mir nicht vorstellen, dass in den letzten Wochen in Deutschland weniger telefoniert wurde...

Alles andere sind Momentaufnahmen.
Antworten
RedPepper:

Kat,

 
02.11.11 17:11
vllt ist ja doch der eine oder andere dabei mit >8.500. Die sagen es Dir nur nicht, weil sie Angst vor Dir haben. ;-)
Die Natur kennt keinen rechten Winkel.
Antworten
Katjuscha:

kann natürlich sein, RedP :)

 
02.11.11 17:14
Bei mir würden die alle vor die Rätekommision des Sowjets kommen und dann an die Wand gestellt werden. Scheiß Großkapital.
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