Nicht unwahrscheinlich ist es, dass an den Notkühlsystemen größere Schäden vorliegen die repariert werden müssen. So etwas dauert schnell Wochen. Bis dahin muss man von außen kühlen in der Hoffnung, dass man genügend Zeit bekommt. Wenn dann die Notkühlung wieder läuft, kommt der kritische Moment der erneuten Flutung der Brennstäbe. Ist das gelungen, hat man praktisch gewonnen.
Ohne Strom sind diese Tätigkeiten nicht durchführbar. Also brauch man nicht über Licht am Schrottplatz zu witzeln. Soll man etwa Reparaturen am Notkühlsystem im Dunklen ausführen? Auch das "bepinkeln" von außen ist weiter notwendig. Jeder Tropfen Wasser der verdampft führt Hitze ab und reduziert damit die Wahrscheinlichkeit des Durchschmelzens. Einer der das nicht sieht, hat von Physik wenig Ahnung.
Es ist schon viel Radioaktivität ausgetreten und es wird, auch wenn alles sehr gut läuft, noch viel Radioaktivität austreten. Aber das wäre alles nichts im Verhältnis gegenüber dem Durchschmelzen der Reaktoren. Betrachtet man aber die Messwerte der Verseuchungen außerhalb der Sperrzone, so sind sie bis jetzt geringer als beim Tschernobylunfall in Süddeutschland.
Nach 10 Tagen nach Totalausfall der Kühlung, hätten nach Studien der Nuklearfachleuten, die Reaktoren durchgeschmolzen sein müssen. War auch nur theoretisch, da erst jetzt ein praktischer Versuch stattfindet. Könnte sein, dass erhebliche Simulationsfehler vorliegen und es erst nach 2 Wochen so weit ist. Keiner weiß eben genau was in den Reaktoren vor sich geht. Aber Freiwillige dürfen ruhig die Sache vor Ort analysieren.
Und weil das alles so undurchsichtig ist, eben weil jedwede praktische Erfahrung fehlt, will ich mich nicht so aufspielen als ob ich alles wüsste. Ich will auch nicht spekulieren was alles sein könnte. Bringt absolut nichts, es sei mal will sich irgendwelche Bären- oder Bullenträume zurecht malen. Auch hier bracht man Geduld und wird dann irgendwann schlauer.
Im Hintergrund arbeiten Tausende an einer Lösung. Nur GE hat über 1000 Rentner zurück in die Firma geholt um alle Eventualitäten von Rettungsaktionen durchzuspielen. Bis jetzt laufen immer noch Rettungsversuche. Erst wenn man das Wasser aus dem Zwischenraum heraus lässt und mit Blei, Sand und Beton das Zudecken beginnt, hat man aufgegeben.
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