Wegen der trüben Goldmänner-Suppe musste man am Freitagnachmittag keinen Finger krumm machen, die wird man eiskalt zurückgehen lassen können. - Allem Anschein nach wurde sie von der von den Republikanern mit kräftiger Unterstützung der Investmentbankerlobby düpierten Obama-Administration angerührt, um den Goldmännern, die ihren Aktionären und ihrer Klientel am Diensttag möglicherweise eine Festtagssuppe auftischen wollten, einen Strich durch die Rechnung zu machen und den Appetit zu verderben. - Mehr als ein Imageschaden dürfte kaum entstanden sein, dessen Wirksamkeit sich in Grenzen halten dürfte, weil die Opfer von den Betrügern um den Hedgefondzockerpaul(son) - der selbst nicht einmal unter Anklage steht - sorgfältig ausgesucht waren. Sehr interessant auch die Rolle der Ratingagenturen, die seinerzeit, in den Anfängen der subprime-Krise, untenherum heftig mitgerührt haben.(vgl.#26503)---Steht alles in den Gazetten - wer sich ein eigenes Urteil bilden möchte, hier der Link:
bc1.handelsblatt.com/ShowImage.aspx?img=2677230
Die Coba hätte angesichts des Ereignisses einen Kursaufschlag verdient, aber die Banken werden an der Börse nicht selten als Kollektiv behandelt, das wird sich jedoch vielleicht zu Gunsten der Coba einpendeln.
Blessing - um das mal zu personalisieren - steht nach meiner Wahrnehmung weit genug entfernt vom Herd und will auch nicht auf die Platte langen. Ackermann hingegen sitzt auf der Platte und wärmt sich den Hintern. Sie scheint aber allmählich heißer zu werden und man darf gespannt sein, wann er, wenn nicht springen, so doch sich absetzen muss oder ob es jemanden gibt, der zurückschaltet. Runter vom Herd müssen Ackermann und Konsorten so und so. - Die Anklage gegen Goldman-Sachs wird die zunehmende Erhitzung nicht stoppen, da müssten schon andere Maßnahmen ergriffen werden. Es sieht eher nicht danach aus, daß dafür ausreichend Mittel (in mehrfacher Hinsicht) bereitstehen.- Aber akut wird das so schnell nicht, es handelt sich um keine Schnellkochplatte oder wie die heissen.