Der USA Bären-Thread

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Der USA Bären-Thread relaxed
relaxed:

#55500 ... und Zivilcourage gezeigt?

2
09.01.10 17:41
Der USA Bären-Thread Caroline2008
Caroline2008:

relaxed

3
09.01.10 17:45
Als Frau gegen drei Polen, Alter 20 - 25, was hättest du gemacht? Die sahen zudem ziemlich gefährlich aus.
Der USA Bären-Thread wawidu
wawidu:

Volumina und Preisveränderungen

6
09.01.10 17:47
Volumenbalken erzählen uns nichts über die "Handelsqualität". Lange schwarze (rote) Volumenbalken unter langen weißen (roten) Kerzen deuten auf hohes Netto-Kauf- resp. Verkaufvolumen hin ("Kauf-/Verkaufdruck"), lange schwarze (rote) Volumenbalken unter sehr kurzen Kerzenkörpern, manchmal auch mit langen Dochten und Lunten, reflektieren harte Kämpfe zwischen Käufern und Verkäufern (verstärkt einsetzende Distribution/Akkumulation). Sehr schön lässt sich dies in folgendem 15-Minuten-Chart erkennen:
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Der USA Bären-Thread 290126
Der USA Bären-Thread wawidu
wawidu:

Volumina und Preisveränderungen (2)

5
09.01.10 17:53
Hier noch der 1-Minute-Chart: in der letzten Handelsminute eine sog. Libellenkerze mit sehr hohem Volumen, die ein heftiges Hin und Her ausdrückt.
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Der USA Bären-Thread 290127
Der USA Bären-Thread relaxed
relaxed:

#55502 Ich weiß nicht, wie ich mich in einer

5
09.01.10 17:54
solchen Situation verhalten würde, doch seit der Sache in Bayern denke ich hin und wieder darüber nach.

Ich denke, es ist weder für Frau noch Mann ratsam, sich bei 3 25-Jährigen physisch einzumischen, doch die Polizei hätte ich wohl schon gerufen - allerdings kenne ich die "Gepflogenheiten" in der Hauptstadt nicht. ;-)
Der USA Bären-Thread Svartur
Svartur:

Das ist die Wahrheit

13
09.01.10 19:01
wirtschaftquerschuss.blogspot.com/...01%3A00&max-results=9

Und ja, ich empfinde das nicht als positiv und jeglichen Kommentare, die so etwas als positiv darstellen,
oder nicht wahr haben wollen als pervers.

Diese Zahlen belegen das was hier schon von uns geschrieben wurde, Deindustrialisierung in den USA.

Die "Blinden" starren auf den Aktienmarkt und sehen eine wirtschaftliche Erholung.

Die "Sehenden" bemerken es am eigenen Leib, sie sind Arbeitslos und müssen zusehen, wie die Kohle
für Manager zum Fenster rausgeworfen werden, damit die weiter ihre Partys feiern.

Am Besten noch ab mit den Arbeitslosen ins Ghetto, damit man sie nicht sieht und da man ja guten Herzens ist,
stellt man einige als geringfügig Beschäftigte im eigenen Haushalt, oder in den Firmen ein.

Sorry, wenn man die Kommentare der offiziellen Mainstream Presse dazu gelesen hat am Freitag, kann man nur abkotzen. Das hat nix mit Bulle oder Bär zu tun, sondern mit Respekt vor den Menschen, die in der Statistik als Zahl nicht beachtet werden und real in der Scheisse sitzen.

So sieht´s aus und nicht dieses Wohlgefällige Schicky Micky Geseiere, was man von den Anzug Typen zu lesen bekommt.
Der USA Bären-Thread Stöffen
Stöffen:

Wir sprachen bereits darüber...

8
09.01.10 19:05
Dürfte noch ein recht interessantes Power-Play für den US-Bankensektor in diesem Jahr werden.

Commercial Property Is Biggest Risk, U.S. Bank Examiners Find

Losses on commercial real estate loans pose the biggest risk to U.S. banks this year, troubling smaller lenders while unlikely to threaten the entire financial system, U.S. bank examiners concluded during a review.

“Losses from commercial real estate will be quite high by historic standards,” said Eugene Ludwig, former Comptroller of the Currency who is now chairman of Promontory Financial Group, a Washington-based consulting firm to financial institutions. “Hundreds of banks will fail or will be resolved over the course of the cycle.”

www.bloomberg.com/apps/...01087&sid=aD30hm2UDGeU&pos=6
Bubbles are normal and non-bubble times are depressions!
Der USA Bären-Thread Stöffen
Stöffen:

Svartur, dass "Schöne" an hohen Arbeitslosenzahlen

13
09.01.10 19:13
ist ja, dass man diejenigen, welche noch Arbeit haben, eben auch noch viel, viel besser disziplinieren kann.
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Der USA Bären-Thread 290146
Bubbles are normal and non-bubble times are depressions!
Der USA Bären-Thread Anti Lemming
Anti Lemming:

Wer braucht und wen "verbraucht" China?

17
09.01.10 19:23
Der China-Kult und die Anbiederei der internationalen Firmen-Chefs treiben seltsame Blüten (unten). Erinnert mich an Zeitungen in der aufkommenden Internet-Ära: Jede Zeitung wollte "online" unbedingt dabei sein und stellte - weil üblich - die Inhalte, die für teures Geld erstellt werden, gratis ins Netz. Spätere Versuche, dies auf ein Pay-System umzustellen (hat z. B. der brit. Economist versucht) sind in der Regel kläglich gescheitert. Internet-Leser sind tendenziell zahlungsunwillig. Die Zeitungen haben damit ihr Geschäftsmodell - Vertrieb potenziell hilfreicher Information gegen Bezahlung - auf dem Altar des vermeintlichen Fortschritts geopfert. Die Auflagen bei den Zeitungen gehen seit dem Jahr 2000 laufend zurück, die Gewinne brechen ein (Chart der NYT unten). Die "Jugend" mausklickt sich durchs Netz, fidele Ariva-Rentner ebenfalls. Die Anzeigenerlöse kassieren derweil Google und Co.

In ähnlicher Weise opfern Firmen wegen ihres Wunsches, "in China dabei zu sein", Know-How und Betriebsgeheimnisse. So war die China-Order für die Transrapid-Strecke zum Flughafen von Peking (28 km) - die Siemens dort "bauen durfte" - gekoppelt an die Bedingung, dass den Chinesen sämtliche technischen Details zugänglich gemacht werden. Die dafür erhoffte Folgeaufträge blieben jedoch aus. Inzwischen haben die Chinesen die weltweit schnellste herkömmliche Schienenbahn (fährt auf landeseigenen Langstrecken) in Eigenproduktion gefertigt. Weltweit zusammengeschnorrtes "Know-How" half dabei enorm weiter. Wozu "das Rad neu erfinden", wenn es Firmen wie Siemens und Alstom "gratis" liefern? Nach dem Know-How-Transfer sind die ausländischen Ideengeber meist abgemeldet. Dabei hatten sie das Know-How in der Hoffnung preisgegeben, demnächst in China das große Geschäft zu machen. Erfolg hatten sie nur insofern, wie man "großes Geschäft" mit "Auf-den-Topf-setzen" gleichsetzen kann.



Das Kapital
China - wer braucht hier wen?

Alle profitieren von China. Das ist Konsens, und um nur ja nicht ins Hintertreffen zu geraten, biedern sich die Regierungschefs der Industrieländer bei den Chinesen an. Das ist nicht nur peinlich, sondern stellt die Verhältnisse auf den Kopf.

Die Welt kuscht vor China. Das Reich der Mitte hat seine Wirtschaftsleistung zwischen 1998 und 2008 gut verzweieinhalbfacht und dürfte selbst im Weltrezessionsjahr 2009 um 8,5 Prozent gewachsen sein. Dennoch hat sich das BIP pro Kopf laut IWF 2009 gerade mal auf 3566 $ belaufen - oder 6546 $ mit Kaufkraftparitäten gerechnet. In den USA sind 46.443 $ erzielt worden. Bei einer Bevölkerung von 1,334 Milliarden Menschen kann man vor der Größe des in China entstehenden Marktes gar nicht genug Ehrfurcht haben. Und da jedes Land der Erde einen Teil vom Kuchen abhaben will, spielt China die Regierungschefs des Westens genüsslich gegeneinander aus.

Stellt sich die Frage, warum die das mit sich machen lassen. Zunächst einmal gibt es wenige chinesische Waren, die der Westen nicht selbst herstellen könnte, aber einige westliche Güter, die China noch nicht draufhat. Insofern sollte man annehmen, dass China eher von den Industrieländern abhängig ist, die 2009 mit 39.634 Mrd. $ das gut Achtfache des BIPs des aufstrebenden Landes erwirtschaftet haben. Und was hat das chinesische Wachstum den entwickelten Volkswirtschaften bisher gebracht? Nehmen wir Deutschland, das wegen seiner Spezialisierung auf Investitionsgüter eigentlich besonders profitieren sollte. Zwischen 1998 und 2008 ist das hiesige reale BIP im Durchschnitt um 1,5 Prozent gewachsen.

Zur Not hätten wir das wohl auch noch ohne China hingekriegt. Wer weiß, vielleicht wäre es ohne China sogar mehr gewesen, denn in dieser Zeit hat Deutschland ein Warenhandelsdefizit mit dem Reich der Mitte von 145 Mrd. Euro verzeichnet. Ob uns das wirklich so viele neue Stellen gebracht hat? Insgesamt beliefen sich die Warenexporte nach China 2008 übrigens auf rund 1,4 Prozent des deutschen BIPs, jene nach ganz Asien auf 4,8 Prozent, jene nach Europa auf 29,4 Prozent. Doch wie auch immer: Trotz der chinesischen Konjunkturerholung ist im vergangenen Jahr ein Drittel des kumulierten Wachstums der deutschen Wirtschaft zwischen 1998 und 2008 futsch gegangen.

Natürlich sollte uns an guten diplomatischen Beziehungen zu China gelegen sein. Aber das heißt nicht, dass man kuschen muss. Es sei denn natürlich, den westlichen Regierungen geht es nicht so sehr um ihre Ökonomien, sondern vor allem um die Interessen der Unternehmen, damit die nur ja von keinem Gemeinschaftsprojekt mit einer chinesischen Firma ausgeschlossen werden. Doch auch das wird sich als Trugschluss erweisen. Das Geschäft in China werden chinesische Firmen machen. Zumindest werden diese den westlichen Firmen auf deren Heimatmärkten ebenso viele Marktanteile abknöpfen wie umgekehrt. Oder wovon träumen die Staatschefs denn nachts?

www.ftd.de/finanzen/maerkte/marktberichte/...wen/50057317.html



Typischer Niedergang:  Chart der börsennotierten "New York Times" seit 2000 (unten rechts der "dead cat bounce" des "Neuen Bullenmarkts" ab 2009).
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Der USA Bären-Thread 290143
Der USA Bären-Thread pfeifenlümmel
pfeifenlümmel:

zu # 478 Stöffen

16
09.01.10 19:28
Die Fed möchte auf jeden Fall keinen Einbruch am Aktienmarkt sehen, die Stimmung ist sowieso schon beschissen genug, also bitte nicht noch einen Crash. Man vergisst zu leicht, dass die Fed aus Privatbanken gebildet wird. Wenn man annimmt, dass die Fedmitglieder keine gespaltenen Persönlichkeiten sind, ist daraus zu folgern, dass die Interessen der Großbanken und der Fed konform sind. Wenn die Fed also etwas ereichen will, bieten sich die entsprechenden Großbanken als Helfer direkt an, was soll ich dazu noch sagen? Verschwörungstheorie oder Realismus? Die Fed hat das Geld und die Großbanken ihre bankster oder die guten Godmans. Dieses Spiel ist Realität. Vertrauen im eigentlichen Sinn des Wortes ist an der Börse nun wirklich nicht zu finden.  Dass man über den Futuremarkt mit den entsprechenden Hebeln Kurse massiv beeinflussen kann ist kein Geheimnis. Wie Malko es richtig beschreibt, ist die Börse eine Form von Casino. Analysten bringen anschließend die Begründungen für die Kursveränderungen und werden dafür ja auch bezahlt!
Mich wunderte eine Zeit lang und jetzt  nicht mehr, auf welche Weise die Commodities wie Metalle und Energie in den Himmel gehoben werden.  Schleppende Entwicklung in der Gesamtwirtschaft, hohe Arbeitslosigkeit, BalticDry ziemlich trocken, aber wo stehen diese commodities? Fast schon wieder oben wie in den besten Zeiten. Nun gut, die Chinesen bunkern, aber in solchem Maße, dass die Preise wieder oben sind wie in den Boomphasen? Vielleicht will man den Chinesen das Bunkern erschweren?
Der USA Bären-Thread Stöffen
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Pfeifenlümmel, mal anders gefragt

9
09.01.10 19:53
Wer hat denn den Finanzakteuren die Ausfälle ihres zusammengebrochenen Schneeballsystems gezahlt und bekommt dafür nun die Rechnung in Form von erneut hochgezockten Preisen für fast sämtliche Commodities präsentiert?

Hehehe...

"Zufrieden blicken Finanzspekulanten auf das Jahr 2009 zurück: Hedgefonds haben im abgelaufenen Jahr die höchsten Renditen seit einem Jahrzehnt erzielt."
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Der USA Bären-Thread Malko07
Malko07:

Vollkommen richtig Stöffen, die reale

12
09.01.10 20:01
Wirtschaft und der reale Konsument müssen eine Sonderabgabe für die Zockerbanken und deren Hedgefonds abführen. Fast könnte man meinen, das wäre gewollt damit ein Wirtschaftsaufschwung unter Garantie chancenlos wird. Mich würde interessieren ob das von der Politik und den Notenbanken gewollt ist oder ob die neue Wirtschaftselite wirklich so strohdumm ist. Ich befürchte Letzteres und das lässt wirklich Schlimmes befürchten.
Der USA Bären-Thread Anti Lemming
Anti Lemming:

Ein Chart mit böswilliger Interpretation

14
09.01.10 20:17
FAKTEN:

Die Zahl der in der Industrie tätigen Amis ist auf den Stand von 1941 gesunken. Gleichzeitig schießen Regierungsstellen wie Pilze aus dem Boden. Was tun die vielen Government Employees und wer bezahlt sie wovon?

*Satire-Modus an*

Die Regierungsstellen haben weitgehend untätige Drohnen in Verwaltung, Politik und Militär inne, die hoffärtig jedwede "Verbiegung" von Wall Street abnicken. Sie werden über Steuern, Schweigegelder und Wahlkampfspenden finanziert/bestochen. Das gemeinsame Ziel ist, Aktien- , Rohstoff- und Bonds-Kurse möglichst weit zu heben, damit möglichst üppig Gelder nach Amerika und Boni an die Zockerbanken fließen. Die Steuern auf diese Boni sind die Haupteinnahmequelle der parasitären Regierungs-Vasallen. Das Spielgeld erschnorren sich Wall Street's Ponzi-Zocker mit AAA-Lügen aus dem Ausland. Die Realwirtschaft spielt keine Rolle mehr. Die 8 % der verbliebenen "Werktätigen" stellen die Kulisse für das Potemkin'sche Madoff-Dorf, um die Illusion von "Geschäftsbetrieb" aufrecht zu erhalten.

*Satire-Modus aus*
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Der USA Bären-Thread 290151
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Der Kampf um die Rente

4
09.01.10 20:34
Ich bin mit den 401(k)-Accounts nicht so sonderlich bewandert, gehe aber davon aus, dass wir hier im Thread schon "Köpfe" für weitergehende Einsichten haben. Das Kapital, mit welchem die US-Pensionsfonds an den Anlagemärkten wirken, das ist schon wahrhaftig eine ordentliche "Hausnummer".

Americans Oppose Proposals to Limit 401(k)s, ICI Says

Jan. 8 (Bloomberg) -- U.S. investors oppose federal initiatives that would force them to give up control over their 401(k) accounts, the Investment Company Institute said.

Seven in 10 U.S. households object to the idea of the government requiring retirees to convert part of their savings into annuities guaranteeing lifetime payments, according to an institute-funded report today. The Washington-based institute represents the mutual-fund industry.

“People value the tool of the 401(k),” Paul Schott Stevens, chief executive officer of the institute, said at a news conference in Washington. “They do not want government to take it away from them. They think the structure works very effectively.”

Lawmakers have proposed changes, and the Obama administration will seek ways to promote conversion of 401(k) accounts after their average value fell in the past three years alongside a 46 percent drop in the Standard & Poor’s 500 Index.

The U.S. Treasury and Labor Departments will ask for public comment as soon as next week on ways to promote the conversion of 401(k) savings and Individual Retirement Accounts into annuities or other steady payment streams, according to Assistant Labor Secretary Phyllis C. Borzi and Deputy Assistant Treasury Secretary Mark Iwry, who are leading the effort.

Tax Benefits

The institute’s member companies manage $11.6 trillion of assets in mutual funds, including employer-sponsored 401(k) accounts. Some lawmakers have questioned the public-policy value of the tax benefits for people investing in retirement accounts, the ICI said in a report today.

U.S. direct-contribution plans, which include 401(k) and other employer-sponsored retirement programs, held about $3.6 trillion as of mid-2009, according to the report. They account for 25 percent of total U.S. retirement assets. Annuities, with $1.4 trillion, represent about 10 percent of U.S. retirement funds.

Annuities are “very expensive” and there’s “no ability to tap them if you have an emergency,” John J. Brennan, former chairman of the Vanguard Group, the biggest manager of stock and bond funds, said on Bloomberg Television today.

No Missed Payments

The guaranteed stream of retirement income from annuities is attractive amid fluctuating 401(k) values, said Cathy Weatherford, chief executive officer of the Insured Retirement Institute, a Washington-based trade group.

“The financial crisis has left millions of people desperately wanting answers on how to protect themselves and some hope of a secure retirement,” Weatherford said. “Throughout the crisis, not one annuity provider ever missed a payment.”

The average 401(k) fund balance dropped 31 percent to $47,500 at the end of March 2009 from $69,200 at the end of 2007, according to a Fidelity Investments review of 11 million accounts it manages. The average balance of the Fidelity accounts recovered, to $60,700, as last Sept. 30 as the stock market rebounded.

Those diminishing balances represent a bigger problem, said Roger Ferguson, chief executive officer of retirement-planning firm TIAA-CREF. Retirement plans should include a built-in, low- cost guaranteed-income option to cover basic costs, like housing and utilities, for life, he said.

“America is facing a retirement crisis,” Ferguson said in an e-mailed statement. “Choice is important, but the critical issue is whether an account can provide enough income in retirement.”

Standing Firm

Few Americans are giving up on their 401(k) plans, Brennan said at the news conference. From January to September of last year, 5 percent of participants stopped contributing, compared with 3.7 percent for all of 2008, Brennan said. The portion who changed their allocations was 9.9 percent.

“Savers are sticking with 401(k) plans,” said Brennan, who serves as a senior adviser for the Valley Forge, Pennsylvania-based mutual-fund firm. “There’s been no panic. It’s a different story than we would have seen 25 years ago.”

Senator Herb Kohl, chairman of the Senate Special Committee on Aging, proposed legislation on Dec. 16 to require fund companies to do more to ensure 401(k) options are appropriate for workers. The Wisconsin Democrat cited reports that target- date funds designed for people retiring in 2010 invested in high-yield, high-risk corporate bonds.

Representative George Miller, a California Democrat, is advocating legislation to require more disclosure about 401(k) fees paid by investors. The Education and Labor Committee, which Miller leads, approved a bill requiring more disclosure about fees in June.

The ICI survey was based on a telephone survey of 3,000 households from Nov. 20 to Dec. 20 and had a sampling error of plus or minus 1.8 percent.

www.bloomberg.com/apps/news?pid=20603037&sid=aR9zVMXzOeX0
Bubbles are normal and non-bubble times are depressions!
Der USA Bären-Thread AngelaF.
AngelaF.:

A.L./55509

14
09.01.10 20:58
"Die Auflagen bei den Zeitungen gehen seit dem Jahr 2000 laufend zurück, die Gewinne brechen ein."


Hier mal ein sehr anschauliches Beispiel das aufzeigt wie schlimm die Lage bei den Printmedien ist:

Ich lese seit ca. 15 Jahren ab und zu (ca. jede dritte Ausgabe) der Zeitschrift auto, motor und sport. Da ich den Sportteil nie lese und in manchen Ausgaben Autos getestet werden die mich nicht interessieren, konnte ich mich nie dazu aufraffen ein Abonnement zu ordern. Vor einer halben Stunde habe ich mich entschlossen ein Abonnent zu werden, gleich dazu mehr.

Ich weiß noch wie mich vor einigen Jahren die vielen Werbeanzeigen in dieser Zeitung genervt haben. Die Ausgaben damals waren ca. 250 Seiten stark, davon ca. 60 Seiten Werbung.
Die aktuelle Ausgabe hat 162 Seiten und außerhalb des KFZ-Kleinanzeigenteils nur noch 10,5 Seiten Werbung, davon 7 Seiten Werbung in eigener Sache. Also nur 3,5 Seiten die Geld bringen. Der einzige Autohersteller der noch Werbung macht ist - mit einer halben Seite - Renault.
Der Kleinanzeigenmarkt der fruher ca. 40 Seiten umfasste, ist in der aktuellen Ausgabe nur noch 12 Seiten stark.


So, jetzt noch warum ich mir heute ein 2-Jahresabo gegönnt habe:

ams gibt es im Jahr 26 Mal. Kosten am Kiosk/Tankstelle/Supermarkt: 3,50 Euro. Macht 91 Euro im Jahr.
Im Abo gibt es normalerweise 8% und man muß somit nur 83,20 Euro zahlen.
Zur Zeit gibt es eine Aktion die m.M. nach zeigt welch extreme Maßnahmen momentan im Printbereich ergriffen werden.

Ich habe mich vorhin von meiner Frau für einen Abo anwerben lassen. Ich zahle für ein 2-Jahresabo 166,40 Euro, meine Frau bekommt als Werbeprämie einen Scheck in Höhe von 120 Euro.

Somit kosten mir die nächsten 52 Ausgaben lediglich 90Cent das Stück. Und muß mir nicht mehr die Mühe machen sie selbst zu kaufen. Wenn die 2 Jahre rum sind kann ich jederzeit den Bezug kündigen, was ich natürlich tun werde.

Also da sendet mir der Verlag 2 Jahre lang eine Zeitung für 90 Cent und muß auch noch für das Porto aufkommen.

Hier noch der Link zu der Aktion:

automotorundsport.guj-direct.de/landing/bargeldcountdown0912/

Die Aktion läuft noch bis zum 11.01. mit 120 Euro Werbeprämie, bis zum 15.01. gibt es noch 80 Euro und ab 18.01. dann nur noch 60 Euro.
Der USA Bären-Thread wawidu
wawidu:

Date mit einer alten Bekannten

7
09.01.10 21:38
BLACKROCK INC.: auf dem Papier die einzige noch verbliebene US-Investmentbank,  größte Vermögensverwaltungsgesellschaft (m.a.W.: größter Hedgefond) der Welt, eine der größten Fondsanbieterinnen für Municipal und Corporate Bonds, "Hausbank" der Fed. Die globalen Verstrickungen dieser Bank, u.a. über Subunternehmen, wie auch persönliche Connections zwischen Vorstandsmitgliedern, Politikern und Fed-Direktoren machen eine effiziente Kontrolle quasi unmöglich. Aus meiner Sicht fungiert Blackrock quasi als die wahre "Zentralbank" der USA.

Schaut euch insbesondere mal das Volumen seit Juli 2009 an. Im Wochendurchschnitt belief es sich knapp auf läppische rund 2 Millionen shares. GS brachte immerhin durchschnittlich etwa 50 Millionen, WFC etwa 230 Millionen und BAC rund 1000 Millionen auf die Beine. Das höchste schwarze Wochenvolumen seit März 2009 wurde im April 2009 mit unter 8 Millionen verzeichnet. Woraus resultiert wohl dieser gewaltige Kursanstieg seit März 2009? Da ist mE etwas oberfaul.
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Der USA Bären-Thread 290180
Der USA Bären-Thread Dreiklang
Dreiklang:

Malko, ersteres...

7
09.01.10 21:51
"Wirtschaft und der reale Konsument müssen eine Sonderabgabe für die Zockerbanken und deren Hedgefonds abführen. Fast könnte man meinen, das wäre gewollt damit ein Wirtschaftsaufschwung unter Garantie chancenlos wird. Mich würde interessieren ob das von der Politik und den Notenbanken gewollt ist"

... natürlich.

"oder ob die neue Wirtschaftselite wirklich so strohdumm ist. Ich befürchte Letzteres und das lässt wirklich Schlimmes befürchten."

Dass die W-Elite strohdumm ist, möchte ich nicht annehmen. Die Frage: Wie kann das Verhältnis zwischen Wirtschaftskraft und monetärem Volumen wieder zurückgeführt werden stellt sich für die "Elite" überhaupt nicht, denn das ist a priori ausgeschlossen.

Bei weitgehend geräumtem Potenzialwachstum braucht man sich um Zinsanstiege keine Sorgen zu machen. Geld ist reichlich vorhanden. Es wird in der Realwirtschaft nicht benötigt (deswegen tendiert der Zins ja gegen Null) , also kann umso besser die Asset-Inflation betrieben werden, welches die Bilanzen vergoldet.
Der USA Bären-Thread Varta
Varta:

Dann gehts den Printmedien eben schlecht

6
09.01.10 22:00
Aber Mitleid habe ich deswegen nicht. Die Printmedien hatten ja auch kein Mitleid mit ihren Druckern und Setzern, als diese in den achziger Jahren durch elektronische Systeme überflüssig wurden.

Jetzt droht dem Medium Print als solches ein ähnliches Schicksal. Dieses ist, im Gegensatz zu dem der Drucker/Setzer, sogar weniger dramatisch, denn die Schreiberlinge müssten lediglich den Kanal wechseln.

Ich würde sogar sehr darum bitten. Hohe Qualität zu einem fairen Preis, sofort verfügbar ohne erst  Bäume fällen zu müssen, wäre ganz in meinem Sinn.
Der USA Bären-Thread Dreiklang
Dreiklang:

@Stöffen 401(k)

8
09.01.10 22:06
Da alle Asset-Klassen letzlich mit der Menge des gedruckten Geldes korrelieren, ist das Verhältnis

AVM (Asset-Vermögen) / M Geldmenge letztlich konstant. Nicht aber das Verhältnis M/BNP: "Wie viele Jahre arbeitet die Volkswirtschaft, um die Geldmenge zu reproduzieren?" , welches für die Rendite entscheidend ist.

Nach aktueller Schätzung hat ein $200000- Einkünftler (Jahresgehalt) ein Schuldenpäcklein von ca. $12Mio "übernommen", da ist das Ergebnis also alleine für die Staatsschulden: Arbeiten für 60 Jahre, um "seinen" Anteil der Staatsschulden darzustellen :)

Okay, Staatsschulden werden sowieso nie zurückgezahlt, aber das ist eine eigene Betrachtung wert.

Worum es hier geht: Die derzeit arbeitende Generation wird von ihren 401(k)- Paketen bis zur Rente nichts (mehr) haben, da letztlich blutleere Asset-Inflation ohne hinterlegte Rendite. (Folgt aus dem seit 20 Jahren extrem ansteigenden M/BNP)

Der Staat garantiert zwar über ein Versicherungskonzept einen Teil der Leistungen der Pensionsfonds. Aber das sind seine Kosten. Das 401(k)-Modell ist also gescheitert.

Es ist billiger und volkswirtschaftlich vernünftiger, den Arbeitnehmer nicht mehr steuerbegünstigt an der perspektivisch hoffnungslosen Asset-Inflation teilhaben zu lassen, sondern mit den für 401 aufzuwendenden Geldern ein Umlagesystem aufzubauen.

Das dürfte mMn der Hintergrund für eine evtl. geplante Modifikation/ Ablösung von 401(k) sein.
Der USA Bären-Thread wawidu
wawidu:

"Jahresend-Rallye" bei ABS

6
09.01.10 22:06
Nachfolgend der Chart des vorletzten ABX-Mortgage-Backed-Securities "Collateral" Pakets, das - Schande! - immer noch ein AA-Rating aufweist. Das Preishoch lag bei rund 100 Punkten, das Preistief bei 2,86 Punkten.

"collateral" bedeutet eigentlich "größere Sicherheit". Doch in diesem Fall kann man wohl eher den englischen Begriff "collateral dammage" (= Kollateralschaden) zugrunde legen.
Der USA Bären-Thread 290186
Der USA Bären-Thread Stöffen
Stöffen:

Ich stell' auch mal 'n buntes Schnittmuster ein

7
09.01.10 22:22
Der MACD bildet häufig vor bevorstehenden Trendwechseln Divergenzen zum Kursverlauf und hat diese Divergenz ab dem Spätsommer 2009 auch eigentlich recht ordentlich herausgebildet. Das noch existierende Aufwärstmomentum konnte nicht in neue Hochs umgesetzt werden - der MACD fiel. Seit Mitte Dezember ist der MACD jedoch in einen flachen Aufwärtstrend übergegangen, von Trendwechsel bzw. Verkaufssignal lässt sich somit bis dato an dieser Stelle noch nichts eindeutiges festmachen. Der RSI jedoch schickt sich an, in den überkauften Bereich hineinzuwandern.

Carl Swenlin noch zur SPX-Formation im aktuellen Comment:

One would think, after a three-week hiatus, that there would be plenty to write about the market. But there isn't. The S&P 500 has drifted higher in an ever-narrowing ascending wedge pattern (das Pattern habe ich eingezeichnet), making little progress. Since the mid-October top, the S&P 500 has only gained about 40 points. You can see on the chart that the price index has kind of oozed above the top of the wedge, but only by a tiny amount, and certainly not decisively. In my opinion, the ascending wedge has not yet been resolved, and the most likely resolution will be to the down side.
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Der USA Bären-Thread 290190
Bubbles are normal and non-bubble times are depressions!
Der USA Bären-Thread Anti Lemming
Anti Lemming:

Aufseher schelten Risikolust der Banken

7
09.01.10 22:29

FTD

Angst um Finanzsektor

Aufseher schelten Risikolust der Banken

Der US-Leitzins ist bei null, die Banken verdienen prächtig. Doch was passiert mit den Banken, wenn die Zinsen steigen? Das Financial Stability Board warnt Banken und Investoren vor Leichtsinn - und bezeichnet das Finanzsystem als "verwundbar".

von Tobias Bayer  Frankfurt und Mark Schrörs  Frankfurt
 

Das Aufsichtsgremium Financial Stability Board (FSB) hält das Finanzsystem nach wie vor für "verwundbar" - und fordert Banken und Investoren zur Vorsicht auf. "Es stimmt, dass die Banken Kapital aufgenommen haben, und sich ihre Liquidität und Refinanzierung verbessert hat. Aber dennoch bleibt eine nicht zu unterschätzende Verwundbarkeit", sagte Mario Draghi, Gouverneur der italienischen Zentralbank und Vorsitzender des FSB, am Samstagabend. Im FSB sind Zentralbanken, Aufsichtsbehörden und Finanzministerien vertreten.

Weltweit schlagen Aufsehr Alarm. Sie sorgen sich, dass Banken infolge der niedrigen Zinsen und der reichlich bereitgestellten Liquidität zu große Risiken eingehen und Rückschläge erleiden, wenn die Sätze wieder steigen. Die Frage, wann Regierungen und Notenbanken aus Staatshilfen und der lockeren Geldpolitik aussteigen, stellt sich angesichts der wirtschaftlichen Erholung immer dringlicher.

Die Banken gingen wieder ins Risiko, sagte FSB-Vorsitzender Draghi. Dabei sollten sie sich die Verwundbarkeiten des Systems bewusst machen. Die Welt nach der Krise sei trotz großer Verbesserung nicht so stabil, wie Marktteilnehmer glaubten, sagte Draghi. Damit bezog er sich auf den Optimismus an der Börse. Der S&P 500 legte seit März 2008 um knapp 70 Prozent zu.

Links im Orig.

Die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) in Basel bestellte Zentralbanker und Bankenvertreter ab dem Wochenende nach Basel ein, um über die Gefahren der Rückkehr "exzessiver Risikobereitschaft" zu diskutieren. Der Wortlaut geht aus einem Einladungsschreiben der BIZ hervor. Das FSB hat sein Sekretariat bei der BIS.

Niedrige Refinanzierungskosten zusammen mit einer steilen Zinsstrukturkurve könnten einige Marktteilnehmer "anfällig für künftige Leitzinserhöhungen machen", heißt es in dem Schreiben. Die BIZ - eine Art Dachorganisation der Zentralbanken - erinnert dabei daran, wie 1994 der Ausstieg der US-Notenbank Fed aus einer längeren Phase niedriger Leitzinsen zu Turbulenzen an den Anleihemärkten führte.

Auch Bundesbankchef Axel Weber  warnte die Banken in den vergangenen Wochen wiederholt davor, wie in früheren Phasen niedriger Leitzinsen zu hohe Risiken einzugehen. Banken müssten in einer solchen Phase ihre Renditeerwartungen anpassen, sagte Weber etwa beim Europäischen Bankenkongress Ende des Jahres in Frankfurt.

Fed und US-Behörden verlangen Zins-Stresstests

Die US-Finanzaufsichtsbehörden sind alarmiert - und wiesen die Banken und Bank-Holdinggesellschaften vor dem Risiko steigender Leitzinsen explizit hin. Die Aufseher erinnerten die Institute an die gesetzlich notwendigen Vorkehrungen gegen Zinsrisiken und forderten sie deshalb auf, unter anderem Stresstests durchzuführen. Durchgerechnet werden sollten Zinsanstiege von bis zu 400 Basispunkten, hieß es in der am Donnerstagabend veröffentlichten elfseitigen Mitteilung.

Gezeichnet wurde sie von der US-Notenbank Federal Reserve, der Einlagensicherung FDIC, dem Office of the Comptroller of the Currency, der National Credit Union Administration und dem Office for Thrift Supervision. Sie sind im Federal Financial Institutions Examination Council vertreten, das das Vorgehen landesweit abstimmen soll.

Zinserhöhungen würde die Ertragskraft der Banken schmälern und womöglich zusätzliches Kapital erforderlich machen.
"Die Mitteilung der Aufseher ist eine Erinnerung, dass die Quelle der Bankgewinne nicht für immer sprudeln wird", sagte Vince Reinhart, ehemaliger Fed-Mitarbeiter und Experte am American Enterprise Institute. "Größere Zinsschwankungen sind möglich. Es geht dabei nicht nur um die Fed, sondern auch um die Reaktionen des Marktes auf das, was die Fed tun könnte", sagte Reinhart.

Der amerikanische Bankensektor ist höchst heterogen. Während große Wall-Street-Häuser wie Goldman Sachs  oder JP Morgan Chase  die Staatshilfen bereits zurückgezahlt haben und als ausreichend kapitalisiert gelten, ächzen insbesondere Regionalbanken unter den Folgen der Krise. Kleinere Institute sind überpropertional in der Kreditvergabe an den Bausektor und bei gewerblichen Immobilienkrediten engagiert. Zudem investierten einige von ihnen in riskante Wertpapiere wie Collateralized Debt Obligations (CDOs).

Mit im Fokus stehen Bausparkassen. Sie leben von der Zinsmarge und würden durch steigende Zinsen getroffen. "Bausparkassen leben und sterben durch die Zinsmarge", sagte Kevin Petrasic, ehemaliger Mitarbeiter bei der zuständigen Aufsicht Office of Thrift Supervision. Petrasic ist Anwalt bei der Kanzlei Paul Hastings. Die Gefahr trat in der jüngsten Vergangenheit klar zu Tage: 2009 gab es 140 Bankenpleiten, so viel wie seit 1992 nicht mehr.

In den USA wird der Ruf nach höheren Leitzinsen lauter. Die Wirtschaft erholt sich.[d.h. Die Erholungslüge schlägt auf die Urheber zurück - A.L.]  Volkswirte gehen davon aus, dass die Rezession im Dezember 2007 anfing und im vergangenen Sommer endete. Für das vierte Quartal 2009 wird ein Anstieg des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von auf das Jahr hochgerechnet vier Prozent nicht ausgeschlossen. Dementsprechend stellt sich die Frage, wann die Fed den Leitzins von derzeit 0 bis 0,25 Prozent anhebt.

Innerhalb der Fed wird die Geldpolitik kontrovers diskutiert. Thomas Hoenig, Präsident der Distriktnotenbank Kansas City, sprach sich am Donnerstag dafür aus, dass sich die Notenbank mit einer Zinserhöhung nicht allzu viel Zeit lässt. Ansonsten säe sie die Samen für die nächste Krise, sagte Hoenig. Die US-Wirtschaft scheine sich in der Frühphase einer Erholung zu befinden, die Lage auf dem Arbeitsmarkt habe begonnen, sich zu stabilisieren und auch der Häusermarkt zeige Anzeichen einer Erholung. Eine gewisse Unsicherheit bleibe zwar. Die Beibehaltung der rekordniedrigen Zinsen für einen längeren Zeitraum berge aber unter anderem die Gefahr einer langanhaltenden, höheren Inflation und einer höheren Arbeitslosigkeit - nicht heute, aber vielleicht mittel- oder langfristig, sagte Hoenig.

Hoenigs Ansichten geben indes keineswegs zwingend die Mehrheitsmeinung wider. Aus dem Protokoll der Dezember-Sitzung der Fed geht hervor, dass einige Fed-Vertreter selbst eine Ausweitung der Hilfen für die Wirtschaft nicht ausschließen. Auf dem Treffen sagten einige Notenbanker, dass es bei einer Verschlechterung der Lage womöglich "wünschenswert" wäre, die Wertpapierkäufe auszuweiten.

Besorgt zeigen sich die Skeptiker vor allem, dass es zu neuerlichen Problemen am US-Häuser- und Hypothekenmarkt und damit zu einem Rückschlag für die Wirtschaft kommen könnte, sofern die Fed ihre Hilfen beendet und auch die Regierung sich zurückzieht. Die Fed will für insgesamt 1425 Mrd. $ mit Hypotheken besicherte Anleihen kaufen. Nach derzeitigem Stand läuft das Programm aber Ende März aus.

 


 

DAS DILEMMA

Die Fed bzw. die US-Regierung befinden sich in der schwierigen Lage, eine Erholung "herbeibehauptet" (Statistik-Tricks, Medien-Zinnober) und "herbeigezockt" zu haben. Steigende Kurse sollten im Sinne von "Behavioral Finance" eine reale Erholung suggerieren. Real wäre die Erholung aber nur, wenn ernsthafte Marktteilnehmer und nicht nur Zockerbanken (mit Zentralbankknete) und trendreitende Hedgefonds sämtliche Assets hochgekauft hätten. So wackelt lediglich der Schwanz mit dem Hund.

Die "Stimmungsnummer" hat trotzdem funktioniert. Denn Charts lügen ja bekanntlich nie. Der Markt glaubt nun hedonistisch, die Erholung sei real - und fordert entsprechend höhere Zinsen. Höhere Zinsen aber würgen die Scheinerholung vollends ab.

So reiten Fed und Regierung auf dem schmalen Grat, dass "die Erholung zwar erfreulich verläuft", aber "ein Rückfall in die Rezession noch immer nicht ausgeschlossen" werden kann. Daher müsse man die Zinsen noch längere Zeit bei Null lassen. Unterdessen steigen die Aktienkurse - von der Nullzins-Liquidität getrieben - wie besenkt höher und machen diese Schutzbehauptung immer brüchiger.

A.L.

 

Der USA Bären-Thread wawidu
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CoT-Daten für SPX-Futures

9
09.01.10 23:10
Der wöchentlich veröffentlichte "Commitment of Traders Report (CoT-Daten)" reflektiert die Netto-Long- bzw. Netto-Short-Positionen in den Futures aller Assetklassen in Bezug auf drei Trader-Gruppierungen: a) die professionellen Hedger (Commercials, kurz: Coms), b) die Großspekulanten (Large Speculators, kurz: L.Specs) und c) die Kleinspekulanten (Small Speculators, kurz: S.Specs). In Anbetracht der erheblichen Margins im Future-Handel sind die Small Specs keineswegs vergleichbar mit Kleinanlegern in Aktien oder anderen Assetklassen, sondern diese rekrutieren sich aus gutbetuchten Zockern des Mittelstandes, die i.d.R. über keine fundierte ökonomische bzw. Börsenkenntnisse verfügen. Die Charts der CoT-Daten für den SP500 verfolge ich schon seit vielen Jahren, doch noch nie zuvor habe ich eine Phase gesehen, in der die Netto-Longpositionen der Small Specs länger als fünf Monate über denen der Large Specs gelegen haben. ME wird diese Gruppe z.Z. für den nächsten Downmove "weichgekocht". Sie ist das ideale "Kanonenfutter" für das Schreiben von Long-Kontrakten (zweifelsfrei die potenziell sicherste Variante des Shortens).
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Der USA Bären-Thread 290196
Der USA Bären-Thread wawidu
wawidu:

dreiklang - # 55519

10
09.01.10 23:58
Das Kernproblem bei den 401(k) Pensionsplänen ist mE, dass die Bush-Regierung deren finanzielle Basis zur Aufrechterhaltung des Anscheins eines noch relativ positiven Staatsbudgets permanent durch "Entleihungen" ausgeplündert hat. Am Ende der Ära G.W. Bush belief sich die Unterdeckung der 401(k) Pensionsfonds auf über 50 %. Seit März 2009 läuft mE ein verzweifelter Versuch, diese Unterdeckung zu kompensieren. Seit Mitte 2009 haben sich jedoch nach meinen Informationen bereits etwa 18 % aller 401(k)-Aspiranten ihre Pensionsansprüche vorzeitig auszahlen lassen. Tendenz stark steigend!

Möglicher Hintergrund:

a) Diese Menschen brauchen das Geld dringend zur Aufrechterhaltung ihres aktuellen Lebensstandards (Eigenheimerhaltung, Kreditkartenerhaltung, steigende Kosten für die Ausbildung der Kinder, steigende Kosten im Gesundheitssektor ...),

b) Sie trauen den Politikern nicht mehr.
Der USA Bären-Thread Svartur
Svartur:

Wer es noch nicht kennt

6
10.01.10 09:57
sollte sich das anschauen, sehr interessant.

http://www.youtube.com/watch?v=YH1q_aUaW4w

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