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Der USA Bären-Thread

Vontobel Werbung

Passende Knock-Outs auf Apple Inc

Strategie Hebel
Steigender Apple Inc-Kurs 5,01 10,03 14,61
Fallender Apple Inc-Kurs 5,03 10,21 15,16
Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen finden Sie jeweils hier: DE000VY1MHL9 , DE000VY3E4X7 , DE000VY3L7F8 , DE000VY3SX74 , DE000VH63D64 , DE000VH4JBC2 .Bitte informieren Sie sich vor Erwerb ausführlich über Funktionsweise und Risiken. Bitte beachten Sie auch die weiteren Hinweise zu dieser Werbung.

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metropolis:

Captain

3
21.09.08 11:46
Du siehst die Zukunft zu schwarz. Akuter Fall von Bäritis, keine Sorge, ist heilbar. Einfach auf den Kopf stellen und die Charts betrachten, dann lächelst du wieder ;-)

Neee, erstens habe ich nicht von "heute" geschrieben, zweitens teile ich deine Meinung zu Gold nicht (die Baisse in Gold seit dem Frühjahr könnte man z.B. auch als Vorbote des Endes der Krise interpretieren - was ich aber nicht tue) und drittens wurde bislang JEDE Krise der Menschheitsgeschichte überwunden. Alles eine Frage der Zeit. Wie gesagt, ab Mitte 2009 (noch 1-2 Downlegs) würde ich ins neutrale Lager wechseln, vorausgesetzt der deutsche (!)  Mainstream bläst genauso Trübsal so wie du jetzt.

PS: Schon Konserven und Waffen gebunkert?  
Antworten
CaptainAmeri.:

@metro

4
21.09.08 11:50
Natürlich wird es irgendwann wieder aufwärts gehen. Auf jeden (Kondratieff-)Winter folgt auch wieder ein Sommer. Vollkommen richtig. Nur wird dies halt nicht innerhalb des bestehenden Systems geschehen. DAS war in der Weltgeschichte nämlich immer so. Versuch mal für 20 Reichsmark oder Zarenrubel heute noch was zu kaufen.
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Malko07:

Rubel würde ich mir auch

2
21.09.08 11:58
heute nicht zulegen. Dann schon lieber US-$.

;o)
Antworten
musicus1:

dieser austausch hier im thread spiegelt sehr gut

5
21.09.08 11:58
die unterschiedlichen anlagestrategien wieder, ich glaube, das hat auch mit dem alter zu tun, wir oldies, damit meine ich generation 55 plus, sind natürlich nicht mehr an invests von 10 bis 20 jahren interessiert, dies macht ja nur sinn, wenn man kinder  hat, kinderlos wie ich es z.b. bin, orientiere ich mich max auf 1 jahr, deshalb habe ich mich auch gegen eine immobilie entschieden ,nur  unbeb. grundstücke mit baugenehmigung, die  laufenden kosten  sind überschaubar...... und ganz viel cash....... und so ganz nebenbei, jeder  soll doch machen, was er für richtig hält, wenn hier die argumente  dazu beitragen können, bravo, ich gehe von steigenden kursen aus, und bin gespannt, wie weit wir in den jeweiligen indizies hochlaufen, spannend ist diese börse,........
Antworten
metropolis:

Ok, Captain

4
21.09.08 12:01
Macht Sinn, der USD besteht nur noch aus Schulden. Aber: Die USA sind trotz Schulden immernoch die Nr. 1 in der Welt und zwar mit Abstand. Sollte es der US-Regierung also gelingen, das Vertrauen der Welt in die Leistungsfähigkeit der USA zu erhalten (es ist ja noch vorhanden), geht es nach der Krise weiter "as ususal".

Du solltest berücksichtigen, dass die USA "too big to fail" sind. Brechen sie unter der Schuldenlast zusammen  würde die ganze Welt in einer Rezession nie gekannten Ausmaßes schliddern. Alle Mächtigen der Welt sind privat und als Staat in USD engagiert, und warum sollten die den eigenen Ruin zulassen?

Wir können also in den Boards rumlammentieren und den Abgesang auf die USA singen, es interessiert schlicht niemanden. Das Undenkbare zu denken ist eben oft der Holzweg und nur sehr selten von Erfolg gekrönt.

Einen Systemwechsel sehe ich nicht, es ist keine Alternative vorhanden.  Wer sollte das finanzielle und politische Machtvakuum ausfüllen das die USA hinterließe? China, Russland, EU? *lol*. Daher hinkt der Vergleich mit einer Revolution. Ohne Revoluzionäre weit und breit kann es dem König noch so schlecht gehen, die Monarchie bleibt bestehen.  
Antworten
Sarahspatz:

jetzt im ARD-Presseclub:

3
21.09.08 12:06
Bankenkrise
Antworten
CaptainAmeri.:

@metro

4
21.09.08 12:06
Das ist aber ein schwaches Argument. Machtvakuen gab es schon öfters in der Geschichte, und das allein wird ein totgeweihtes Finanzsystem auch nicht ewig retten. Klar gäbe es große Verwerfungen, wenn USA umkippt. Aber daß nicht sein kann, was nicht sein darf, glaube ich halt nicht. Auf lange Sicht wird Amerika wieder gut dastehen, da gebe ich Dir recht. Deutschland und Japan standen nach dem Untergang 1945 ja auch bald wieder recht gut da. Aber vorher knallt es noch kräftig, auf die eine oder andere Art. "Too big to fail" gilt aus westlicher Sicht, aber warum sollten die Chinesen ein bankrottes System ewig stützen, wenn sie immer nur draufzahlen? Aus deren Sicht (und aus russischer Sicht sowieso) macht ein Untergang der USA sehr wohl Sinn. Ich wünsche mir das alles nicht, aber ich bin Realist.  
Antworten
Malko07:

Wenn die Welt untergehen sollte, kann

10
21.09.08 12:13
man eh nichts dagegen tun. Man muss sein Leben darauf einrichten für den Fall, dass es doch weiter gehen sollte (im aktuellen System). Natürlich wird sich das System leicht verändern. Tut es ja laufend.

Zum breiten Einstieg wäre 2009 sicherlich ein guter Zeitpunkt. Bis dahin ist einigermaßen überblickbar wie die Krise sich weiterentwickelt und wie groß der Schaden in der realen Wirtschaft werden wird. Davon sollte auch abhängen ob man, trotz der persönlich angepeilten Pegeln, einsteigt oder noch wartet. Erwartet man eine langandauernde Baisse, braucht es keine Hektik. Aber das wird alles einfacher in einem halben Jahr. Für Europa bin ich eigentlich sehr positiv gestimmt. Europa hat inzwischen eine Größe, die für eigenständiges Wirtschaften vollkommen ausreicht. Dazu sind weder die dahindarbende USA noch die sogenannten Zukunftsmächte im Osten notwendig. Ich sehe eine Renaissance von Europa (außerhalb von Russland). Wir können froh sein, dass wir hier leben.
Antworten
metropolis:

Captain

4
21.09.08 12:16
Sicher, Russland und China sägen eifrig am Stuhl der USA. Ihnen kommt die Krise dementsprechend nicht ungelegen. Doch: Auch sie haben ein Interesse am Ende der Krise:

- Russland muss Rohstoffe exportieren, ansonsten ist es Bankrott. Eine Zusammenbruch der USA würde zu einer Revolte der Armen im Inland führen.

- China muss Waren nach USA exportieren, ansonsten hätte es immense Produktionskapazitäten umsonst aufgebaut.  Die Wachstumsraten würden implodieren.

Du siehst, diese Staaten haben Interessa an einer langsamen Machverschiebung über Jahrzehnte. Die jetztige Krise kommt ihnen jedoch zu schnell und damit ungelegen. Auch Russland und China haben im Moment ein Interesse an einer starken USA und zwar solange, bis sie auf eigenen Füssen stehen bzw. andere Märkte erschlossen haben.
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metropolis:

Malko: Gewissensentscheidung

5
21.09.08 12:21
Aufgrund der AbgSt hat der dt. Anleger 2008 ein Problem: Kaufen oder nicht? Da ich den nächsten Downleg noch vor Weihnachten erwarte hab ich dieses Problem letztlich auch.

Doch: Ein breiter Longeinstieg kommt nur langfristig und ungehebelt in frage, da 2009 noch nicht mit einem Ende der Baisse zu rechnen ist. Das Risiko eines Hebels wäre zu groß.

Damit müsste ich jedoch einen Großteil meines Börsenkapitals sehr langfristig und mit wenig Aussicht auf Rendite binden. Kommt für mich nicht in frage, dazu läuft es mit meiner mittelfristig antizyklischen Strategie - selbst bei Abzug der AbgSt - viel zu gut.  
Antworten
CaptainAmeri.:

@metro

5
21.09.08 12:21
Ja, ja.

(1) Für die russische Führung (Genosse Putin etc.) gäbe es nichts Schöneres als ein Chaos in USA, damit sie endlich Ihren Traum von der Beherrschung Europas verwirklichen können. Solange Lenin nicht unter der Erde ist (statt im Mausoleum) glaube ich nicht an ein Ende des Kommunismus dort. Die Rohstoffe können sie auch nach Asien exportieren, dazu brauchen sie USA nicht.

(2) China exportiert die ganzen Sachen doch quasi umsonst nach USA (auf eigene Rechnung). Das macht wirtschaftlich überhaupt keinen Sinn, und sie merken es jetzt. Da können sie genauso die Produkte an die eigene Bevölkerung verschenken.
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Katjuschov:

metro,

5
21.09.08 12:23
"Sollte es der US-Regierung also gelingen, das Vertrauen der Welt in die Leistungsfähigkeit der USA zu erhalten (es ist ja noch vorhanden), geht es nach der Krise weiter "as ususal".


Also m.M. nach besteht die Leistungsfähigkeit der USA zum guten Teil in der Fähigkeit der restlichen Welt Geld abzusaugen und dann damit zu konsumieren. Wertschöpfende Leistung geht nur über die gute Bildung/Ausbildung der breiten Masse. Und da ist Amerika alles andere als leistungsfähig. Für die Lehmänner soll meines aktuellen Wissens (hab momentan fast keine Zeit für Börse) der Einlagensicherungsfond der deutschen Banken mit mehreren Milliarden einspringen. Für die Bank die lt. einem gestrigen Radiobericht 2007 an ihre Mitarbeiter Bonuszahlungen in Höhe von 4 Milliarden Dollar geleistet hat. Das sind bei dem damaligen Beschäftigungsstand von 10.000 Angestellten schlappe 400.000 Dollar pro Nase.


"Einen Systemwechsel sehe ich nicht, es ist keine Alternative vorhanden.  Wer sollte das finanzielle und politische Machtvakuum ausfüllen das die USA hinterließe? China, Russland, EU? *lol*."

Stimmt. Aber der Rest der Welt sollte massiv daraufhin arbeiten das die Gewichtung von Amerika abnimmt.
Antworten
Nörgeli:

Wir bewegen

5
21.09.08 12:34
uns doch immer mehr weg von der Frage ob man long oder short sein sollte. Die Frage ist doch: Gib es bald noch was wo man long oder short sein kann. Die US-Regierung ist doch nur noch Getriebener der Ereignisse.  Das jetzt kommende Programm unter dem Motto: Um die Folgen kümmern wir uns später. Wenn das knallt, geht für länger das Licht aus. Ich bin eigentlich kein Pessimist und will mich nicht in die Riege der Weltuntergangspropheten einreihen, aber langsam wird mir Angst und Bange. Liegt vielleicht auch am Kater von gestern ;-)
Ich bab`s ja gewußt! Warum hab ich nur nicht danach gehandelt?
Antworten
metropolis:

Wenn die Nacht am Dunkelsten ist

7
21.09.08 12:40
ist der Tag am nächsten. Der "Tag" ist in diesem Fall unsere Hütte, die nun brennt. Sie dürfte uns jedoch eine Weile wärmen und zwar solange, bis das Feuer ausgeht. Dann ist aber die Hütte und mit ihr eine Menge Holzes verbrannt, so dass es deutlich kälter als vorher wird.

Ob long oder short ist daher eine Frage des Zeithorizonts.
Antworten
Malko07:

metro, mit Steuern beschäftige

7
21.09.08 12:42
ich mich immer nur bei der Einkommenssteuererklärung.

Um dieses Jahr noch einzusteigen, müssten die Kurse noch sehr weit runter (außerhalb der Finanzbranche). Das würde nur bei einem Crash passieren. Den halte ich eher als unwahrscheinlich. Zum geordneten Abstieg braucht es einfach noch Zeit. Nach allen Erfahrungen dauert das mindestens noch bis in 2009. Und wahrscheinlich bringen uns auch nur die schlechten Ergebnisse der Firmen wesentlich weiter nach Süden. Das braucht auch noch Zeit und wird in den Ergebnissen des 4. Quartals sehr deutlich werden. Erste Andeutungen hatten wir schon in den Ergebnissen des 2. Quartals, im dritten Quartal wird es schon etwas deutlicher werden. Es kristallisiert sich eben alles auf frühestens 2009.
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Bronco:

Panik ist (noch) nicht angesagt:

13
21.09.08 12:45
Weder Kauf- noch Verkaufspanik. Für die, die meinen jetzt schnell noch einem vermeintlich abfahrenden Zug hinterherlaufen zu müssen: Volatilitäten enden nicht auf einen Schlag ! Indem das Strohfeuer auf die Ankündigungen der US-Regierung derart heftig ausgefallen ist, dürft Ihr gaanz sicher sein, dass es noch ein paar heftige Ausschläge in beide Richtungen geben wird. Für Zocker sicher interessante Zeiten, für Investoren eher ein Greuel. Der fundamentale Investor wird sich sicher noch eine ganze Weile gedulden müssen, bevor er den richtigen Einstiegszeitpunkt UND -ort findet: Die US-Märkte sind noch keineswegs unterbewertet und schon gar keine Schnäppchen: Die derzeitigen KGVs orientieren sich an LÄNGST VERGANGENEN ZEITEN ! Es ist ja nun nicht so, dass die US-Regierung die große geheime Schatzkammer geöffnet hat und nun 700 Mrd. US$ zum Vorschein kommen, von denen niemand was wusste. Es ist lediglich so, dass hier eine Umschuldung stattfindet, das ZAHLEN aber noch ansteht - ab jetzt verteilt auf die vielen kleinen Steuerzahler, deren Kaufkraft damit AUF LANGE ZEIT in den Keller rutscht (= Rezession). In dem Maße, in dem nun das internationale Finanzgebahren kontrollierbar werden soll, wird nun (wenn das gelingt) dem weiteren Aufblasen der Blase eine Schranke gesetzt. Der weitere Zufluss an Kapital nach USA wird sich mindestens deutlich verringern, damit aber auch deren Möglichkeiten, fröhlich weiter auf Pump zu importieren - und damit sind vor allem die Exportnationen betroffen. Das derzeitige Kursniveau in Amiland spiegelt bei weitem noch nicht ein Szenario einer anstehenden eventuell mehr als ein Jahrzehnt dauernder Stagnation wider. Bei KBVs von immer noch mehr als 3 (wobei noch gar nicht alle Abschreibungen schon getätigt wären) ist hier noch ein erhebliches Kurssenkungspotenzial. Was aber nicht heißt, dass die Kurse tatsächlich auf angemessene Niveaus sinken werden (darüber ist keine Voraussage möglich, weil Psycho), wenn aber nicht, dann werden sie sich über einen SEHR langen Zeitraum seitwärts oder zäh langsam abwärts bewegen. Wer von den übrigen Nationen wie hart getrofen wurde UND NOCH WIRD, ist derzeit ebenfalls noch nicht auszumachen. Sicher ist aber, dass es gerade die Exportnationen sind, die am tiefsten in der Scheisse drinstecken (denn deren Kapital ist den Exporten hinterhergeflossen - das ist das Kapital, das letztlich dem Amidefizit gegenübersteht und von dem sich jetzt zeigt, dass es WEG IST) und auch die anstehende Stagnation am heftigsten spüren werden. Künftiger Investitionsstandort werden in Zukunft solche Staaten sein, deren Leistungsbilanzen einigermaßen ausgeglichen sind, bzw. deren Überschüsse auf defensiven Exportgütern (= Rohstoffe / Energie) beruhen, selbst, wenn die Rohstoffpreise in Zukunft wieder etwas zurückkommen werden. Also: Abwarten, auf KBVs achten, auf volkswirtschaftliche Grunddaten achten !

By the way: Wer nun glaubt, dass die Scheisse behoben werden kann, indem nun "Ordnung" ins Finanzsystem kommt, der sitzt einer Illusion auf: Die Kapriolen des Finanzsystems waren nicht Ursache, sondern Symptom einer Grundtatsache, die nicht zu ändern ist, nämlich, dass volkswirtschaftliche Zahlungsbilanzen IMMER ausgeglichen sind. Wer Leistungsbilanzüberschüsse produziert, läßt Kapital in Defizitregionen abfließen, IMMER, UNVERMEIDLICH, AUF JEDEM BELIEBIGEN WEG. Verstopft man diese "Abflusskanäle" so beendet man die Basis für weitere Exportüberschüsse. So simpel ist das (leider).

Good Trades

Bronco
Antworten
musicus1:

MAILKO,stimme dir zu

5
21.09.08 12:47
3. und das 4. quartal.......und dann stehen wir tiefer als jetzt, kurzfristig hoch....., da werde ich meine reste der japanaktien verkaufen und mich verstärkt auf die putseite wieder begeben........
Antworten
Malko07:

Nörgeli, wenn man mit dem

6
21.09.08 12:48
Weltuntergang rechnet, geht man auf keinen Fall Short. Long ist schon besser für den Fall, dass man sich geirrt hatte. Ist man felsenfest vom Weltuntergang überzeugt, sollte man sein Geld verprassen.

Auf Sicht von Tagen oder Wochen ist jede Aussage unseriös. Es kann heftig schaukeln, emporschießen oder abstürzen. Hat alles nur wenig mit den Börsen zu tun.  Es kommt von außen. Ich lasse mich da überraschen und werde öfters die Wiesn besuchen.

;o)
Antworten
pfeifenlümmel:

Für allen Mist

8
21.09.08 12:56
gibt es heute einen Index, weshalb eigentlich keinen handelbaren Vertrauensindex USA? Die Antwort ist einfach; alle würden nur noch short gehen wollen und schon müsste man dort das Leerverkaufen auch wieder verbieten. Obama sollte verzichten, die Suppe sollen die bisherigen Verursacher selbst auslöffeln.


Die Ursache des Schlamassels ist nicht das Leerverkaufen; aber prima, dass es jetzt wieder einen Schuldingen gibt. Vom Öl kennen wir das ja schon. Ein Spekulant hat nur dann Erfolg, wenn die wirtschaftliche Situation zu dem vermuteten Ergebnis führt. Beim Öl halten die Förderländer die Pumpen gedrosselt, bei den Banken kennen wir die Ursachen hier hinreichend.
Antworten
Nörgeli:

@ malko

8
21.09.08 13:15
Jaja, lach nur über mich! Du wirst noch an mich denken, wenn du bei Kerzenlicht im kalten Wohnzimmer die letzte Dose Ravioli in dich reinlöffelst!   ;-)
Ich bab`s ja gewußt! Warum hab ich nur nicht danach gehandelt?
Antworten
CarpeDies:

Malko07 wir sind uns

8
21.09.08 14:12
wie Du schreibst, in vielen Dingen einig; Was meine Vorstellungen von Geld anbelangt, kann ich nur sagen, dass ich so gut wie keine davon habe, ausser das das Geld von den jeweiligen Notenbank mit einer viel zu hohen Wachstumsrate in den letzten Jahren kam.
Was die Preisentwicklung bei Rohstoffen anbelangt, so kann ich sagen, dass die Exploration und Förderung immer schwieriger wird, und das bei gleichzeitigen weltweit wachsendem Verbrauch; das bedeutet vielleicht keine Preisexplosion aber sicher keine Deflation. Die Welt ist heute einfach zu abhängig, es leben zu viele Menschen im Wohlstand und der eben stark abhängig von allen Arten von commodities.
In der Summe ist das, dass die Geldmenge inflationiert und die Menge von Rohstoffen weniger wird.
Die Geldmenge an Dollars hat dann auch noch das Manko, dass das Land immer weniger in der Lage ist, das geliehe Geld zurückzuzahlen; da kommt ja auch dann eine gewisse Inflation nicht unpassend.
Wenn wir aber den Dollarverfall über das letzte halbe Jahrzehnt ansehen, dann ist dieser nur logisch (steigende Staatsverschuldung, utoptisch teuere Kriege und jetzt als Sahnehäubchen auch noch die Finanzkrise.
Das Vertrauen in den Dollar und damit in die USA schwindet schon seit Jahren und gewinnt mit der Finanzkrise weiter an Fahrt.

In den USA werden die Gehälter und Löhne sicher nicht zunehmen, die Preise tun das aber sehr wohl (z.B. Benzin); Wenn der Konsum weiter zurückgeht, werden die Hersteller-Firmen darunter leiden; aber die können wegen anhaltend hoher Preise nicht beliebt günstiger werden; und der oberstes Ziel der Firmen ist, nicht Umsatz zu machen, sondern Geld zu verdienen. Das wird zur Folge haben, das ein imer grösser werdender Teil der amerikanischen Bevölkerung verarmt und die sozialen Spannungen zunehmen werden.

wie Metro schreibt, schau ich damit in die Fratze weltweiten Chaos und zerstörung; ich will nicht sagen, dass es so kommen wird und vor allem kann ich nicht sagen, wann es soweit sein könnte; ich hoffe auch persönlich, dass dieser Kelch an uns vorübergeht.
Ich habe aber trotzdem Angst, dass alles viel schneller gehen könnte, als man sich das jeute vorstellen kann.
Alleine die Entwicklungen am letzten WE haben eine schon geschockt.
Die FED will mit 500 - 1.000 Mrd. Dollar, das kenternde Schiff wieder aufrichten. Wer ist sich sicher, dass dieser Betrag reicht bzw. dieses Vorgehen die beabsichtigte Wirkung erzielt.
Die Lage muss verzweifelt sein, wenn so etwas konkret ausgeplant wird.
Auch das Argument:Amerika is too big to fail ist für mich nicht nachvollziehbar, im Gegenteil: es gibt niemanden der einen bailout für die USA machen könnte geschweige denn, dass es jemand machen wollte.

Fazit: in der vergangenen Dekade hat Amerika einen Abschwung erlebt, der seinesgleichen sucht. Der Hurrikan, ist in dieser Zeit exponentiell gewachsen und die Erfahrung lehrt, dass exponentielles Wachstum immer tragisch und brutal zu Ende geht
Antworten
Platschquatsc.:

Sechs Tage, die den Kapitalismus verändert haben

11
21.09.08 14:23
Sechs Tage, die den Kapitalismus verändert haben

"The Week that changed American Capitalism" beschreibt das Wall Street Journal die vergangene Woche. Es wird sich einiges verändern. Eine Chronologie:

Sonntag, 14. September: Es ist das Wochenende, an dem heftig um die Zukunft der angeschlagenen Investmentbank Lehman Brothers gerungen wird. Doch es zeichnet sich ab, dass es keine staatliche Auffanglösung geben wird.

Montag, 15. September - Der schwarze Montag

Die Wall Street verliert an ihrem "schwarzen Montag" auf einen Schlag zwei ihrer unabhängigen Investmentbanken. Lehman Brothers muss Insolvenz anmelden, Merrill Lynch wird von der Bank of America aufgekauft. Berichte über eine dramatische Lage beim größten US-Versicherer AIG machen die Runde. 85 Milliarden US-Dollar seien notwendig, um den weltgrößten Versicherer vor dem Konkurs zu retten. Die Börsen gehen weltweit auf Talfahrt, der US-Leitindex Dow Jones erleidet den stärksten Tagesverlust seit den Terrorattacken am 11. September 2001. Zehn Großbanken bilden einen 70 Milliarden Dollar (49,2 Mrd. Euro) großen Kreditpool zur gegenseitigen Unterstützung.

Dienstag, 16. September - AIG gerettet, Europa fürchtet sich

Die US-Notenbank rettet AIG mit einem Kredit über 85 Milliarden Dollar und bekommt dafür faktisch die Kontrolle bei dem Versicherungsriesen. Die größte US-Investmentbank Goldman Sachs meldet einen Gewinneinbruch von 70 Prozent, ihr letzter verbliebener unabhängiger Konkurrent Morgan Stanley meldet nur einen Rückgang von acht Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal. Die Notenbanken pumpen Milliarden in den Geldmarkt, um eine Kreditklemme der Banken zu verhindern. In Europa rechnen die Banken und Versicherungen, inwieweit sie von der Lehman-Pleite betroffen sind. Das Problem für die Kunden der Finanzinstitute: Lehman Brothers agierte bei zahlreichen Produkten (Versicherungen und Zertifikate) als Garantiegeber.

Mittwoch, 17. September - Barclays rettet

Der britische Immobilienfinanzierer HBOS zeichnet sich als nächstes Opfer der Finanzkrise ab. Große Teile des Geschäfts und das New Yorker Hauptquartier von Lehman Brothers werden von der britischen Barclays Bank aufgekauft - die am Wochenende noch eine rettende Übernahme von Staatsgarantien abhängig machte. Die US-Börsenaufsicht verschärft bis Jahresende die Regeln für ungedeckte Leerverkäufe, einer besonders aggressiven Methode, um auf fallende Aktienkurse zu wetten. Die Aktie von Morgan Stanley geht auf Sturzflug.

Donnerstag, 18. September - Gerüchte über Verstaatlichung machden die Runde

HBOS rettet sich unter das Dach der britischen Großbank Lloyds TSB. In den USA bringt der fallende Aktienkurs Morgan Stanley in Bedrängnis, die Gespräche über eine Fusion mit der Großbank Wachovia beginnen. Als nächster Wackelkandidat gilt die größte US-Sparkasse Washington Mutual. Die US-Regierung arbeitet laut Medienberichten an einem einschneidenden Plan, um die Märkte zur Ruhe zu bringen.

Freitag, 19. September - Neue Spielregeln  

Die US-Regierung kündigt ein mehrere hundert Milliarden Dollar umfassendes Rettungspaket für die Finanzbranche an und löst damit ein Kursfeuerwerk an den Börsen aus. Unter anderem will der Staat den Banken notleidende Wertpapiere und faule Kredite abkaufen. Finanzminister Henry Paulson sagte, durch die Stärkung des Vertrauens in die Märkte und Finanzinstitutionen wurden Wachstum und Wohlstand gefördert. Die Aufsichtsbehörden in den USA und Großbritannien verhängen ein weitreichendes Verbot für Leerverkäufe, also den Verkauf geliehener Aktien. Das Verbot gilt in den USA für knapp 800 Titel der Finanzbranche, in Großbritannien allgemein für Finanzwerte

Fazit:

Die Kurse haben nach dem einzigartigen Rebound von Freitag beinahe wieder das Niveau vom Wochenbeginn erreicht (siehe Charts anbei). Doch die Gefahr ist keineswegs gebannt. Der Vorsitzende des Bankenausschusses des US-Senats, der Demokrat Christopher Dodd, warnte Freitag, dass die USA möglicherweise "nur mehr Tage von einer kompletten Kernschmelze des Finanzsystems" entfernt seien. Der Kongress werde sich beeilen, um das zu verhindern.

Die Vergabe von Krediten sei im Begriff zum Stillstand zu kommen, die Menschen würden kein Geld mehr geborgt bekommen, sagte der Politiker in einem Interview mit dem Fernsehsender ABC.
www.wirtschaftsblatt.at/home/international/....do&_vl_pos=1.DT
Antworten
musicus1:

helmut schmidt im gespräch mit kleber......

7
21.09.08 14:25
sehenswert.... auf phöenix......das macht das alter doch aus, viel erfahrung, und doch immer mit dem bewusstsein,  immer wieder seine gehirnkiste anzukurbeln ,um zu lernen, dieser mix kann entscheidungshilfe sein und risiken mindern....tja, so ist das wohl, mit fast 90, eine respektable leistung........
Antworten
CarpeDies:

Metro

6
21.09.08 14:36
Du schreibst, dass Du nicht an ein Schreckensszenario glaubst, weil der Anlass der Sache im Vergleich zu den Auswirkungen nichtig ist.
Sicher stehen hier Auslöser und Auswirkung in keinem Verhältnis mehr.
Dein Vergleich hinkt aber auch mächtig: es ist so, wie wenn Du sagen würdest, der Häuslebauer ist der Abzug an einem Maschinengewehr, dass mit einer Garbe zig Menschen töten kann.
Der Abzug ist ja nicht das gefährliche, sondern die Munition, die in Verbindung mit dem Lauf eine tötliche Wirkung erzielen kann. Munition und Lauf ist für mich in diesem Fall die Unersättlichkeit und Gier der Banken und der Mächtigen der Welt; die Derivate und andere perfide ausgedacht Finanzinstrumente sind das handwerkszeug dieser Clientel.

Auch der Vergleich mit den 20er Jahren passt nicht für mich; heute ist alles sehr viel schneller geworden und damit sind die Zeiträume für Entscheidungen sehr viel kürzer als damals. Heute ist eine Dominostein, der durch die Medien/Internet wandert im Zweifelsfall kaum mehr aufzuhalten.
Die Kriege die heute stattfinden, sind heute aber auch Kriege am Derivate-/etc.-Markt die von ihrer wirkungsfähigkeit nicht minder zerstörerisch sind wie echte Kriege; im Gegenteil: diese Munition kennt die  Schwachstellen des Marktes und ist deswegen vielleicht sogar noch gefährlicher.

Am Ende kann ich nur nochmal betonen, dass ich mir nichts so sehr, wünsche, als dass das Leben "nomal" weitergeht; die Angst, dass uns die Finanzhaie und Gierigen dieser Welt schon an den Rand des Abgrunds getrieben haben, bleibt
Antworten
NavigatorC:

freebooting

4
21.09.08 15:52
USA drängen andere Staaten zu Rettungsplänen

Laut "Washington Post" hat die US-Regierung ausländische Regierungen aufgefordert, einen ähnlichen Rettungsplan aufzulegen. Dem Bericht zufolge hatte das Finanzministerium erwogen, ausländische Banken, die in den USA tätig sind, auch in den Genuss des Rettungsprogrammes kommen zu lassen. Dann sei aber entschieden worden, die Regierungen in Großbritannien, Japan, Deutschland und in anderen Staaten zu bitten, selbst die Initiative zu ergreifen
aus:
www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,579479,00.html
so lassen sich doch die benötigten gelder ziemlich einfach eintreiben.

navigatorc


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