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Der USA Bären-Thread

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Passende Knock-Outs auf Apple Inc

Strategie Hebel
Steigender Apple Inc-Kurs 5,01 10,03 14,61
Fallender Apple Inc-Kurs 5,03 10,21 15,16
Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen finden Sie jeweils hier: DE000VY1MHL9 , DE000VY3E4X7 , DE000VY3L7F8 , DE000VY3SX74 , DE000VH63D64 , DE000VH4JBC2 .Bitte informieren Sie sich vor Erwerb ausführlich über Funktionsweise und Risiken. Bitte beachten Sie auch die weiteren Hinweise zu dieser Werbung.

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Kicky:

Warum Geschäfte mit Griechen nicht gut laufen

2
15.06.12 11:29
Griechenland und Deutschland -eine Geschichte der Entfremdung

.....German officials, many speaking on condition of anonymity due to the sensitivity of the issue before Sunday's vote, speak of a broken Greek bureaucracy incapable of implementing decisions taken at the top. A drive to root out corruption and tax-dodging has largely failed, they say.....

...Greeks placed huge importance on face-to-face meetings, while the Germans felt most issues could be resolved remotely by phone or email.

Some Germans also point to the model of the Prussian bureaucrat, whose sense of pride in ensuring decisions taken at the highest levels of government are implemented speedily and to the letter, still runs deep in German ministries. It took a while for Berlin and Brussels to realise that a similar ethos did not exist in Greece. Far from it.

Often, civil servants, whose wages and benefits were being slashed to meet austerity goals imposed by the country's international lenders, actively undermined the ministers they worked for, or operated at cross-purposes with other ministries, with whom they had little or no contact, several German officials said.

Under the guidance of EU and IMF bailout inspectors, the government also made the mistake, the Germans said, of cutting the salaries of civil servants across the board and then later firing a portion of them, when it should have fired first and raised wages for those that remained to keep them motivated.

"They did everything in the wrong order," a senior ministry official in Berlin said.

The result was gridlock that often seemed inexplicable to the Germans.

"There is a wonderful tendency in Greece to wait until the last minute to do anything," an EU official, who is a German national, said. "Five minutes before 12 is too early. It has to be 30 seconds before 12 before they step into action."

www.athensnews.gr/portal/8/56286
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permanent:

Kicky #816 Dollar profitiert von Kapitalflucht

10
15.06.12 11:37

Ein sehr interessanter Bericht über die Verschiebungen von großen Summen in Richtung USA. Sicher ist es aus Sicht der USA gewünscht die Staatsanleihenpreise oben (Zinsen unten) zu halten um die Defizitrefinanzierung problemlos zu gestalten. Das kann jedoch die FED durch ihre Anleihenkaufprogramme (QE).
Bemerkenswert in diesem Zusammenhang ist die Entwicklung des Dollarindex http://www.bloomberg.com/quote/DXY:IND der zwar erstarkt jedoch nicht sprunghaft angestiegen ist.
Mit den sich abschwächenden Inflationsraten in den USA ist aus Sicht der FED -zur Vermeidung von Deflation und zur Stimulanz der heimischen Wirtschaft- eine Währungsabschwächung gewünscht und kein Aufschwung.
Den schwarzen Peter der Fluchtwährung hält zur Zeit Japan mit dem YEN. In diesem Sinne sprach kürzlich ein BOJ Vertreter in einem Interview von der Hoffnung den Dämon als Fluchtwährung bald besiegen zu können und diesen Status an die USA und Europa abgeben zu können.
Das Management vom Außenwert der Währungen wird für Notenbanken immer komplexer und unkontollierbarer je mehr Geld sie in den Umlauf pumpen.

Permanent

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Kicky:

was ist los mit Credit Suisse ?

10
15.06.12 11:47
. Der Kurssturz der Credit Suisse lässt Befürchtungen laut werden, dass die Schweiz möglicherweise mit in die Euro-Zonen-Krise hineingezogen wird. Dies allerdings könnte für Zürich dramatisch werden: Der Schweiz fehlt schlicht und ergreifend das Geld,  Banken zu retten. Die Bilanzsummen der Finanzinstiute sind sieben mal höher als das BIP der Schweiz. Das bedeutet: Rettung unmöglich.
www.mmnews.de/index.php/boerse/10229-credit-suisse-crash

.....Am Donnerstag hatte die CS-Aktie einen Kurssturz von über 10 Prozent erlitten. Grund waren die Aussagen der Schweizerischen Nationalbank (SNB) in ihrem Bericht zur Finanzstabilität über die Eigenkapitalbasis der Schweizer Grossbanken.
CS und UBS seien für den Fall einer dramatischen Ausweitung der Euro-Krise unterkapitalisiert, insbesondere die CS müsse ihre Widerstandsfähigkeit noch in diesem Jahr verbessern.
Kombination verschiedener Faktoren

Analysten der Bank Notenstein führen den starken Verlust der CS- Aktie aber nicht nur auf den SNB-Bericht zurück. Es handle sich um eine eine Kombination aus verschiedenen Faktoren, welche die Geduld der Anleger zum Bersten gebracht habe. So habe bereits am Montag die Ratingagentur Moody's die Banken kritisiert und von möglicher Abstufung um bis zu drei Stufen gesprochen.

Am Tag darauf habe dann die französische Bank Société Générale im Rahmen einer Studie zum Bankensektor die CS-Papiere zum Verkauf empfohlen
. Dann sei am Donnerstag die SNB mit ihren Aussagen gekommen, was womöglich den Geduldsfaden der Anleger überstrapaziert habe.
Berichte über Insidergeschäfte

Die SNB hatte ihren Bericht über die Finanzstabilität am Montag, wie in früheren Jahren auch, angesichts des komplexen Inhalts vor Journalisten erläutert und an interessierte Kreise verschickt – versehen mit der Sperrfrist Donnerstag, 10 Uhr.....
www.nzz.ch/aktuell/wirtschaft/...uste-teilweise-auf-1.17242340
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permanent:

Europas Automarkt im Tal der Tränen

9
15.06.12 13:51

Europas Automarkt im Tal der Tränen

Es ist noch schlimmer als gedacht: Die Talfahrt auf dem EU-Automarkt geht angesichts der Schuldenkrise ungebremst weiter. Vor allem Opel leidet unter sinkendem Absatz. Jetzt soll die Politik helfen. Mehr…

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wawidu:

kicky # 96828

6
15.06.12 16:36
Hier der Chart zu CS im NYSE-Handel:
(Verkleinert auf 90%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 515704
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Kicky:

Italien:Montis Unterstützer unter 50% gefallen

4
15.06.12 17:54
und die 5 Sternebewegung unter dem Komiker Beppo Grilli gewinnt massiv an Stimmen.Montis Beliebtheitsgrad fiel unter 33% halb soviel wie damals als er begann
www.businessweek.com/news/2012-06-15/...ture-fiscal-discipline
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wawidu:

"Der Irrsinn landet"

6
15.06.12 19:34
www.rottmeyer.de/der-irrsinn-landet/
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wawidu:

Empire State Manufacturing Index kollabiert

6
15.06.12 19:42
market-ticker.org/akcs-www?post=207348
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wawidu:

List of US Miseries

2
15.06.12 20:45
www.ritholtz.com/blog/2012/06/...on-vs-the-middle-class/print/
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Stöffen:

Feuerkraft der Zentralbanken vertreibt die Bären

11
15.06.12 21:17
so oder so ähnlich konnte man heute mal wieder erneut das unerbittlich-mediale Gedröhns vernehmen, und die Schacherer haben dementsprechend alles in ihrer Macht stehende unternommen, um die Kurse dann auch dahingehend demgenehm zu stützen.

Das nächste Short-Entry ergibt sich möglicherweise nach dem Fed-Announcement am 20.06.12, denn außer dem üblichen Bernanke-Yada-Yada a la "We're monitoring the markets closely" wird mMn aber auch rein gar nichts an massiv stützenden Programmen für die Wall Street Junkies dabei herauskommen. Ein daher vorausbauend positionierender S&P-Short bei ca. 1360 Pünten wäre daher evtl. nicht die übelste Wahl, da sich hier schon Widerstandsbereiche massiverer Art aufbauen. Greece ist und bleibt mMn ein Non-Event.
Be prepared!
Der USA Bären-Thread 515763
Bubbles are normal and non-bubble times are depressions!
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Kicky:

Die Bankenunion und ähnlicher Irrsinn

10
15.06.12 21:22
einfach schön dieser Rottmeyer

...Der ehemalige(?) Maoist José Manuel Barroso ist so einer, der seine Vorstellung einer „Bankenunion“ notfalls auch durch die Hintertür durchsetzen will…

Das aber dürfte gar nicht nötig sein, denn in Fragen einer EU-Bankenaufsicht ist die vorgeblich Widerstand leistende Regierung Merkel erneut wie ein Streichholz eingeknickt und hat die Vordertür weit geöffnet. Während also die „Viererbande“ (Barroso, Juncker, van Rompuy, Draghi) unverdrossen ihren Putsch vorantreibt, brechen in EU-Europa ökonomisch nun auch noch die letzten Dämme.

Erwartungsgemäß schlüpfte zuletzt Spanien mit einem Fuß unter den „Rettungsschirm“. Die Konditionen für Spaniens marode Banken – als Ergebnis des typischen politischen Geschachers – wurden offenbar als so vorteilhaft wahrgenommen (obwohl sie noch gar nicht fixiert waren), dass schon nach wenigen Stunden Forderungen nach einem Nachschlag aus Griechenland und Portugal laut wurden. Wer „Moral Hazard“ bisher für ein akademisches Problem hielt, der kann das Phänomen in der EU mittlerweile im Tagesrhythmus studieren. Mit (Markt-)Wirtschaft hat das alles jedenfalls nichts mehr zu tun – Polit- und Bankenklüngel stützen sich gegenseitig und bedienen sich nach Lust und Laune an Einkommen und Vermögen der schrumpfenden Schicht echter Leistungsträger.

Konsequenterweise pocht auch Italien auf milde Gaben – freilich verklausulierter, in Form von Eurobonds. Die Machart ist immer die Gleiche: Während wir die Wahrheit über die vom Euro zugrunde gerichteten Volkswirtschaften allenfalls wohldosiert und scheibchenweise erfahren, wird das Umverteilungskarussell durch markige Reden, wüste Drohungen und weinerliche Appelle am Laufen gehalten: Entweder – wir übersetzen frei – die Knute der EU oder Krieg und Chaos.

Dabei zeigt doch schon die schlichte Tatsache, dass eine Währung etwas so Lächerliches wie einen „Währungskommissar“ (Olli Rehn) oder einen „Euro-Gruppenchef“ (Jean-Claude Juncker) benötigt, dass sie nicht funktioniert. Daran wird auch ein mit geradezu krimineller Energie geschaffenes neues Monster, wie der ESM nichts ändern .

Der Vertrag ist nicht nur verfassungsfeindlich und kommt ökonomisch einer Insolvenzverschleppung der EU gleich, sondern muss auch noch von immer weniger Ländern geschultert werden – Spanien kann man als Kapitalgeber jedenfalls inzwischen getrost vergessen. Man sehnt sich nach den Zeiten, als EU-Funktionäre mit dem verwaltungstechnischen Geradebiegen von Bananen beschäftigt waren – das war zwar auch völlig sinnlos, aber wenigstens hielt sich der angerichtete Schaden in Grenzen….....


Mit Spanien ist nun erstmals auch eines der Kernländer der Euro-Zone sichtbar angezählt. Die Antwort der Politik lautet wieder einmal „mehr desselben“, also „Rettung“ in Form von Schirmen. Damit erfüllen unsere politischen Akteure in Reinform eine Albert Einstein zugeschriebene Definition des Irrsinns: „Immer wieder das Gleiche zu tun, aber dabei andere Ergebnisse zu erwarten.“

www.rottmeyer.de/die-krise-nutzen-zum-beimit-edelmetallenspiel/
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Kicky:

Die Märkte sollen mit Geld geflutet werden.

5
15.06.12 21:26
bazonline.ch/wirtschaft/konjunktur/...ze-bereit/story/27709747

....Mario Draghi, stellte heute Morgen eine weitere Öffnung der Geldschleusen in Aussicht. «Das Euro-System wird zahlungsfähigen Banken weiter Liquidität bereitstellen, wenn das benötigt wird», sagte er in Frankfurt....
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Kicky:

und es kommt noch schlimmer

3
15.06.12 21:32
Today, it gets even dumber:

   ECB MAJORITY SAID TO OVERCOME CONCERN ON CUTTING DEPOSIT RATE.
   ECB POLICY MAKERS HAVE OVERCOME A KEY CONCERN ABOUT TAKING THE BENCHMARK RATE BELOW 1%

www.zerohedge.com/news/and-todays-market-ramp-rumor-we-have
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Kicky:

Streit in der EZB über Massnahmen

7
15.06.12 21:37
www.faz.net/aktuell/wirtschaft/...-griechenkrise-11787059.html

...Bundesbankpräsident Jens Weidmann hatte am Donnerstag seine Warnung bekräftigt, dass die Grenzen des Mandats der EZB erreicht seien. Am Freitag sagte er der griechischen Zeitung Kathimerini außerdem, es sei schädlich für den Euroraum, wenn Griechenland mehr Zeit für den Abbau seines Defizits gegeben werde. Außerdem dürfe keinem Land erlaubt werden Europa zu erpressen.

Auch der Gouverneur der Bank von England, Sir Mervyn King, wandte sich am Donnerstagabend gegen die Vorstellung, Zentralbankliquidität könne die Situation retten: „Keine Zentralbank hat in den vergangenen Monaten mehr getan, um die Märkte mit Liquidität zu fluten, als die EZB - eine Billion Euro mit Hilfe ihrer beiden langfristigen Refinanzierungsgeschäfte. Aber diese beiden Geschäfte haben gezeigt, dass es nicht an der Liquidität liegt. Nur wenige Monate später sind wir wieder da, wo wir vorher waren. Wir haben eine Problem der Solvenz“, warnte King. Wenn Schuldner ihre Kredite nicht zurückzahlen könnten, würden Gläubiger nicht bezahlt. Die Probleme würden so lange weitergehen, bis die Verluste im System aufgedeckt und realisiert worden seien. Das bedürfe einer massiven Kapitalisierung der europäischen Banken. Und die Wettbewerbsfähigkeit der Peripherie müsse wieder verbessert werden. „Das Vertrauen in die Märkte wird schwinden, wenn hier die falsche Diagnose gestellt wird.“....
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learner:

Na das war dann wohl nichts mit Abverkauf am Abend

7
15.06.12 23:21
Für Montag gibt es dann nur einen Weg. Gap up, weil die Reformbefürworter gewinnen, oder Gap up, weil die Reformgegner gewinnen.

Das Ganze erinnert mich an eine Szene mit Mario Adorf als Fabrikdirektor in dem Klassiker Kir Royal. Dort sagte er dem Reporter: "Ich scheixx dich zu mit Geld!"

Wenn Du kein Geld hast, hast Du die wenigsten Freunde, aber die besten!
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Ischariot MD:

Bärenangst vor Zentralbanken

11
15.06.12 23:35
Heute morgen war ich noch überzeugt davon, daß der DAX aus rein verfalltechnischen Überlegungen auf 6200 gepusht werden würde (garniert mit einer brandneuen Pro-Euro-Wahlumfrage aus Athen pünktlich um 12:30 Uhr), und die Märkte ansonsten die EZB-"stehen-bereit"-Ankündigungen ziemlich überinterpretieren würden.

Selbstverständlich gehört es zur ureigensten ZB-Aufgabe, "solvente Banken mit Liquidität zu versorgen", wie Draghi heute morgen verkündet hatte, und selbstverständlich stehen die bereit, um für den worst case - z.B. Kantersieg für SYRIZA mit sofortiger Ankündigung eines einseitigen Schuldenmoratoriums und Aussetzung aller Vereinbarungen mit Troika und Kreditgebern - der Marktpanik entgegenfluten zu können. Aber wenn SYRIZA gewinnt und sagt wir schaun erst mal, gibt es eigentlich keinen Grund für konzertierte ZB-Aktionen (es sei denn man ist mittlerweile dermassen hypnotisiert von "den Märkten", dass ein Index-Einknicken von 3% schon alle Schleusen öffnet :o(

Der stetige weitere Anstieg im Tagesverlauf ist aber verdächtig. Was hat Draghi seinen buddies gesteckt, oder was haben die ihn gefragt, und er hat nur deutungsvoll gegrinst ?? Natürlich entscheidet er nicht allein, aber die Schuldorgien-Befürworter werden immer zahlreicher und dreister im EZB-Rat, Asmussen ist eine Kröte vom Schlage der SPD-Kollaborateure und Weidmann kriegt notfalls faules Fleisch untergemixt beim Essen, so oder ähnlich läuft Machtpolitik schon seit Jahrtausenden ...

Offizielles wording dann am Montag:
"Solidarität gegen die Spekulanten", also gegen mich ...  :o(
Die Würde des Steuerzahlers ist unantastbar
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Ischariot MD:

Noch ein bisschen für'n Stammtisch

12
15.06.12 23:38

 

Francois Hollande und die europäische Linke kommen mit immer neuen  Ideen: Eurobonds, Altschuldenfonds, Projektanleihen,  Einlagensicherungsfonds. Das Ziel ist immer das gleiche: Deutschland  soll für ihre Schulden zahlen.(...)

Die Lösung besteht für Südeuropa darin, dass Deutschland einfach für  alles zahlt. Mit maximaler Kreativität werden immer neue Konstruktionen  ersonnen: Schuldentilgungsfonds, Eurobonds,  Einlagensicherungsgemeinschaft, Projektanleihen, Altlastenpool. Wie bei  den Hütchenspielern auf der Straße zaubern sie immer neue  Überraschungseier hervor. Doch was auch immer da an Vorschlägen kommt,  es kennt nur ein Ziel: das deutsche Geld. Das ganze Bestreben von  Francois Hollande ist der Zugriff auf die goldene Kreditkarte aus  Berlin (...)

Die Würde des Steuerzahlers ist unantastbar
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Ischariot MD:

Und das Handelsblatt, das hinsichtlich

12
15.06.12 23:56
Ehrenerklärungen für Greek Bonds schon immer ein glückliches Händchen hatte, läßt doch tatsächlich die Wagenknecht an die Kommentarfeder *kotz* und die fordert gleich mal den ganz großen Schuldenerlaß *lol*  ...

Und die ftd legt, neben der üblichen Frícke-Kolumne für Trottelfans, einen Wahlaufruf in griechischer Sprache und Schrift auf ("Ihr Land braucht endlich einen funktionierenden Staat. Damit es geordnet regiert wird, empfehlen wir die Nea Dimokratia"), also nochmal: Gruner+Jahr ("Stern") empfiehlt Nea Dimokratia ... Szenen eines verzweifelten publizistisch-demagogischen Endkampfes

(nee, den Dreck verlinke ich hier nicht)

Die Würde des Steuerzahlers ist unantastbar
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A.L.:

Dave Rosenberg bleibt langzeit-bärisch

12
16.06.12 09:30
Screenshot aus seiner nur online lesbaren Analyse v. 15.6.2012.

Die Grafik zeigt, dass die Prognosen der Fed zum künftigen BIP-Wachstum (links für 2012, rechts für 2013) regelmäßig viel zu hoch waren und dann mit "Näherrücken" an das Jahr (Zeitskala auf der X-Achse) jeweils stark nauch unten revidiert werden mussten.

Links sieht man z. B., dass die Fed für das Jahr 2012 im Zeitraum von Feb. 2010 bis Februar 2011 Monat für Monat 4 % US-Wirtschaftswachstum "vorhergesagt" hatte. Als der Event dann näher rückte, sanken die Prognosen im Juni 2011 auf 3,5 % und im Nov. auf 2,7 %.

Für 2013 läuft wieder dasselbe Spiel (rechts). Die Prognosen sanken von 4,2 % im Feb. 2011 auf 2,9 % im April 2012. Faktisch, so Rosenberg, "können wir froh sein, wenn wir die Hälfte davon sehen".

Der Aktienmarkt wir durch diese Fed-"Hopium" künstlich bei Laune gehalten - ähnlich der Möhre, die an einer Angel vor dem Maul des Esels baumelt, ihn auf Trab hält aber dennoch nie erreicht werden kann

FAZIT: Mit "Hoffnung" wird in USA ein ähnliches Ponzi-Spiel getrieben wir mit der Staatsverschuldung. Und "die Märkte" spielen diesen Erholungsschmarren ungerührt mit. Rosenberg bleibt in seiner Analyse dabei, dass nach einem 30-jährigen Ponzi-Kreditzyklus das Deleveraging nicht endlos aufgeschoben werden kann, egal wieviel Geld die Staaten drucken. Ich stimme ihm da voll zu.

breakfastwithdave.newspaperdirect.com/epaper/viewer.aspx

[Um den 34-seitigen Report vom 12.6.2012, aus dem der Screenshot unten stammt (S. 4), lesen zu können, muss man sich kostenlos registrieren. Die Ausgabe v. 15.6.2012 ist gratis, ansonsten sind die Reports nur im teurem Abo zugänglich.]
(Verkleinert auf 82%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 515832
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A.L.:

Handelsblatt Vokabular in # 842

12
16.06.12 09:51
Mir ist aufgefallen, dass inzwischen selbst etablierte Finanzmedien wie das Handelsblatt das hier im Thread gängige (und teils hier kreierte) Vokabular aufgegriffen haben

- Hütchenspieler
- Schneeballsystem
- Kredit-Kartenhaus
- Zockerbanken
- Sozialhilfe-Erpressung (der PIIGS)

Neu im HB-Artikel ist der schöne Begriffe "Schulden-Joints". Ich dreh mir dann erst mal einen zum Frühstück ("morgens ein Joint, und der Tag ist dein Freund").
Antworten
A.L.:

Ischariot - zu Wagenknecht im HB

19
16.06.12 11:02
Sara Wagenknecht schreibt: "Ein Stopp der Kürzungspolitik und eine Verhinderung des Fiskalpakts ist aus unserer Sicht die Voraussetzung für jedes ernsthafte Wachstumsprogramm. Daher werden wir gegen den Fiskalpakt und den permanenten Rettungsschirm ESM Klage einreichen, weil wir überzeugt sind, dass elementare demokratische Rechte – wie das Budgetrecht der nationalen Parlamente – nicht einfach ausgehebelt werden dürfen."

Es ist absurd, wenn

1. den Griechen ihre Schulden erlassen werden sollen (hauptsächlich zu Lasten von D. und F.) und

2. die Griechen - um obigen Eingriff "in das Budgetrecht nationaler Parlamente" nicht vollziehen zu müssen - mit ihrer bisherigen ruinösen Kreditsause ungeschoren weiter machen dürfen sollen, wozu dann Jahr für Jahr weitere 100 Mrd. Euro von der EZB in den Hellas-Sumpf gepumpt werden müssten (um anschließend abermals erlassen zu werden).

Das ist Geldvernichtung vom feinsten und ein Betrug/Verrat an den Steuerzahlern der "Geberländer", die dieses Geld erarbeitet haben (oder dies künftig tun müssen).

Damit würde die fehlende Fiskaldisziplin der Griechen (kaum einer zahlt Steuern)  legitimiert und perpetuiert. So als wäre das alles rechtens.

Klar gibt es dafür in GR "demokratische Mehrheiten". Wenn man in D. abstimmen lassen würde, dass es Gehalt für Arbeitnehmer künftig ohne Arbeit geben soll, würden sich dafür womöglich auch Mehrheiten finden, egal wie absurd die Vorstellung ist.

Wagenknechts "Lösung" für Griechenland würde die Schieflagen nur zementieren. Mit welchem Recht sollen griechische Bahnangestellte, weil es ihnen die Regierung einst "großzügig" (da finanziert mit Auslandskrediten) bewilligte, auch künftig zwei Mal mehr Lohn erhalten als bei der deutschen Bahn? Mit welchem Recht sollten Griechen auch weiterhin mit 50 in Rente gehen können, weil sie dem "Hochrisikoberuf" Friseur oder Taxifahrer nachgehen (80 % aller griechischen Jobs sind sog. Hochrisikoberufe mit Berechtigung für Frühverrentnerung). Wo bleiben die Rechte des dt. Steuerzahler, der erst mit 67 in Rente gehen darf?

Wagenknecht bauscht das zum Klassenkampf zwischen deutschem Großkapital und griechischen Arbeitslosen/Alleinerziehenden auf. In Wahrheit geht es hier um einen Verteilungskampf auf gleicher Höhe. Der gemeine deutsche Steuermichel mit Normalo-Job soll für den Schlendrian seines griechischen Pendants aufkommen, weil letzter dies "demokratisch beschlossen" hat.

Wagenknechts Demokratieverständnis ist grundfaul: Wer griechischen Sozialhilfeerpressern weiterhin eine eigene Budgethoheit zubilligt und dies als "nationale Selbstbestimmung" verkauft, verkennt, dass die zum Aufrechterhalten dieser Konstruktion nötigen Dauer-Geldströme aus Deutschland hiesiges Demokratieverständnis verletzen. In D. ist die große Mehrheit der Bevölkerung GEGEN eine Abbuchungsermächtigung der Griechen im dt. Staatshaushalt, der via ESM inzwischen - am dt. Parlament vorbei - demnächst anlaufen soll.

Es ist bedrückend, dass die wirtschaftspolitische Sprecherin der Linken die elementaren Zusammenhänge verkennt, dass der Wert von Geld (und des Euros) nur durch die dafür erbrachte Arbeit und Produktivität gesichert ist.

Wer mit Krediten "Wachstum" erkaufen will, ist im Grunde ein Ponzi-Kapitalist vom Schlage eines Krugman und sollte als Berater bei Goldman anfangen. Das gilt auch für Hollende und IWF-Chefin Lagarde. Für Oberfluter Draghi gilt dies erst Recht, aber der war ja sowie bei Goldman in London in der Lehre, bevor er im großen Stil die aktuelle Leere in den EZB-Kassen - zu einem erheblichen Teil zugunsten seiner Landsleute - orchestrierte.

Wer das laufende Sozialerpressertum in der Eurozone zu Lasten Deutschlands als Demokratie und "nachhaltige Wachstumslösung" deklariert, hat nicht mehr alle Tassen im Schrank. Egal ob dieser Schrank nun im Haus von Krugman, Goldman, IWF oder der Linken steht.
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learner:

Und die Bullen von nebenan sind auch

8
16.06.12 11:35
der Meinung, dass es kein Problem ist die Zukunft ihrer eigenen Kinder zu verprassen. Hauptsache die Kurse steigen und das bitte schnell. Auch hier sieht man das gleiche Phänomen wie bei den Märkten. Es fehlt an Geduld!

Strukturreformen brauchen halt Ihre Zeit und kosten auch dem einen oder anderen Politiker das Amt. Es ist nicht sehr clever deutsches Geld zur Sicherung griechischer, italienischer, französischer etc. politischer Ämter zu verprassen.

Wenn's eng wird werden die hartgesottenen Kapitalistenbullen schnell mal zu Keynisianerschaafen im schlechten Sinne.
Wenn Du kein Geld hast, hast Du die wenigsten Freunde, aber die besten!
Antworten
A.L.:

Das Doppelspiel des Herrn Krugman

13
16.06.12 12:36

Krugman st Schachgroßmeister und hat schon Turniere gegen 20 Gegner gleichzeitig gewonnen.

Bei mir verdichtet sich der Verdacht, dass Krugmans Vorschläge (die Leute wie Hollende und dt. SPD/Grüne/Linke bis Wagenknecht hellhörig machen...) zur "Lösung" der Europa-Probleme - nämlich die Schuldenkrise mit NOCH mehr Schulden zu "bekämpfen", auf dass "Wachstum" entstehe - nichts anderes sind als ein Schachzug, mit dem Europa zugunsten von USA kaputt gemacht werden soll.

Dies deckt sich mit dem seltsamen Gebahren der US-Rating-Agenturen: Wenn Länder sparen wie Spanien, wird runtergestuft, weil die Wirtschaft infolge der Sparbeschlüsse darbt. Wenn sie NICHT sparen, wird runtergestuft, weil die Staatsschulden zu stark angestiegen sind.

Am Ende bleibt ein diffuser Argumentionsbrei, bei dem Europa machen kann, was es will - es wird IMMER im Sinne einer der beiden obigen Interpretationen "falsch" sein.

Das Chaos wird perfekt, wenn dazu noch ins Spiel kommt:

  • die schlechte Kommunikation zwischen den EMU-Staaten;
  • nationale Eigeninteressen;
  • staatsübergreifende Links-/Rechts-Konflikte (dass die europäische Linke auf Krugmanns Ponzi-Rezepte abfährt - was  Konflikte wie Hollende/Merkel heraufbeschwört - ist Teil des Zersetzungs-Kalküls);
  • Deutschland in der "demokratischen Minderheit" innerhalb der EU (wird überstimmt, obwohl es der Hauptzahlmeister der neuen Schulden-Sause werden soll),
  • Verteilungskonflikte zwischen Finanzkapital (das via  Bailouts seine Verzockerschäden sozialisieren will und dies mit "too-big-to-fail" begründet) und Staaten (die das Geld für die Banken anderswo einsparen oder alternativ die Neuverschuldung hochschrauben müssen, bis hin zu Draghis 1-Billion-Zentralbankflutung).

FAZIT: Krugmans Aussagen sind überwiegend strategisch - und ein Schachspiel: Mit dem Bauernopfer Europa soll der schiefe (Finanz-)Turm von Bernanke ins Lot gebracht werden.

Antworten
Kicky:

Griech.Wirtschaft muss alleine kämpfen

2
16.06.12 14:55
Greece is rapidly becoming an isolated economy.

Carrefour, the giant French supermarket and retail group, said on Friday that it was selling its entire stake in Greece at a loss to its local franchise partner, so it could concentrate “on markets where it sees growth,” a spokesman said.

Coca-Cola’s operations in Greece were also downgraded by Moody’s Investors Service, which cited the increased likelihood that Greece could exit the euro zone. A day earlier, the French bank Crédit Agricole said it was ring-fencing its Greek operations to protect itself should that happen.

Two of the world’s largest import-export insurers, Euler Hermes and Coface, have recently refused to cover transactions involving companies in Greece, imperiling the import of basic goods.

Global businesses and investors are retreating both because of the uncertainty on whether they might be paid someday in a devalued currency, and because domestic consumption has plunged after three years of painful austerity.

Nearly a quarter of the people are out of work. Buying power has shriveled. Sales of clothing and pharmaceuticals have slumped, and even gas purchases are down as people drive less to save money. Companies short on cash have stopped paying one another......

“The economic international isolation of Greece is growing progressively day by day,” said Vassilis Korkidis, the president of the National Confederation of Greek Commerce.

Even if a new government wanted to remain in the euro, allaying concerns that the euro zone was breaking apart, it would have to satisfy the demands of the international community for financial aid. Though its coffers are running dry, the Greek government must find 15 billion euros in savings by the end of the month under the terms of its bailout.

The state power agency is warning of imminent electricity blackouts because it can’t pay its bills. And Gazprom, the Russian gas giant, has threatened to cut Greece off unless it is paid by June 22. .....
www.nytimes.com/2012/06/16/business/global/...amp;ref=business
Antworten
Dreiklang:

Die weichen Dickschiffe und der Euro

11
16.06.12 15:03
Die weichen Dickschiffe : I, SP und F entscheiden über die Zukunft des Euro. Wenn diese meinen,  für die Zukunft des Euro die "Goldene Kreditkarte" aus Berlin zu benötigen, ist es mit dem Euro aus. Und da ist völlig egal, was Deutschland macht. Denn "die Märkte" setzen voraus, dass die Bundesanleihe weiter werthaltig ist, egal wie viele "Rettungsschirme" und/oder Ponzi- äh  Eurobonds noch ersonnen werden.  

Jeder Versuch, die deutsche Haltung zu beschädigen, bedeutet, dass man den Euro beschädigen will. Das begreifen  aber weder  Junker noch Hollande noch Monti, noch Wagenknecht, Roth, Gabriel etc....

Setzt man die "Goldene Kreditkarte" durch, wäre massive Kapitalflucht aus dem Euro die zwingende Folge. DAX-Konzerne  würden dann ihre Exporterlöse in ihren ausländischen Niederlassungen bunkern - man wäre vorsichtig, mehr Devisen als unbedingt nötig noch in Euro umzutauschen.

Die "Rente mit 60" in Frankreich, von Hollande propagiert, ist eine Kriegserklärung an den deutschen Arbeitnehmer, der erst mit 67 in Rente gehen darf und bis dahin (hoffentlich) genügend Verteilungsmasse für die Euro-Zone generiert.
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