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Der USA Bären-Thread

Vontobel Werbung

Passende Knock-Outs auf Oracle Corp

Strategie Hebel
Steigender Oracle Corp-Kurs 4,99 5,24
Fallender Oracle Corp-Kurs 5,02 5,70
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Malko07:

A.L. (#77971), ich gehe davon aus, dass

12
22.03.11 09:04
heute bei mindestens 3 Reaktoren Teilkernschmelzen vorliegen und diese nicht mehr rettbar sind. Ich hatte schon in früheren Postings darauf hingewiesen, dass es ca. 2 Monate dauert bis man aus dem Gröbsten raus ist. Das bedeutet nicht, dass dann nichts mehr zu tun ist. Man muss dann noch Jahre weiter kühlen (ähnlich einem Abklingbecken) und dann die Reaktoren einsargen wenn man bis dahin keine Aussicht auf andere Lösungen hat (z.b. strahlensichere Roboter für den Abbau - relativ unwahrscheinlich).

Nicht unwahrscheinlich ist es, dass an den Notkühlsystemen größere Schäden vorliegen die repariert werden müssen. So etwas dauert schnell Wochen. Bis dahin muss man von außen kühlen in der Hoffnung, dass man genügend Zeit bekommt. Wenn dann die Notkühlung wieder läuft, kommt der kritische Moment der erneuten Flutung der Brennstäbe. Ist das gelungen, hat man praktisch gewonnen.

Ohne Strom sind diese Tätigkeiten nicht durchführbar. Also brauch man nicht über Licht am Schrottplatz zu witzeln. Soll man etwa Reparaturen am Notkühlsystem im Dunklen ausführen?  Auch das "bepinkeln" von außen ist weiter notwendig. Jeder Tropfen Wasser der verdampft führt Hitze ab und reduziert damit die Wahrscheinlichkeit des Durchschmelzens. Einer der das nicht sieht, hat von Physik wenig Ahnung.

Es ist schon viel Radioaktivität ausgetreten und es wird, auch wenn alles sehr gut läuft, noch viel Radioaktivität austreten. Aber das wäre alles nichts im Verhältnis gegenüber dem Durchschmelzen der Reaktoren.  Betrachtet man aber die Messwerte der Verseuchungen außerhalb der Sperrzone, so sind sie bis jetzt geringer als beim Tschernobylunfall in Süddeutschland.

Nach 10 Tagen nach Totalausfall der Kühlung, hätten nach Studien der Nuklearfachleuten, die Reaktoren durchgeschmolzen sein müssen. War auch nur theoretisch, da erst jetzt ein praktischer Versuch stattfindet. Könnte sein, dass erhebliche Simulationsfehler vorliegen und es erst nach 2 Wochen so weit ist. Keiner weiß eben genau was in den Reaktoren vor sich geht. Aber Freiwillige dürfen ruhig die Sache vor Ort analysieren.

Und weil das alles so undurchsichtig ist, eben weil jedwede praktische Erfahrung fehlt, will ich mich nicht so aufspielen als ob ich alles wüsste. Ich will auch nicht spekulieren was alles sein könnte. Bringt absolut nichts, es sei mal will sich irgendwelche Bären- oder Bullenträume zurecht malen. Auch hier bracht man Geduld und wird dann irgendwann schlauer.

Im Hintergrund arbeiten Tausende an einer Lösung. Nur GE hat über 1000 Rentner zurück in die Firma geholt um alle Eventualitäten von Rettungsaktionen durchzuspielen. Bis jetzt laufen immer noch Rettungsversuche. Erst wenn man das Wasser aus dem Zwischenraum heraus lässt und mit Blei, Sand und Beton das Zudecken beginnt, hat man aufgegeben.
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Anti Lemming:

Permanent - US-Hauspreis-Deflation

5
22.03.11 09:11
Bernanke kann zwar Aktien und Rohstoffe hochpumpen (= relativ enger Markt). Der Hausmarkt ist aber zu groß, um ihn über Geldgepumpe nach oben zu treiben.

In der Deflation des US-Hausmarktes zeigt sich daher das wahre Gesicht der fortlaufenden Finanzkrise.

Es gab noch nie einen Schulden-Exzess, dem nicht ein deflationärer "Unwind" folgte. Das ist zwangsläufig. Bernankes QE-, Nullzins- und Börsen-Kosmetik kann die Abwärtslawine nicht stoppen.

Oder anders gesagt: Im US-Hausmarkt geht es letztlich um Real Money, nicht um Cyber-Dollars.
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Contrade 121:

Börsentreiberei...

4
22.03.11 09:14
Geldpolitik der Notenbanken ist der einzige Faktor, warum die Zocker die Aktienmärkte noch oben halten können. Man bekommt so langsam das Gefühl, selbst wenn die letzten Lichter ausgehen würden, würde an den Börsen weltweit wenig passieren. Aber das passiert ja schon seit zwei Jahren und warum gerade jetzt sollte die "Siegesserie" abgebrochen werden? Wg. Japan? Wg. Immobilienmarkt? Das sind alles alte Nachrichten, die von Dauerbullen wie Thieme aber auch Eigenhändler der Banken zu der Aussage bringen: Der Markt musste korrigieren, das ist normal.

Tja, normal ist es nicht. Fragiles Konjunkturgebilde, Konsumkraft geht zurück, aber hey, selbst Telekom - der Wertvernichter No. 1  - hat aufeinmal die Wende geschafft... Noch Fragen? Ich keine, vor dem ATH im Rahmen der Bärenmarktrally ;-))
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Malko07:

#77976: Kleine Erläuterung zu der

2
22.03.11 09:18
Kühlung von außen:

Das Reaktordruckgefäß ist aus Spezialstahl. Die Stäbe in den havarierten Reaktoren liegen sehr wahrscheinlich zu größeren Teilen frei. Nach einem Zwischenraum kommt der Stahlbetonmantel. Diesen Zwischenraum hat man mit Meerwasser und Borsäure aufgefüllt. Mann könnte vereinfacht sagen, ein Tauchsieder befindet sich in dieser Suppe. Um diese Suppe zu kühlen, kühlt man den Stahlbetonmantel von außen. Thermodynamisch nicht sehr effektiv, aber die einzige Möglichkeit die momentan besteht.
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permanent:

@AL, deine Analyse in Posting 975

7
22.03.11 09:27

trifft es auf den Punkt. Die Börsenstände sind eine Reflektion auf die Handlungen der Notenbanken. Es wird immer mehr Geld gedruckt, dieser Prozess muss sich beschleunigen, da um das gleiche zu erreichen immer mehr Geld benötigt wird.

In vielen Interviews haben Benanke und andere Notenbankmitglieder (sogar Altmeister Greenspan) immer wieder betont welche Bedeutung der Aktienmarkt (Vermögenseffekt) für die Wirtschaftsentwicklung in den USA hat.
Aus diesem einfachen Grund ist hier nicht mit einer geldpolitischen Wende zu rechnen. In Europa sieht es anders aus. Hier wird der Inflationsbekämpfung Bedeutung (zumindest mehr) begemessen.

Deine Anlalyse und deine Handlungen passen jedoch nicht zusammen. Zu dieser Analyse passen Schawerte, mit denen ich (und viele andere Bären) in den letzten Jahren gutes Geld verdient haben. Ich bin kein Goldbug, aber Gold hat seine Zeit wie auch andere Investments ihre Zeit haben. Mit Edelmetallminen ließ sich in den letzten Jahren sehr viel und bequemes Geld verdienen. Außerdem ist man nicht ständig unter Zeitdruck.
Auch Ackerland (sicher ein Spezialinvestment) hat in den letzten Jahren enorm an Wert gewonnen. Ich kann sagen, mir hat die Krise einen enormen Vermögensgewinn gebracht.
Mit Shorts habe ich dagegen unter dem Strich kaum Geld verdient und eine Menge (sicher auch produktive) Zeit verbracht.

Permanent

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Malko07:

Wenn man jetzt Besitzer von Teilen des

6
22.03.11 09:29
DAX wäre, diese schon länger besitzt, dessen KGV momentan bei etwas über 10 liegt, und dessen Dividendenrendite laufend steigt, würde man dann jetzt verkaufen wo doch einem auch bekannt ist, dass die Großzocker im Gratisgeld ersaufen? Trotz Libyen und Japan läuft die weltwirtschaftliche Entwicklung in großen Teilen Asiens und Europas immer noch sehr gut. Dabei bremsen die Regierungen außerhalb den USA schon länger. Die Nichtzittrigen spekulieren momentan auf neue Allzeithochs. Schlechte Nachrichten wie Krieg tut derartige Spekulationen erst mal unterstützen. Japan wird momentan neutral gesehen, kann aber noch einen Schub auslösen, nach oben oder nach unten. Aber Spekulationen bleiben Spekulationen und erfüllen sich nicht immer.
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Malko07:

Zinswetten

3
22.03.11 09:40
Der USA Bären-Thread 10112779
Herbe Niederlage für die Deutsche Bank: Das Geldhaus muss rund eine halbe Million Euro Schadensersatz für spekulative Zinswetten zahlen. Es hat einen Kunden über die hohen Risiken einer Anlage nicht genügend aufgeklärt, entschied der Bundesgerichtshof in einem wegweisenden Urteil.
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Pichel:

#966 oooooch, die armen Versicherer

2
22.03.11 09:44
"den operativen Gewinn der Allianz-Industrieversicherungssparte 2010 im Vergleich zum Vorjahr um fast 130 Millionen auf 461 Millionen Euro gedrückt"

nur !! 461 Mio gewinn....
Unterbezahlte Verlustbringer
rottmeyer.de/?p=3649
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permanent:

Es ist sinnlos, sich zu verkämpfen.

2
22.03.11 09:47

Dieses Zitat aus einem völlig anderen Zusammenhang, aus einem HB Interview mit René Obermann, passt sehr schön in die Diskussion und enthält sehr viel Wahrheit für viel Lebensbereiche.
Börse, Krieg,  Naturkatastrophen etc.

Permanent

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daiphong:

#77976 da man nur den Sicherheitsbehälter

4
22.03.11 09:48
von außen kühlen kann, dürfte das Besprühen entgegen den Infos keinerlei Kühlung für den Druckbehälter und Reaktorkern bedeuten. Eine gewisse Kühlung erreicht man dort immer noch durch das notdürftige Einspeisen von Meerwasser in den Druckbehälter und in den Sicherheitsbehälter (außer bei Reaktor 2) über das Feuerlöschsystem.

Man kann wohl nur die BE-Lagerbecken durchs Berieseln kühlen. Im Block 4 scheint das leck zu sein. Im Block 3 aber scheint durch die Explosion das Lagerbecken zerstört worden zu sein, nach den Infrarotbildern liegen die Brennelemente verstreut herum. Der dunkle Rauch könnte dann entweder auf brennende Kabel etc. oder brennende Brennstabhüllen beruhen.
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Anti Lemming:

Zustimmung mit kleinen Einwänden, Malko

5
22.03.11 10:07
Zunächst mal trifft zu, dass man wirklich nur spekulieren kann, was im Innern der Reaktoren vor sich geht.

Zu Deinem Absatz...

"Nicht unwahrscheinlich ist es, dass an den Notkühlsystemen größere Schäden vorliegen die repariert werden müssen. So etwas dauert schnell Wochen. Bis dahin muss man von außen kühlen in der Hoffnung, dass man genügend Zeit bekommt. Wenn dann die Notkühlung wieder läuft, kommt der kritische Moment der erneuten Flutung der Brennstäbe."

...möchte ich dennoch anmerken:

Das (Not-)kühlsystem im Reaktorkern besteht aus einem filigranen Netz aus Wasserleitungen/Bohrungen. Durch diese Leitungen kann von außen Wasser zur Kühlung gepumpt werden. Das Kühlwasser kommt dabei nicht direkt mit dem radioaktiven Material in Kontakt. Es kann daher hinterher m. E. ins Meer abgelassen werden. (Das Kühlwasser zirkuliert also ähnlich wie in einem Automotor, in dem es ja auch nicht mit Öl oder Benzin in Berührung kommt.)

Mit einem solchen Wasserstrom können Reaktorkerne nach regulären Abschaltungen weiter gekühlt werden, um die 3 % Restwärme abzuführen.

Wenn diese Wasserleitungen jedoch verstopft sind, z. B. weil sie in der Hitze der Kernschmelze verklumpten, kann eine außen angeschlossene Pumpe - selbst eine neue - rein gar nichts ausrichten. Hinzu kommt, dass der Schaden irreparabel ist (man kommt wegen der Verstrahlung nicht an die Teile im Innern des Reaktorkerns ran).

Die Reste der teils geschmolzenen Brennstäbe im Reaktorkern stehen in "Süßwasser". Das außen aufgespritztes Salzwasser kann nicht in den Reaktorkern dringen (30 cm Stahlmantel). Man kann daher durch noch so viel Meerwasser-Berieselung von außen das verdunstete (Süß-)Wasser im Innern nicht ersetzen. Mit jeder Zwangs-Entgasung wird es weniger.


Nach Angaben von Tepco sind die Brennstäbe in Block 1 bis 3 nur noch etwa zur Hälfte mit Wasser bedeckt. Diejenigen Teile der Brennstäbe, die aus dem Wasser im Innern der Druckgefäße "oben rausgucken", dürften bei den Kernschmelzen mehr oder minder  "zerflossen" sein - inkl. der Steuerstäbe. Damit wären die Reaktoren praktisch wieder teilweise hochgefahren. Zerstörte Bremsstäbe machen die Notabschaltung m. E. "rückgängig". Es geht daher mMn auch nicht um das Wiederherstellen der Notkühlung (die nach regulärem Runterfahren greifen könnte). Stattdessen müsste jetzt auch noch ein Teil der hohen Abwärme, die im Normalbetrieb die Turbine treibt, mit weggekühlt werden. Dazu wäre wohl nicht einmal die Notkühlung in einem intakten Reaktorkern in der Lage. Im Normalbetrieb eines Siedewasser-AKW dient ja der riesige Generator, durch den der Dampf dringt, als "Kühlung".

Lassen sich die Brennelemente überhaupt noch "neu fluten"? Auch daran hab ich nach einer Kernschmelze Zweifel. In den Reaktorkernen herrscht zurzeit starker Überdruck. Man könnte nur fluten, wenn man den Überdruck zuvor ablässt. Dann würden aber jede Menge radioaktiver Gase und Zerfallsprodukte ins Freie gelangen. Das ist für die Umwelt ein Fiasko.

Selbst nach einer solchen Entgasung könnten die halbgeschmolzenen Brennstäbe in einer Wasserstoff-Explosion hochgehen, wenn man frisches Wasser auf sie schüttet. Die Weißglut der Stäbe ist mMn nicht eine Frage von Tagen (was vielleicht noch beherrschbar wäre), sondern eher ein Zustand, der monatelang, wenn nicht gar jahrelang, anhält. Solange müssten die Feuerwehrtruppen außen theoretisch weiterspritzen. Dabei würde mit der Zeit aber der halbe Pazifik radioaktiv verseucht.
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learner:

AUD/USD

3
22.03.11 10:11
Das Währungspaar hat sich entschieden wieder über die GD´s zu hüpfen. Entweder es handelt sich um eine volatile, zähe Topbildung, oder es gibt wieder was auf die Bärentatzen.

Mit einer Entscheidung ist vielleicht auch erst im Sommer zu rechnen, wenn klar wird, ob QE weiter betrieben wird oder nicht.

http://www.ariva.de/...A_Baeren_Thread_t283343?page=3111#jumppos77795
(Verkleinert auf 31%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 390062
I think I spider!
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Anti Lemming:

Malko - KGV in # 981

6
22.03.11 10:12
Die "schönen Gewinne" der Firmen stammen zumindest in USA zu knapp 30 % aus dem Staats-Füllhorn (so hoch ist der Transfer-Anteil an sämtlichen US-Bezügen) und damit aus der massiven Neuverschuldung. Es bringt nichts, auf scheinbar günstige KGVs zu verweisen, wenn die Quelle dieser Gewinne eine "nicht natürliche" ist. Man kommt sonst schnell zu zirkulären Schlüssen.
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relaxed:

#77977 Der Immobilienmarkt ist

5
22.03.11 10:16
illiquider als die Aktien-oder Rohstoffmärkte, das Kapital lässt sich nicht so schnell bewegen, Investments sind (etwas) langfristiger und deshalb ist die Investmententscheidung (etwas) realer. ;-)))
Dieses Posting enthält keine Zitate aus der NZZ.
Dr. Relaxed Strangelove
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Kicky:

USA wollen Führung in Libyen abgeben

4
22.03.11 10:20
Putin spricht von windelweicher Formulierung im UN-Auftrag und von Kreuzzug ,China verurteilt die militärische Aktion gegen einen Staat und Deutschland will sich noch immer nicht beteiligen
www.independent.co.uk/news/world/politics/...-front-2249067.ht
und in Grossbritannien streitet man sich, ob man gezielt Gaddafi töten  sollte
www.independent.co.uk/news/uk/politics/...gaddafi-2248913.html

auch wenn man sich langsam fragt, ob Westerwelle nicht tatsächlich rein wirtschaftliche Erwägungen hatte, als er sich so vehement gegen die Beteiligung am Einsatz aussprach,schon das zögernde Verhalten Deutschlands bei der Sperrung von Konten Gaddafis spricht dafür,muss ich ihm erstmals Beifall zollen!
Was gehen uns die internen Querelen zwischen Stämmen in Libyen an? Diese Gutmenschen wie gestern der langsam senile Geissler im Interview lassen mich schaudern.Reicht es nicht mit Afghanistan,müssen wir alle Bedrängten in Ölländern retten ?
Antworten
Kicky:

Verstrahlung laut Edano nicht gefährlich

4
22.03.11 10:30
na noch mehr verharmlosen kann man das wohl kaum!
www.telegraph.co.uk/news/worldnews/asia/...-waste-in-food.html
Mr Edano, the increasingly haggard face of the Japanese government's response to the crisis, sought to quell fears by saying radiation levels in food were not harmful to human health, and that he was prepared to eat contaminated produce himself.

He said: "Even if you eat and drink them several times it will not be a health hazard. So I would like you to act calmly without reacting." Asked if he would be happy to give spinach and milk to his family, he said: "Of course."

His comments were reminiscent of when John Gummer, the then Agriculture Minister, was pictured with his four-year-old daughter and half-eaten hamburgers, in an attempt to calm the British public during the "mad cow disease" outbreak in 1990.

Die Welt berichtet:in den japanischen Krisengebieten steigt nach den Havarien im Kraftwerk Fukushima die Strahlenbelastung in Lebensmitteln und Trinkwasser. Für vier Präfekturen verhängte die Regierung am Montag ein Lieferverbot für Milch und mehrere Gemüsesorten. Spuren von radioaktivem Jod wurden laut der japanischen Nachrichtenagentur Kyodo mittlerweile im Trinkwasser von neun Präfekturen gemessen, darunter auch in der Hauptstadt Tokio. Auch bei Milch aus der Umgebung Fukushimas wurde eine überhöhte Strahlenbelastung festgestellt, hier wurde der Grenzwert um das 17-Fache überschritten. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist über die Belastung von Lebensmitteln "stark besorgt", wie ein Sprecher in Genf sagte. Noch in der vergangenen Woche hatte die WHO die Strahlensituation als nicht besorgniserregend eingestuft. Man werde sich der Lage mehr und mehr bewusst, sagte der Sprecher. Wie ernst die Lage sei, müsse weiter untersucht werden. Die Menschen in Japan sollten bei der Auswahl der Lebensmittel jedoch vorsichtig sein.

....Bei Hitachi -rund 100 Kilometer südlich des AKW Fukushima - wies Spinat einen Jod-131-Wert von 54 000 Becquerel und einen Cäsium-Wert von 1931 Becquerel je Kilogramm auf. Die Grenzwerte liegen in Japan bei 2000 Becquerel für Jod und bei 500 Becquerel für Cäsium. Besonders betroffen vom Lieferstopp für Spinat ist die Präfektur Ibaraki: Auf den großen Gemüsemärkten Tokios kommen 30 Prozent des gesamten Spinatangebots aus dieser Region Die WHO forderte Japan am Montag dazu auf, stark radioaktiv belastete Lebensmittel unverzüglich aus dem Handel zu nehmen. Verstrahlte Lebensmittel seien eine größere Gefahr für die menschliche Gesundheit als radioaktive Partikel in der Luft, sagte ein Sprecher in Genf. Supermärkte in Tokio hätten den Spinat aus der betroffenen Präfektur bereits aus ihrem Sortiment genommen, meldete die japanische Tageszeitung "The Daily Yomiuri".
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Malko07:

A.L. (#77986), ein

3
22.03.11 10:31
Durchschmelzen habe ich nie ausgeschlossen. Über die möglichen Defekte am Notkühlkreislauf möchte ich nicht spekulieren. Keine Ahnung wie der Zustand ist. Die Explosionen waren wesentlich höher im Gebäude. Aber es hat ja auch noch das Erdbeben und der Tsunami gewirkt. Gerade der Tsunami konnte wirken weil sich die Notkühlung ganz unten befindet. Wie der Zustand in den Stahldruckgefäßen ist weiß einfach keiner, weder du noch ich und die Japaner erst wenn es gelingen sollte etliche Überwachungen wieder ans Laufen zu bringen. Dazu braucht es Strom.

Wie sich ein Durchschmelzen auswirken würde wissen wir auch nicht. Da steht erst der praktische Versuch an. In Tschernobyl hat der Betonboden gehalten. Er wurde später von unter verstärkt.  Hier ist der Untergrund Fels und damit wesentlich unkritischer.
Antworten
Anti Lemming:

Permanent - # 980

4
22.03.11 10:50

Du hast die (zweifellos lukrative) Strategie verfolgt, in Sachwerte aller Art - von deutschem Ackerland über (physisches) Gold bis zu Minen-Aktien - zu fliehen. Diese Spekulation oder Kalkulation ist in den letzten 10 Jahren trefflich aufgegangen.

Man sollte sich aber davor hüten zu glauben, dass hahnebüchene Patentrezepte wie das Geldgedrucke der Notenbanken nun "für alle Zeiten" die Börsen (und Sachwerte) nach oben treiben werden. (Das ist der Kern der Gold-Bug-Verheißungen.) Was in den letzten 10 Jahren gelang, kann in den nächsten 10 Jahren auch in die Hose gehen.

Schon am US-Hausmarkt sehen wir, dass "Flucht in Sachwerte" nicht grundsätzlich funktioniert. Wer 2005 als Schutz vor Inflation in US-Immobilien "floh", hat seitdem starke Verluste erlitten. US-Hauspreise fielen seitdem um fast 30 %. Negatives Eigenkapital ist die Wurzel der laufenden US-Housingkrise samt endloser Zwangsversteigerungen.

Da im Hausmarkt "real money" steckt und nicht Cyber-Dollars, zeigt er mMn das wahre Gesicht der laufenden Entwicklung, die zurzeit in der Grauzone zwischen Deflation und Stagflation mäandert.

Ich halte aus den o. g. Gründen für möglich, dass der Markt die "Patentlösung Gelddrucken" irgendwann nicht mehr akzeptiert. Die große Frage ist, ob dieser Erkenntnis dann einen hyperinflationärer Kollaps (der Traum der Goldjünger) oder eine Deflations-Krise wie in Japan nach 1990 folgt. Ich tippe nach wie vor eher auf Letzteres.

Inflationierung ist sicherlich das Patentrezept der Notenbanken, doch niemand weiß, ob dieses Konzept langfristig funktionieren wird. Sollten die ausufernde Staatsverschuldungen nicht mehr im Bond-Markt (inkl. QE) unterzubringen sein, könnte auch ein deflationärer Kollaps folgen (wie 2008). Der Übergang kann - wie beim Ende der privaten Hyperliquidität im Juli 2007 - von einem Tag zum nächsten erfolgen. Alle Inflationsapostel wären über Nacht "am Arsch".

Aktien-Shorts (und Bond-Longs) sind bei Deflation nicht das Verkehrteste. Sachwerte hingegen würden in einer Deflation an Wert verlieren. Wer heute Aktien-Bär ist, muss sich daher zwingend im Lager der "Deflationisten" (wie Rosenberg) zu Hause fühlen. Gelänge die Inflationierung weiterhin, wären strategische Shorts in der Tat "Mord".

Der Markt und seine Schreier predigen freilich fortlaufend das Gegenteil - kein Wunder, wenn die Zentralbanken die laufende Inflations-Ideologie nach Kräften fördern. Jeder Newsletter-Spatz pfeift inzwischen von den Dächern, dass entweder hohe Inflation oder gar Hyperinflation kommen werde und man sich doch gefälligst baldigst in Sachwerte inkl. Rohstoffe/Aktien "retten" solle.

Diese Inflations-Heulnummer ist aber bereits derart "ausgelutscht", dass sie mMn schon allein wegen zu hoher Massenbeteiligung nicht mehr funktionieren KANN. Oder glaubst Du wirklich, dass alle Hausfrauen, die bei Lidl-Krügerrands kaufen und alle Sekretärinnen, die sich auf Pump Eigentumswohnungen zulegen, damit am Ende reich werden?

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Hagen v. Tronje:

# 982 (Malko07) - BGH/Dt. Bank

8
22.03.11 10:54

Zitat aus dem Artikel:

"Im Kern ging es um die Frage, ob die Deutsche Bank mit sogenannten Swap-Geschäften wissentlich Kommunen und Mittelständler abkassierte - oder ob Kämmerern und Finanzverantwortlichen der Firmen klar war, auf welches Risiko sie sich einließen."

Darauf, dass Letztere eben nicht (exakt) wissen, worauf sie sich einlassen, beruht doch im Wesentlichen das Geschäftsmodell der Banken im (hoch)spekulativen Bereich.

Geschäfte zum beiderseitigen Vorteil sind hier bereits denknotwendig die Ausnahme.

Immer wieder erstaunlich, mit welcher Naivität "Finanzverantwortliche" hier mit den Banken in den Ring steigen und am Ende allen Ernstes behaupten, einfach nicht gewusst zu haben, was sie tun.

Für Privatleute mag dies ja noch angehen und tatsächlich den Banken im Sinne einer ungenügenden Aufklärung anzulasten sein.

Aber im Geschäftsbereich kommt mir hierfür ehrlich gesagt das Verständnis bzw. Mitgefühl etwas abhanden.

Wenn ich hier Verträge unterschreibe, muss ich einfach wissen, was ich tue (vor allem, wie hoch das Verlustrisiko im Worst-Case-Szenario ist) und kann für etwaige (Spekulations) Verluste - abgesehen von einer arglistigen Täuschung über gegenwärtige Tatsachen - nicht meinen Geschäftspartner verantwortlich machen, m.E. schon gar nicht bei Swap-Geschäften, über die man sich ohne Weiteres auch aus alternativen Quellen unterrichten kann (und welche im Kern eigentlich recht simpel strukturiert sind).

Ich möchte hier nicht falsch verstanden werden, aber irgendwo (bzw. ab einer gewissen Position) setzt m.E. auch die Eigenverantwortung ein und daher spare ich mir mein Mitgefühl auch lieber für (völlig überforderte) Privatanleger auf.  

  

Antworten
Malko07:

Ungefährer Status

6
22.03.11 10:57

Der USA Bären-Thread 10113390

Antworten
Anti Lemming:

Bernanke braucht einen Aufbaukurs "Philosophie"

10
22.03.11 11:02
Er verharrt zurzeit noch viel zu stark im Descartes'schen "Ich pumpe, also bin ich".

de.wikipedia.org/wiki/Cogito_ergo_sum
Antworten
Malko07:

Hagen v. Tro. (#77994), arglistige

10
22.03.11 11:04
Täuschung hat mMn nichts mit der potentiellen geistigen Ausstattung des Partners zu tun. Mancher dieser Geschäfte war so kalkuliert und konstruiert, dass der Kunde gar nicht gewinnen konnte. Das ist mMn schon Betrug.

Dass manche Firmen und Kommunen leichtsinnig und geistlos gehandelt haben keine Frage. Aber in manchen Bundesländern sind derartige Risiken verboten und das war den Banken bekannt. Also haben sie die reell vorhandenen Risiken so verkleidet und versteckt, dass man sie nicht mehr sehen konnte. Und so etwas ist in allen zivilisierten Ländern Betrug.

Den Banken fiel vor Gericht zur Verteidigung ja auch nicht viel mehr ein als auf den potentiellen Gesamtschaden für die Bankenwelt hinzuweisen.

Richtiger wäre, wenn alle Finanzspekulationen bei der öffentlichen Hand verboten würden, auch das verhökern von Infrastruktur um sie dann wieder zurück zu mieten.
Antworten
permanent:

@AL, meine Anlagestrategie ist im wesentlichen

12
22.03.11 11:27

dynamisch und passt sich den Rahmenbedingungen an. Physische Metalle habe ich (würde ich sage überhaupt nicht, würde ich lügen) im Promillbereich meiner Vermögensanlage. Minen habe ich bis auf einen letzten Wert (Fortuna Silver) im Herbst 2010 bzw. Januar 2011 veräußert.
Immobilien habe ich in eine GmbH, in der ich nun nur noch Teileigentümer bin, geparkt. Für die Immos habe ich nichts bezahlt. (So auch immer hier kommuniziert).
Sie waren zu 100% finanziert, nach einigen Jahren in meinem Eigentum und Teilabtragung über die Miete habe ich sie in eine GmbH eingebracht.
Mein Ackerland ist zu 100% mit EK bezahlt worden. Hier kann mir so schnell nicht passieren.
Der Acker ist mein größter Gewinn und mein größter Pferdefuß. Hier bin ich emotionaler als bei anderen Assetklassen. Das ist nicht gut. Bis auf eine kleinere Parzelle die zu Bauland wurde habe ich nie etwas veräußert. Auch hier werden wieder schlechtere Zeiten kommen, das ist mir bekannt nur handele ich (noch) nicht dementsprechend.

Auf der anderen Seite habe ich durch meine Desinvestments (Minenwerte/ Acker bzw. Bauland) einen relativ großen Liquiditätsberg, auf dem ich mit Unwohlsein sitze wenn ich mir die Geldpressen der Notenbanken anschaue.

Permanent

Antworten
geldsackfrank.:

UK weiter mit grausigen Zahlen

8
22.03.11 11:28
Großbritannien: Öffentlicher Finanzierungsbedarf im Februar bei £10,3 Mrd. Erwartet wurden £7,9 Mrd nach -£5,3 Mrd im Vormonat.

Großbritannien: Einzelhandelspreise im Februar +5,5% y/y. Erwartet wurde ein Anstieg um 5,2% y/y nach +5,1% y/y im Vormonat.

Großbritannien: Verbraucherpreise im Februar +4,4% y/y. Erwartet wurde ein Anstieg um 4,2% y/y nach +4,0% y/y im Vormonat.
Antworten
permanent:

Japan stockt Haushalt massiv auf

6
22.03.11 11:31

+++ 09.52 Japan stockt Haushalt massiv auf +++
Japans Regierungspartei will wegen der gewaltigen Wiederaufbaukosten nach dem Jahrhundertbeben den Staatshaushalt aufstocken. "Wir erwägen einen ersten Nachtragshaushalt von April bis Mai", sagt der Generalsekretär der Demokratischen Partei, Katsuya Okada. Mindestens ein weiterer werde folgen. Auch die Rücklagen für das laufende Haushaltsjahr sollen angezapft werden. Wirtschaftsminister Kaoru Yosano beziffert die Kosten für den Wiederaufbau nach der Dreifach-Katastrophe aus Erdbeben, Tsunami und Atomkatastrophe auf umgerechnet 170 Milliarden Euro.

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    Daytrading 14.05.2024 ARIVA.DE   14.05.24 00:02

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