Atomlobby muss am Dienstag wieder zittern

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SemperAugus.: Atomlobby muss am Dienstag wieder zittern
5
23.04.11 08:42
#1

AM 26.4. ist der 25.jährige Jahrestag vom Tschernobylunglück, dann werden die Medien schon wieder voll mit Berichten und Dokumentationen über Atomenergie und die Uneberrscharkeit der Atomenergie sein.

Währendessen wird selbst heute immer wieder noch von Fukushima berichtet, auch wenn es nicht mehr die Schlagzeile ist. Das Thema bleibt auf dem Tisch bis die Kernkraftwere weg sind, ob es nun der Atomlobby(inklusive einiger Boardmitglieder hier) schmeckt oder nicht!

Außerdem sieht man überall im Fernsehen Berichte und Beiträge über Wind- oder Solarenergie! Da wird noch sehr viel passieren die nächsten Monate und Jahre!


Atomenergie hat fertig!

 

 

Wer jetzt noch für Atomkraftwere demonstriert, der könnte genau so gut gegen Frieden oder für Krieg demonstrieren, das ist genau so unlogisch, soll nur provozieren.

SemperAugus.: Nächste Anti-Atomwelle rollt an!
2
23.04.11 09:16
#2

26.4.2011

 

N-TV
15:20 SuperGau Tschernobyl

18:30 News-Spezial 25-Jahre Tschernobyl

19:05 Thema des Tages: Chronik einer Tragödie
19:35 Die Strahlentragödie von Japan
20:05 Die Tschernobyl Katastrophe
21:05 SuperGau Tschernobyl
0:15 SuperGau Tschernobyl
1:50 Die Tschernobyl-Katastrophe
 
ZDF-Infokanal
08.45
17.30

 

N24

 

14:05öffnenschließenDie Geschichte der AtombombeDer Zweite Weltkrieg brachte eine Waffe mit unvorstellbarer Zerstörungskraft hervor. Mittlerweile gelangten Material und Know-how auch in kleine Länder, und schließlich sogar in Terroristen-Kreise. Wie konnte es soweit kommen? Neben wissenschaftlichen Aspekten beleuchtet die Doku, wie Informationen zur Herstellung von atomaren Waffen in die falschen Hände gerieten. Insider äußern sich zu geheimen Absprachen, Spionage und dem Diebstahl geheimer Informationen...
15:00öffnenschließenN24 NachrichtenNachrichten und aktuelle Entwicklungen aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft in Deutschland und der Welt sowie das Wetter.

Moderation: Stephanie Rahn, Carsten Hädler, Alexander Siemon
15:05öffnenschließenN24 Zeitreise Spezial: Super GAU - Ausflug in die Todeszone

 

 

21:05öffnenschließenDer Super-GAU - Protokoll einer Katastrophe

 

Sicherlich auch in den Nachrichten rund um die Uhr und über Fukushima wird sicherlich auch wieder vermehrt berichtet!

 
Maxgreeen: Gäääääähn
2
23.04.11 09:22
#3
* Qualitätsposting ohne Zusatz von haarsträubenden Behauptungen
SemperAugus.: @Maxgreen
 
23.04.11 09:36
#4

Das Thema kommt erst vom Tisch wenn Atomenergie weg ist!

börsenfurz1: Oder alles zu teuer ist!
3
23.04.11 09:54
#5
Alternativen müssen bezahlbar sein und bleiben!

Oder soll der Michel Sozialgeld bekommen damit er es im Winter warm hat und der Strom weiterhin aus der Steckdose kommt!

SemperAugus.: Um die Preise für Atomenergie zu
 
23.04.11 10:01
#6

erreichen müsste man Solar- und Windenergie künstlich verteuern, aber warum sollte man das machen?

börsenfurz1: Semper
2
23.04.11 10:10
#7
haste am Mittwoch Hart aber fair gesehen?

Solltest du dir mal antun und dich selber fragen ob du das willst!

http://www.ardmediathek.de/ard/servlet/content/...?documentId=6990554
kiiwii: Atomenergie ist noch lange nicht tot
 
23.04.11 10:35
#8
Die Niederlande bauen grad ein neues AKW (an dem sich auch RWE beteiligt)
Dabei härren die doch sooo viel Wind...


http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,751654,00.html
Before you criticize someone, you should walk a mile in their shoes.
SemperAugus.: Freut euch schonmal auf den Dienstag
 
23.04.11 11:06
#9

Iss nix mit Vergessen!

kiiwii: ...hätten...
 
23.04.11 11:07
#10
Before you criticize someone, you should walk a mile in their shoes.
SemperAugus.: Kiwie bilde dich am Dienstag und
2
23.04.11 11:12
#11

mach dich schlau!

N-TV
15:20 SuperGau Tschernobyl
18:30 News-Spezial 25-Jahre Tschernobyl
19:05 Thema des Tages: Chronik einer Tragödie
19:35 Die Strahlentragödie von Japan
20:05 Die Tschernobyl Katastrophe
21:05 SuperGau Tschernobyl
0:15 SuperGau Tschernobyl
1:50 Die Tschernobyl-Katastrophe

ZDF-Infokanal
08.15 Die verwaltete Katastrophe
08.30 Die unsichtbare Gefahr
08.45 Das strahlende Vermächtnis
17.15 Die unsichtbare Gefahr
17.30 Das strahlende Vermächtnis
23.31 S-Bahn nach Tschernobyl
00.00 Die unsichtbare Gefahr

N24
14:05 Die Geschichte der Atombombe
15:05 N24 Zeitreise Spezial: Super GAU - Ausflug in die Todeszone
21:05       Der Super-GAU - Protokoll einer Katastrophe

kiiwii: kenn ich alles
 
23.04.11 11:14
#12
schließlich war ich am 26.04.1986 auch schon auf der Welt...
Before you criticize someone, you should walk a mile in their shoes.
SemperAugus.: Scheinbar kennst du nix!
2
23.04.11 11:24
#13

 

 

                       
Das Kernkraftwerk Tschernobyl, rund 130 km nordwestlich von Kiew         (Ukraine) und kurz vor der Grenze zu Weißrussland gelegen, bestand aus         4 Reaktorblöcken, die zwischen 1977 und 1983 ans Netz gegangen sind.             

Der Reaktorunfall in Tschernobyl wurde durch die Kernschmelze in dem         Reaktorblock 4 am 26. April 1986 ausgelöst.

     

 In Folge des Unfalls, bei         dem etwa 3 - 4 % des Schwermetallanteils (Uran, Plutonium usw.) des         Reaktorkerns in die Umgebung geriet, gelangten weitere zahlreiche         Radionuklide, vor allem Jod 131, Cäsium 134 und Cäsium 137 bis nach         West- und Nordeuropa und führten auch dort zu einer teilweise nicht         unerheblichen Strahlenbelastung der Menschen. 

     

Entgegen den anfangs geäußerten         Befürchtungen ist es aber zu keinerlei Steigerungen von Schädigungen         der Nachkommen, bösartigen Tumoren oder Leukämien gekommen. Eine,         allerdings sehr große Ausnahme, bilden jedoch die bis zum Jahr 2003         beobachteten rund 2.000 zusätzlichen Schilddrüsenkrebse in der         Ukraine, Russland sowie Weißrussland, vor allem bei Kindern.

www.klimaforschung.net/tschernobyl/

kiiwii: soll ich dir jetzt Bilder von toten Autofahrern
2
23.04.11 11:27
#14
reinstellen ?

oder von Libyern, die der Gaddafi auf dem Gewissen hat...?

oder lieber von Hutus und Tutsis, die sich gegenseitig in Stücke gehackt haben...??
Before you criticize someone, you should walk a mile in their shoes.
SemperAugus.: das heißt du bist auch für Krieg und
2
23.04.11 11:29
#15

für Autounfälle?

 

Also ich brauch weder Autounfälle, noch Krieg und auch keine Atomkraftwerke!

Warum bist du denn dafür?

kiiwii: du klingst so ecki-g...!?
 
23.04.11 11:30
#16
Before you criticize someone, you should walk a mile in their shoes.
börsenfurz1: semper wenn das nicht deine Welt ist
 
23.04.11 11:41
#17
ja dann lebst du wohl im  Märchenland!
SemperAugus.: Die Welt dreht der Atomkraft den Rücken
 
23.04.11 11:49
#18

Sag du mir wessen Welt das ist?

www.handelsblatt.com/politik/deutschland/...-den-ruecken/4088010.html

Ausstieg aus der Kernenergie:Die Welt kehrt der Atomkraft den Rücken

Nicht nur in Deutschland, weltweit verabschieden sich immer mehr Regierungen von der Kernenergie. Die Energiewende birgt riesiges Potenzial: Hersteller von Sonnen- und Windanlagen wittern ein Milliardengeschäft

DüsseldorfDer Japan-Gau hat die Koordinaten der deutschen Energiepolitik nicht nur durcheinander gerüttelt, sondern nachhaltig verschoben: Zwei Drittel der Deutschen lehnen nach der Atomkatastrophe in Fukushima und 25 Jahre nach dem Super-GAU in Tschernobyl die Atomenergie ab, sagt die jüngste Forsa-Umfrage. Eine von der Kanzlerin bestellte Ethik-Kommission soll einen Weg finden, wie Deutschland schnellstmöglich ohne Atomstrom leben, dabei aber ein Industrieland mit sicherer Energieversorgung bleiben kann.

Bislang sah es so aus, als stünde Deutschland mit dem urplötzlichen Abschalten seiner Alt-Meiler nach der Nuklearkatastrophe in Fukushima weltweit allein auf weiter Flur. "Es war vor rund 50 Jahren die Politik, die die Energiewirtschaft zum Einstieg in die Kernkraft drängte. Nun will Deutschland wieder aussteigen, geht damit aber international einen Sonderweg", schrieb RWE-Chef Großmann vor kurzem in einem Beitrag für das Handelsblatt.

Doch das stimmt nicht mehr. Die Bundesrepublik, die inzwischen schon 17 Prozent der Stromerzeugung aus Wind, Sonne, Wasser und Biomasse gewinnt und diesen Anteil bis zum Jahr 2030 auf 50 Prozent erhöhen will, findet mit ihrer Wende weg von Atom, Kohle und Gas und hin zu regenerativen Energien zusehends Nachahmer.

Infografik: Deutschland von Kernkraftwerken umzingelt

Selbst wenn Deutschland seine Meiler abschaltet, hängen in Europa 188 weitere am Netz. Einige davon in unmittelbarer Nachbarschaft. Eine Übersicht.

Infografik: Deutschland von Kernkraftwerken umzingelt

Am deutlichsten wird das in Italien: Wie Angela Merkel in Deutschland reagierte auch Ministerpräsident Silvio Berlusconi sofort auf die Atom-Katastrophe in Japan und kippt das erst 2008 verabschiedete Gesetz zum Wiedereinstieg in die Atomkraft. Nach einer von der Regierung dem Senat vorgelegten Gesetzesänderung werden nun alle Pläne für die Erkundung, den Bau und die Inbetriebnahme von Meilern gestoppt. Stattdessen soll eine neue Energiestrategie festgelegt werden. Laut Umfragen sind nur noch 20 Prozent der Italiener für eine Kernkraft-Renaissance. Vor zwei Jahren waren es noch 50 Prozent.

Auch die Schweiz lässt den schrittweisen Ausstieg aus der Kernenergie prüfen. Und selbst in der Atomnation Frankreich, wo 58 Meiler rund 80 Prozent des heimischen Stroms produzieren, fordert der Straßburger Stadtrat die Schließung des ältesten französischen Kernkraftwerks in Fessenheim. Frankreich bemühe sich, "den Rückstand bei erneuerbaren Energien gegenüber Deutschland auszugleichen", sagte Premierminister François Fillon. Da wirkt es schon fast anachronistisch, dass die niederländische Regierung - gegen die Mehrheit der eigenen Bevölkerung - den Bau zweier neuer Reaktoren prüft.

..........

börsenfurz1: Semper du bist verbohrt!
 
23.04.11 11:59
#19
Geh mit offenen Augen durch die Welt und veränder das was machbar ist!

Alles was machbar ist besteht aus Kompromissen das solltest auch wissen!

Marshall Zhuk.: wahnsinn
 
23.04.11 12:01
#20
italien und die schweiz. Wieviel Länder hat nochmal die Welt? Wach auf 99% der Kernenergieländer sind weiterhin dabei!
SemperAugus.: börsenfurz und kiwii = Weltfremd
2
23.04.11 12:02
#21

werdet ihr auch noch für Atomkraft sein, wenn es die nicht mehr gibt?

Das geht jetzt ganz schnell!

Warum habt ihr beiden nicht den Mumm mal zu schreiben warum ihr für Atomenergie seid?

SemperAugus.: marschall zhukov
2
23.04.11 12:08
#22

das stand im Handelsblatt ist nicht von mir!

Man muss sich doch nur die Meldungen weltweit anschauen!  Das wird bald ganz schnell gehen, Deutschland voran.

 

Vor allem haben wir jetzt zum ersten mal wieder die Möglichkeit eine weltweite Führungsposition in der Windtechnik und Solartechnologie auszubauen. Das wird auch Deutschland wieder nach oben bringen, Japan ist bereits auf der Strecke geblieben, die Russen sind daran mitzerbrochen, 3 jahre nach Tschernobyl war die UDSSR schon Geschichte!

Wenn sowas in einem land wie den USA passieren wird, dann werden die auch wieder in die Steinzeit zurückgebombt.

 

In Frankreich soll übrigens Fessenheim, das Kernkraftwerk an der Grenze, bald ausgeknipst werden, aber ich befürchte die Franzosen könnten da auch irgendwann den negativen Beigeschmack der Atomenergie schmecken. Ob dann der Rotwein und Käse noch so gut wie den Japanern der Fisch schmeckt?

SemperAugus.: Energiewende mit Geld aus Europa
 
23.04.11 12:14
#23

www.faz.net/s/Rub0E9EEF84AC1E4A389A8DC6C23161FE44/...on~Scontent.html

Ökostrom

Energiewende mit Geld aus Europa

Die Europäische Investitionsbank (EIB) will die Darlehen für den Ausbau von deutschen Windkraftanlagen auf See und an Land voraussichtlich verdoppeln. Das sagte der Vizepräsident der EIB im Gespräch mit der F.A.Z. in Berlin.

Von Andreas Mihm

22. April 2011 2011-04-22 20:28:03

Die Europäische Investitionsbank (EIB) unterstützt die Pläne der Bundesregierung für einen grundlegenden Umbau der Energieerzeugung und -versorgung in Deutschland mit schnell wachsenden Kreditbeträgen. In diesem Jahr werde man die Darlehen vor allem für den Ausbau von Windkraftanlagen auf See und an Land voraussichtlich verdoppeln, kündigte der Vizepräsident der EIB, Matthias Kollatz-Ahnen, im Gespräch mit der F.A.Z. in Berlin an. Im vergangenen Jahr hatte die Förderbank Grünstrom-Projekte in Deutschland im Umfang von etwa 600 Millionen Euro mit langlaufenden, günstigen Darlehen angeschoben oder refinanziert.

„Ich gehe davon aus, dass wir Ende 2011 eher bei 1,5 als bei einer Milliarde Euro liegen, unser Engagement wird auf jeden Fall deutlich steigen“, sagte der Deutsche unter den acht Vizepräsidenten der EIB. Derzeit befinde man sich mit vier bis fünf Projektbetreibern für Offshore-Windparks und zwei Finanzierungskonsortien für Windfarmen an Land im Gespräch. Da Deutschland die Investitionen gerade auch in Offshore-Wind weiter erhöhen wolle – die Zielmarke entspreche mittelfristig der Großbritanniens von 4 Milliarden Euro –, sei mit weiteren Engagements zu rechnen. „Europaweit gibt es eine Verlagerung hin zu Offshore-Projekten, im Gegenzug wird die Förderung der Photovoltaik zurückgenommen“, sagte Kollatz-Ahnen.

Akzentverschiebung in den nächsten Jahren

Ein großer Windpark in der Deutschen Bucht kostet rund 1 Milliarde Euro. Weil private Banken sich schwertun, solche Volumina allein zu finanzieren, hatte die Bundesregierung bereits die staatliche KfW-Bank aufgefordert, ein Darlehensprogramm über 5 Milliarden Euro aufzulegen, das in diesen Wochen an den Start gehen soll. Die Regierung erwägt zudem, die auf 15 Cent je Kilowattstunde festgelegte schon erhöhte Einspeisegebühr weiter heraufzusetzen, um Investoren das Engagement schmackhaft zu machen. Im Gegenzug soll die Förderdauer von bisher 20 Jahren allerdings gekürzt werden. Eine günstigere Anschubfinanzierung und eine höhere Renditeerwartung sollen sicherstellen, dass die Projekte realisiert werden.

Wegen des auch von der EU-Kommission angemahnten Ausbaus der Stromnetze werde es in der Finanzierung in den nächsten Jahren zu einer Akzentverschiebung kommen, sagte Kollatz-Ahnen. Das Finanzierungsvolumen für Energieprojekte werde weiter zunehmen, der Anteil der Netzinvestitionen aber schneller wachsen. Die Zahl der Projekte werde auch in Deutschland zunehmen. „Wir starten mit 200 bis 300 Millionen Euro, 2012 wird sich das vom Trend her verdoppelt haben und bis zum Ende des Jahrzehnts eine wichtige Aufgabe bleiben“, sagte Kollatz-Ahnen. Die Bundesregierung will den Netzausbau beschleunigen, indem die Länder Planungsrechte an den Bund abtreten sollen.

Europaweit hatte die EIB 2010 Kredite für mehr als 7 Milliarden Euro für Investitionen in die Energieeffizienz und Erneuerbare Energien ausgegeben. Davon flossen rund 1 Milliarde Euro nach Deutschland, auch für Biogasanlagen und zur Finanzierung von Herstellern der Photovoltaikanlagen. Das Gros der günstigen EIB-Darlehen für Investitionen in oder zur Refinanzierung von Krediten für Erneuerbare Energien ging laut Kollatz-Ahnen zuletzt nach Italien, Spanien, Frankreich, Großbritannien und Deutschland.

 

Text: F.A.Z.

 

Bildmaterial: dpa

SemperAugus.: Ökostrom boomt!
 
24.04.11 11:01
#24

www.stern.de/wirtschaft/news/...n-privaten-atom-ausstieg-1677571.html

23. April 2011, 14:15 Uhr
             

Ökostrom boomt:              Deutsche machen ihren privaten Atom-Ausstieg

           

Von wegen "zurück zur Tagesordnung": Die Reaktorkatastrophe von Fukushima hat die Einstellung der Deutschen zur Atomenergie nachhaltig verändert. Anbieter von Ökostrom erleben einen Nachfrageboom.

Noch vor wenigen Monaten führten die Anbieter von atomfreiem Ökostrom in Deutschland ein Schattendasein. Trotz günstiger Tarife und denkbar leichter Wechselverfahren hielten die meisten Haushalte an ihren traditionellen Energieversorgern fest. Doch das ändert sich seit der Erdbeben- und Tsunamikatastrophe von Japan gerade nachhaltig.

Denn während Politiker und Energieversorger noch über das Wie und Wann des Atomausstiegs diskutieren, praktizieren ihn viele Deutschen schon. Wie eine Umfrage der Nachrichtenagentur DPA ergab, verzeichnen vor allem die reinen Öko-Anbieter seit dem Reaktorunglück von Fukushima Mitte März einen deutlichen Kundenzuwachs. Auch bei den Vergleichsportalen im Internet informiert sich die große Mehrheit über Tarife für grünen Strom. Selbst die konventionellen Versorger stellen ein gestiegenes Interesse an Energie aus alternativen Quellen fest.

Kundenansturm nach Fukushima

Der nach eigenen Angaben größte Anbieter von Ökostrom in  Deutschland, das Hamburger Unternehmen Lichtblick, hat seit Mitte  März 20.000 Neukunden gewonnen und damit dreimal so viele wie in  dieser Zeit sonst üblich. "Der Zulauf war vor allen in den ersten  drei Wochen nach Fukushima besonders groß, wir hatten an Spitzentagen  bis zu 1200 Neu-Verträge, im Schnitt 800 pro Werktag", bilanziert  Lichtblick-Sprecher Ralph Kampwirth. Das Unternehmen beliefert  derzeit mehr als 520.000 Privat- und Gewerbekunden mit Ökostrom.

Einen wahren Kundenansturm verzeichnet auch Konkurrent Naturstrom. In den ersten drei Wochen nach der Nuklearkatastrophe haben sich nach Unternehmensangaben rund 10.000 Kunden pro Woche für den Wechsel zu dem Düsseldorfer Anbieter entschieden. Danach seien es etwa 5000 wöchentlich gewesen.

Greenpeace Energy berichtet von rund 6000 Neukunden seit dem 11.  März - die Gesamtkundenzahl der Genossenschaft liegt inzwischen bei  mehr als 100.000. "Derzeit gewinnen wir immer noch rund 1000 Kunden  pro Woche hinzu, was in etwa fünfmal so viel ist wie das Wachstum zu  normalen Zeiten", heißt es auf Anfrage.

Bei den aus einer Bürgerinitiative hervorgegangenen Elektrizitätswerken Schönau (EWS) im Schwarzwald ist sogar von einer Verachtfachung des Kundenzuwachses seit dem Reaktorunglück gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres die Rede. Insgesamt seien mehr als 7000 neue Kunden gewonnen worden. Die Gesamtzahl hat dem Unternehmen zufolge inzwischen die Marke von rund 112.000 bundesweit erreicht.

Ökostrom auch bei RWE und Eon gefragt

Auch Deutschlands größter Energiekonzern Eon, der selbst  Atomkraftwerke betreibt, hat ein gesteigertes Kundeninteresse an  Ökostrom festgestellt. Allerdings lägen die Abschlusszahlen deutlich  darunter, heißt es von dem Unternehmen. Der Anteil der Ökostromkunden  an der Gesamtkundenzahl bewege sich weiterhin im einstelligen  Bereich. Inzwischen würden auch die Anfragen weniger.

Der Branchenzweite RWE, der als einziger deutscher Konzern gegen das Atom-Moratorium geklagt hat, erwartet hingegen auch künftig ein  gesteigertes Interesse an seinen Öko-Tarifen. Konkrete Zahlen nannte  ein Sprecher auf Anfrage aber nicht.

Das Umdenken der Verbraucher haben auch die Vergleichsportale im Internet festgestellt: War bei toptarif.de vor Fukushima in 40  Prozent der Fälle Ökostrom der Grund für den Anbieterwechsel, so sind  es nach Angaben von Sprecher Daniel Dodt inzwischen mehr als 60  Prozent. Auch beim Portal Verivox sind die Anfragen nach Strom aus  alternativen Quellen seit Mitte März schlagartig nach oben  geschnellt. Wechselwillige Kunden interessieren sich nahezu  ausschließlich für Ökostrom - und zwar in fast 90 Prozent der Fälle.

Den für Sie günstigsten Stromanbieter - einschließlich der Ökostrom-Versorger - finden Sie in unserem Energieatlas Deutschland.

SemperAugus.: Tokio: "Tschüss Atomkraft"
 
25.04.11 10:06
#25

Die ScheinArgumente der Atomlobbiesten zerfallen langsam zu Staub, auch in Japan gehen jetzt Tausende auf die Strasse und demonstrieren gegen Atomenergie! Und Deutschland geht voran, die Welt zieht nach:

www.focus.de/panorama/welt/tsunami-in-japan/...mkraft_aid_621159.html


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